23. September 2004

Goldmann: Landwirte sind keine faulen Schmarotzer

Themen: Archiv — info @ 16:09

Staatssekretär Müller muss sich entschuldigen

Berlin (agrar.de) – Zu den Äußerungen von Staatssekretär Alexander Müller, BMVEL, wonach Landwirte ‚keine Hilfen fürs Nichtstun‘ im Zusammenhang mit der Umsetzung von cross compliance erhalten dürften, erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Immer wenn es um das Bedienen und Schüren von Vorurteilen gegen die Landwirte geht, ist ein Grüner zur Stelle. Bei den ‚Bauernspionen‘ spielen Künast und Trittin diese Rolle und kriminalisieren die Landwirte. Bei der Umsetzung der EU-Agrarreform hat Staatssekretär Müller – natürlich auch ein Grüner – diese Aufgabe übernommen.

In den Beratungen zu cross compliance im Bundesrat hat der Politiker von Bündnis 90 /Die Grünen es abgelehnt, den ‚Landwirten fürs Nichtstun Hilfen‘ zu zahlen. Mit solcher Polemik profilieren sich die Grünen seit Jahren auf Kosten der Landwirte.

Richtig ist: Die Kulturlandschaft in Deutschland ist durch die Arbeit von Landwirten über viele Generationen auf der Grundlage der guten fachlichen Praxis entstanden. Dazu müssen Landwirte und ihre Familien hart arbeiten. Mit 38 Stunden in der Woche ist die Kulturlandschaft nicht zu erhalten. Landwirte haben lange vor der Einführung von cross compliance Umwelt-, Natur- und Tierschutz praktiziert.

Deshalb fordere ich Staatssekretär Müller auf, sich für seine ungeheuerliche Entgleisung unverzüglich bei den Landwirten und ihren Angehörigen zu entschuldigen. Es ist eine Unverschämtheit, Landwirte und ihre Familienangehörigen als faule Schmarotzer zu beschimpfen.‘

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