26. Mai 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 310 angebotenen Schweinen 310 Schweine verkauft, davon 310 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,37 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,37 Euro bis 1,38 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

Links zum Thema Schweine.

Verbände: Gentechnikgesetz muss nachgebessert werden

Themen: Archiv — info @ 10:05

Forderunn nach strengen Regeln für Agro-Gentechnik

Berlin (agrar.de) – Landwirtschafts-, Verbraucher-, Ärzte-, Wissenschaftler- und Umweltverbände sowie Gewerkschafts- und Kirchenorganisationen haben deutliche Nachbesserungen am Gentechnikgesetz gefordert. Bei der morgigen ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag sollen die Parlamentarier dafür eintreten, weiter eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung zu ermöglichen und die Natur vor gentechnischer Verschmutzung zu schützen. Die Organisationen betonten, dass die Gefahren und Risiken der Agro-Gentechnik deren Nutzen bei weitem überwiege.

In einem Offenen Brief riefen sie die Bundestagsabgeordneten auf, dafür Sorge zu tragen, dass Saatgutfirmen und Landwirte, wenn sie Gentechnik einsetzten, nach dem Verursacherprinzip für alle Schäden haften müssten. Der vorliegende Gesetzentwurf decke nur einen geringen Teil der möglichen Schadensansprüche. Damit bestehe die Gefahr, dass durch den Einsatz der Gentechnik auch gentechnikfreie Lebensmittel teurer werden könnten.

Zur Schadensregulierung dürften zudem keine Steuergelder ausgegeben werden. Das Gesetz müsse klare Abbruchkriterien bei Freisetzung und Anbau genmanipulierter Pflanzen benennen. Wenn Gen-Pflanzen durch unkontrollierte Ausbreitung die gentechnikfreie Landwirtschaft bedrohten, seien sie aus dem Verkehr zu ziehen.

Anbau und Monitoring müssten bei voller Transparenz erfolgen. Wer Gentechnik anwende, müsse sich drei Monate vor der Aussaat mit seinen Nachbarn abstimmen und entsprechende Flächen in einem öffentlichen Register angeben. Naturschutzgebiete bedürften eines besonderen Schutzes vor Gentechnik.

Zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören:

– Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) – Agrarbündnis – Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Kirche (AGU) – Bioland – Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) – Demeter – Deutscher Naturschutzring (DNR) – Foodwatch – FQ&H – Gen-ethisches Netzwerk (GeN) – Greenpeace – Grüne Liga – Internationale Vereinigung der Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges – Katholische Landjugendbewegung (KLJB) – Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IGBau) – Naturland, Naturschutzbund (NABU) – Ökologischer Ärztebund – Zukunftsstiftung Landwirtschaft (zs-l).

Rund vierzig mittelständische Unternehmen und Wirtschaftsverbände unterstützen die Initiative. Der offene Brief ist im Internet abrufbar.

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FDP: Künast und Trittin bei “ Bauernspionen “ unbelehrbar

Themen: Archiv — info @ 10:05

Berlin (agrar.dfe) – Zum Ausstieg des Deutschen Bauernverbandes aus dem UBA-Projekt ‚Bauernspione‘ erklären der agrarpolitische Sprecher, Hans-Michael Goldmann, und die Pflanzenschutzexpertin, Dr. Christel Happach-Kasan:

‚Der Ausstieg des Deutschen Bauernverbandes aus dem UBA-Projekt ‚Bauernspione‘ ist konsequent und richtig. Die Kriminalisierung der Landwirte durch das UBA-Projekt muss endlich gestoppt werden. Die ‚Bauernspione‘ dürfen keinesfalls auf die Felder ausschwärmen. Offensichtlich sind UBA-Präsident Troge und die verantwortlichen Minister Trittin und Künast unbelehrbar. Anders ist es nicht zu erklären, dass dieses völlig verfehlte Projekt trotz der massiven Kritik von allen Seiten auf Biegen und Brechen durchgepeitscht und durchgeführt werden soll. Die zugestandenen leichten Verbesserungen reichen in keinster Weise aus. Das jetzt nicht mehr von ‚verdeckter Feldbeobachtung‘ und immer noch von ‚unangekündigter Feldbeobachtung‘ gesprochen wird, unterstreicht die fehlende Sensibilität der Verantwortlichen. Damit werden die ‚Bauernspione‘ zu einem ernsthaften Problem für Frau Künast und Herrn Trittin. Über deren Rolle und die von UBA-Präsident Troge wird in den laufenden parlamentarischen Beratungen des FDP-Antrages für einen Stopp der ‚Bauernspione‘ noch zu reden sein.‘

