31. August 2004

Rapsernte übersteigt fünf Millionen Tonnen

Themen: Archiv — info @ 11:08

Deutsche Erzeuger ernten ihr bisher bestes Ergebnis

Berlin (agrar.de) – Mit einem vorläufigen amtlichen Ergebnis von 5,17 Millionen Tonnen Raps haben die deutschen Erzeuger ihre bisher größte Rapsernte eingebracht. Das meldet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Gegenüber der witterungsbedingten schlechten Vorjahresernte in Höhe von 3,63 Millionen Tonnen stehen damit ca. 1,5 Millionen Tonnen (+ 42 Prozent) mehr an Raps zur Verfügung. Aufgrund der spürbar gestiegenen Nachfrage nach Biodiesel einerseits und des bestehenden Bedarfs an qualitativ hochwertigen Raps-Speiseölen andererseits kann die Mehrproduktion im Verlauf der nächsten Monate im Markt abgesetzt werden.

Produziert wurde der Raps auf einer nahezu konstanten Anbaufläche von 1,28 Millionen Hektar. Die Steigerung ist damit, von einer kleinen Verlagerung des Anbaus von Sommer- auf Winterraps abgesehen, auf die Zunahme der Erträge von 28,7 Dezitonnen pro Hektar auf 40,9 Dezitonnen pro Hektar zurückzuführen. Damit erzielen die deutschen Rapserzeuger nach den von Niederschlägen und Dürre geprägten Ernten der beiden Vorjahre diesmal ein sehr gutes Ergebnis.

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Ministerin bestätigt Ernteschätzung des DBV

Themen: Archiv — info @ 11:08

Noch 10 Prozent der Weizenfläche nicht geerntet

Berlin (agrar.de) – In einer Pressekonferenz stellte Bundesministerin Renate Künast die amtlichen Ernteergebnisse vor, wonach in der deutschen Landwirtschaft mit 50,1 Millionen Tonnen eine gute Ernte eingefahren wurde. Damit wurde die Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) aufgrund der Umfragen bei den Landesbauernverbänden bestätigt.

Doch ist es nach Ansicht des DBV angesichts der aktuellen Witterungssituation zweifelhaft, dass die diesjährige Ernte – wie von der Ministerin verkündet – ein Rekordergebnis liefern wird. Aktuell befinden sich noch mehr als 10 Prozent des Weizens auf dem Halm. Vor allem in den Mittelgebirgslagen und in Schleswig-Holstein konnten größere Weizenbestände noch nicht geerntet werden. Die nächsten Tage werden daher über die Höhe der Ertragsausfälle entscheiden. Zudem wächst die Gefahr, dass der Weizen aufgrund seiner qualitativen Eigenschaften nur eingeschränkt vermarktbar ist. In Kombination mit hohen Trocknungskosten und niedrigen Preisen für diese Qualitäten müssen die Landwirte deutliche Qualitätseinbußen hinnehmen.

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner verwies vor dem heutigen DBV-Präsidium in diesem Zusammenhang auf die derzeit hohen Energiekosten für die Landwirtschaft. Derzeit müssen die Landwirte für das Trocknen des Weizens 20 Euro je Tonne aufwenden. Dies seine eine Folge der hohen Energiekosten, die bedingt durch die Planungen im Haushaltsbegleitgesetz beim Agrardiesel nochmals dramatisch verschärft würde. Zur Einhaltung der Wettbewerbskraft der Getreideerzeuger sei hier Augenmaß zu halten. Auch müssten weitere Nutzungen bei der Verwertung von Getreide wie zum Beispiel zur Energienutzung dringend angekurbelt werden.

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Österreich: 2,6 Millionen Hektoliter Wein werden erwartet

Themen: Archiv — info @ 09:08

Wien (agrar.de) – Ersten Schätzungen der Statistik Österreich zufolge, kann für das Jahr 2004 von einer Weinernte von 2,6 Millionen Hektoliter (hl) ausgegangen werden, womit das Vorjahresergebnis um 2 Prozent und der Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre um 9 Prozent übertroffen werden könnte.

