27. Mai 2004

CDU/CSU: Grüne täuschen Verbraucher über Grüne Gentechnik

Themen: Gentechnik,Mais,Umwelt — info @ 14:05

Stigmatisierung entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage

Berlin (agrar.de) – Zur aktuellen Diskussion über Grüne Gentechnik erklären die Beauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Bio- und Gentechnologie und für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Helmut Heiderich und Ursula Heinen:

‚Die initiierte Kampagne der Grünen zielt darauf ab, Gentechnik zu stigmatisieren und schon vorhandene Verunsicherungen zu stärken. Sie entbehrt jeder sachlichen Grundlage und befindet sich abseits von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Diese ideologisch ablehnende Haltung ist einer Partei, die sowohl im Bund wie auch in Ländern Regierungsverantwortung trägt, nicht angemessen.

So erklärt Bärbel Höhn, Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen, die Risiken seien „völlig ungeklärt“. Aber nach derzeitigem weltweit erarbeiteten wissenschaftlichen Stand geht keine Gefahr vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen aus. Vielmehr werden diese Organismen vor ihrer Zulassung auf ihre Verträglichkeit für Mensch und Umwelt umfassend untersucht.

Ebenso falsch ist der Vorwurf, die CDU/CSU blockiere im Bundesrat das neue Gentechnikgesetz und damit die Koexistenz. Leider kennen die Kollegen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren nicht. Denn gerade Bundesministerin Künast hat unnötige Verzögerungen verursacht, weil sie fast zwei Jahre das notwendige Gesetz nicht im Bundestag eingebracht hat.

Auch der Vorwurf, unionsregierte Länder führten mit den Freilandversuchen in sieben Bundesländern die Gentechnik durch die Hintertür ein, geht ins Leere: Das SPD/PDS-regierte Mecklenburg-Vorpommern und das CDU/SPD-regierte Brandenburg sind beteiligt. Vielmehr hat Frau Künast im Frühjahr 2004 sieben Sorten Bt-Mais vorab zugelassen und damit den Erprobungsanbau ermöglicht.

Selbst bei der Europawahl werben die Grünen mit falschen Wahlplakaten: ‚Good Food statt Gen-Food‘ impliziert, dass gentechnisch veränderte Pflanzen schlecht und unsicher seien – eine Beleidigung aller, auch Bundesministerin Künast unterstehenden, Behörden, welche durch intensive Sicherheitsüberprüfung genau dies ausschließen.

Auch das Auskunftsbegehren über die konkrete Lage des Erprobungsanbaus ist heuchlerisch. Nach den Zerstörungen der letzten Freilandversuche, bei denen auch Forschungsversuche der Bundesregierung gezielt verwüstet wurden, ist die Angst vor neuen Zerstörungen begründet. Verständlich, dass die Beteiligten die Standorte nicht veröffentlichen wollen. Dies hat die Bundesregierung selbst mitverschuldet.

Überdies besteht bei privaten Anbauflächen nach dem Saatgutverkehrsgesetz keine Pflicht zur Veröffentlichung der Standorte. Dies sollte der Bundesregierung bekannt sein. Sie sollte daher vom Auskunftsbegehren von Greenpeace Abstand nehmen anstatt es zu unterstützen.

Vielmehr müssen sich die Grünen einschließlich Bundesministerin Künast fragen lassen,

– warum sie transparente Erprobungsanbauten zur Klärung schwieriger Fragen noch nicht zugelassen haben,

– weshalb die Bundesministerin die inkonsequenten Kennzeichnungsregelungen im Ministerrat mitgetragen hat,

– weshalb die Bundesministerin der Zulassung von Bt11 – Mais in Brüssel nicht widersprochen hat

– und weshalb die Bundesregierung nicht schon längst eine sachliche Aufklärungskampagne über Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik gestartet hat.

Dies sind die entscheidenden Punkte, wenn einem wirklich an Wahlfreiheit der Verbraucher gelegen ist. So aber betreiben die Grünen und ihre Hilfstruppen in ihrem Windschatten bewusste Verbrauchertäuschung.‘

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema %url4%Agrarpolitik%/%.