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DBV: Bundesministerin Künast muss Klarheit für GVO-Anbau schaffen

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 10:05

Greenpeace entdeckt plötzlich Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit

Berlin (agrar.de) – Nachdem das Bundessortenamt, eine nachgeordnete Behörde des Verbraucherschutzministeriums von Bundesministerin Renate Künast, gentechnisch veränderten Mais für den Versuchsanbau von etwa 1.000 Hektar genehmigt hat, sind inzwischen in 7 Bundesländern rund 300 Hektar angebaut worden. Das Bundesministerium hat jedoch offenbar keinerlei Vorgaben gegeben, wie diese GVO-Versuche in transparenter Weise durchzuführen sind und sogar die Mitwirkung der Biologischen Bundesanstalt untersagt. Greenpeace versucht nun, von dieser Entscheidungssituation abzulenken und kritisiert die Bundesländer wegen der Geheimhaltung der GVO-Flächen. Nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) ist dies mehr als heuchlerisch, weil die Bundesländer aufgrund der Erfahrungen früherer Jahre davon ausgehen müssen, dass Greenpeace die Informationen über die Betriebe und Flächen, auf denen dieser GVO-Versuchsanbau stattfindet, erneut zu gesetzwidrigen Zerstörungen dieser Feldversuche nutzen wird. Deshalb sind die ‚Krokodilstränen‘ der Umweltorganisationen mehr als scheinheilig, so der DBV.

Der Deutsche Bauernverband kritisiert, dass die derzeitige missliche Situation der Geheimhaltung der GVO-Flächen allein durch die inkonsequente und intransparente Handlungsweise der Bundesregierung entstanden ist. So hat sie versäumt, die EU-Freisetzungsrichtlinien, die öffentliche Standortregister vorschreibt, rechtzeitig 2002 in nationales Recht umzusetzen. Außerdem wurde ein vom Berufsstand geforderter völlig transparenter Erprobungsanbau unter Einbeziehung auch kritisch eingestellter Umweltorganisationen von Ministerin Künast immer wieder abgelehnt, jedoch von Forschungsministerin Bulmahn und anderen Mitgliedern der Bundesregierung positiv beurteilt. Auch für den Erprobungsanbau von BT-Mais hat der DBV wegen fehlender Transparenz und unzureichend geklärter Haftungsfragen öffentlich Landwirte von einer Teilnahme abgeraten. Sollten sich Landwirte dennoch am Erprobungsanbau beteiligen, hat der Berufsstand ihnen unter anderem empfohlen, sich mit den Nachbarn, Verpächtern und gegebenenfalls Flächentauschpartnern abzustimmen.

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25. Mai 2004

Greenpeace: Molkereien wollen Milchprodukte ohne Gentechnik garantieren

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 10:05

München (agrar.de) – Immer mehr Molkereien wollen ihre Milchkühe ohne genmanipulierte Pflanzen füttern. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Umweltorganisation Greenpeace, die heute gemeinsam mit Molkereien und Landwirten in München präsentiert wird.

31 von 67 befragten deutschen Molkereien erklären demnach, bereits jetzt oder zukünftig Futter ohne Gen-Pflanzen für ihre Milchkühe zu verwenden. Zu den Vorreitern in der Branche zählt die bayerische Regionalmarke ‚Unser Land‘, die neben der drittgrößten Molkerei Österreichs ‚Tirol Milch‘ heute in München vorstellt, wie sie die Fütterung umgestellt hat.

Die Umfrage unter Molkereien wurde für die vierte Auflage des Greenpeace-Ratgebers ‚Essen ohne Gentechnik‘ durchgeführt, die heute erscheint. Die aktuelle Haltung von 450 Lebensmittelherstellern zu Gentechnik im Essen und in Futtermitteln wird darin für Verbraucher aufgelistet. Von den ersten drei Auflagen wurden bereits über eine Million Exemplare verteilt. Die meisten Hersteller wollen keine Lebensmittel anbieten, die Gentechnik enthalten. Doch 80 Prozent aller Gen-Saaten gelangen über den Futtertrog in die Nahrungskette.

