11. Mai 2004

Monsanto zieht sich bei Gen-Weizen zurück

Themen: Archiv — info @ 15:05

St. Louis (agrar.de) – Das US-Unternehmen Monsanto stellt nach eigenen Angaben die Vermarktung von gentechnisch-verändertem Weizen ein. Das Unternehmen erklärte am Montag, der Weizen biete weniger attraktive Möglichkeiten als andere Geschäftsfelder. Man wolle sich stattdessen auf die Entwicklung neuer und verbesserter Mais- und Baumwollsorten konzentrieren.

Bauern-, Verbraucher- und Umweltorganisationen hatten gefordert, die Entwicklung von gentechnisch verändertem Getreide einzustellen. Auch der Handel äußerte Vorbehalte gegen die neuen Sorten und die Gefahr für den Markt, falls sich die Gen-Pflanzen mit anderen nicht veränderten Weizensorten vermischten.

Carl Casale vom Vorstand des Konzerns betonte, man wolle die Feldversuche und den kommerziellen Anbau einstellen, nicht jedoch die Zucht und biotechnologische Weiterentwicklung von Gen-Weizen, mit dessen Marktreife man in vier bis acht Jahren rechne. In Feldversuchen erreichen die von Monsanto entwickelten Sorten nach Unternehmensangaben einen Mehrertrag von fünf bis 15 Prozent.

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Schleswig-Holstein: Weniger Getreide, mehr Raps

Themen: Archiv — info @ 14:05

Kiel (agrar.de) – Nach den Angaben der amtlichen Betriebs- und Ernteberichterstatter des Statistikamtes Nord ist in Schleswig-Holstein der Anbau von Getreide 2004 im Vergleich zum vorhergehenden Erntejahr leicht eingeschränkt worden.

Dabei verringerte sich die Fläche der Wintergetreidearten um knapp ein Prozent auf 300.000 Hektar, darunter 212.000 Hektar Winterweizen, 57.000 Hektar Wintergerste, 17.000 Hektar Roggen und 15.000 Hektar Triticale.

Auch der diesjährige Anbau von Sommergetreide hat um fünf Prozent auf gut 23.000 Hektar (15.000 Hektar Sommergerste, 8.000 Hektar Hafer, 800 Hektar Sommerweizen) abgenommen.

Demgegenüber vergrößerte sich die Fläche mit Raps um acht Prozent auf 111.000 Hektar. Eine weitere Flächenzunahme auf erstmals 93.000 Hektar wird beim Silomais erwartet.

Abgesicherte und detaillierte Ergebnisse über den Anbau auf dem Ackerland wird die repräsentative Bodennutzungserhebung im Mai liefern, deren Ergebnisse in der ersten Juniwoche vorliegen werden.

Die Vegetationsentwicklung und den Wachstumsstand des Grünlandes und der Winterkulturen beurteilten die Berichterstatter gegen Mitte April besser als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Gute Aussaatbedingungen im Herbst und ein milder Winter ließen das Wintergetreide und den Winterraps mit einer guten Bestandesdichte aus dem Winter kommen. Auswinterungsschäden. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

FDP: UBA-Präsident Troge muss wegen “ Bauernspionen “ zurücktreten

Themen: Archiv — info @ 14:05

Berlin (agrar.de) – Zur Ankündigung des Umweltbundesamtes (UBA), das Projekt ‚verdeckte Feldbeobachtung‘ in den kommenden Wochen in ganz Deutschland zu starten, erklären der agrarpolitische Sprecher, Hans-Michael Goldmann, und die Pflanzenschutzexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

‚Jetzt ist die ‚Katze aus dem Sack‘! Der Fachbereichsleiter des UBA hat klargestellt, dass die ‚Bauernspione‘ in den nächsten Wochen ausschwärmen werden. Die ‚verdeckte Feldbeobachtung‘ soll sich auf das gesamte Bundesgebiet und mehrere Kulturen erstrecken. Das Beharren des UBA an diesem verfehlten Projekt nach heftiger Kritik aller Parteien ist nicht zu entschuldigen. Das Festhalten an der Durchführung der ‚verdeckten Feldbeobachtung‘ durch das UBA ist ein Skandal. Die FDP-Bundestagsfraktion lehnt die ‚Bauernspione‘ strikt ab und fordert den Rücktritt von UBA-Präsident Troge! Offensichtlich ist der UBA-Präsident Troge nicht in der Lage oder Willens, dem Treiben ein Ende zu setzen.

