24. Mai 2004

Fleischerzeugung nahm im ersten Quartal 2004 deutlich zu

Themen: Archiv — info @ 09:05

Wiesbaden (agrar.de) – Im ersten Quartal 2004 wurden in Deutschland knapp 1,7 Mill. Tonnen Fleisch gewerblich produziert, darunter 250 200 Tonnen Geflügelfleisch. Das ist ein Anstieg von 6,3 Prozent zum ersten Quartal 2003.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, betrug die Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen (ohne Geflügel) im ersten Quartal 2004 insgesamt gut 1,4 Mill. Tonnen, darunter 1,1 Mill. Tonnen Schweinefleisch und 0,3 Mill. Tonnen Rindfleisch (ohne Kalbfleisch). Die Gesamtschlachtmenge aus gewerblichen Schlachtungen hat sich gegenüber dem ersten Quartal 2003 um 78.300 Tonnen oder 5,8 Prozent erhöht; die Erzeugung von Schweinefleisch stieg um 55.100 Tonnen oder 5,3 Prozent, die Erzeugung von Rindfleisch um 21.500 Tonnen oder 7,5 Prozent.

Der Anstieg der Rindfleischproduktion geht dabei vor allem auf die deutliche Zunahme der Schlachtungen von Kühen sowie Ochsen und Bullen zurück: Es wurden 11,9% mehr Kühe und 5,2 Prozent mehr Ochsen und Bullen geschlachtet. Der Anstieg der Kuhschlachtungen war in allen Monaten des Quartals zu beobachten. Die Zahl der Schlachtungen von Ochsen, Bullen und Färsen stieg dagegen erst im Februar und März an. Im März nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat Bullenschlachtungen um 22,6 Prozent zu, Färsenschlachtungen um 13,0 Prozent und Ochsenschlachtungen um 11,6 Prozent. Kälber wurden seit Februar auffallend häufiger geschlachtet: 13,9 Prozent Plus im Februar, 26,8 Prozent Plus im März gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Insgesamt deutet dies auf einen weiteren Bestandsabbau bei Rindern hin.

Die Erzeugung von Geflügelfleisch ist im ersten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent auf 250.200 Tonnen gestiegen und nimmt damit einen Anteil von 15,0 Prozent an der gesamten gewerblichen Fleischerzeugung ein. Im Vorjahresquartal waren es 14,6 Prozent. Darunter sind 135.000 Tonnen Jungmasthühnerfleisch, 11.000 Tonnen Enten- und 95.000 Tonnen Truthuhnfleisch. Im Vergleich zum ersten Quartal 2003 nahm die Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch um 12,9 Prozent oder 15.400 Tonnen zu, von Entenfleisch um 10,6 Prozent oder 1.100 Tonnen und die Produktion von Truthuhnfleisch um 4,0 Prozent oder 3.600 Tonnen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

22. Mai 2004

Aktion: Das Gras den Kühen

Themen: Archiv — info @ 10:05

Thyrnau (agrar.de) – ‚Bitte nicht in mein Futter!‘ So lautet die neueste Initiative des Bäuerinnentreffs in Zusammenarbeit mit dem Cartoonisten Kim Schmitt.

Hintergrund der Aktion ist die Sorge der Bäuerinnen um Ihre Tiere: Bereits Ende der 1980-er Jahre fanden amerikanische Forscher in einem Hund einen bis dahin unbekannten Parasiten, den man Neospora caninum taufte. Der ’neue Einzeller des Hundes‘ kann bei Rindern Totgeburten und vorzeitige Abgänge verursachen, nach Expertenschätzungen sind heute bereits etwa zehn Prozent der Rinder in Deutschland sind mit dem Neospora-Parasiten infiziert – mit zum Teil schlimmen Folgen für die betroffenen Landwirte. Verluste entstehen ihnen nicht nur durch die Fehlgeburten, die betreffenden Kühe geben auch mitunter bis zu einem dreiviertel Jahr lang keine Milch mehr.

