30. Juni 2004

Künast: Ökologischer Landbau in Deutschland wächst weiter

Themen: Archiv — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Der ökologische Landbau in Deutschland verzeichnete auch im Jahr 2003 mit 5,3 Prozent ein stabiles Wachstum bei den Flächen. Auch die Zahl der Ökobetriebe nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent zu. Angesichts dieser Zahlen zeigte sich Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast zufrieden: ‚Der Öko-Markt ist weiter auf dem Wachstumspfad!‘ Dies geht aus den Jahresmeldungen der Länder über den ökologischen Landbau für 2003 hervor.

Den Meldungen zufolge wurden bis Ende des Jahres 2003 in Deutschland 734.027 ha landwirtschaftliche Fläche (LF) von 16.476 Betrieben nach den EU-weiten Regelungen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Damit erhöhte sich, bezogen auf das Vorjahr, die Zahl der landwirtschaftlichen Öko-Betriebe um 850 und die nach den Regelungen der EG-Öko-Verordnung bewirtschaftete Fläche um 37.049 ha. Der Anteil an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe betrug im Jahr 2003 damit rund 4 Prozent, der an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche sogar 4,3 Prozent. Den größten Flächenanteil mit 9 Prozent an der Landesfläche erreicht Brandenburg.

Die Zahl der verarbeitenden Betriebe und Importeure im Öko-Sektor ist gegenüber 2002 mit 11 Prozent sehr viel stärker gewachsen. Somit erhöhte sich die Zahl der Unternehmen im Öko-Sektor (Erzeuger, Verarbeiter, Importeure) auf 20.367.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 400 angebotenen Schweinen 400 Schweine verkauft, davon 400 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

Links zum Thema Schweine.

SPD: Interessenausgleich zwischen Hochwasserschutz und Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 09:06

Berlin (agrar.de) – Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrike Mehl, und die zuständige Berichterstatterin Renate Jäger erklären:

‚Der Umweltausschuss hat in seiner heutigen Sitzung die Änderungsanträge der Koalitionsparteien zum Hochwasserschutzgesetz beschlossen.

Auf Betreiben der Koalitionsfraktion werden jetzt die Interessen der Landwirte stärker berücksichtigt, ohne Abstriche beim Hochwasserschutz zu machen.

Die neue Regelung sieht vor, dass in bis zu 95 Prozent der Überschwemmungsgebiete – wie bisher – der Ackerbau grundsätzlich zugelassen bleibt. Nur in erosionsgefährdeten Bereichen, wie zum Beispiel Hängen, können die Länder Bewirtschaftungsauflagen erteilen.

Das Ackerbauverbot beschränkt sich nunmehr ausschließlich auf erosionsgefährdete Flächen im Abflussbereich und muss bis 2012 umgesetzt werden. Da bis 2015 auch die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden muss und die neue europäische Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik greift, ist ausreichend Zeit gegeben, sich auf die neuen Bedingungen umzustellen.

Soweit Landwirte durch die Einstellung des Ackerbaus in den Abflussbereichen unzumutbar hart getroffen sind, regeln die Länder Ausgleichszahlungen.

Die neue Regelung ist ein ausgewogener Kompromiss, der einerseits den Schutz der Gewässer vor Schadstoffeinträgen gewährleistet und andererseits den berechtigten Anliegen der Landwirtschaft gerecht.‘

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Goldmann: Ackerbauverbot bedeutet im Kern eine Enteignung

Themen: Archiv — info @ 09:06

Berlin (agrar.de) – Zur Verabschiedung des rot-grünen Hochwassergesetzes im Agrarausschuss erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚SPD und Grüne haben fast zwei Jahre gebraucht, um die katastrophalen Auswirkungen des von ihnen vorgelegten Ackerbauverbotes in Überschwemmungsgebieten für die Landwirte anzuerkennen. Trotz aller Ankündigungen bleibt es aber bei einem de facto Ackerbauverbot in Überschwemmungsgebieten.

Denn in ‚erosionsgefährdeten Abflussbereichen‘ hält Rot-Grün grundsätzlich an einem Ackerbauverbot fest. Zusätzlich soll durch Landesrecht in festgesetzten Überschwemmungsgebieten eine ganzjährige Bodenbedeckung und damit ein Pflugverbot vorgeschrieben werden. Zusammen mit der Einschränkung der Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ist damit auch hier Acker-, Gemüse- und Weinbau in vielen Teilen Deutschlands unmöglich. Das ist völlig inakzeptabel!