Forschungsprojekt untersucht Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Gehölze

Themen: Archiv — info @ 14:05

Bonn (agrar.de) – Welche Risiken entstehen bei der Freisetzung gentechnisch veränderter Gehölze? Kann man das Auskreuzen von Transgenen vermeiden? Sollten diese Pflanzen steril, also unfruchtbar sein, wenn sie ins Freiland gebracht werden? Bleiben diese Sterilitätsfaktoren in Bäumen stabil? Kann man die Ausbreitung von Pollen im Freiland simulieren? Diesen Fragen gingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem dreijährigen Verbundprojekt des Ministeriums für Umwelt-, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein, des Umweltbundesamtes und des Bundesamtes für Naturschutz nach. Erstmals wurde am Beispiel von sechs Gehölzarten (Aspe, Lärche, Weißtanne, Nordmanntanne, Rhododendron und Rose) untersucht, wie das Risiko bei der Freisetzung genmanipulierter Gehölze reduziert werden kann.

Das Fazit der Fachleute: Werden gentechnisch veränderte Gehölze freigesetzt, muss mit einer Weitergabe der veränderten Eigenschaft über Pollen und Samen gerechnet werden. Die praktischen Experimente an nicht-transgenen Rhododendren und Zitterpappeln ergaben, dass Pollen über 100 beziehungsweise mehr als 300 Meter transportiert wird. Zusätzliche Computersimulationen (Modellierungen) an Pappeln zeigten, dass es nahezu unmöglich ist, die Verbreitung genveränderter Pollen der Gehölze in einer realen Landschaft zu verhindern. Um das Verbreitungsrisiko zu reduzieren, kann es helfen, die Pflanzen genetisch zu sterilisieren. Allerdings ist bislang ungeklärt, ob die Sterilität dauerhaft ist oder ob sie wieder verschwinden kann.

Während der Versuchsdauer wurden bei mehr als 1.000 Pflanzen keine eindeutigen Instabilitäten an den Modelltransgenen festgestellt. Sie blieben auch unter Temperatur- oder UV-Licht-Stress zumindest während dieser drei Jahre erhalten. Da Gehölze sehr langlebig sind, sehen die Experten jedoch weiteren Forschungsbedarf. Ihr Ziel ist es, für eine wissenschaftlich fundierte Risikobewertung weitere und vor allem längerfristige Daten zu erheben.

Die Ergebnisse machen deutlich, wie aufwändig Experimente durchgeführt werden müssen, um sichere Aussagen zur Risikobewertung von genverändertem Material in Gehölzen zu erhalten. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller zieht das Fazit: ‚Wir stehen mit der Risikoforschung an transgenen Gehölzen erst am Anfang. Zu viele Fragen bei der Risikobewertung sind noch offen.‘

Die Ergebnisse der Studie werden in Kürze als Band einer Textreihe vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht.

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BBV: Heimische Legehennenhaltung rückläufig

Themen: Archiv — info @ 13:05

Importe von Eier aus dem Ausland steigen weiter an

München (agrar.de) – Im Jahr 2003 ging die Zahl der in Deutschland gehaltenen Legehennen um 1,8 Mio. bzw. knapp fünf Prozent auf 36,2 Mio. Hennen zurück. Der Anteil der Käfighaltung nahm gegenüber dem Vorjahr von 81 auf 77 Prozent ab (- 9,1 Prozent). Die Bodenhaltung legte um 20,6 Prozent auf einen Anteil von zwölf Prozent zu, in Freilandhaltung wurden im vergangenen Jahr elf Prozent (+ 6,5 Prozent) der Hennen in Deutschland gehalten. Arbeitsplätze in das Ausland verlagert

Der Anteil der Hennen in alternativen Haltungsformen konnte den Abbau der Legehennenplätze in der Käfighaltung nicht wettmachen; sie wurden einschließlich der Arbeitsplätze vielfach ins Ausland verlagert. Von dort kommen jetzt zunehmend Käfigeier auf den deutschen Markt. Die Drittlandsimporte nahmen im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 344 Prozent zu, teilte der Bayerische Bauernverband mit.

Dieser Trend dürfte sich noch weiter fortsetzen und verschärfen. Der Selbstversorgungsgrad nahm in den letzten Jahren kontinuierlich auf nur noch 70,9 Prozent ab. Die im Inland verlorenen Marktanteile sind durch ausländische Anbieter, wie die neuen EU-Mitgliedstaaten, besetzt worden. Bezeichnend für die von der Politik versuchte ‚Umstimmung‘ der Verbraucher auf Eier aus Alternativhaltungen sei die Entscheidung von Aldi Nord, seit kurzem wieder Eier aus der Käfighaltung im Sortiment anzubieten.

Links zum Thema Verbände.