Hunde können die widerstandsfähigen Eier des Parasiten mit dem Kot ausscheiden. Verständlich ist deshalb der Appell an die Hundebesitzer, die Vierbeiner ihr ‚Geschäft‘ nicht auf Wiesen und Weiden verrichten zu lassen.

Das Team des Bäuerinnentreffs hat ein Plakat entworfen, mit dem Landwirte die Hundebesitzer auf unterhaltsame Art informieren können:

Das Plakat kann kostenlos im Internet bezogen werden.

Links zum Thema %url3%Tiergesundheit%/%, Links zum Thema %url4%Landfrauen%/%.

Grüne: Zukunftsaufgabe Naturschutz

Themen: Archiv — info @ 09:05

Berlin (agrar.de) – Anlässlich des vom 24. bis 28. Mai in Potsdam stattfindenden diesjährigen Deutschen Naturschutztages erklärt Undine Kurth, naturschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Wie immer in Zeiten schwachen wirtschaftlichen Wachstums steht Naturschutz in der Kritik – als angebliche Bremse des Wirtschaftswachstums. Dabei sprechen die Veränderungen in Natur und Landschaft eine deutliche Sprache. Das soeben vorgelegte Umweltgutachten 2004 des Rates der Sachverständigen für Umweltfragen mahnt weiteres entschiedenes Handeln an, wenn die notwendige Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes erreicht werden soll.

Die Diskussion zu Föderalismus, Deregulierung und Entbürokratisierung gerät allerdings immer offener zu Debatten über die Absenkung von Naturschutzstandards.

‚Neue Horizonte – Zukunftsaufgabe Naturschutz‘ lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Naturschutztages. Damit stehen Fragen des Naturschutzes als Politikfeld und die Ausrichtung des Naturschutzes im Lichte gesellschaftlicher Veränderungen im Zentrum der Diskussionen des ehrenamtlichen und hauptberuflichen Naturschutzes. Diese Debatten sind wichtig und unverzichtbar für die Standort- und Zielbestimmung.

Wie werden die mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz gegebenen besseren Möglichkeiten für den Naturschutz in den Ländern genutzt? Wie werden der nationale Biotopverbund und das europäische Netz Natura 2000 umgesetzt? Wie weiter mit den ökologisch wertvollen ehemaligen Militärübungsflächen und den Bergbaufolgelandschaften? Wie können Land- und Forstwirtschaft sowie die Jagd ihren Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt leisten? Vor welche neuen Herausforderungen stellt den Naturschutz die ‚Agro-Gentechnik‘?

Wir wissen, dass Naturschutz Daseinvorsorge ist und somit Zukunftssicherung. Sie beansprucht Geltung in allen Politikbereichen. Die notwendigen Fortschritte bei der Sicherung unseres nationalen Naturreichtums und der globalen Biodiversität können nur erreicht werden, wenn Naturschutz – im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung – von allen Ressorts, auf allen staatlichen Ebenen und von allen gesellschaftlichen Akteuren als ein gleichberechtigter substanzieller Anspruch an alle politischen Entscheidungen akzeptiert wird.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

21. Mai 2004

Jeder vierte 100-ha-Hof wirtschaftet in Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 16:05

Hannover (agrar.de) – Niedersachsens Bauernhöfe mischen nach einem Blick auf die Flächenausstattung ‚vorne‘ mit. Nach Angaben des Landvolk-Pressedienstes wirtschaftet fast jeder vierte Landwirt mit einer Flächenausstattung von 100 Hektar (ha) und mehr im Agrarland Niedersachsen.

Die Agrarstatistiker ermittelten im Jahr 2003 bundesweit 28.500 Höfe mit einer Flächenausstattung von 100 ha und mehr, davon 6.369 in Niedersachsen. Bei den Höfen mit weniger als 50 ha Fläche dagegen war Niedersachsen mit gut 35.000 von bundesweit 305.000 Betrieben unterrepräsentiert. In der mittleren Größenklasse mit einer Flächenausstattung von 50 bis 100 ha wirtschafteten bundesweit 55.100 Höfe, davon 11.100 in Niedersachsen. Eingeflossen sind in diese Auswertungen die Daten von bundesweit 388.500 Höfen mit einer Fläche von zwei ha und mehr.