War das Jahr 2003 noch von Hitze und Trockenheit geprägt, so wurde das heurige Jahr subjektiv als zu kalt und feucht empfunden, ein Eindruck, der durch die Messergebnisse der Zentralanstalt für Meteorologie relativiert wird. So war das Frühjahr vergleichsweise mild und der Frühsommer weitgehend normal temperiert – mit Niederschlägen, die regional geringfügig über dem Durchschnitt lagen. Diese Verhältnisse begünstigten ein starkes vegetatives Wachstum der Rebstöcke, ließen aber – speziell im Vorjahresvergleich – eine verzögerte Rebenentwicklung erkennen. Von vielen Winzern wurde auch von vermehrter Verrieselung sowie einem stark erhöhten Pilzdruck (Botritis, Peronospora) im Juni und Juli berichtet, der nur durch verstärkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kontrolliert werden konnte. Hagelunwetter verursachten bis dato nur kleinräumige Schäden.

Insgesamt werden alle Bundesländer – verglichen mit dem Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre – Zuwächse erwarten dürfen. So könnte Niederösterreich mit einer Ernte von 1,64 Mio. hl den Zehn-Jahres-Schnitt um 11 Prozent übertreffen, das Burgenland mit 742.900 hl um 4 Prozent und Steiermark mit 192.200 hl um 18 Prozent. In Wien wird – nach den massiven Hagelschäden des Vorjahres – mit einer Weinernte von 20.700 hl gerechnet, was in etwa den Werten eines Normaljahres entspricht.

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30. August 2004

Rheinland-Pfalz: Andauernder Regen führt zu Einkommenseinbußen bei Marktfruchtbaubetrieben

Themen: Archiv — info @ 16:08

Koblenz (agrar.de) – Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Leo Blum, zeigte sich während einer außerordentlichen Erntepressekonferenz des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau besorgt über die Entwicklung der Getreideernte. Nach der langen Regenperiode bis Ende Juli 2004 ließen fast drei Wochen Sonne die Hoffnung auf eine durchschnittliche Ernte aufflammen. Diese Hoffnung ist nun geschwunden.

Diese kurze Sonnenphase, erklärte Präsident Blum, habe nicht ausgereicht um die Ernte vollständig einzufahren. Gerade Weizen und Triticale seien zu dieser Zeit noch nicht reif gewesen. Das seit Mitte August währende Regenwetter verhindere nun die dringend notwendige Ernte bei dem noch auf dem Feld stehenden Getreide. In einigen Hochlagen in Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus hätten selbst Teile der Braugerste, des Weizens, des Roggens und des Hafesr nicht geerntet werden können.

‚Die landwirtschaftlichen Unternehmen müssen nun mit hohen Qualitätseinbußen und regional sogar mit Totalausfällen rechnen. Die Feuchtigkeit der Getreidekörner liegt zur Zeit bei 20 Prozent und mehr. Hohe Trocknungskosten machen den Gewinn kaputt. Auswuchs und sinkende Fallzahlen bei Weizen führen oft nur noch zur Futterverwertung. Betriebe mit geringer Liquiditätsdecke müssen nun um ihre Zukunft kämpfen‘, erklärte Präsident Leo Blum. Je nach Region seien auch der zweite bzw. dritte Heuschnitt bereits bis Ende Juli verdorben gewesen. Dies habe auch die viehhaltenden Betriebe schwer getroffen.

Damit nicht genug, müssten nun auch viele Winzer mit der Pilzkrankheit ‚Schwarzfäule‘ in den Reben kämpfen. Verwilderte Parzellen, bzw. nicht mehr bewirtschaftete Weinberge, die sogenannten Drieschen, tragen zur ungestörten Ausbreitung des Pilzes bei. Die Drieschen stören darüber hinaus das Landschaftsbild und gefährden die Attraktivität der Weinkultur und der Naturlandschaften in den attraktiven Weinanbaugebieten in Rheinland-Nassau.

Im kommenden Winter müssten alle Organisationen und Behörden gemeinsam alles daran setzen die Reben aus den ehemaligen Rebanlagen zu entfernen, damit für die kommenden Jahren größere Gefahren vermieden werden könnten.

Präsident Leo Blum appellierte an alle Politiker in Bund, Land und in den Gemeinden sich für die schnelle Beseitigung der Reben in den Drieschen einzusetzen, damit höhere Kosten und weitere Schäden in den Weinbaubetrieben verhindert werden könnten.

