23. August 2004

SRU veröffentlicht Forschungsbericht der FAL

Themen: Archiv — info @ 13:08

Berlin/Braunschweig (agrar.de) – Vor dem Hintergrund der weiteren Liberalisierung der Agrarmärkte und einem mittel- bis langfristig zu erwartenden Abbau staatlicher Fördermaßnahmen im Agrarsektor stellt sich aus umweltpolitischer Sicht die Frage, welchen Einfluss die Liberalisierung auf die Erreichung von Umweltzielen in der Agrarlandschaft hätte und welche zusätzlichen, agrarumweltpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden müssten, um umweltpolitische Zielvorgaben einzuhalten.

Für das Umweltgutachten 2004 des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU) mit dem Leitthema ‚Umweltpolitische Handlungsfähigkeit sichern‘ wurde das Institut für Betriebswirtschaft, Agrarstruktur und ländliche Räume der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) mit einem Forschungsvorhaben zum Thema ‚Szenarien der Agrarpolitik – Untersuchung möglicher agrarstruktureller und ökonomischer Effekte unter Berücksichtigung umweltpolitischer Zielsetzungen‘ beauftragt. Die Bearbeitung erfolgte im Jahr 2003 durch Dr. Stephan Hubertus Gay, Bernhard Osterburg und Thomas Schmidt, alle tätig im heutigen Institut für ländliche Räume der FAL.

Im erstellten Bericht wird die gegenwärtige agrarpolitische Situation in Deutschland und der Europäischen Union (EU) ausführlich dargestellt. Die Bedeutung von direkten und indirekten Stützungen für die Landwirtschaft wird mithilfe verschiedener Ansätze analysiert, wobei die starke Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Flächennutzung von Stützungen herausgearbeitet wird. Bei einer Reduzierung der Stützungen würde es zu einer weiteren Spezialisierung und Intensivierung in Gunsträumen und einem stärkeren Rückzug der Landwirtschaft aus Ungunstlagen kommen. Beides kann unter Umweltgesichtspunkten zu Problemen führen, so dass über geeignete Politiken zur Lenkung dieser Entwicklungen nachgedacht werden sollte. Im vorgelegten Bericht werden hierzu Analysen vorgelegt und Denkanstöße gegeben.

Mit der Veröffentlichung dieses Forschungsvorhabens als 37. Band der Materialien zur Umweltforschung macht der SRU die Ergebnisse der Untersuchungen interessierten Kreisen zugänglich. Der Band steht als Download im PDF-Format auf der Webseite des SRU zur Verfügung.

20. August 2004

Geflügelfleischproduktion steigt weiter

Themen: Archiv — info @ 15:08

Wiesbaden (agrar.de) – Im zweiten Quartal 2004 wurden in Deutschland knapp 1,6 Mill. Tonnen Fleisch gewerblich produziert, darunter 252.600 Tonnen Geflügelfleisch. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist die Erzeugung von Geflügelfleisch im zweiten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,5 Prozent gestiegen. Sie hat damit einen Anteil von 15,9 Prozent an der gesamten gewerblichen Fleischerzeugung; im Vorjahresquartal lag dieser Anteil noch bei 14,8 Prozent.

Den größten Anteil an der Geflügelfleischerzeugung hatten Jungmasthühnerfleisch mit 134.500 Tonnen und Truthuhnfleisch mit 97.300 Tonnen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2003 wurden damit 12,0 Prozent mehr Truthuhnfleisch und 10,6 Prozent mehr Jungmasthühnerfleisch erzeugt.

Die Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen (ohne Geflügel) betrug im zweiten Quartal 2004 insgesamt gut 1,3 Mill. Tonnen, darunter knapp 1,1 Mill. Tonnen Schweinefleisch und knapp 0,3 Mill. Tonnen Rindfleisch (ohne Kalbfleisch). Die Gesamtschlachtmenge aus gewerblichen Schlachtungen hat sich gegenüber dem zweiten Quartal 2003 um 1,8 Prozent erhöht; die Produktion von Schweinefleisch stieg um 12.600 Tonnen oder 1,2 Prozent, die Produktion von Rindfleisch um knapp 9.600 Tonnen oder 3,7 Prozent. Letzteres ist vor allem durch den Anstieg der Ochsen- und Bullenschlachtungen um insgesamt 9,6 Prozent begründet.