Die FDP-Bundestagsfraktion lehnt diesen enteignungsgleichen Eingriff in die Eigentumsrechte der Landwirte strikt ab. Auch die jetzt von Rot-Grün durchgesetzten Änderungen sind ein agrar-, umwelt- und eigentumspolitischer Irrweg! Ein solches de facto Verbot von Ackerbau in Überschwemmungsgebieten bringt nichts für den Hochwasserschutz, bedeutet aber gleichzeitig einen herbern Schlag für die betroffenen Landwirte.

Daher fordere ich die SPD-Bundestagsfraktion nachdrücklich auf, den hochwasserpolitischen Amoklauf von Minister Trittin zu stoppen! Die Sozialdemokraten sollten die Kritik an diesem Gesetz auch aus SPD-geführten Ländern Ernst nehmen und das de facto Ackerbauverbot vor der abschließenden morgigen Beratung im Bundestag kippen.‘

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29. Juni 2004

Waltraud Wolff neue SPD-Sprecherin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:06

Berlin (agrar.de) – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff wurde zur neuen Sprecherin der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Damit tritt sie die Nachfolge von Matthias Weisheit an.

Waltraud Wolff (Wahlkreis Elbe-Havel-Gebiet, Jahrgang 1956) ist seit 1998 Abgeordnete des Deutschen Bundestages und seitdem Mitglied im Fachausschuss. Seit 2000 ist sie stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion.

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Globales Abkommen über pflanzengenetische Ressourcen in Kraft getreten

Themen: Archiv — info @ 15:06

Rom (agrar.de) – Das internationale Abkommen über Pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft ist heute in Kraft getreten. Dies hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute mitgeteilt. Bislang haben 55 Staaten den Vertrag ratifiziert.

Das rechtlich bindende Abkommen dient der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen, die für die Ernährung der Weltbevölkerung unentbehrlich sind, so die FAO. Ausserdem sollen Entwicklungsländer gleichberechtigt an den Chancen, die aus der Nutzung pflanzengenetischen Materials entstehen, teilhaben können.

Genetische Vielfalt wird benötigt, um auf zukünftige Herausforderungen wie Klimawandel, Schädlinge und Pflanzenkrankheiten reagieren zu können.

‚Das Abkommen markiert den Beginn einer neuen Ära,‘ sagte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf. ‚Die Menschheit muss den Genpool schützen und weiterentwickeln, der für die Landwirtschaft unbedingt benötigt wird. Das Abkommen bietet den Unterzeichnerstaaten, Bauern und Pflanzenzüchtern ein multilaterals System, das den Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen von 35 Nahrungs- und 29 Tierfutterpflanzen regelt.‘

Die biologische Vielfalt ist zunehmend durch die Modernisierung der Landwirtschaft, das Bevölkerungswachstum und die veränderten Ernährungsgewohnheiten bedroht, was zu Generosion und genetischer Gleichförmigkeit führt, so die FAO.

Von den bekannten mehr als 10.000 essbaren Pflanzen werden nur rund 150 für die menschliche Nahrung verwendet. Reis, Weizen, Mais und Kartoffeln decken allein rund 60 Prozent des Nahrungsbedarfs ab. Die FAO schätzt, dass seit Anfang des letzten Jahrhunderts rund drei Viertel der genetischen Vielfalt landwirtschaftlich genutzter Pflanzen verloren gegangen sind.

Genetische Gleichförmigkeit macht Pflanzen anfälliger für Schädlinge. Zu welchen Folgen dies führen kann, zeigt das Beispiel der Banane. Die derzeit größte Bedrohung für den kommerziellen Bananenanbau ist eine Blattfleckenkrankheit, der inzwischen weltweit verbreitete «Schwarze Sigatoka-Pilz». Er kann die Ernte um ein Drittel bis zur Hälfte reduzieren. Die fünf wichtigsten kommerziellen Bananensorten stammen nur von einer Sorte ab.

Der Zugang von Bauern, Pflanzenzüchtern und Forschern zu pflanzengenetischen Ressourcen wird durch das Abkommen in Zukunft wesentlich vereinfacht. Um Zuchtmaterial aus verschiedenen Ländern zu erhalten, müssen Pflanzenzüchter und Wissenschaftler in Zukunft keine teuren bilateralen Verträge mehr schliessen; ein grösseres Reservoir an pflanzengenetischem Material ist damit leichter zugänglich. Wird das genetische Pflanzenmaterial in vermarkteten Produkten verwendet, soll ein Teil der Einnahmen in einen Fonds zur Unterstützung des Abkommens fliessen.

Durch einen besseren Austausch von Informationen und den Transfer von Technologien sollen die Entwicklungsländer dabei unterstützt werden, eigene Kapazitäten im Bereich pflanzengenetischer Ressourcen aufzubauen.

