25. Juni 2004

Pflanzenbiotechnologie : COPA und COGECA begrüssen Europäisches Visionspapier bis zum Jahre 2025

Themen: Archiv — info @ 12:06

Brüssel (agrar.de) – COPA-COGECA, Europas grösste Dachorganisation der Landwirte und ihrer Genossenschaften, begrüsst das Visionspapier für Pflanzenbiotechnologie bis zum Jahre 2025, das heute von EU-Forschungskommissar Philippe Busquin vorgelegt wurde.

‚Biowissenschaften und Biotechnologie sind Schlüsseltechnologien, die zum Wachstum einer innovativen, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft in Europa beitragen‘, sagte Franz-Josef Feiter, Generalsekretär von COPA-COGECA.

Feiter betonte, dass sich die Biotech-Industrie weltweit entscheidend fortentwickelt habe, in Europa jedoch einiges zu tun bleibe, um die Situation dieses Sektors zu verbessern. In den USA beispielsweise erzielt die Biotechnologieindustrie heute mehr als dreimal so hohe Erlöse wie die europäische Industrie, und sie hat weitaus mehr neue Produkte in Entwicklung.

Das Visionspapier für Pflanzenbiotechnologie bis zum Jahre 2025 stellt dar, wie Pflanzenbiotechnologie dazu beitragen kann, grosse sozio-ökonomische Herausforderungen wie Lebensmittelsicherheit, Nahrungsmittelversorgung und non-food Verwendung landwirtschaftlicher Erzeugnisse als erneuerbare Ressourcen zu bewältigen. Die Pflanzengenom-Analyse könnte zum Beispiel zu beachtlichen Verringerungen in der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, zur Stärkung der natürlichen Resistenz von Pflanzen gegen Krankheiten, bzw. zur Schaffung neuer Materialien wie bioabbaubarer Plastikstoffe im non-food Bereich führen – um nur einige Beispiele aus der breiten Palette von Verwendungsmöglichkeiten zu nennen.

Das Visionspapier der Kommission ruft ebenfalls zur Errichtung einer Expertenplattform für Technologie auf. Die europäischen Landwirte (COPA) und ihre Genossenschaften (COGECA) wollen aktiv in dieser Plattform mitwirken und zur Entwicklung einer kohärenten strategischen Forschungsagenda sowie eines detaillierten Aktionsplans beitragen.

In der Gruppe von Persönlichkeiten aus Ernährungs- und Biotech-Industrie, Forschung, Verbraucherorganisationen und Landwirtschaft sind sie durch Pierre Pagesse für die Genossenschaften und Ricardo Serra Arias für die europäischen Landwirte vertreten. COPA und COGECAs Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte und Genossenschaften durch eine leistungsstarke und nachhaltige Landwirtschaft in Europa. COPA und COGECA vertrauen darauf, dass die EU angemessene Finanzmittel bereitstellen wird, wenn es darum geht, den Visionsplan umzusetzen.

Bericht der EU-Kommission : Biowissenschaften und Biotechnologie, eine Strategie für Europa – KOM(2002)27

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24. Juni 2004

Niedersachsen: Maschinenringe wieder mit Zuwachs

Themen: Archiv — info @ 16:06

Verrechnungswert stieg auf 113 Mio. Euro – Betriebshilfe ein wichtiger Posten

Hannover (agrar.de) – Als verlässlicher Partner in einem erneut schwierigen Jahr für die Landwirtschaft haben die niedersächsischen Maschinenringe im vergangenen Jahr offenbar neue Freunde gefunden. Nach Informationen des Landvolks Niedersachsen hat die Mitgliederzahl im Gegensatz zum Bundestrend bei den Maschinenringen und trotz des anhaltenden Strukturwandels sogar leicht zugenommen. Insgesamt zählte der Landesverband der Maschinenringe bei den 37 Ringen 23.337 Mitglieder. Das ist gegenüber dem Jahr zuvor ein Plus von einem Prozent. Im Jahr 2002 war die Mitgliederzahl auch in Niedersachsen dagegen deutlich geschrumpft. Damit wird fast die Hälfte der gesamten Landwirtschaftsfläche Niedersachsens von Maschinenringmitgliedern beackert, nämlich 1,33 Millionen Hektar (ha), im Jahr 2002 waren es 1,31 Millionen ha.