‚Unsere Umfrage zeigt, dass inzwischen knapp die Hälfte der befragten Molkereien keine Gentechnik mehr an Milchkühe verfüttern will‘, sagt Greenpeace Gentechnikexperte Christoph Then in München. ‚Das ist ein wichtiger Erfolg für Greenpeace und die Verbraucher. Nun müssen endlich auch andere Hersteller von Milchprodukten erklären, keine Gen-Pflanzen mehr zu verfüttern, wenn sie nicht das Vertrauen der Verbraucher verlieren wollen.‘

Unter anderen weigert sich der größte Milchkonzern in Deutschland, Müllermilch, auf gentechnikfreies Futter umzustellen. Zwar hat der Branchenführer am 21. April 2004 durch seine Anwälte verlauten lassen, alle möglichen Maßnahmen gegen Gen-Pflanzen im Futter eingeleitet zu haben. Doch Stichproben von Greenpeace und Rückfragen bei Landwirten zeigen, dass dies offensichtlich nicht der Wahrheit entspricht. Auch die im Jahr 2000 von Müllermilch übernommene Molkerei Weihenstephan lässt weiterhin Gen-Pflanzen verfüttern.

‚Weihenstephan setzt sein gutes Image aufs Spiel. Die Traditionsmarke wirbt mit Alpenmilch und weckt Vorstellungen von glücklich grasenden Almkühen – zugleich wird massenhaft Gen-Soja und Gen-Mais verfüttert. Hier werden Verbraucher in dem Glauben getäuscht, ein naturnahes Produkt zu kaufen‘, erklärt Then.

Auf eine Fütterung ohne Gen-Pflanzen kann jederzeit umgestellt werden, es gibt ausreichend Anbieter gentechnikfreier Sojabohnen. Aus einem Gutachten der Universität Kassel im Auftrag von Greenpeace geht zudem hervor, dass die Milchwirtschaft nicht auf Soja angewiesen ist. Zu Gras und Heu kann beispielsweise Rapsschrot verfüttert werden, falls besonders hohe Milchleistungen erzielt werden sollen. Für Landwirte bietet Greenpeace eine aktuelle Liste von geeigneten Futtermittelherstellern im Internet an.

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BLL: Greenpeace-Kampagne ist gezielte Verbraucherverunsicherung

Themen: Archiv — info @ 10:05

Bonn (agrar.de) – Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) hält die derzeit laufende Kampagne von Greenpeace gegen einzelne Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft für unsachlich und irreführend. So werde versucht, durch Bezeichnungen wie ‚Gen-Milch‘ den Verbraucher ohne jede wissenschaftliche Fundierung bewusst gegen einzelne Unternehmen zu instrumentalisieren.

Tatsache sei, so der BLL, dass Erzeugnisse von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei gentechnisch verändertes Material enthalten. Auch seien keinerlei Veränderungen in Bezug auf Inhaltsstoffe oder Qualität feststellbar. Schließlich gebe es derzeit keine zugelassenen gentechnisch veränderten Tiere, so dass die entsprechenden tierischen Produkte nicht von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) stammen. Derartige Produkte könnten demnach nicht als gentechnisch veränderte Lebensmittel bezeichnet werden.

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24. Mai 2004

Brandenburg: Steigende Schlachtzahlen bei Rindern und Schweinen

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 16:05

Potsdam (agrar.de) – Von Januar bis März 2004 wurden in Brandenburg insgesamt 318.214 Tiere geschlachtet. Davon waren 17.854 Rinder, 1.273 Kälber, 288.892 Schweine und 10.195 Schafe.

Wie der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik weiter mitteilt, lagen die Schlachtungen damit 3,6 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresberichtszeitraumes (+ 11.103 Tiere). Hierbei stieg die Anzahl der gewerblichen Schlachtungen um 11.614 Tiere (+ 3,9 Prozent) auf 309.046 Tiere an. Bei den Hausschlachtungen sank die Zahl der geschlachteten Tiere auf 9.168 um 5,3 Prozent unter das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresberichtszeitraumes.

Mit einem Plus von 830 gewerblich geschlachteten Rindern wurden 5,2 Prozent mehr Tiere geschlachtet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2004: 16.733 Rinder). Die Anzahl der gewerblichen Schweineschlachtungen von Tieren inländischer Herkunft erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 264.402 Stück. Einen deutlichen Anstieg gab es bei den Schlachtungen von Schweinen ausländischer Herkunft. Wurden im 1. Quartal 2003 noch 11.421 Tiere geschlachtet, so waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres 16.723 Tiere. Die gewerblichen Schafschlachtungen entwickelten sich rückläufig. Gegenüber den Monaten Januar bis März 2003 reduzierte sich die Zahl der geschlachteten Tiere in diesem Jahr um 15,6 Prozent auf 9.978 Schafe.