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Müller: Gute Ernte unterstreicht die Spitzenstellung der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:08

Kiel (agrar.de) – Dieses Jahr wird eine Getreidemenge von voraussichtlich 2,7 Millionen Tonnen geerntet werden. Das ist ein Zuwachs von einem Prozent bei einer um drei Prozent reduzierten Getreidefläche gegenüber dem Vorjahr. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller ist mit der diesjährigen Ernte zufrieden. ‚Die Kombination von zumeist guten Bodenqualitäten, günstigen klimatischen Bedingungen, optimierter Produktionstechnik und gutem Ausbildungsstand hat auch in diesem Jahr für ein gutes Ernteergebnis gesorgt‘, so Müller heute.

Mit 1,9 Millionen Tonnen entfallen allein 70 Prozent der Getreideernte auf den Weizen. Bei den meisten Wintergetreidearten wird das Ertragsniveau des Vorjahres übertroffen, während die vorjährigen Hektarerträge der Sommergerste und des Hafers nicht erreicht werden. Die Rapsernte wird um etwa 20 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegen. Minister Klaus Müller: ‚Wenn auch keine neuerlichen Spitzenerträge erzielt wurden, so wurde dennoch der mehrjährige Durchschnitt überboten. Im Bundesländervergleich weist Schleswig-Holstein – wie in den Jahren zuvor – die mit Abstand höchsten Erträge vor. Bei Getreide insgesamt bleibe Schleswig-Holstein mit einem Abstand von fast 20 Prozent gegenüber dem Bundesdurchschnitt Spitzenreiter unter den Ländern.‘

Hinsichtlich der Qualität der diesjährigen Getreideernte wurde bislang insbesondere beim Weizen und Roggen sehr gut vermarktungsfähige Ware als Brotgetreide geerntet – nur bei der Braugerste liegen die Eiweißgehalte teilweise zu hoch um sie zum Bier brauen zu verwenden.

Der Minister fügte hinzu: ‚Die gute Ernte wird allerdings durch katastrophal niedrige Erzeugerpreise getrübt. Wer im Frühjahr keine Vorkontrakte abgeschlossen hat, wird in diesem Jahr finanzielle Verluste zu verzeichnen haben.‘

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Ergebnisse der Kontrollen von Lebensmitteln und Futter in Brandenburg

Themen: Archiv,Futtermittel — info @ 15:08

Frankfurt (Oder) – Das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LVLF) in Frankfurt hat einen aktuellen Überblick über die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2003 in Brandenburg vorgelegt.

Im Land Brandenburg sind 30.000 Betriebe der Lebensmittelbranche registriert. Dies umfasst Produzenten, Vertriebsunternehmer, Hersteller- und Abpackbetriebe.

2003 wurden zur Überwachung der Lebensmittelherstellung insgesamt 67.000 Kontrollen durchgeführt. Das heißt, es wurden 26.600 dieser Unternehmen, das sind 88,7 Prozent, ein oder mehrmals überprüft.

Bei 10.000 Betrieben wurden insgesamt 15.000 Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Bestimmungen festgestellt. Dabei spielen unter anderen hygienische Mängel eine Rolle.

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden insgesamt 14.000 Proben von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen chemisch, physikalisch und mikrobiologisch untersucht. Davon entsprachen 2.000 Proben, das sind 13,9 Prozent, nicht den lebensmittelrechtlichen Anforderungen.

Bemängelt wurden am häufigsten Feinkostsalate und Mayonnaisen, Speiseeis beziehungsweise Speiseeishalberzeugnisse, Wurstwaren, feine Backwaren, Wein.

Die häufigsten Beanstandungsgründe gab es bei Verstößen gegen Kennzeichnungsvorschriften, irreführenden Etikettierungsangaben, nachgemachten oder wertgeminderten Lebensmittel, Zusatzstoffen in Lebensmitteln ohne Kenntlichmachung.

Als gesundheitsschädlich oder -gefährdend wurden 90 Lebensmittelproben beurteilt, was lediglich 0,8 Prozent der untersuchten Produkte entspricht.