Erstmals wird mit dem Abkommen auch der Züchtungsbeitrag von Bauern vor allem aus Entwicklungsländern anerkannt und ihnen eine gleichberechtige Teilhabe an den Vorteilen der Nutzung pflanzengenetischen Materials zugestanden.

Die weltweit wichtigsten Genbanken mit rund 600 000 Mustern werden in das multilaterale System des Internationalen Abkommens eingegliedert und stehen damit allen Unterzeichnerstaaten zur Verfügung.

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Transparenz bei Futter auf der EuroTier 2004

Themen: Archiv — info @ 14:06

Neues Forum ‚Sicheres Futter‘ – Zentrale Anlaufstelle für die Diskussion über Fütterung, Qualitätssicherung und Dokumentation

Frankfurt/Hannover (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) veranstalten gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auf der %url4%EuroTier%/% (9. bis 12. November 2004) das Forum ‚Sicheres Futter‘. Es beschäftigt sich mit der gesamten Thematik um Transparenz bei der Mischfutterherstellung, der Rückverfolgbarkeit von Futter- und Komponenten-Chargen, aber auch mit der Futtermittelhygiene beim Landwirt. Sichere Futtermittel als Grundlage gesunder Lebensmittel sind ein zentrales öffentliches Anliegen. Mischfutterhersteller und tierhaltende Landwirte haben darauf mit einer Vielzahl von Maßnahmen reagiert, die sich unter den Stichworten Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation zusammenfassen lassen. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Produktions- und Logistikprozesse in der gesamten Futtermittelkette sicher zu machen und offen zu legen. Transparenz vom Acker bis zur Ladentheke ist das Ziel.

Wo stehen wir heute auf diesem Weg, welche Anstrengungen haben Futtermittelhersteller und die Landwirtschaft als Erzeuger und Abnehmer von Futtermitteln unternommen und werden sie weiterhin unternehmen? All das soll das Forum ‚Sicheres Futter‘ aufzeigen. Es ist Teil des Fachprogramms der EuroTier auf dem Messegelände in Hannover und wird in der Halle 19 zwischen den Ständen der Futtermittelfirmen angesiedelt sein. Mit diesem Forum soll eine zentrale Anlaufstelle auf der EuroTier geschaffen werden für die Diskussion über Fütterung, Qualitätssicherung und Dokumentation. Das Bewusstsein bei den Landwirten zu wecken, sich mit dem Thema Dokumentation und Futtermittelsicherheit zu befassen, steht ebenfalls auf der Tagesordnung. Das Forum soll die vielfältigen Anforderungen und Aktivitäten zur Sicherung der Futtermittelqualität aufzeigen und durch Information zur Vertrauensbildung rund um das wichtige Betriebsmittel Futter beitragen.

Interessenten erhalten weitere Informationen zum EuroTier-Forum ‚Sicheres Futter‘ bei der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main, Tel.: 069-24788-322, Fax: 069-24788-114 oder %url5%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url6%Tierernährung%/%.

Ostendorff: Landwirtschaft für Existenzgründer öffnen

Themen: Archiv — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Der Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff, Obmann von Bündnis 90/Die Grünen im Agrarausschuss, erklärt:

‚Existenzgründungen in der Landwirtschaft sind möglich, sinnvoll und notwendig. Und es gibt viele junge Menschen, die eine Existenz in der Landwirtschaft gründen wollen. Dies ist das erfreuliche Ergebnis eines Fachgesprächs unserer Fraktion mit Experten aus Wissenschaft, Verwaltung, Beratung und direkt Betroffenen aus der landwirtschaftlichen Praxis, das am gestrigen Montag in Berlin stattfand.

Als ein entscheidendes Hindernis für Existenzgründungen in der Landwirtschaft stellten alle Fachleute eine fehlende positive Grundstimmung für landwirtschaftliche Neugründungen heraus. Hier müssen vom Berufsstand, der Wissenschaft, der Beratung und der Politik verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um sich von dem dauernden Schlechtreden der Landwirtschaft endlich zu verabschieden und wieder Mut zum Neuanfang zu geben.

Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, widerspricht es doch dem vielfach verbreiteten negativen Bild von der Landwirtschaft als einem niedergehenden Sektor, der Berufeinsteigern keine Perspektive bieten kann und bei dem es oftmals nur noch um den geregelten Ausstieg gehe.

Erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes an der Universität Kassel zeigen, dass aller Schwarzmalerei zum Trotz viele junge Menschen die Gründung einer Existenz in der Landwirtschaft planen. Viel Anklang fanden die Berichte von erfolgreichen Beispielen. Dabei zeigt sich, dass neue Betriebskonzepte, moderne Finanzierungs- und Eigentumsformen und die Fähigkeit, sich auf neue Anforderungen einzustellen, wichtige Erfolgsfaktoren sind.