Mit 318,9 Kilogramm je Tier lag das Schlachtgewicht der gewerblich geschlachteten Rinder im Durchschnitt der Monate Januar bis März 2004 um gut 5 Kilogramm über dem des Vorjahres; Schweine brachten ein Schlachtgewicht von 91,3 Kilogramm auf die Waage (2003: 90,8 Kilogramm je Schwein).

Aus den gewerblichen Schlachtungen sowie den Hausschlachtungen wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2004 insgesamt 32.334 Tonnen Fleisch erzeugt. Das entsprach einem Plus von 1.531 Tonnen bzw. 5,3 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auf die einzelnen Fleischarten entfielen im Berichtszeitraum 5.697 Tonnen Rindfleisch (+ 6,5 Prozent), 98 Tonnen Kalbfleisch (- 0,7 Prozent), 26.361 Tonnen Schweinefleisch (+ 4,8 Prozent) und 178 Tonnen Schaffleisch (- 14,9 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

NABU fordert wirksamen Schutz der Natur vor Gentechnik

Themen: Archiv — info @ 12:05

Berlin (agrar.de) – Im Zuge der aktuellen Debatte um das neue Gentechnik-Gesetz hat der Naturschutzbund NABU den wirksamen und rechtlich abgesicherten Schutz ökologisch sensibler Gebiete vor gentechnisch veränderten Organismen (GVO) gefordert. ‚Um die biologische Vielfalt gemäß internationaler Abkommen zu schützen, muss es große zusammenhängende GVO-freie Flächen geben‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Deutliche Kritik fand der NABU für einige Bundesländer, die den ersten Entwurf des Gentechnik-Gesetzes aktuell mit über 100 Änderungsanträgen im Bundesrat blockieren. ‚Es ist politisch grob fahrlässig, dass wegen engstirniger Machtproben auch dieses Jahr wieder in Deutschland Genpflanzen ohne nationale Regelungen angebaut werden‘, so Tschimpke. Besonders verantwortungslos sei hierbei das Ansinnen, den einzigen Paragrafen, der den Schutz der Natur gewährleisten soll, aus dem Entwurf streichen zu wollen. Akuten Handlungsbedarf sieht der NABU auch bei der Überwachung des Genpflanzen-Anbaus, dem Monitoring, und der Definition der ‚guten fachlichen Praxis‘ (gfP) im Zusammenhang mit dem Anbau von GVO. ‚Es wäre völlig absurd, wenn — wie teilweise diskutiert – ausgerechnet die Industrie als großer Nutznießer der Agrogentechnik die Anbau-Regeln für GVO festlegen würde‘, so Tschimpke. Die grundlegenden Werte für die gfP müssen nach Ansicht des NABU bereits im neuen Gesetz festgelegt werden. Sie sollten gewährleisten, dass die GVO-Erzeuger die nötige Vorsorge treffen, um den Schutz der Ökosysteme zu erhalten. Beim Monitoring müsse eine EU-weite und fachlich fundierte Regelung festgelegt werden, nach deren Muster dann auch in Deutschland verfahren würde. Um die Koexistenz von Gentechnik und gentechnikfreier Landschaft zu gewährleisten, forderte der NABU die Definition klarer und sortenspezifischer Regelungen bereits auf EU-Ebene. ‚Hohe Priorität muss der Festlegung von gentechnikfreien Pufferzonen um die zu schützenden Gebiete zugemessen werden‘, so Tschimpke. Gentechnikfreie Zonen dürfe es nicht nur für die im Gesetzentwurf vorgesehenen Gebiete des EU-Schutzgebietssystems NATURA 2000 geben, sondern auch in Biosphärenreservaten und Naturschutzgebieten. Da außerdem naturverträgliche Nutzungsformen wie der gentechnikfreie Ökolandbau akut in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht seien, müssten auch sie besser durch das neue Gentechnik-Gesetz geschützt werden. ‚Der aktuelle Gesetzes-Entwurf reicht nicht aus um eine gentechnikfreie Landwirtschaft zu garantieren‘, so der NABU-Präsident. Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