Höchstmengenüberschreitungen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln wurden in frischem Obst und Gemüse bei weniger als 5 Prozent ermittelt.

Bei Futtermitteln waren die Nichteinhaltung der angegebenen Gehalte von Inhaltsstoffen oder Energie- und Zusatzstoffen Hauptbeanstandungsgründe. Unerwünschte oder verbotenen Inhaltsstoffe wurden in weniger als 1 Prozent der Einzelanalysen gefunden.

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung nach Beanstandungen sind im vergangenen Jahr mehr als 400 Bußgeldverfahren eingeleitet worden. In 79 Fällen wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

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Umweltrecht: Conrad kritisiert Aussagen von Bundesumweltminister Trittin

Themen: Archiv — info @ 14:08

Föderalismusdebatte: Trittin-Vorstoß führt zu mehr Bürokratie

Mainz (agrar.de) – Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad kritisiert Aussagen von Bundesumweltminister Trittin. ‚Trittin betreibt eine reine PR-Kampagne für alleinige Bundeskompetenzen im Umweltrecht‘. In einem Schreiben an Trittin habe sie jüngst die Argumentation widerlegt, dass die geteilte Zuständigkeit zwischen dem Bund und den Ländern Grund für die Verzögerungen bei der Umsetzung von EU-Recht sei. Gerade bei der Umsetzung der europäischen SUP-Richtlinie (betr. Prüfung der Umweltauswirkung bestimmter Pläne und Programme) habe es die Bundesregierung nicht geschafft, rechtzeitig ihre Hausaufgaben zu machen, obwohl die Länder auf diese Umsetzung gedrängt hätten. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie sei nur durch das Zusammenwirken von Bund und Ländern rechtzeitig bundesrechtlich umgesetzt worden.

Umweltministerin Conrad stellt fest, dass die Bundesrepublik Deutschland aus gutem Grund auf föderalen Strukturen gegründet wurde. Gerade auch in der Umweltpolitik sei die Länderzuständigkeit im Sinne praktischer Subsidiarität von Vorteil. Conrad: ‚Wir erleben gerade beim Hochwasserschutzgesetz aus dem Hause Trittin wie unglaublich bürokratisch, wenig vollzugstauglich und realitätsfern die Regelungen sind. Die Länder haben Mühe mit ihrer Fachkompetenz im Vollzug dieses Gesetz im Sinne einer erfolgversprechenden Umsetzung und Akzeptanz im Interesse des Hochwasserschutzes über den Bundesrat zu verändern.‘

Die Länder hätten im übrigen nie streitig gestellt, dass es für einige wesentliche und investitionsrelevante Standards bundesweite Regelungen geben müsse. Das anlagenbezogene Immissionsschutzrecht sei hierfür ein Beispiel. ‚Unstrittig bleibt, dass auch über Alternativen wie Bund-Länder-Vereinbarungen oder Ländervereinbarungen einheitliche Standards festgelegt werden. Alle bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Regelungskompetenzen nah an den Problemen zu besseren Lösungen führen‘, stellt Conrad in Richtung Trittin fest. ‚Je weiter das Problem entfernt, umso größer ist der Hang zur Bürokratie‘.

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Voraussichtlich sehr gute Getreideernte 2004 in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 12:08

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Bauern rechnen in diesem Jahr mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 2,7 Millionen Tonnen. Damit wird nach vorläufigen Berechnungen des %urtl1%Thüringer Landesamtes für Statistik%/% die geringe Erntemenge des Vorjahres um 593.000 Tonnen bzw. 28 Prozent übertroffen.

Mit einem voraussichtlichen Hektarertrag von rund 72 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) – auf einer Basis von 14 Prozent Feuchtigkeitsgehalt – würde damit der bisher höchste Ertrag erreicht werden. Der Spitzenertrag des Jahres 2001 würde um 1,3 dt/ha bzw. 1,8 Prozent und der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2003 um 8,4 dt/ha bzw. 13,2 Prozent überboten werden. Allerdings kann der effektive Hektarertrag und damit auch die entsprechend Erntemenge durch ein sehr trockenes Erntegut (Feuchtigkeitsgehalte unter 14 Prozent) noch geringer ausfallen.