Die Zunahme der Schweineschlachtungen ist auf steigende Schlachtzahlen für Schweine ausländischer Herkunft zurückzuführen. Während die Zahl der geschlachteten Schweine aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahresquartal um 202.000 Tiere stieg, verringerte sich die Zahl der geschlachteten inländischen Schweine leicht (- 15.000 Tiere). Damit waren etwa 6,4 Prozent der geschlachteten Schweine ausländischer Herkunft, im zweiten Quartal 2003 hatte dieser Anteil bei 4,7 Prozent gelegen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Landwirtschaft bekommt Ölpreisanstieg hart zu spüren

Themen: Archiv — info @ 12:08

Pläne der Bundesregierung zur Diesel-Steuererhöhung für Landwirte müssen aufgegeben werden

Berlin (agrar.de) – Von den jüngsten Preissteigerungen des Rohöls sind die deutschen Landwirte, wie auch andere Wirtschaftbereiche und Privatpersonen, direkt betroffen. Allein durch die Preiserhöhung des Dieselkraftstoffes als Folge der hohen Rohölpreise, sind der Landwirtschaft von Januar bis Ende Juli 2004 Mehrkosten in Höhe von rund 35 Millionen Euro entstanden. ‚Unsere Landwirte können die höheren Produktionskosten jedoch nicht über höhere Preise ihrer Produkte kompensieren‘ stellte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), fest. Bei Fluggesellschaften dagegen bestehe die Möglichkeit, steuerbefreiten Treibstoff zu nutzen und zugleich die höheren Kosten durch den gestiegenen Ölpreis an die Kunden weiterzugeben. Deshalb fordere der DBV die Regierungskoalition auf, die jetzt geplante Dieselsteuererhöhung speziell für Landwirte nicht umzusetzen.

Im EU-weiten Vergleich würden die deutschen Bauern bereits einen der höchsten Steuersätze zahlen. Daher solle die Bundesregierung diesen eklatanten Wettbewerbsnachteil abmildern und die Steuern auf landwirtschaftlichen Diesel senken. Stattdessen wolle sie aber bereits im September dieses Jahres ein Gesetz verabschieden, das eine 56-prozentige Steuererhöhung beim Diesel für die Feldarbeit mit Traktoren und Mähdreschern zum Ziel habe. Eine solche Verteuerung des Produktionsfaktors ‚Treibstoff‘ ist gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Ölpreise keinem Wirtschaftszweig zuzumuten‘, auch nicht der Landwirtschaft, kommentierte Sonnleitner die Pläne der Bundesregierung. Dabei habe sich der landwirtchaftliche Dieselsteuersatz seit 1998 bereits mehr als verdoppelt und so rund 1 Milliarde Euro zusätzlich aus der Landwirtschaft in die Staatskassen fließen lassen.

Bereits im vergangenem Dezember sei man sich im Vermittlungsausschuss zur Debatte des Haushaltes 2004 – unter Regierungsbeteiligung – einig geworden, dass die Landwirtschaft nicht überproportional, sondern im gleichen Maße wie andere Gesellschaftsgruppen, zur Erfüllung der Sparziele beitragen solle. Vor allem unter Berücksichtigung der seit drei Jahren stark rückläufigen Einkommen der deutschen Bauern und des verschärften EU-Wettbewerbs seien die erneuten Verteuerungs-Pläne der Bundesregierung nicht akzeptabel.