Existenzgründungen in der Landwirtschaft schaffen nicht nur Arbeitsplätze und tragen so zur Belebung der ländlichen Räume bei, sie sind auch notwendig für eine vielfältige, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. Artgerechte Tierhaltung erfordert viele Menschen, die in der Tierhaltung arbeiten. Vielfältige Produktion braucht vielfältig ausgebildete Arbeitskräfte.

Aber es gibt noch immer große Hindernisse, die den Weg in die Landwirtschaft besonders für diejenigen erschweren, die nicht zufällig einen Hof geerbt haben. Neben Problemen bei der Finanzierung und Beratung sind es vor allem sozio-kulturelle Hemmnisse, die die Übergabe von Höfen an Menschen, die nicht in der Landwirtschaft geboren sind, erschweren. Landwirtschaft sollte nicht länger als ‚geschlossene Gesellschaft‘ verstanden werden, sondern sich öffnen für neue Menschen und neue Ideen – im landwirtschaftlichen und im gesamtgesellschaftlichen Interesse.

Die Ergebnisse des Workshops werden in Kürze auf der Homepage der grünen Bundestagsfraktion zur Verfügung stehen.‘

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28. Juni 2004

Sachsen: Landwirtschaft verbraucht rund 2,1 Millionen Kubikmeter Wasser zur Bewässerung

Themen: Archiv,Wasser — info @ 10:06

Dresden (agrar.de) – Durch die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe wurden 2002 rund 2,1 Millionen Kubikmeter Wasser zur Bewässerung im Acker-, Garten- und Dauerkulturbau eingesetzt. Diese Menge entspricht etwa einem Viertel des gesamten Stauvermögens der Talsperre Malter.

Die bewässerte Fläche umfasste nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 2.306 Hektar. Von dieser Fläche waren knapp 60 Prozent (1.309 Hektar) mit gärtnerischen Kulturen bebaut, ein Drittel (727 Hektar) mit landwirtschaftlichen Kulturen und rund 12 Prozent mit Dauerkulturen.

Während die landwirtschaftlichen Kulturen (z.B. Futterpflanzen) mit einer durchschnittlichen Bewässerungsmenge von rund 652 Kubikmeter je Hektar (rund 23 Prozent der eingesetzten Wassermenge) eher genügsam waren, benötigten die gärtnerischen Kulturen (Gemüse, Zierpflanzen, Baumschulen) mit durchschnittlich 1.146 Kubikmeter/Hektar (knapp drei Viertel der Wassermenge) deutlich mehr Wasser. Für die Bewässerung der Dauerkulturen im Obst- und Weinbau wurden lediglich rund 315 Kubikmeter je Hektar eingesetzt (vier Prozent).

Bezogen auf die tatsächlich bewässerte Anbaufläche in Sachsen lag die durchschnittliche Bewässerungsgabe bei rund 893 Kubikmeter je Hektar.

In die Befragung wurden 735 Betriebe der Landwirtschaft sowie Unternehmen und Einrichtungen einbezogen, die Wasser zur Bewässerung von Anbauflächen gewinnen. Die Erhebung wird aller vier Jahre durchgeführt und ist Bestandteil der Gesamtschau zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im Freistaat Sachsen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

25. Juni 2004

Trittin: Forschungsprojekt zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird gestartet

Themen: Archiv — info @ 13:06

Berlin (agrar.de) – Zu Spekulationen, das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt (UBA) wollen auf das geplante Forschungsvorhaben zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten, erklärt Bundesumweltminister Jürgen Trittin:

‚Spekulationen, das Projekt werde gestoppt, entbehren jeglicher Grundlage. Der Präsident des UBA, Prof. Dr. Andreas Troge, und ich sind uns völlig einig, dass das Projekt sinnvoll und notwendig ist. Seit Jahren werden gravierende Verstösse beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, etwa im Alten Land, festgestellt. Die Praktiken Einzelner belasten die Gewässer und unsere Gesundheit. Das ist nicht hinnehmbar.

Es geht darum, die Praxis beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft repräsentativ zu erfassen und gegebenenfalls die Anwendungsvorschriften zu ueberarbeiten. Ziel ist es nicht, einzelne Landwirte zu verfolgen.

Bei der unangekündigten Beobachtung – dem Kern des Projekts – werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Die Auswertung ist strikt anonym. Das beauftragte Forscherteam hat keine strafrechtlichen und keine Vollzugsbefugnisse. Der Deutsche Bauernverband ist weiterhin eingeladen, das Projekt mit zu begleiten. Im Interesse von Zehntausenden ordentlich wirtschaftender Landwirte sollte er zu einer konstruktiven Haltung zurueckfinden.‘

Links zum Thema Pflanzenschutz.

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