Ausschlaggebend für diese sehr gute Getreideernte sind die hohen Erträge bei Winterweizen, dessen Anbaufläche inzwischen in Thüringen rund 58 Prozent des Getreideanbaus einnimmt. Für Roggen, Gerste, und Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, werden ebenfalls hohe und höchste Erträge erwartet.

Bei Winterweizen wird im Jahr 2004 ein voraussichtlicher Flächenertrag von 76,5 dt/ha erwartet. Das wären 8,3 dt/ha bzw. 12,2 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 1998 bis 2003 und 0,9 dt/ha bzw. 1,2 Prozent mehr als der bisher beste Ertrag im Jahr 2001. Das niedrige Vorjahresergebnis wird um 14,6 dt/ha bzw. 23,6 Prozent übertroffen.

Ein weiterer Spitzenertrag wird in diesem Jahr mit 79,0 dt/ha beim Roggen erwartet. Nach vorläufigen Ergebnissen liegt dieser um 13,6 dt/ha bzw. 20,8 Prozent über dem Mittel der Jahre 1998 bis 2003 und um 6,5 dt/ha bzw. 9,0 Prozent über dem bisher besten Ertrag im Jahr 2001.

Die Wintergerste wird mit einem voraussichtlichen Flächenertrag von 70,5 dt/ha das hohe Niveau der Jahre 1999 und 2001 (71,1 dt/ha) fast erreichen. Das Mittel der Jahre 1998 bis 2003 wird um 5,7 dt/ha (8,8 Prozent) übertroffen.

Höchsterträge werden mit cirka 60,0 dt/ha ebenfalls bei der Sommergerste erwartet. Der bisher höchste Ertrag von 56,0 dt/ha im Jahr 2001 wird um 4,0 dt/ha bzw. 7,1 Prozent und der langjährige Durchschnitt von 1998 bis 2003 um 8,8 dt/ha bzw. 17,2 Prozent überboten.

Für Hafer, dessen Anbaufläche inzwischen nur noch 1,8 Prozent der Getreidefläche beträgt, wird mit einem Flächenertrag von 50,5 dt/ha gerechnet. Dieser Ertrag wird etwas unter dem Mittel der letzten sechs Jahr mit 51,0 dt/ha liegen, aber über dem des Vorjahres mit 46,9 dt/ha.

Mit einem voraussichtlichen Flächenertrag von 70,0 dt/ha für Triticale (eine Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen) wird auch hier der bisher höchste Ertrag erwartet. Damit würde das Mittel der Jahre 1998 bis 2003 um 9,6 dt/ha bzw. 15,9 Prozent übertroffen werden.

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Spitzenernte in Sachsen-Anhalt

Themen: Archiv — info @ 11:08

Rekordertrag bei Winterweizen

Magdeburg (agrar.de) – Die Getreideernte 2004 in Sachsen-Anhalt ist weitgehend unter Dach und Fach. Nur noch Restflächen von Winterrogen und Winterweizen müssen abgeerntet werden.

Im Landwirtschaftsministerium wird in diesem Jahr mit einer sehr guten Ernte gerechnet. Die Getreideernte könnte demnach knapp 4,4 Millionen Tonnen, betragen davon 3,3 Mill. Tonnen Brotgetreide und 1,1 Mill. Tonnen Futtergetreide. Damit wird nach den beiden letzten schlechten Jahren (2002 Hochwasser; 2003 Trockenheit) die höchste Getreideernte seit 1990 eingefahren. Die schwache Vorjahresernte wird um 37,6 Prozent und der Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre um 17,1 Prozent übertroffen.

Dieses hervorragende Ergebnis ist eine Folge der guten Aussaatbedingungen im Herbst 2003 und der ausgesprochen günstigen Witterungsbedingungen in der Wachstumsperiode. Die noch kurz vor Erntebeginn befürchteten Ertragsausfälle aufgrund der heftigen Niederschläge verbunden mit Sturm und Hagel bestätigten sich nicht und blieben regional beschränkt. Gerade noch rechtzeitig setzte Ende Juli warmes, trockenes Wetter ein, so dass die Landwirte die reichlich gewachsene Ernte auch einbringen konnten.