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19. August 2004

Niedersachsen: Antragsstopp für Agrarinvestitionsförderung

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 15:08

Bereits Antragsüberhang – Gekürzte Haushaltsmittel schnell verbraucht

Hannover (agrar.de) – Die knappen Fördermittel für das laufende Jahr waren schnell verbraucht. Nach Angaben des Landvolks Niedersachsen ist im Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) des Landes Niedersachsen jetzt bereits ein Antragsstopp verhängt worden. Für Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Umstellung auf alternative Energien gilt der Stopp bereits seit Anfang August. Für alle übrigen Anträge werden keine Anträge mehr von den Landwirtschaftskammern angenommen, sobald das verfügbare Mittelvolumen von 27 Millionen Euro um mehr als 25 Prozent überschritten ist. Diese Grenze dürfte in Kürze erreicht sein. Wer noch in Biogas- oder Photovoltaikanlagen investieren will, hat damit keine Chancen mehr auf Förderung aus dem AFP, weil diese Maßnahmen im kommenden Jahr nicht mehr mit AFP-Mitteln gefördert werden. Dagegen können sich Antragsteller für die übrigen Maßnahmen auf das kommende Jahr vertrösten lassen, wenn sie in diesem Jahr nicht mehr zum Zuge kommen.

Die Haushaltsmittel für das AFP waren für das laufende Jahr von 41 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro gekürzt worden. Das Interesse an Förderungsmitteln für Investitionen hat hingegen anscheinend zugenommen, insbesondere für kleinere Investitionen in Maschinen mit umweltfreundlicherer Technik, beispielsweise Mulchsaatmaschinen, Güllefässer oder moderne Pflanzenschutztechnik, die zahlenmäßig fast die Hälfte aller Anträge ausmachen. Bei der Landwirtschaftskammer Hannover sind bisher ungefähr 560 Förderanträge eingegangen, von denen bereits 380 bewilligt wurden. Davon entfielen 20 auf Photovoltaikanlagen mit insgesamt 100.000 Euro Förderungsmitteln sowie fünf Biogasanlagen. Bei der Kammer Weser-Ems in Oldenburg sind 332 Anträge bewilligt worden, weitere 64 Antragsteller müssen mit der Bewilligung wegen der ausgeschöpften Mittel auf das nächste Jahr warten. 35.000 Euro fließen in sieben Photovoltaikanlagen, hinzu kommen zwei Biogasanlagen.

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland %url2%Niedersachsen%/%.

DBV: Gute Ernte von hohen Kosten überlagert

Themen: Archiv — info @ 14:08

DBV-Generalsekretär zieht Erntebilanz

Berlin (agrar.de) – Insgesamt ist die Ernte 2004 zufrieden stellend ausgefallen. Sie hat aber durch den zögerlichen Verlauf auf Grund der Witterung stark an den Nerven der Bauern gezerrt. ‚Die deutsche Landwirtschaft hat bis auf die noch ausstehenden Flächen eine qualitativ äußerst gute Getreide- und Rapsernte, aber auch Obst- und Gemüseernte eingefahren, die auch mengenmäßig mit ca. 48 Millionen Tonnen Getreide überzeugt.‘ Dies betonte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, anlässlich der Pressekonferenz des DBV zur vorläufigen Abschlussbilanz der Ernte 2004.

Damit konnte der dürrebedingte Einbruch des letzten Jahres wettgemacht und an die langfristige Ertragsentwicklung angeknüpft werden. Da die Getreideernte in den wichtigsten Produktionsgebieten der Europäischen Union ebenfalls günstig verlaufen sei, könnten die Verbraucher von einer stabilen Versorgungssituation bei Nahrungsmitteln ausgehen. Eine erntebedingte Preisdelle mindert aber die Erzeugerpreise, diese müsse durch Einlagerung ausgeglichen werden. Entgegen der Meinung vieler, sind die Lagerbestände aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Die weltweite Getreide- und Ölsaatenproduktion in den letzten Jahren habe mit dem steigenden Verbrauch nicht mehr mithalten können, so Dr. Born.

Gerade zur Ernte möchte der DBV auch auf die wirtschaftlich angespannte Situation der Landwirte aufmerksam machen. Landwirte produzieren unter hohen Auflagen und mit einer großen Verantwortung den Verbrauchern und der Umwelt gegenüber. Auch die Energiepreisverteuerung treffe die Bauern hart.

