24. September 2004

DBV: Umweltverbände disqualifizieren sich in Cross Compliance

Themen: Archiv — info @ 10:09

Bauernverband weist Vorwürfe zurück

Berlin (agrar.de) – Auf große Verärgerung und völliges Unverständnis sind beim Deutschen Bauernverband (DBV) Meldungen einiger Umweltorganisationen gestoßen, die ein Katastrophenszenario über die Auswirkungen der heute im Bundesrat zur Abstimmung stehenden so genannten Cross Compliance Verordnung im Rahmen der Agrarreform zeichnen. Danach sollen die Landschaft veröden, Wildtiere sterben und die Landwirte ohne Gegenleistung Prämien erhalten. Offenbar haben diese Umweltverbände vergessen, dass sie es waren, die eine volle Entkopplung der Direktzahlungen von der Produktion gefordert haben, und nicht der DBV. Jetzt die Bundesratsbeschlüsse zu beklagen, ist nach Ansicht des DBV scheinheilig.

Die Landwirte halten in Deutschland hohe Standards im Tier- und Verbraucherschutz sowie im Natur- und Umweltschutz ein, die künftig im Rahmen von Cross Compliance und den nationalen Fachrechtskontrollen überprüft werden, betont der Bauernverband. Zusätzlich wird über Cross Compliance noch ein weiterer Standard für die Erhaltung der Flächen in einem ‚guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand‘ festgelegt, der von allen Landwirten einzuhalten ist.

Als übertrieben und realitätsfern bezeichnete der Bauernverband die Debatte darüber, zukünftig würden landwirtschaftliche Flächen für die Produktion verloren gehen und wertvolle Kulturlandschaften veröden. Es stände den Umweltverbänden besser an, in Kooperation mit der Landwirtschaft vor Ort Lösungen für vereinzelt aus der Erzeugung genommene Flächen zu erarbeiten, unterstrich der DBV. Doch die jetzt angezettelte Debatte erschwert den Umweltverbänden, an kooperativen Lösungen mitzuarbeiten.

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