Die durchschnittliche Flächenausstattung je Betrieb liegt in Niedersachsen mit 47,4 ha bei diesen Betrieben übrigens um gut 3,5 ha über dem Bundesdurchschnitt von 43,8 ha.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Brandenburg: Anbau von Sommergetreide stark rückläufig

Themen: Archiv — info @ 16:05

Potsdam (agrar.de) – Der Wachstumsstand der Wintergetreidearten wird in diesem Jahr von mehr als 300 befragten Landwirten Brandenburgs als durchschnittlich eingeschätzt. Bei Winterraps zeichnet sich nach Mitteilung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik ein guter Wachstumsstand ab.

Aufgrund verhältnismäßig günstiger Witterungsbedingungen im Winter wurden die Winterkulturen in Brandenburg kaum negativ beeinträchtigt, so dass es so gut wie keine Auswinterungsschäden gab. Allerdings waren die Niederschlagsmengen in den Wintermonaten überwiegend zu gering.

Nach den vorläufigen Ergebnissen zur Getreideanbaufläche hat sich diese um etwa 3 Prozent gegenüber 2003 ausgedehnt. Erfolgte im Jahr 2003 der Getreideanbau (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) auf 503.704 Hektar, so wird dieser in diesem Jahr auf rund 518.200 Hektar erfolgen.

Die Anbaufläche des Wintergetreides wurde um zirka 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt. Die dominierende Wintergetreideart bleibt mit 190.800 Hektar Winterroggen. Diese Fläche bedeutet ein Plus von fast 12 Prozent zum Vorjahr, sie liegt aber immer noch deutlich unter dem Wert des Erntejahres 2002. Eine deutliche Anbauausdehnung um 10 Prozent auf 151.300 Hektar gab es auch beim Winterweizen. Um 3 Prozent auf 68.300 Hektar vergrößerte sich die Anbaufläche von Wintergerste. Erneut rückläufig ist der Triticaleanbau. Dessen Fläche verringerte sich um 4 Prozent auf 77.500 Hektar.

Der Anbau des Sommergetreides ist zur Ernte 2004 sehr stark rückläufig (- 39 Prozent). Während 2003 noch 20.183 Hektar Hafer angebaut wurden, sind es in diesem Jahr nur zirka 16.000 Hektar (- 21 Prozent). Um mehr als die Hälfte haben sich die Flächen von Sommergerste und Sommerweizen verringert. Stand Sommergerste im Jahr 2003 auf 16.802 Hektar, so sind es 2004 weniger als 7.500 Hektar (- 56 Prozent). Der Anbau von Sommerweizen wurde um 57 Prozent auf gut 3.400 Hektar eingeschränkt. Die Entwicklung bei Sommergetreide ist vor allem mit der Ausdehnung der Flächen im vergangenen Jahr zu begründen, da damals starke Auswinterungsschäden auftraten.

Die Anbauflächen von Raps und Rübsen haben sich im Vergleich zum Jahr 2003 um mehr als 4 Prozent verringert. Beim Winterrapsanbau gibt es zur Ernte 2004 eine leichte Ausdehnung um 2 Prozent auf 105.300 Hektar. Wie bei den Sommergetreidearten gibt es auch beim Sommerraps- und Rübsenanbau eine Anbauverringerung. Im Jahr 2004 steht Sommerraps auf zirka 2.100 Hektar, was einem Minus von fast 78 Prozent entspricht.

Kaum verändert hat sich die Fläche für den Körnermaisanbau (2004: 13.600 Hektar). Den ersten Einschätzungen der amtlichen Ernteberichterstatter zufolge wird Silomais auf 101.300 Hektar angebaut (+ 4 Prozent). Im Land wird sich die Kartoffelanbaufläche um fast 4 Prozent auf 11.800 Hektar vergrößern.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Rinderhalter stocken ihre Herden weiter ab

Themen: Archiv — info @ 12:05

Trend scheint sich abzuschwächen – Frankreich und Deutschland halten die meisten Rinder

Hannover (agrar.de) – Die Landwirte in der Europäischen Union (EU) halten immer weniger Rinder. Die seit Mitte der neunziger Jahre anhaltende Abstockung hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt, allerdings scheint sich der Trend etwas abzuschwächen, berichtet der niedersächsische Landvolk-Pressedienst nach einer aktuellen Erhebung von Eurostat.