Vor diesem Hintergrund fordert der DBV die Politik auf, Verantwortung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zu übernehmen. Weitere Kostenbelastungen durch das geplante Haushaltsbegleitgesetz 2005 sind nicht hinnehmbar und schaffen neuerliche Wettbewerbsnachteile. Deshalb dürften die Pläne im Haushaltsbegleitgesetz, zum Beispiel zur Steuererhöhung bei Agrardiesel, nicht Wirklichkeit werden. Das brächte den deutschen Landwirten eine Kostenmehrbelastung im Ackerbau von rund 30 Euro je Hektar hinnehmen. Schon jetzt fahren die deutschen Bauern beim Agrardieselsteuersatz ihren europäischen Konkurrenten hinterher.

Links zum Thema Verbände.

Holzeinschlag in Niedersachsen deutlich gestiegen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Hannover (agrar.de) – Niedersachsens Forstwirte haben im Jahr 2003 beim Holzeinschlag deutlich häufiger als im Vorjahr die Motorsäge angesetzt. Mit 4,17 Millionen Kubikmeter (m³) wurden 553.000 m³ mehr eingeschlagen als 2002. Nach Informationen des Landvolks Niedersachsen stieg der Einschlag besonders bei den Nadelhölzern.

Bei Fichte, Tanne und Douglasie betrug die Erntemenge 1,64 Mio. m³ gegenüber 1,33 Mio. m³ im Jahr 2002. Leicht gestiegen ist auch der Einschlag bei der Kiefer und Lärche. Hier waren es 1,49 Mio. m³ und im Jahr zuvor 1,40 Mio. Auch bei Eiche und Buche erhöhten sich die Einschlagszahlen. Bei der Buche waren es über 100.000 m³ mehr als im Vorjahr und bei der Eiche 55.000 m³. Insgesamt wurden 2003 in Deutschland 50,84 Mio. m³ Holz eingeschlagen gegenüber 42,38 Mio. im Vorjahr. Zu den größten ‚Holzländern‘ zählen Bayern mit 16 Mio. m³ und Baden-Württemberg mit 8,3 Mio. m³. Den dritten Platz belegt Hessen mit 5,4 Mio. m³ vor Niedersachsen.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Niedersachsen.

DBV: Ernte im Stop and Go

Themen: Archiv — info @ 12:08

Dritte Erntemeldung des Deutschen Bauernverbandes

Berlin (agrar.de) – Nachdem in der ersten August-Dekade die Ernte zügig vorangeschritten ist, hat die jüngste Niederschlagsperiode wieder zu einem Erntestopp geführt. In einigen Regionen stehen die Mähdrescher seit nun mehr als einer Woche in den Scheunen und warten auf eine neue Schönwetterperiode für den Abschluss der Getreideernte.

Während die Gerstenernte beendet werden konnte und die Rapsernte weitestgehend in den Silos lagert, befinden sich noch mehr als 25 Prozent des Weizens auf dem Halm. Diese wichtigste Getreideart Deutschlands wurde in diesem Jahr auf 3,1 Millionen Hektar angebaut. Auch bei Roggen, Triticale und Hafer müssen nach Information des Deutschen Bauernverbandes (DBV) noch nennenswerte Flächen geerntet werden.

Erfreulich entwickeln sich auf den bisher geernteten Flächen die Erträge, die sich nach der Dürre und Flut in den letzten beiden Jahren wieder auf einem guten Niveau einstellen. Bei der Wintergerste liegt die geschätzte Gesamterntemenge auf einem Niveau von ca. 9,5 Millionen Tonnen, 8,8 Prozent über dem fünfjährigen Mittel und sogar 36,3 Prozent über dem dürregezeichneten Ergebnis vom Vorjahr.

Auch die Sommergerste, deren Anbaufläche um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt wurde, weist auf Grund der guten Hektarerträge, die im Durchschnitt auf 5,2 Tonnen je Hektar geschätzt werden, einen Rückgang der Gesamterntemenge auf ca. 3,2 Millionen Tonnen auf, dies sind etwa 10,9 Prozent weniger als im letzten Jahr (3,6 Millionen Tonnen). Bei Roggen dürfte sich ein Gesamtergebnis von ca. 3,5 Millionen Tonnen einstellen. Danach wurden im Durchschnitt 5,6 Tonnen je Hektar geerntet. Die Hektarerträge liegen nach dieser Schätzung etwa 8,2 Prozent über dem langjährigen Mittel und 31,8 Prozent über dem letztjährigen Ergebnis, das von den besonders hohen dürrebedingten Ertragsausfällen auf den brandenburgischen Roggenfeldern gekennzeichnet war.