Die Zahl der von Maschinenringmitgliedern auf anderen Betrieben geleisteten Einsätze ging zwar leicht zurück von 150.199 auf 149.376, der Umfang der Arbeiten hat jedoch zugenommen. Der Verrechnungswert stieg um 1,4 Prozent auf 113,1 Millionen Euro. Ein wichtiger Posten in der Leistungsbilanz der Maschinenringe ist auch die Betriebshilfe. Sie kam immerhin auf 368.000 Einsatzstunden, das ist gegenüber 2002 ein Plus von 17 Prozent. Während bei der Betriebshilfe im Krankheitsfall, die überwiegend durch die landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger finanziert wird, mit 147.000 Einsatzstunden ein Rückgang um 44,6 Prozent zu verbuchen war, hat sich die wirtschaftliche Betriebshilfe auf 221.000 Einsatzstunden verdoppelt. Immer mehr Betriebe nutzen somit die Dienste der Maschinenringe, um in Arbeitsspitzen zeitweise eine zusätzliche Kraft zu vermitteln.

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Thüringen: Gewinnung von Biotreibstoffen aus Raps im Jahr 2003

Themen: Archiv — info @ 12:06

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2003 wurden in Thüringens Verarbeitungsanlagen über 51.000 Tonnen Biodiesel erzeugt. Dafür wurden etwa 54.000 Tonnen Rapsöl und Fette eingesetzt.

Um aus Rapspflanzen einen Treibstoff zu gewinnen, muss die Rapsernte zuerst in einer Ölmühle zu Rapsöl (oder auch Rüböl genannt) gepresst werden. Die Rapspflanze ist so ölhaltig, dass aus ca. drei Tonnen Raps eine Tonne Öl gewonnen wird. Der gepresste Pflanzenrest, der so genannte Rapskuchen, ist hochwertiges Tierfutter.

Nur eine sehr kleine Menge des Rapsöls wird als Treibstoff direkt verwendet. Der größte Teil geht – sofern er nicht als Salatöl bestimmt ist – in Umesterungs-Anlagen, in denen Biodiesel entsteht.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2003 in den drei Thüringer Anlagen zur Herstellung von Rapsmethylester (RME) aus fast 54.000 Tonnen Rapsöl und Fetten 51.350 Tonnen RME hergestellt. Bis auf kleinere Lageränderungen wurde die hergestellte Menge auch im selben Jahr verkauft.

Hauptkunden des Biodiesels sind inzwischen Tankstellen. Der Verbrauch wird damit statistisch gesehen zu 99 Prozent dem Sektor Verkehr zugeordnet und nur noch zu ca. 1 Prozent der Landwirtschaft.

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Gentechnikfreie Landwirtschaft formiert sich

Themen: Gentechnik,Umwelt — info @ 09:06

Berlin (agrar.de) – Eine gemeinsame Berliner Erklärung zum Umgang mit der Gentechnik in der Landwirtschaft präsentierten zum Abschluss der Tagung ‚Gentechnikfreie Regionen und ‚Koexistenz‘, Sicherstellung gentechnikfreier Landwirtschaft und Schutz der Biodiversität‘ über 80 Umwelt-, Natur- und Tierschutzschutz-, Verbraucher- und Bauernorganisationen.

Vertreterinnen und Vertreter von gentechnikfreien Regionen, aus dem Naturschutz sowie von Bundes- und Landesbehörden, Unternehmen und Verbänden diskutierten zwei Tage darüber, wie gentechnikfreie Landwirtschaft und ein effektiver Naturschutz nach dem Fall des EU-Moratoriums für die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und im Lichte des neuen Gentechnikgesetzes realisiert werden können.

Die 15 Punkte umfassende Erklärung fordert u.a. den umfassenden Schutz der Biodiversität, die Reinhaltung des Saatgutes und Maßnahmen gegen eine künstliche Verknappung gentechnikfreier Futtermittel, den Schutz gentechnikfreier Regionen und ein Anbauverbot von Gentechnik in Naturschutzgebieten. Sämtliche Kosten, die mit einer Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft verbunden sind, seien von deren Verursachern zu tragen. Verlässliche Mindeststandards für den GVO-Anbau und die sogenannte Koexistenz müssten auf europäischer Ebene festgelegt werden, um ‚Gentech-Dumping‘ und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Solange dürfe es keine neuen Genehmigungen für den Anbau von GVO in der Landwirtschaft geben.