FDP lehnt weitere Verschärfung des Gentechnikgesetzes ab

Themen: Archiv — info @ 11:05

Berlin (agrar.de) – Zur Pressekonferenz des NABU erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

‚Der wirksame Schutz von Natur und Umwelt ist bei allen Erfolgen, die bisher erzielt wurden, unverändert ein wichtiges politisches Ziel. Darin stimmt die FDP dem NABU zu. Der Erhalt ökologisch sensibler Gebiete und ihr Schutz vor Beeinträchtigungen ist wichtige Aufgabe des Naturschutzes. Wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Natur und Umwelt erhalten. Gefahren auch für Großschutzgebiete bestehen nach Auffassung der FDP durch Emissionsbelastungen insbesondere aus dem Verkehr, die weitere Ausbreitung von Neophyten und Neozooen sowie Auswirkungen landwirtschaftlicher Nutzung.

Bei der Einschätzung des Gefährdungspotenzials der verschiedenen Anbauformen in der Landwirtschaft sowie von Züchtungsmethoden wie der Grünen Gentechnik gehen die Meinungen weit auseinander. Die FDP fordert, dass bei Entscheidungen auch über landwirtschaftliche Nutzungsformen und den Einsatz der Grünen Gentechnik Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Versuchen Vorrang haben, sowie bei der Grünen Gentechnik die weltweiten Erfahrungen berücksichtigt werden müssen. Die in verschiedenen Medien dargestellten Meinungskampagnen dürfen nicht zum Maßstab politischer Entscheidungen genommen werden. Für die vom NABU geforderten weiteren Verschärfungen des Gentechnikgesetzes für den Anbau von genetisch veränderten Pflanzen gibt es keinen wissenschaftlich nachvollziehbaren Grund. Daher lehnt die FDP die Forderungen ab.

Es zeigt sich immer mehr, dass das von der FDP immer abgelehnte Moratorium nur Stillstand und keine weiteren Erkenntnisse gebracht hat.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Bioenergie – in Bayern ein Renner

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 10:05

München (agrar.de) – Bioenergie hat sich bayernweit im vergangenen Jahr als echter Renner erwiesen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, wurden 2003 in Bayern 13 größere Biomasseheizwerke mit insgesamt sieben Millionen Euro Fördersumme bewilligt. Außerdem hat der Freistaat im Rahmen der Förderprogramme ‚BioKomm‘ und ‚BioHeiz500‘ 46 kleinere Anlagen bis 500 Kilowatt Wärmeleistung mit einer Gesamtsumme von rund 660.000 Euro gefördert. Damit wurden im Jahr 2003 allein für die Förderung von Biomasseheizwerken auf der Basis von Festbrennstoffen rund 7,7 Millionen Euro bewilligt.

Derzeit gibt es in Bayern 189 in Betrieb oder im Bau befindliche staatlich geförderte Biomasseheizwerke und -heizkraftwerke, 250 Klär- und Deponiegasanlagen, 650 landwirtschaftliche Biogasanlagen und 350 Tankstellen für biogene Treibstoffe sowie eine Produktionskapazität für Biodiesel in Höhe von 85 000 Tonnen pro Jahr.

Die Biomassenutzung bezeichnete Miller als Beispiel für klima- und ressourcenschonende Energieversorgung. Angesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe und der Treibhausproblematik komme der energetischen Nutzung von Biomasse eine immer höhere Bedeutung zu. Biomasse deckt in Bayern 3,76 Prozent des Primärenergieverbrauchs, bundesweit sind es 1,9 Prozent. Bayern spart sich dadurch den Einsatz von 2,2 Milliarden Liter Heizöl und vermindert die CO2-Produktion um rund 5,8 Millionen Tonnen. Bei der Holzverbrennung wird nämlich nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie beim Aufwuchs zuvor gebunden wurde.

Energiegewinnung aus Biomasse ist laut Miller ein Schwerpunkt seiner Agrarpolitik: ‚Wärme und Strom aus Stall, Feld und Wald haben Zukunft.‘ Die Rohstoffe kommen von ortsansässigen Bauern oder Waldbesitzern. Dies bedeutet gerade für die oft von rückläufigen Einnahmen betroffene Land- und Forstwirtschaft eine zusätzliche Einkommensquelle.

Links zum Thema Energie, Links zum Bundesland Bayern.

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