Das Gesamtergebnis der Deutschen Getreideernte wird am stärksten durch den Weizen bestimmt, dessen Ernte erst in den nächsten Wochen abgeschlossen werden kann. Zur Zeit müssen die Landwirte noch mehr als 775.000 Hektar Weizen ernten. Nach den bisher vorliegenden Ernteergebnissen hat sich ein Hektarertrag von ca. 7,8 Tonnen eingestellt. Sollte es nach den jüngsten Regenfällen nur zu geringen Ertragsausfällen kommen und kann die Ernte in den nächsten Tagen zügig voranschreiten, dürfte die Gesamternte in einem Korridor von 45 – 48 Millionen Tonnen liegen. Damit bewegt sich das Ergebnis deutlich über dem letztjährigen Ergebnis von 39,5 Millionen Tonnen und ist etwas oberhalb des fünfjährigen Mittels von 44,5 Millionen Tonnen anzusiedeln.

Erfreulich präsentiert sich auch das Ergebnis beim Raps, nach der bisherigen Schätzung wurde bei den Hektarerträgen mit 3,9 Tonnen die Schwelle von 4 Tonnen nur knapp verfehlt. Das Gesamtergebnis, des auf rund 1,25 Millionen Hektar angebauten Winterrapses, dürfte sich danach auf ca. 4,89 Millionen Tonnen belaufen.

Blick über die Regionen:

Aus dem Süden Deutschlands werden durchweg deutlich bessere Wintergerstenergebnisse gemeldet. Sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg wurde ein Ertrags-Plus gegenüber dem Vorjahresergebnis von 20 Prozent gemeldet. Dabei haben die badischen Bauern eine Wintergerstenernte mit Hektarerträgen von 6 Tonnen je Hektar bis 8 Tonnen je Hektar eingebracht. Die Preise für die qualitativ hochwertige Gerste bewegen sich auf einem Niveau von 80 Euro je Tonne bis 90 Euro je Tonne. Auch bei der Sommergerste wird aus diesen Regionen eine erfreulich gute Ernte gemeldet. Für Preisnotierungen von 100 Euro je Tonne bis 110 Euro je Tonne finden die guten Qualitäten ihren Markt. Die Weizenernte ist im Süden Deutschlands zu 75 Prozent eingebracht. Dabei wird von einem Ertragsanstieg von 25 Prozent ausgegangen. In Baden-Württemberg wird von Ertragsspitzen bis 10 Tonnen je Hektar berichtet. Die Preise liegen beim Weizen in Bayern für besten A-Weizen bei 100 Euro je Tonne. B-Weizen findet in einem Preisbereich von 85 Euro je Tonne bis 95 Euro je Tonne seinen Markt. Geprägt von der guten Ernte entwickeln sich auch die Preise beim Raps. Die Preisgebote bewegen sich einheitlich bei 190 Euro je Tonne bis 200 Euro je Tonne für Raps, der im Süden Deutschlands gute Ölgehalte oberhalb von 92 Prozent hat.

In Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen lagen in diesem Jahr die Wintergerstenerträge um 15 Prozent bis 25 Prozent oberhalb der trockenheitsgezeichneten Ernte des letzten Jahres. Preise zwischen 70 Euro je Tonne und 95 Euro je Tonne werden für trockene Gerste in der Ernte gezahlt. Während in Rheinland Pfalz die Sommergerstenernte mit guter Vollkornausbildung abgeschlossen ist, müssen hessische Bauern noch 30 Prozent der Flächen ernten. Auch beim Weizen haben die hessischen Bauern erst 60 Prozent der Flächen abgeerntet, während ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz bereits mehr als 80 Prozent der Weizenfläche abgeerntet haben. Die Preise für Grundqualitäten bewegen sich auf einem Niveau von 80 Euro je Tonne bis 85 Euro je Tonne. Spitzenqualitäten werden mit bis zu 110 Euro je Tonne honoriert. Dies zeigt eine deutliche Qualitätsdifferenzierung, die angesichts der aktuellen Wetterbedingung sicherlich auch den weiteren Marktverlauf prägen wird.

Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen konnten eine um 10 Prozent bessere Gerstenernte einfahren. Angesichts der guten Bedingungen auf dem Veredelungsmarkt können die Getreideanbauer in den Zuschussregionen auf bessere Preise hoffen, in der Spitze werden 105 Euro je Tonne gezahlt. Die niedersächsischen Braugerstenerzeuger konnten bei der Sommergerste gegenüber dem Vorjahr kaum Ertragszuwächse verzeichnen. In einigen Regionen bewegen sich die Erträge sogar unter Vorjahresniveau, wobei diese auch einen geringen Vollgerstenanteil aufweisen. Die Weizenernte ist sowohl im Rheinland als auch in Westfalen noch nicht abgeschlossen. Es stehen zum jetzigen Zeitpunkt, einen für diese Region späten Erntezeitpunkt, noch mehr als 15 Prozent des Weizens auf dem Halm. Angesichts der Einstandspreise von 92,85 Euro je Tonne liefern die Landwirte nur verhalten aus der Ernte an.

Die Niedersächsischen Landwirte berichten von einer überdurchschnittlichen Weizenernte, die in der Spitze bis zu 11 Tonnen je Hektar reicht. Preisgebote reichen in der Spitze bis zu 110 Euro je Tonne und fördern damit das Abgabeverhalten. Anders ist die Preissituation für die Roggenerzeuger in Niedersachsen, gute Erträge haben den Preis auf ein Niveau von 72,50 Euro je Tonne fallen lassen. Allerdings werden in den Futterzuschussregionen zu diesem Zeitpunkt bereits 90 Euro je Tonne geboten.

Die Küstenregionen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben die Wintergerstenernte auf einem guten Niveau beendet. In Schleswig-Holstein dürften die Erträge des letzten Jahres bestätigt werden und in Mecklenburg-Vorpommern konnte sogar ein 10-prozentiges Plus eingefahren werden. Wobei die 2003 dürregeschädigten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns sogar bis zu 50 Prozent mehr erzielen konnten. Traditionell kennzeichnet beide Länder eine späte Weizenernte, so dass erst 50 Prozent der Flächen abgeerntet sind. Der bisher geerntete Weizen weist dabei eine gute Qualität auf, Fallzahlen von 76 bis 82 Kilogramm je Hektoliter sind keine Seltenheit. Der Proteingehalt bewegt sich auf einem Niveau von 12 Prozent bis 13,9 Prozent. Der landschaftsbildprägende Raps ist mit guten Erträgen geerntet worden. Das Ernteergebnis dürfte im Mittel um 10 Prozent oberhalb des letztjährigen Durchschnitts liegen. In der Spitze werden Preise bis 220 Euro je Tonne gezahlt.

Die klimatisch stärker kontinental geprägten Regionen Ostdeutschlands haben von dem bisherigen Vegetationsverlauf besonders bei der Wintergerste profitiert. In Thüringen konnten im Durchschnitt bis zu 20 Prozent höhere Gerstenerträge erzielt werden. Mit durchschnittlich 6,5 Tonnen je Hektar liegt in Brandenburg der Ertrag um 25 Prozent über dem langjährigen Mittel. Auch beim Roggen, der in den meisten ostdeutschen Regionen, wegen seiner Winterhärte, eine besondere Bedeutung hat, ist bis auf Restflächen abgeerntet. Gute Erträge mit einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahr sind kennzeichnend. Dabei reicht der Ertragszuwachs von 10 Prozent in Sachsen bis 50 Prozent in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Anders als in den westdeutschen Regionen ist die Weizenernte in Ostdeutschland erst zur Hälfte eingefahren. Sollten sich die bisher guten Ernteergebnisse in diesen Regionen bestätigen, kann man in Deutschland eine Weizenernte von über 24 Millionen Tonnen erwarten.