‚Das jetzt im Bundestag verabschiedete Gentechnikgesetz ist ein Meilenstein zum Schutze der gentechnikfreien Landwirtschaft,‘ sagte Prof. Hubert Weiger, Vorsitzender des AgrarBündnis, das zusammen mit der Zukunftsstiftung Landwirtschaft die Tagung ausrichtete. ‚Haftung, Registrierung und Verpflichtung zur Einhaltung der guten fachlichen Praxis beim Gentechnikanbau sind besser geregelt als wir erwartet hatten.‘

Dass Sozialdemokraten und Grüne wichtige Teile des Gesetzes davor bewahrten, im Bundesrat von der CDU im Sinne der Gentechnikindustrie umgeschrieben zu werden, begrüßte er ausdrücklich.

Allerdings gebe es auch Schattenseiten, wie etwa die Beschneidung der Kompetenzen des Bundesamtes für Naturschutz beim Zulassungsverfahren. ‚Der Naturschutz darf nicht wieder auf das Niveau der siebziger Jahre zurückgedreht werden,‘ warnte Weiger, ‚als nach dem Motto verfahren wurde ‚Wir werden erst aktiv, wenn der Schaden bereits eingetreten und zweifelsfrei erwiesen ist‘. Das Vorsorgeprinzip muss in der Praxis und nicht allein in Gesetzes-Präambeln umgesetzt werden.‘ Er forderte zugleich eine deutliche Aufstockung der Forschungsmittel ‚für eine ökologische Sicherheitsforschung, die diesen Namen auch verdient‘.

Den Bauern und Konsumenten werden Wahlfreiheit und Transparenz versprochen. Die Realität sieht bereits heute anders aus, sagte Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft: ‚Geheimer Anbau von Gentech-Mais, keine Versorgung der Landwirte mit gentechnikfreien Futtermitteln, keine Garantien der Industrie, ihr normales Saatgut gentechnikfrei zu halten, die Weigerung der Versicherungswirtschaft, für mögliche finanzielle und Umweltschäden zu haften, Verunsicherung der Verbraucher bei Milch, Fleisch und Eiern.‘

Der Strategie, v.a. durch gentechnische Verunreinigung des Saatgutes und der Futtermittel vollendete Tatsachen zu schaffen und gleichzeitig zu behaupten, ‚die Gentechnik ist ohnehin nicht mehr aufzuhalten‘, könnten sich die Landwirte – eingeklemmt zwischen marktbeherrschenden Agrarkonzernen auf der einen und preisbestimmenden Großabnehmern auf der anderen Seite – alleine nicht erwehren. ‚Nur wenn Landwirte, Verbraucher und Naturschützer, aber auch die Gemeinden und Regionen hier an einem Strick ziehen, werden sie tatsächlich ihre Wahlfreiheit verteidigen können,‘ sagte Haerlin.

Die ‚Berliner Erklärung‘ sehen die unterzeichnenden Organisationen als ein gemeinsames Arbeitsprogramm zur Erhaltung gentechnikfreier Landwirtschaft und ökologisch sensibler Gebiete und stellen sich darauf ein, dass die Auseinandersetzung darüber noch Jahre dauern wird.

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FFH in Bayern: Entscheidende Phase beginnt

Themen: Archiv — info @ 09:06

Im Dialogverfahren zu FFH können Landwirte zu Nachmeldevorschlägen Stellung nehmen

München (agrar.de) – In Sachen Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und Vogelschutzrichtlinie beginnt die entscheidende Phase: Ab morgen (25. Juni) können Landwirte im Dialogverfahren bis 6. August 2004 zu den Nachmeldevorschlägen Stellung nehmen.

‚Das Dialogverfahren ist eingerichtet worden, um den Eigentümern die Gelegenheit zu geben, auf notwendige Gebietsänderungen hinweisen zu können. Von daher erwartet der Bayerische Bauernverband (BBV) deutliche Nachbesserungen‘, sagte der Stellvertretende Generalsekretär des BBV, Georg Wimmer. Der BBV hält es für absolut notwendig, dass für die Auswertung der eingegangenen Bedenken genügend Zeit eingeräumt wird.