Den größten Rinderbestand registrierten die Statistiker im Dezember 2003 mit 19,18 Millionen Rindern in Frankreich. In Deutschland wurden 13,35 Millionen und in Großbritannien 10,5 Millionen der großen Wiederkäuer gehalten. Zu den größten ‚Rindernationen‘ zählten darüber hinaus Italien mit 6,73 Millionen und Irland mir 6,22 Millionen Tieren. Unter den zehn neuen EU-Staaten erreicht nur Polen mit 5,28 Millionen Rindern vergleichbare Dimensionen und verweist damit die Niederlande mit 3,73 Millionen Rindern auf den siebten Rang. Es folgten Dänemark mit 1,68 Millionen, Schweden mit 1,55 Millionen und Tschechien mit knapp 1,43 Millionen Tieren, in allen anderen EU-Ländern wurden entweder weniger als eine Million Rinder gehalten oder die Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht vor.

Die Landwirte in der EU-15 haben im Dezember des vergangenen Jahres insgesamt schätzungsweise 77,37 Millionen Rinder gehalten, das waren 1,4 Prozent weniger als im Dezember 2002. In den beiden Jahren zuvor registrierten die Statistiker EU-weit noch Abnahmeraten von jeweils zwei Prozent. Dabei haben die Landwirte in den meisten EU-Ländern ihre Rinderherden noch einmal gravierend abgestockt, darunter auch die beiden größten Rinderhalter der EU, Frankreich und Deutschland. Während die deutschen Landwirte zum Jahresende 2,8 Prozent weniger Rinder hielten als in 2002, stockten die Franzosen sogar 2,9 Prozent ab. Noch stärker reduzierten untern den ‚alten‘ EU-Ländern die Bauern in Dänemark und Finnland um jeweils 3,4 Prozent ihre Rinderbestände. In den übrigen Ländern reichte die Spanne von 1,2 Prozent in den Niederlanden bis 4,9 Prozent in Slowenien. Eine Ausnahme bildet Großbritannien, wo die Farmer ihre Bestände um 1,2 Prozent vergrößerten. Während die Bauern in Italien ihre Herden moderat um 0,5 Prozent aufstockten, legten ihre Kollegen in Griechenland um 8,9 Prozent auf 634.000 Rinder zu. Die Landwirte reagierten mit den seit Jahren anhaltenden Abstockungen zum einen auf schlechter werdende Marktperspektiven und trennten sich an vielen Standorten von unrentablen Betriebszweigen wie etwa der Bullenmast. Zum anderen gaben viele Berufskollegen im Zuge des Strukturwandels die Tierhaltung ganz auf. Auch machte der züchterische Fortschritt, zum Beispiel in der Milchproduktion, eine Verkleinerung der Herden möglich.

Links zum Thema Rinder, Links zum Bundesland Europa.

20. Mai 2004

BDP begrüßt Aufhebung des Gentechnik-Moratoriums

Themen: Archiv — info @ 10:05

Bonn (agrar.de) – Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) begrüßt die heutige Zulassung des Bt-11 Süßmaises durch die EU-Kommission. Mit dieser Entscheidung endet das seit sechs Jahren anhaltende de-Facto-Moratorium für die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen.

Parallel zu der Entscheidung wurde in Rom ein Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) vorgelegt, der die bisherige Bilanz gentechnisch modifizierter Nahrungsmittel positiv bewertet. Laut FAO-Einschätzung wird das Potenzial der Biotechnologie für die Landwirtschaft nicht ausreichend genutzt. ‚Die Entscheidung gibt den Weg frei, nach der 6-jährigen rechtswidrigen Zwangspause in Europa nunmehr eigene Erfahrungen mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu sammeln‘, kommentiert Dr. Ferdinand Schmitz, BDP-Geschäfts-führer, die heutige Brüsseler Entscheidung.