Jetzt sind die zuständigen Bundesminister Künast und Trittin, Bündnis 90 / Die Grünen, gefordert. Ministerin Künast und Minister Trittin müssen, um weiteren Schaden von der Landwirtschaft und dem UBA abzuwenden, endlich die ‚Bauernspione‘ stoppen.

Die ‚verdeckte Feldbeobachtung‘ erweckt den falschen Eindruck, dass Landwirte sich kriminell verhalten. Eine ‚verdeckte Feldermittlung‘ ist kein legitimes Mittel der Kontrolle des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in einem Rechtsstaat.‘

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BUND begrüßt Abschaffung der EU-Exportzuschüsse

Themen: Archiv — info @ 13:05

Umwelt- und Tierschutzstandards müssen stärker einbezogen werden

Berlin/Brüssel/Killarney (agrar.de) – Die beim Treffen der EU- Landwirtschaftsminister im irischen Killarney angekündigte Aufgabe der Agrar-Exportbeihilfen wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt. Damit bestehe eine weitere Chance, Agrarsubventionen nicht zur Ankurbelung der Überproduktion, sondern für die Verbesserung der Umweltstandards einzusetzen.

Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: ‚Die Abschaffung der Exportzuschüsse ist ein erster Schritt, das Problem der Agrarüberschüsse endlich anzugehen. Die Märkte in den Entwicklungsländern dürfen nicht länger mit künstlich verbilligten Agrarprodukten gestört werden. Aus Tierschutzsicht ist zu begrüßen, dass quälerische Exporte lebender Tiere nicht länger mit Steuergeldern finanziert werden sollen. Bei den Ankündigungen darf es aber nicht bleiben. Den Worten müssen Taten folgen.‘

Der BUND forderte einen konkreten Zeitplan zur Umsetzung der Ankündigungen. Die Exportsubventionen dürften nicht erst in 5 Jahren auslaufen, sondern müssten viel schneller abgeschafft werden. An die EU-Kommission appellierte der BUND, das Überschussproblem bei Milch und Rindfleisch nun auch innerhalb der Europäischen Union entschlossen anzugehen.

So dürfte die Milchmenge nicht wie geplant erhöht werden. Vielmehr müsse die Milchquote an den Bedarf angepasst und deutlich gesenkt werden. Bei Rindern seien extensive und tiergemäße Haltungsformen zu fördern, um die Fleischüberschüsse abzubauen.

Der BUND forderte, alle Anreize zur Überproduktion abzuschaffen. Große Agrarbetriebe dürften nicht länger übermäßig stark gefördert werden. Sie verdrängten mit Billigangeboten arbeitsintensive bäuerliche Höfe. Prämien für die Agrarbetriebe müssten an die Zahl der Arbeitskräfte gebunden, ökologische und soziale Standards einbezogen werden.

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In Rheinland-Pfalz wirtschafteten im Jahr 2003 nur noch 29.300 landwirtschaftliche Betriebe

Themen: Archiv — info @ 13:05

Bad Ems (agrar.de) – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz verringerte sich zwischen 2001 und 2003 um mehr als zehn Prozent auf nur noch 29.330 Betriebe. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hat sich damit beschleunigt, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt.