‚Geblieben ist seit der letzten Gebietsmeldung im Jahr 2000 zwar die Bezeichnung ‚Dialogverfahren‘, dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nun völlig andere Spielregeln gelten‘, betonte Wimmer.

Nur noch naturschutzfachliche Gründe, so der Europäische Gerichtshof, seien für die Meldung von Flächen ausschlaggebend. Ob die nun vorgeschlagenen Flächen für eine tragfähige Weiterentwicklung der bäuerlichen Unternehmen, der Kommunen, des Gewerbes, der Industrie, des Handwerks, und des gesamten ländlichen Raumes benötigt werden, spiele für die EU-Kommission offensichtlich keine Rolle.

‚Es ist nicht nachvollziehbar, warum bei der Umsetzung der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie die ökologischen Kriterien höher als alle anderen Belange gewichtet werden‘, äußerte Wimmer seinen Unmut über die Brüsseler Vorgaben. Denn auf lange Sicht könne Ökologie nur gelingen, wenn gleichberechtigt die ökonomischen und sozialen Ziele berücksichtigt werden. Dafür stehe auch der Gedanke der Nachhaltigkeit.

Der BBV warnt davor, von vornherein die Gebietsvorschläge als unabänderlich hinzunehmen. Er empfiehlt allen Betroffenen dringend, näher hinzusehen. Es sei ratsam, bei den Naturschutzbehörden nachzuhaken, mit welchen Datengrundlagen, z.B. Ergebnisse der Arten- und Biotopkartierung, die Meldung der jeweiligen Fläche begründet wird, und wie die Gebietsabgrenzungen zustande gekommen sind. In einer Reihe von Fällen habe sich bereits gezeigt, dass die Zweifel des Berufsstandes berechtigt gewesen sind.

Die Geschäftsstellen des Bayerischen Bauernverbandes stehen den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite.

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23. Juni 2004

CDU/CSU: Agrarhaushalt dient Rot-Grün erneut als Steinbruch

Themen: Archiv — info @ 14:06

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 2005 durch das Bundeskabinett erklären die stellvertretende Vorsitzende, Gerda Hasselfeldt MdB, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Peter Harry Carstensen und die Berichterstatterin für den Einzelplan 10 der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ilse Aigner:

‚Mit dem Agrarhaushalt 2005 setzt Rot-Grün nahtlos fort, was sie seit 1998 betreiben. Er wird auch dieses Mal wieder ungeniert als Konsolidierungstopf für die verfehlte Finanz- und Haushaltspolitik der Bundesregierung herangezogen. Mit den vorgesehenen Kürzungen von über 550 Mio. Euro wird ein wichtiger Wirtschaftszweig abgestraft, was für die Betriebe und den ländlichen Raum schwerwiegende Folgen haben wird.

Die erneut vorgesehene Kürzung beim Agrardiesel in Höhe von 280 Mio. Euro führt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die deutschen Landwirte bereits in der EU dem höchsten Steuersatz unterliegen, zu weiteren Wettbewerbsnachteilen. Die geplanten Einschnitte in Höhe von 82 Mio. Euro bei der landwirtschaftlichen Krankenversicherung und 50 Mio. Euro bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung treffen die agrarsoziale Absicherung der wirtschaftenden Betriebe hart und stellen letztendlich das eigenständige agrarsoziale System in Frage. Kräftige Beitragserhöhungen für die Landwirte, die bereits 2003 Einkommensrückgänge von fast 20 Prozent zu verkraften hatten, werden deren Wirtschaftskraft weiter schwächen.

Ebenso greift BM Künast drastisch in die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes ein. Hier werden die insbesondere für die Investitionsförderung wichtigen Zuschüsse um 50 Mio. Euro gekürzt.

Es ist offensichtlich, dass diese Maßnahmen die wirtschaftenden Betriebe treffen. Die Bereiche, die Ministerin Künast zur Selbstdarstellung oder als ideologisches Steckenpferd dienen, bleiben selbstverständlich verschont.