Vor dem Hintergrund des FAO-Berichts sowie der EU-Kommissionsentschei-dung sei der bundesweite Erprobungsanbau von gentechnisch verbessertem insektenresistentem Mais der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Deutschland brauche eigene Erfahrungen, um sinnvolle rechtliche Rahmenbedingungen für die Nutzung der Biotechnologie setzen zu können. ‚Denn bislang fand Genetchnik bei uns ohne Anbau statt, obwohl der Verbraucher sie schon lange auf dem Teller hat‘, so Dr. Schmitz abschließend.

Links zum Thema Verbände.

19. Mai 2004

Mecklenburg-Vorpommern: Nachwuchs gesucht

Themen: Archiv,Bildung — info @ 16:05

In der Landwirtschaft sind noch Ausbildungsplätze zu haben

Schwerin (agrar.de) – Die Agrarwirtschaft sucht auch in diesem Jahr wieder nach geeignetem Nachwuchs. ‚Während in Mecklenburg-Vorpommern in den meisten Berufen Lehrstellen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, werden im Bereich der Landwirtschaft dringend junge Menschen gesucht, die Freude an einem agrarwirtschaftlichen Beruf haben‘, sagt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD).

In Mecklenburg-Vorpommern werden jedes Jahr in rund 700 Ausbildungsbetrieben junge Männer und Frauen in den Berufen Landwirt, Tierwirt, Fischwirt, Pferdewirt, Gärtner, Forstwirt und Molkereifachmann ausgebildet. ‚Zurzeit sind aber nur etwa Dreiviertel der vorhandenen Ausbildungsplätze besetzt‘, sagt Minister Backhaus. Dabei seien es gerade die jungen Absolventen in den Agrarberufen, die nach der Ausbildung eine gute Chance haben, einen Arbeitsplatz in der Agrarwirtschaft zu erhalten. Gleichzeitig bieten sich in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen für weitergehende Ausbildungen an den Fachschulen für Landwirtschaft des Landes, der Fachhochschule Neubrandenburg und der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock.

Die abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit als Landwirt werde oft unterschätzt, so der Landwirtschaftsminister. So werde in den Betrieben mit hochtechnologischen Betrieben und Geräten gearbeitet. Daneben leistet der Landwirt mit seiner Arbeit einen wesentlichen Beitrag zum Naturerhalt und zum Umweltschutz.

In Zukunft werden Fach- und Führungskräfte für die Agrarwirtschaft noch verstärkt gesucht werden. ‚In den kommenden fünf Jahren scheiden rund ein Drittel der Beschäftigten – vom Geschäftsführer bis zum Arbeitnehmer – aus dem Arbeitsprozess aus. In einzelnen Regionen steht in mehr als der Hälfte der Unternehmen ein Generationswechsel bevor und in zahlreichen Unternehmen ist die Belegschaft überaltert, ohne dass der notwendige Nachwuchs aus der eigenen Ausbildung rekrutiert werden kann‘, so Landwirtschaftsminister Backhaus. Schulabgänger, die eine Ausbildung in der Agrarwirtschaft anstreben, können die anerkannten Ausbildungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern im Internet finden. Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei präsentiert die ‚Grünen Berufe‘ auf seinen Internet-Seiten (Rubrik ‚Themen A – Z‘). Dort sind die Adressen der Ausbildungsbetriebe zu finden, die für die Ausbildung junger Menschen im Agrarbereich anerkannt sind. Die Betriebe sind nach den verschiedenen Ausbildungsberufen, wie Landwirt, Pferdewirt oder Fischwirt aufgelistet. Einen Berufsausbildungsvertrag gibt es zum herunter laden.