In dem vorausgegangenen Zweijahreszeitraum von 1999 bis 2001 hatten bereits acht Prozent der Betriebe aufgegeben. Bundesweit reduzierte sich die Zahl der Betriebe nur um sechs Prozent auf knapp 450.000 Betriebe. Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung dürfte die sich verschlechternde Einkommenssituation landwirtschaftlicher Betriebe sein. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Betriebe verringerte sich in den letzten zwei Jahren dagegen nur um knapp ein Prozent auf 706.500 Hektar. Ein Landwirt bewirtschaftet damit heute im Durchschnitt 24 Hektar gegenüber 22 Hektar vor zwei Jahren.

Die Betriebsaufgaben erfolgten überwiegend bei den kleineren Betrieben. So gab von den Betrieben, die weniger als zwei Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschafteten, zwischen 2001 und 2003 etwa jeder sechste Betrieb auf. Die Zahl der Betriebe mit zwei bis fünf bzw. fünf bis zehn Hektar LF verringerte sich jeweils um knapp zwölf Prozent. Demgegenüber wiesen die Betriebe mit mehr als 100 Hektar LF eine Zunahme um 170 Betriebe oder zwölf Prozent auf. Die 1.600 Betriebe mit jeweils mehr als 100 Hektar (5,5 Prozent aller Betriebe) bewirtschaften mittlerweile ein Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes.

Aktuelle regionalisierte Ergebnisse liegen voraussichtlich ab Juli vor.

Daten aus der allgemeinen Agrarstrukturerhebung 2003

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Rentenbank: Langfristig kaum Auswirkungen der Entkopplung auf die Kreditsicherheiten

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 12:05

Frankfurt (agrar.de) – Nach Einschätzung der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhöhen zunehmende Markt- und Preisschwankungen die Anforderungen an das Risikomanagement im Agrarkreditgeschäft. Kurz- und mittelfristig kann Kreditwürdigkeit bei Ackerbaubetrieben und Pächtern steigen, während sie bei intensiv wirtschaftenden Rinder haltenden Betrieben sinken kann.

‚Die Umstellung auf produktionsunabhängige Prämien kann in einzelnen Produktionszweigen durchaus zu gravierenden negativen Einkommenseffekten führen. Dies darf jedoch auch im Agrarkreditgeschäft nicht den Blick für die langfristig positiven Wirkungen der Reform verstellen‘, so Dr. h.c. Uwe Zimpelmann, Sprecher des Vorstandes der Rentenbank.

Im Vergleich zur gegenwärtigen Situation würden die Transferzahlungen zukünftig trotz der nach wie vor hohen Komplexität langfristig transparenter gestaltet. Außerdem sollten die mit dem beschleunigten Strukturwandel einhergehenden Chancen für wachsende und gut aufgestellte Betriebe nicht unterschätzt werden, zumal die künftige Ausgestaltung der Transferzahlungen auch den sozialverträglichen Ausstieg aus der Produktion ermögliche. Längerfristig seien von der geplanten Reform außerdem kaum negative Auswirkungen auf die Kreditsicherheiten zu erwarten. Da die Realisierung eines Prämienrechtes an die Bewirtschaftung einer landwirtschaftlichen Fläche gebunden sei, bleibe der Boden langfristig ein knapper Produktionsfaktor und damit wertstabil. Für Banken im ländlichen Raum eröffneten sich auch durch den Ausstieg von Landwirten Geschäftsmöglichkeiten, soweit der Verkauf von Prämienrechten und Boden zusätzlichen Kapitalanlagebedarf bei aufgebenden Landwirten und zusätzlichen Finanzierungsbedarf für den Prämienerwerb wachsender Betriebe zur Folge habe.