Es sei daran erinnert, dass alle Fraktionen im deutschen Bundestag bei den letztjährigen Haushaltsverhandlungen die Sondersituation der Landwirtschaft anerkannt und im Rahmen des Vermittlungsergebnisses von überproportionalen Kürzungen im Agrarsektor Abstand genommen haben. Es scheint sich jedoch zu bewahrheiten: Wenn es um die Belange der Landwirte geht, kann man sich bei der rot-grünen Bundesregierung nur auf eines verlassen: Auf ihre Unzuverlässichkeit!

Links zum Thema Agrarpolitik.

Bayern: Deutlich mehr Eier aus Freiland- und Bodenhaltung

Themen: Archiv — info @ 12:06

München (agrar.de) – Bayerische Hennen haben im Jahr 2003 rund 1,1 Milliarden Eier gelegt. Fast drei Viertel davon stammten nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung aus 167 spezialisierten Geflügelhaltungsbetrieben, in denen rund 3,1 Millionen Hennen gehalten wurden. Der Anteil der Käfighaltung ist seit 1987 um ein Siebtel gesunken.

In Bayern wurden im Jahr 2003 rund 1,1 Milliarden Eier erzeugt. Fast drei Viertel davon stammten aus 167 spezialisierten Geflügelhaltungsbetrieben mit 3.000 oder mehr Hennenhaltungsplätzen, deren Eierproduktion und Legehennenbestände im Rahmen des Agrarstatistikgesetzes bundesweit monatlich erfasst werden. Das restliche Viertel der Eier kam aus 30 400 landwirtschaftlichen Betrieben mit weniger als 3.000 Legehennen, die im Rahmen der allgemeinen Viehzählung am 3. Mai 2003 erhoben wurden.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, haben in den Spezialbetrieben rund 3,1 Millionen Hennen rund 830 Millionen Eier gelegt, 5,7 Prozent weniger als 2002. Dies entspricht 271 Eiern je Henne, wobei die oberfränkischen Hennen mit 300 Eiern im Jahr den Spitzenplatz einnahmen. Knapp 69 Prozent der Eier wurden in den 28 (Groß-) Betrieben mit 30.000 oder mehr Hennenhaltungsplätze erzeugt. Insgesamt verfügten die 167 Spezialbetriebe über 3,6 Millionen Haltungsplätze, darunter waren 84,2 Prozent in Batterie-, 6,9 Prozent in Freiland- bzw. Auslaufhaltung und 6,0 Prozent in Bodenhaltung. Im Einführungsjahr der Statistik (1987) lagen diese Verhältnisse noch bei 98,6, bzw. 0,2 sowie 1,3 Prozent.

Regionaler Schwerpunkt der Eiererzeugung ist Niederbayern: Über zwei Fünftel der Eier wurden hier gelegt. Es folgten die Oberpfalz mit 22,9 Prozent, Oberbayern mit 11,9 Prozent, Mittelfranken mit 8,8 Prozent, Unterfranken mit 5,9 Prozent sowie Oberfranken und Schwaben mit 4,3 bzw. 4,0 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

DBV: Haushalt 2005 für Landwirte wettbewerbsfeindlich und unsozial

Themen: Archiv — info @ 12:06

Steuer- und Abgabenerhöhungen passen auch in der Agrarpolitik nicht in die Landschaft

Berlin (agrar.de) – – Der heute von der Bundesregierung beschlossene Entwurf des Haushaltes 2005 enthält für die Landwirte untragbare und einseitige Mehrbelastungen, vor allem bei Agrardiesel und in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Neben dem Etat des Familienministeriums sollen im Bundeshaushalt nur der Etat des Verbraucherschutzministeriums gegenüber Vorjahr gekürzt werden. Der Deutsche Bauernverband (DBV) wertet dies und das Wiederaufleben der in 2003 vom Bundesrat abgelehnten Kürzungen als den Versuch einer gezielten politischen Benachteiligung der Landwirtschaft durch die Bundesregierung.

