30. August 2004

Spitzenernte in Sachsen-Anhalt

Themen: Archiv — info @ 11:08

Rekordertrag bei Winterweizen

Magdeburg (agrar.de) – Die Getreideernte 2004 in Sachsen-Anhalt ist weitgehend unter Dach und Fach. Nur noch Restflächen von Winterrogen und Winterweizen müssen abgeerntet werden.

Im Landwirtschaftsministerium wird in diesem Jahr mit einer sehr guten Ernte gerechnet. Die Getreideernte könnte demnach knapp 4,4 Millionen Tonnen, betragen davon 3,3 Mill. Tonnen Brotgetreide und 1,1 Mill. Tonnen Futtergetreide. Damit wird nach den beiden letzten schlechten Jahren (2002 Hochwasser; 2003 Trockenheit) die höchste Getreideernte seit 1990 eingefahren. Die schwache Vorjahresernte wird um 37,6 Prozent und der Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre um 17,1 Prozent übertroffen.

Dieses hervorragende Ergebnis ist eine Folge der guten Aussaatbedingungen im Herbst 2003 und der ausgesprochen günstigen Witterungsbedingungen in der Wachstumsperiode. Die noch kurz vor Erntebeginn befürchteten Ertragsausfälle aufgrund der heftigen Niederschläge verbunden mit Sturm und Hagel bestätigten sich nicht und blieben regional beschränkt. Gerade noch rechtzeitig setzte Ende Juli warmes, trockenes Wetter ein, so dass die Landwirte die reichlich gewachsene Ernte auch einbringen konnten.

Für Getreide wurde 2004 ein Ertrag von durchschnittlich 76,4 dt/ha erzielt. Der Durchschnittsertrag lag 2003 bei nur 57,0 dt/ha und im Durchschnitt der Jahre 1998/2003 bei 64,8 dt/ha (Quelle: Statistisches Landsamt)

Die vorläufigen Erträge aller Getreidearten liegen weit über den Ergebnissen des Vorjahres. Dabei wird für Winterweizen, der in Sachsen-Anhalt 58,3 Prozent der Getreideanbaufläche einnimmt, mit 85,3 dt /ha ein absoluter Rekordertrag erwartet. Das sind 20,3 dt/ha bzw. 31,2 Prozent mehr als 2003 und 3,6 dt/ha bzw. 4,4 Prozent mehr als der bisher beste Ertrag von 81,7 dt/ha im Jahre 1999. Bei Roggen wird mit 57,2 dt/ha zwar der Vorjahresertrag (40,4 dt/ha) und der durchschnittliche Ertrag von 1998/2003 (51,3 dt/ha) übertroffen, aber der Spitzenertrag von 1999 (62,9 dt/ha) nicht erreicht.

Bei der Wintergerste konnte mit 73,0 dt/ha ebenfalls ein überdurchschnittlicher Ertrag eingefahren werden. Höhere Flächenerträge waren nur 1999 (73,7 dt/ha) und 2001 (76,4 dt/ha) zu verzeichnen. Für Sommergerste und Triticale wird mit 57,6 dt bzw. 59,7 dt nach 1999 der bisher zweitbeste Hektarertrag erreicht. Für Hafer wird mit voraussichtlich 46,1 dt/ha ebenfalls ein guter Ertrag erwartet.

Für die wichtigsten Getreidearten ergeben sich für das Erntejahr 2004 folgende vorläufige Erntemengen (Vorjahresergebnisse in Klammern):

Weizen 2,90 Mill. Tonnen (2,10 Mill. Tonnen) Roggen 0,42 Mill. Tonnen (0,25 Mill. Tonnen) Gerste 0,82 Mill. Tonnen (0,64 Mill. Tonnen) Triticale 0,22 Mill. Tonnen (0,16 Mill. Tonnen).

In Sachsen-Anhalt wurde 2004 auf 575.000 Hektar Getreide angebaut, das sind 2,7 Prozent bzw. 15.300 Hektar mehr als im Vorjahr.

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