Die Umstellung der bisher weitgehend produktionsabhängigen Ausgleichszahlungen auf von der Produktion unabhängige Prämien soll die Effizienz staatlicher Transfers erhöhen. Durch die Trennung von Markt- und Einkommenspolitik werden Produktionsentscheidungen in Zukunft allein auf Grund der Marktentwicklung und Rentabilität von Produktionsverfahren getroffen und nicht mehr an den Transferzahlungen ausgerichtet. Auf Grund sinkender Subventionen und zunehmender Marktliberalisierung wird die Marktvolatilität im Agrarsektor generell steigen. Preisschwankungen, die bisher auf unregulierten Märkten, wie z.B. dem Schweinemarkt, typisch waren, werden auch in anderen Marktbereichen verstärkt auftreten. Damit steigen die Anforderungen an die Kalkulation von Risiken im Agrarkreditgeschäft. Mit einer Eigenkapitalquote von über 80 % weist die Landwirtschaft im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt zwar nach wie vor im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen eine äußerst günstige Finanzstruktur und damit geringe Kreditrisiken auf. Durch den zukünftigen Strukturwandel werden die Betriebsgrößen aber weiter steigen und der Finanzierungsbedarf wachsender Betriebe zunehmen. Damit zeichnen sich auch im Sektor Landwirtschaft höhere Fremdkapitalanteile und höhere Kreditrisiken ab. Im Agrarkreditgeschäft wird dies zu einer stärkeren Spezialisierung führen. ‚Banken, die sich aus dem Agrarkreditgeschäft zurückziehen, werden Institute gegenüberstehen, die dieses Geschäftsfeld für sich strategisch klar definieren und bereit und in der Lage sind, die frei werdenden Marktanteile aufzunehmen‘, so Uwe Zimpelmann.

Durch die Entkopplung ändert sich die Verteilung von Transferzahlungen zwischen Betrieben unterschiedlicher Produktionsrichtung und damit deren Bonität. Der Übergang zu regional einheitlichen Flächenprämien dürfte in der Rindfleischproduktion und der Milchproduktion zu deutlichen Einkommenseinbußen bei intensiv wirtschaftenden Betrieben führen. Eine Verbesserung der Einkommenssituation könnte sich nach der Entkopplung dagegen in Teilbereichen des Ackerbaus einstellen. Insbesondere Ackerbaubetriebe mit einem hohen Anteil von Zuckerrüben werden durch die Reform höhere Direktzahlungen erhalten. Den positiven Effekten durch die Entkopplung stehen aber auch in diesem Bereich Politikrisiken entgegen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Modulation und die diskutierte Degression der Transferzahlungen zu nennen. Letztere würde vor allem bei größeren Betrieben niedrigere Prämienzahlungen bedeuten. Unabhängig von den positiven Entkopplungseffekten müssen die Banken deshalb eventuelle zukünftige Kürzungen der Prämienzahlungen berücksichtigen. Mit der Entkopplung der Direktzahlungen erhält der landwirtschaftliche Bewirtschafter ein handelbares Prämienrecht. Resultiert daraus ein neu gewonnener Vermögenswert, könnte sich dies vor allem auf die Kreditwürdigkeit pachtflächenstarker Betriebe positiv auswirken, soweit daraus eine zusätzliche Sicherungsmöglichkeit erwächst.

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Thüringen: Mehr Wintergetreide und Winterraps

Themen: Archiv — info @ 09:05

Erfurt (agrar.de) – Die Meldungen der freiwilligen Ernteberichterstatter gestatten bereits jetzt erste Prognosen zum Anbau von Ackerfeldfrüchten. Danach wurden in Thüringen für die Ernte 2004 auf 377.000 Hektar Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) angebaut. Die Anbaufläche liegt damit um 1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg die Anbaufläche von Wintergetreide im Jahr 2004 gegenüber 2003 um 32.100 Hektar bzw. 12 Prozent auf 309.900 Hektar und übertraf das langjährige Mittel 1998/2003 um 4.600 Hektar.

Zurückzuführen ist das auf den milden Winter und der damit geringen Auswinterungsfläche. Die Anbaufläche von Winterweizen beträgt 218.600 Hektar. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr und 8 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 1998/2003.

Weitere Flächenzugänge sind bei Roggen und Wintergerste zu verzeichnen. Roggen wurde in diesem Jahr auf 11.600 Hektar und Wintergerste auf 62.000 Hektar angebaut. Das waren 27 Prozent bzw. 19 Prozent mehr als im Jahr 2003. Der Anbau von Triticale verringerte sich innerhalb eines Jahres um 3 Prozent auf 16.700 Hektar.