Gegenüber der Weizenernte ist die Rapsernte in Ostdeutschland weitestgehend abgeschlossen. Mit einem Durchschnittsertrag von 3,8 Euro je Hektar liegt in Brandenburg der Ertrag 38 Prozent über dem langjährigen Mittel.

Links zum Thema Verbände.

Mecklenburg-Vorpommern: Imkern geht der Nachwuchs aus

Themen: Archiv,Bienen — info @ 11:08

Land fördert gezielt Jungimker – Backhaus: Bienenvölker erfüllen wichtige Funktion für stabile Erträge in Landwirtschaft und Gartenbau

Schwerin (agrar.de) – ‚Einige durch das relativ kühle Frühjahr bedingte Ernteausfälle, insbesondere bei ausgewählten Obstsorten in bestimmten Regionen des Landes, haben einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung der Bienenflug für die Erträge der Obstbauern und Landwirte auch heute noch hat‘, so Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Dr. Till Backhaus. ‚Das Land muss daher ein lebhaftes Interesse an gesunden Bienenvölkern in ausreichender Zahl haben und alles unternehmen, um die Imkerei zu unterstützen. Unsere Imker erfüllen eine wertvolle gesamtgesellschaftliche Aufgabe.‘

Die Landesregierung gewährt technische Hilfen zur Verbesserung der Erzeugung, Gewinnung und Vermarktung von Honig und Bienenwachserzeugnissen. Imkern und Imkervereinen werden bei der Anschaffung von technischen Hilfsmitteln und Ausrüstungsgütern zur Honigaufbereitung und -konfektionierung, wozu Honigschleudern, Entdeckelungs- und Abfüllmaschinen sowie Pumpen und Rührwerke zählen, bis zu 35 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erstattet. Neuimker können sogar bis zu 70 Prozent Förderung erhalten. Im Rahmen ihrer Erstausstattung sind dann auch moderne Bienenbeuten förderungsfähig. Die Zuwendung je Imker beträgt mindestens 200 und höchstens 5.000 Euro. Die Mittel stammen je zur Hälfte vom Land und von der Europäischen Union.

‚Bei den Jungimkern runden wir das Anreizprogramm ab und fördern auch die Anschaffung von Bienenvölkern und Imkereimaterial – im Übrigen aus reinen Landesmitteln – mit bis zu 50 Prozent‘, sagte Dr. Backhaus. Dies sei notwendig, weil der Altersdurchschnitt der Imkerschaft im Lande stetig anwachse und sich die Nachwuchsgewinnung zunehmend problematischer gestalte. Die Zuschussobergrenze liegt hier bei 300 Euro.

‚Nachwuchsförderung spielt sicherlich eine große Rolle, wenn es uns gelingen soll, die Zahl von derzeit rd. 20.000 Bienenvölkern in Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft zu halten‘, so der Minister. Es sei erfreulich, dass die Mittel für das lau-fende Haushaltsjahr von der Imkerschaft im Lande voll in Anspruch genommen worden sind. Auch für 2005 sind Hilfen in vergleichbarem Umfang vorgesehen. Links zum Thema Bienen und Imker, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

18. August 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 360 angebotenen Schweinen 360 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,61 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,60 Euro bis 1,61 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

Deutsche Kreditbank schreibt Landwirtschaftspreis aus

Themen: Archiv — info @ 13:08

Berlin (agrar.de) – Die Deutsche Kreditbank (DKB), Berlin, schreibt einen Wettbewerb für besonders innovative landwirtschaftliche Unternehmen aus. Ziel des Wettbewerbs, der unter Schirmherrschaft von DBV-Präsident Gerd Sonnleitner steht, ist die Förderung von innovativen Ideen und Maßnahmen, durch die Betriebe ihre Wettbewerbsposition nachhaltig verbessern können.

Der DKB-Landwirtschaftspreis 2004 ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Der Fragebogen für die Teilnahme kann online abgerufen werden, Teilnahmeschluß ist der 30. September.

Links zum Thema Banken.

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