Für Getreide wurde 2004 ein Ertrag von durchschnittlich 76,4 dt/ha erzielt. Der Durchschnittsertrag lag 2003 bei nur 57,0 dt/ha und im Durchschnitt der Jahre 1998/2003 bei 64,8 dt/ha (Quelle: Statistisches Landsamt)

Die vorläufigen Erträge aller Getreidearten liegen weit über den Ergebnissen des Vorjahres. Dabei wird für Winterweizen, der in Sachsen-Anhalt 58,3 Prozent der Getreideanbaufläche einnimmt, mit 85,3 dt /ha ein absoluter Rekordertrag erwartet. Das sind 20,3 dt/ha bzw. 31,2 Prozent mehr als 2003 und 3,6 dt/ha bzw. 4,4 Prozent mehr als der bisher beste Ertrag von 81,7 dt/ha im Jahre 1999. Bei Roggen wird mit 57,2 dt/ha zwar der Vorjahresertrag (40,4 dt/ha) und der durchschnittliche Ertrag von 1998/2003 (51,3 dt/ha) übertroffen, aber der Spitzenertrag von 1999 (62,9 dt/ha) nicht erreicht.

Bei der Wintergerste konnte mit 73,0 dt/ha ebenfalls ein überdurchschnittlicher Ertrag eingefahren werden. Höhere Flächenerträge waren nur 1999 (73,7 dt/ha) und 2001 (76,4 dt/ha) zu verzeichnen. Für Sommergerste und Triticale wird mit 57,6 dt bzw. 59,7 dt nach 1999 der bisher zweitbeste Hektarertrag erreicht. Für Hafer wird mit voraussichtlich 46,1 dt/ha ebenfalls ein guter Ertrag erwartet.

Für die wichtigsten Getreidearten ergeben sich für das Erntejahr 2004 folgende vorläufige Erntemengen (Vorjahresergebnisse in Klammern):

Weizen 2,90 Mill. Tonnen (2,10 Mill. Tonnen) Roggen 0,42 Mill. Tonnen (0,25 Mill. Tonnen) Gerste 0,82 Mill. Tonnen (0,64 Mill. Tonnen) Triticale 0,22 Mill. Tonnen (0,16 Mill. Tonnen).

In Sachsen-Anhalt wurde 2004 auf 575.000 Hektar Getreide angebaut, das sind 2,7 Prozent bzw. 15.300 Hektar mehr als im Vorjahr.

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Baden-Württemberg: Rekordernte mit 33,6 Mio. Dezitonnen Getreide

Themen: Archiv — info @ 11:08

Erntemenge je Hektar könnte erstmals 70 Dezitonnen überschreiten

Stuttgart (agrar.de) – Während die Getreideernte in den baden-württembergischen Spätdruschgebieten noch in vollem Gange ist, legt das Statistische Landesamt bereits eine erste Erntebilanz auf der Grundlage exakter Ertragsermittlungen mittels Maß und Waage vor. Aufgrund der vorläufigen Ergebnisse der Besonderen Ernteermittlung beziffert sich die diesjährige Getreideernte (ohne Körnermais) auf rund 33,6 Millionen Dezitonnen (1 dt = 100 kg). Das sind rund 4,1 Mill. dt oder 14 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 1998/2003 und 7,5 Mill. dt oder annähernd drei Zehntel mehr als im allerdings wenig befriedigenden Vorjahr. Damit wird auch die seitherige Rekordmarke von 32,6 Mill. dt aus dem Jahre 1998 um 1 Mill. dt übertroffen.

Infolge des verspäteten Erntebeginns und der Regenfälle in der jüngsten Vergangenheit konnten aber noch nicht alle vorgesehenen Probeschnitte und Volldrusche ausgewertet werden. Die Ergebnisse sind folglich noch mit gewissen Unsicherheiten behaftet und Veränderungen möglich. Sie stehen außerdem unter der Prämisse, dass die Ernte in den Spätdruschgebieten sicher eingebracht werden kann.