Sommergetreide steht auf einer Fläche von 67.100 Hektar. Dies entspricht einem Rückgang von 26.800 Hektar bzw. 29 Prozent gegenüber dem Jahr 2003. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass auf Grund der schlechten Witterungsverhältnisse zur Herbstaussaat 2002 und Auswinterungsschäden im Frühjahr 2003 in größerem Umfang Sommergetreide nachgedrillt werden musste.

In diesem Jahr steht auf 55.600 Hektar Sommergerste. Das waren 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anbau von Sommerweizen ging innerhalb eines Jahres um 70 Prozent auf 3.100 Hektar zurück. Der Haferanbau sank um ein Viertel auf 6.400 Hektar.

Der Anbau von Winterraps (einschließlich der vertraglich gebundenen Flächen mit nachwachsenden Rohstoffen) wurde im Jahr 2004 gegenüber 2003 um 7 Prozent auf 107.500 Hektar ausgeweitet.

Der Zuckerrübenanbau bewegt sich in diesem Jahr mit einer Anbaufläche von 10.900 Hektar auf dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Für die Kartoffeln ist wieder ein leichter Anstieg der Anbaufläche um 194 Hektar bzw. 8 Prozent auf 2.800 Hektar gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Außerdem sind 20.700 Hektar Hülsenfrüchte, darunter 17.100 Hektar Futtererbsen und 2.700 Hektar Ackerbohnen, in der Anbauplanung der Landwirte. Der Anbau von Hülsenfrüchten steigt damit im Jahr 2004 um 1.200 Hektar bzw. 6 Prozent gegenüber dem Jahr 2003.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

10. Mai 2004

Milcherzeugung in Schleswig-Holstein und Hamburg 2003

Themen: Archiv — info @ 16:05

Neuer Höchststand im nördlichsten Bundesland

Kiel/Hamburg (agrar.de) – Im Jahr 2003 erzeugten in Schleswig-Holstein 6.300 landwirtschaftliche Betriebe, in denen im Jahresmittel 364.000 Milchkühe gehalten wurden, 2,5 Mio. Tonnen Milch. Damit stieg die Milcherzeugung insgesamt erstmals seit acht Jahren wieder an und erreichte den höchsten Wert seit 1986. Wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Jahresmilchertrag je Kuh von 6.744 Kilogramm, der den bisherigen im Jahre 2002 erreichten Spitzenertrag um fast fünf Prozent übertraf. Dabei besteht eine Leistungsspanne von 6.300 Kilogramm je Kuh und Jahr im Landkreis Steinburg bis 7.200 Kilogramm im Landkreis Ostholstein.

Die Milchkuhhalter Schleswig-Holsteins lieferten 2,38 Mio. Tonnen oder 97,1 Prozent der insgesamt erzeugten Milch an Meiereien zur weiteren Verarbeitung, und zwar zum größten Teil an Meiereien in Schleswig-Holstein, aber auch an Meiereien in Niedersachsen (32 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (15 Prozent). Von der auf den landwirtschaftlichen Betrieben verwendeten Milch (72.000 Tonnen) wurden 59.000 Tonnen verfüttert, gut 2.000 Tonnen auf den Betrieben, vor allem in Hofkäsereien, verarbeitet und 11.000 Tonnen frisch verbraucht oder zum weiteren Verbrauch abgegeben.