Auf dieser Seite wird auch über die Möglichkeiten der Berufsausbildung im Agrarbereich informiert. Es gibt dort allgemeine Informationen zu den Berufen Landwirt, Tierwirt, Gärtner, Pferdewirt, Fischwirt, Forstwirt, Molkereifachmann, Milchwirtschaftlicher Laborant und Hauswirtschafter. Außerdem werden Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Links zum Thema Bildung, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

BÖLW fordert Bauern auf, die Bekanntgabe von Gentechnik-Anbauversuchen über die Staatshaftung zu erzwingen

Themen: Archiv — info @ 15:05

Berlin (agrar.de) – Bereits seit dem 5.5.2004 ist bekannt, dass gentechnisch veränderter Mais in fünf Bundesländern auf Versuchsflächen angebaut wurde. Weder die Öffentlichkeit noch die Bauern wurden bislang informiert, wo die entsprechenden Felder liegen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), in dem die Verbände von landwirtschaftlichen Erzeugern, Verarbeitern und Händlern von Öko-Produkten organisiert sind, wendet sich nun an alle Biobauern ebenso wie an alle ohne Gentechnik wirtschaftenden konventionellen Bauern. Er fordert sie auf, bei den zuständigen Landesbehörden Auskunft zu den Freisetzungsorten zu verlangen. Wird die Auskunft verweigert, sollen die Bauern ihre Kosten für prophylaktische Gen-Analysen der Ernten über die Staatshaftung geltend machen.

Dieser Anspruch entsteht, weil Deutschland nach den geltenden EU-Vorgaben bereits vor Monaten ein Anbauregister hätte einführen müssen, aus dem ersichtlich ist, wo Gentechnik angebaut wird.

Der Vorsitzende des BÖLW, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein erklärte dazu: ‚Es ist ungeheuerlich, wie Landwirte und ihre Abnehmer schutzlos dem Risiko hoher wirtschaftlicher Verluste und der Beschädigung ihres Ansehens ausgesetzt werden. Denn ohne Kenntnis der Anbauorte weiß niemand, ob er nicht mit Pollenkontamination rechnen muss.‘

Löwenstein forderte den deutschen Bauernverband auf, sich der Forderung nach Bekanntgabe der Flächen und Bezahlung der Auskreuzungs-Überwachung durch Analysen anzuschließen.

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BLHV begrüßt Zurückweisung des Ackerbauverbotes durch Bundesrat

Themen: Archiv — info @ 15:05

Freiburg (agrar.de) – Als ein hoffnungsvolles Signal wertet der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), Werner Räpple, die Entscheidung des Bundesrates vom 14. Mai, das im Entwurf für ein Hochwasserschutzgesetz vorgesehene Ackerbauverbot in Überschwemmungsgebieten zurück zu weisen. Der BLHV hatte unmittelbar nach der Verabschiedung des Gesetzentwurf durch die Bundesregierung am 3. März entschiedenen Widerstand gegen ein flächenhaftes Ackerbauverbot angekündigt. Räpple begründete seine Ablehnung mit dem Hinweis auf dramatische wirtschaftliche Folgen für Landwirte in den betroffenen Gebieten insbesondere entlang von hochwassergefährdeten Flussniederungen. Allein in Baden-Württemberg, so Räpple, seien von den fachlich fragwürdigen und für die Landwirtschaft unerträglichen Produktionsverboten elf Prozent oder 95.000 Hektar Ackerflächen betroffen. Das bedeute Ertragsverluste von jährlich 100 Millionen Euro im Lande und erhebliche Vermögensverluste für betroffene Flächen.

In Schreiben an die zuständigen Minister sowie an Abgeordnete des Bundes und des Landes forderte Räpple eine Zurücknahme dieser fachlich unhaltbaren ordnungsrechtlichen Restriktionen. Der BLHV forderte den Gesetzgeber auf, Hochwasserschutz in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Grundstückseigentümern und Grundstücksbewirtschaftern unter fairen Bedingungen zu betreiben. Dazu zähle ein wirtschaftlicher Ausgleich für Schäden durch Überflutungen von Flächen innerhalb und außerhalb von Hochwasser-Rückhaltebecken und Überschwemmungsgebieten sowie für Produktionseinschränkungen auf Flächen im Strömungsbereich von Überschwemmungsflächen.

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