Die geplanten Kürzungen von etwa 550 Millionen Euro wirken sich für die Landwirte fast vollständig negativ auf die Einkommen aus und nehmen den Schwung bei Zukunftsinvestitionen. Der DBV fordert die Bundesregierung auf, zum Kompromiss des Vermittlungsausschusses im Dezember 2003 zurückzukehren, wonach für die Landwirte die Reformen im Zuge der Agenda 2010 zum Tragen kommen – nicht mehr und nicht weniger. An der damaligen Begründung des Vermittlungsausschusses – extrem schlechte Einkommenslage der Landwirte und Sicherung ihrer Wettbewerbsposition in der EU – habe sich bis heute nichts geändert.

Der DBV macht darauf aufmerksam, dass der Agrardiesel keine Subvention ist, sondern nur teilweise die Harmonisierung der Dieselbesteuerung in der Europäischen Union sichert. Die Dieselsteuer müsse in Deutschland für die Bauern gesenkt und dürfe keinesfalls erhöht werden, fordert der DBV. Bereits durch die Ökosteuer werde die Landwirtschaft wie kein anderer Sektor zusätzlich belastet. Die geplanten Kürzungen der Bundeszuschüsse zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung und in der Landwirtschaftlichen Krankenkasse würden zu Erhöhungen der Sozialabgaben von bis zu 30 Prozent für die junge Generation in der Landwirtschaft führen. In der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung können die wachsenden Lasten angesichts des Strukturwandels nicht allein von der immer geringeren Zahl der aktiven Landwirte getragen werden. Die darüber hinaus geplanten Kürzungen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz und weiterer Förderprogramme gingen klar zu Lasten von Zukunftsinvestitionen in der Landwirtschaft und Innovation im ländlichen Raum.

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Österreich: Üppige Erträge bei Getreide erwartet

Themen: Österreich,Statistik — info @ 12:06

Wien (agrar.de) – Gemäß den ersten Prognosen der Feldfruchtreferenten der Statistik Austria verspricht die heurige Getreideproduktion nach dem ‚Dürrejahr‘ 2003 wieder üppigere Erträge, womit sich ein recht gutes Erntejahr abzeichnet. Bei Winterraps werden die Erträge nach der Missernte des Vorjahres sogar deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre geschätzt.

Die Weizenproduktion könnte mit 1,4 Mio. Tonnen den Vorjahreswert um 20 Prozent überholen, eine ebensolche Steigerung wird auch für Roggen bei einer Erntemenge von 159.800 Tonnen erwartet.

Bei den Sommergetreidearten wird insgesamt mit einem Produktionszuwachs von 11 Prozent gerechnet, wobei besonders bei Hartweizen mit prognostizierten 73.900 Tonnen (+16 Prozent) und Sommergerste mit 615.800 Tonnen (+14 Prozent) ein hohes Ertragsniveau erreicht werden könnte. Bei Hafer hingegen dürfte die Produktion mit 128.400 Tonnen auf dem Wert des Vorjahres stagnieren.

Die im vergangenen Jahr durch die Sommerhitze stärker beeinträchtigten Wintergetreidearten werden bei durchwegs überdurchschnittlicher Ertragslage voraussichtlich Zugewinne von 20 Prozent erreichen.

Auch bei Körnererbsen zeichnet sich gegenüber der mageren Ausbeute des vergangenen Jahres ein Produktionsanstieg von 34 Prozent ab, womit die heurige Erzeugung rund 124.800 Tonnen betragen könnte.

Ausgezeichnete Erträge dürfte in diesem Jahr Winterraps verzeichnen: Bei einer Produktion von 122.700 Tonnen (+60 Prozent) könnte die Missernte des Vorjahres wieder wettgemacht werden.

Die vielfach zu kalte und feuchte Witterung des Frühjahres führte bei den meisten Kulturarten zu verzögerter Entwicklung; der weitere Wachstumsverlauf wird aber noch massiv von den klimatischen Bedingungen der kommenden Sommermonate beeinflusst werden.

Eine erste Beurteilung des Wachstumsstandes lässt bei Kartoffeln im Vorjahresvergleich auf eine etwas zurückgebliebene Entwicklung schließen, während für Klee, Luzerne und Kleegras ein deutlich besserer Wachstumsverlauf festgestellt wurde.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Land Österreich.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 340 angebotenen Schweinen 340 Schweine verkauft, davon 340 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,54 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,53 Euro bis 1,54 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

Links zum Thema Schweine.

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