In Hamburg erzeugten im gleichen Zeitraum 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einem jahresdurchschnittlichen Milchkuhbestand von 1.100 Tieren 7.700 Tonnen Milch. Damit stieg der Jahresmilchertrag je Kuh auf 6.929 Kilogramm. 94,4 Prozent der insgesamt erzeugten Milch wurde an Meiereien in Niedersachsen (77 Prozent) und Schleswig-Holstein (23 Prozent) geliefert. Im Erzeugerbetrieb wurden ähnlich wie in Schleswig-Holstein 2,3 Prozent der erzeugten Milch an Kälber verfüttert, jedoch mit 2,6 Prozent deutlich mehr direkt ab Hof vermarktet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

IVA: Wettergott stört Pflanzenschutzgeschäft

Themen: Archiv — info @ 10:05

Frankfurt (agrar.de) – Um 5,5 Prozent ist das Pflanzenschutzgeschäft in Deutschland im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das teilte Niels Pörksen, BASF Aktiengesellschaft, der Vorsitzende des Fachbereichs Pflanzenschutz im Industrieverband Agrar (IVA) vor der Presse in Frankfurt am Main mit. Die IVA-Mitglieder erzielten einen Umsatz von 1,07 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,13 Mrd.). Bei der Ausfuhr von Pflanzenschutzmitteln fiel das Minus noch deutlicher aus als im Inland. Mit 2,1 Mrd. Euro blieben die Exporterlöse 16 Prozent unter denen des Vorjahres. Der Gesamtumsatz der Hersteller in Deutschland erreichte damit 3,2 Mrd. Euro. Das sind 13 Prozent weniger als 2002 (3,7 Mrd.). Der Markt für Pflanzenschutzmittel in Deutschland hat unter der extremen Kälte des Frühjahrs 2003 ebenso gelitten wie unter der Rekordhitze des Sommers. Wegen der Witterung wurden vor allem weniger Mittel gegen Pilzkrankheiten benötigt. Nur auf dem kleinen Markt für Insektizide war eine Steigerung zu registrieren. Der Umsatz bei Herbiziden hat sich wenig verändert. Die abgesetzte Wirkstoffmenge ist dagegen wieder auf das Niveau von 2001 gestiegen. Ursache dafür ist, dass im vergangenen Jahr wieder verstärkt preiswerte Wuchsstoffherbizide zum Zuge kamen, die mit höheren Aufwandmengen eingesetzt werden. Für das laufende Jahr signalisieren die Umsätze des ersten Quartals weiter rückläufige Umsätze in Deutschland. Einen guten Start erlebte dagegen das internationale Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln. Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Weltmarkt bei 26,7 Mrd. Dollar stabilisiert; gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung um sechs Prozent. Die Hersteller in Deutschland konnten wegen des starken Euros davon jedoch nicht profitieren. In der genannten Zahl nicht enthalten ist das zunehmende Marktvolumen transgener Pflanzensorten. Es wird für 2003 auf 4,5 Mrd. Dollar geschätzt.

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FDP: Ausbildungsplatzabgabe ist Katastrophe für landwirtschaftliche Sonderkulturbetriebe

Themen: Archiv — info @ 10:05

Berlin (agrar.de) – Zu der am Freitag mit rot-grüner Mehrheit im Deutschen Bundestag beschlossenen Ausbildungsplatzabgabe und den daraus resultierenden Belastungen für landwirtschaftliche Unternehmen mit ausländischen Saisonarbeitskräften erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Die rot-grüne Ausbildungsplatzabgabe ist für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe eine Katastrophe. Dieser planwirtschaftliche Ansatz ist unsozial und vernichtet Arbeitsplätze. Nach Einschätzung der FDP-Bundestagsfraktion werden vor allem die Sonderkulturbetriebe mit einem hohen Anteil an ausländischen Saisonarbeitskräften mit der Ausbildungsplatzabgabe ins Mark getroffen. In § 2 Abs. 4 Nr. 2 ist nämlich vorgesehen, dass auch geringfügig Beschäftigte im Sinne des § 8 SGB 4 berücksichtigt werden müssen. Danach fallen auch kurzfristig Beschäftigte, also ausländische Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft, unter diese Regelung. Für die heimischen Sonderkulturbetriebe u.a. im Obst- und Gemüse- sowie Weinbau hat das dramatische Auswirkungen.

Auch deshalb lehnt die FDP-Bundestagsfraktion das Gesetz strikt ab! Diese Ausbildungsplatzabgabe muss im Interesse der wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe verhindert werden.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

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