Winterweizen erringt im Vorjahr verlorenes Terrain zurück

Die Rekordernte ist vor dem Hintergrund einer im Vergleich zum Vorjahr um 3.400 Hektar (ha) auf 484.000 ha ausgedehnten Getreideanbaufläche (ohne Körnermais) zu sehen. Dahinter verbirgt sich eine deutliche Anbauausdehnung der ertragsstärksten Getreideart Winterweizen (einschl. Dinkel) um 13,5 Prozent auf 219.000 ha. Denn im Unterschied zum Herbst 2002, als die schlechten Aussaatbedingungen zu deutlichen Einschränkungen im Anbau von Winter- zugunsten von Sommergetreide führten, konnten im Herbst 2003 die Wintersaaten zur Ernte 2004 überwiegend problemlos gedrillt werden. Der Anbau von Sommerweizen wurde dagegen um zwei Drittel auf 4.900 ha eingeschränkt. Der Anbau von Sommergerste erreichte nach dem Höhenflug des Vorjahres mit 94.000 ha (-7 Prozent) wieder Normalniveau.

Die Auswinterungsverluste hielten sich in engen Grenzen. Die Frühjahrssaaten konnten zumeist problemlos gedrillt werden. Die kühle Witterung im Mai/Juni bei gleichzeitig ausreichend Niederschlägen kam der weiteren Entwicklung des Getreides sehr entgegen. Gebietsweise kam es allerdings zu schwerem Hagel und ausgedehnten Starkregenfällen, wobei insbesondere im Markgräflerland, im Raum Bodensee-Oberschwaben und in der Baar erhebliche Schäden zu beklagen waren. Letztendlich konnten die Getreidepartien bislang zumeist mit Feuchtigkeitsgehalten von unter 14 Prozent eingebracht werden, so dass eine Nachtrocknung in den allermeisten Fällen nicht erforderlich ist.

Überdurchschnittliche Flächenleistungen bei allen bedeutenden Getreidearten

Bei allen Getreidearten liegen die Erträge über dem langjährigen Mittel 1998/2003, bei Sommergerste (58,5 dt/ha) sogar um ein Fünftel. Winterweizen liegt mit 78,9 dt/ha (+17 Prozent) ebenfalls deutlich über dem durchschnittlichen Ertragsniveau. Wintergerste (65,0 dt/ha) und Hafer (55,7 dt/ha) verzeichneten Zuwachsraten von 9 bzw. 8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr, wo nicht nur die Getreidebestände unter Wassermangel und der Hitzewelle im Sommer zu leiden hatten, belaufen sich die Ertragssteigerungen bei Hafer, Sommer- und Wintergerste auf 12, 22 bzw. 23 Prozent. Winterweizen übertrifft das Vorjahresergebnis sogar um 32 Prozent. Spannend bleibt die Frage, ob der Durchschnittsertrag über alle Getreidearten hinweg erstmals die Marke von 70 dt/ha überspringt. Legt man die vorläufigen Anbauflächen der diesjährigen repräsentativen Bodennutzungshaupterhebung zugrunde, so errechnet sich für die Futter- und Industriegetreidearten (Gerste und Hafer) eine Gesamterntemenge von knapp 15,5 Mill. dt; ein Ergebnis, welches das Vorjahresresultat um 15 Prozent, das Mittel der Jahre 1998/2003 um 10 Prozent übertrifft. Die Ernte der Brotgetreidearten (Weizen und Roggen) beziffert sich auf insgesamt 18,1 Mill. dt und liegt damit bei rekordverdächtigen 44 Prozent über dem Vorjahresergebnis bzw. um reichlich 18 Prozent über dem langjährigen Mittel.

Herausragende Druschergebnisse auch bei Winterraps

Wie das Statistische Landesamt aufgrund erster Ergebnisse der Besonderen Ernteermittlung weiter feststellt, konnten auch bei Winterraps, der mit Abstand bedeutendsten Ölfrucht im Land, herausragende Druschergebnisse erzielt werden. Der Durchschnittsertrag von 38,5 dt/ha löst den Ertrag von 2001 (35,1 dt/ha) als neues Rekordergebnis im Südwesten ab. Die Körnermaisbestände machen derzeit ebenfalls einen guten Eindruck, so dass im Landesmittel die durchschnittliche Flächenleistung auf voraussichtlich 95 dt/ha veranschlagt wird.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

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