Grüne zum Gentechnik-Gesetz: Transparenz und gentechnikfreie Produktion gewährleisten

Themen: Gentechnik,Haftung,Umwelt — info @ 12:05

Berlin (agrar.de) – Zur 1. Lesung des Gentechnik-Gesetzes im Deutschen Bundestag erklärt Ulrike Höfken, agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Wir begrüßen die Vorlage des Gentechnik-Gesetzes, das heute in erster Lesung im Bundestag beraten wird. Damit schafft Deutschland als erstes Land in der Europäischen Union gesetzliche Regeln zum Schutz der gentechnikfreien Produktion. Die Europäische Union hat unverantwortlicherweise keine verbindlichen gesetzlichen Regeln zum GVO-Anbau, sondern nur unverbindliche Leitlinien vorgelegt. Es ist ein wichtiges Ziel der Grünen im Europaparlament, gute, auf den Schutz der gentechnikfreien Produktion ausgelegte Koexistenzregeln zu erreichen.

Bundesministerin Künast hat dafür gesorgt, dass zentrale Forderungen vieler Verbraucher und Verbände in den Gesetzestext mit aufgenommen wurden. Dazu gehören einerseits Bestimmungen der Freisetzungsrichtlinie wie zum Beispiel zum Monitoring oder zum Standortregister, und dazu gehören Bestimmungen zum Schutz der gentechnikfreien Produktion wie die Haftungsregelung oder eine Verordnungsermächtigung für strenge Anbauvorschriften für die gentechnisch veränderte Produktion. Es ist ein großer politischer Erfolg, dass das vorliegende Gentechnik-Gesetz diese Punkte aufgreift und damit Chaos im Anbau verhindert.

Es ist ein Skandal, dass die unionsgeführten Länder das Gentechnik-Gesetz im Bundesrat verzögern, die notwendige Rechtsklarheit verhindern und gleichzeitig durch die Durchführung geheimen ‚Erprobungsanbaus‘ den Schutz des Eigentums der ahnungslosen Nachbarn mit Füßen treten. Diese Debatte um den ‚Erprobungsanbau‘ Von insektenresistentem Mais in sieben Bundesländern zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass das Gentechnik-Gesetz zügig verabschiedet und die Freisetzungsrichtlinie umgesetzt wird. Die unionsgeführten Bundesländer im Bundesrat betreiben hingegen die Streichung so gut wie aller umwelt- und verbraucherrelevanten Aspekte aus dem Gesetz.

In den nächsten Wochen werden wir darum kämpfen, dass im Gentechnik-Gesetz der Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft gewährleistet bleibt und die vorgesehenen Regelungen nicht verwässert werden. Nur mit den im Gesetz vorgesehenen Vorschriften können Landwirte und Verbraucher davor geschützt werden, dass ihnen gegen ihren Willen gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Saatgut aufgedrängt werden.

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir mit allen gesellschaftlichen Gruppen über konstruktive Vorschläge diskutieren und diese in den anstehenden parlamentarischen Beratungen einfließen lassen werden.‘

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Agrarpolitik.

DBV: Weitere Schwächung der Landwirte vermeiden

Themen: Archiv — info @ 11:05

Debatte zum Agrarbericht 2004 im Bundestag

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der heutigen Debatte im Bundestag zum Agrarbericht 2004 der Bundesregierung warnt der Deutsche Bauernverband (DBV) davor, die Wirtschaftkraft der Landwirte weiter zu schwächen. Zwar sei auch von Seiten der Bundesregierung die erschreckende Einkommenssituation der Landwirte erkannt worden, doch werde in ihrem Handeln keine Konsequenz sichtbar. Im Gegenteil, in der Umsetzung der EU-Agrarreform drohen mit Cross Compliance neue und aufwändige Hemmnisse. Außerdem werde die Förderung der Landwirtschaft über die Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz im letzten Jahr um 30 Millionen Euro gekürzt und auch aktuell sprechen Vertreter der Regierung von weiteren Kürzungen im Agrarhaushalt.

Das Wirtschaftsjahr 2002/03 brachte den Landwirten in Deutschland einen Einbruch ihrer Unternehmensergebnisse um etwa 20 Prozent und im laufenden Wirtschaftsjahr 2003/2004 rechnet der Agrarbericht mit einem Gewinnrückgang um weitere 3 bis 8 Prozent. Angesichts dieser Zahlen ruft der DBV die Bundesregierung dringend dazu auf, eine weitere Schwächung der Branche zu vermeiden. Eine Chance, die besonders unter wirtschaftlichem Druck stehenden Milchbauern etwas zu entlasten, bietet die derzeit im Vermittlungsausschuss diskutierte Umsetzung der Agrarreform. Eine volle Gewährung der Milchprämie bis 2013 sei existenziell für diese Betriebe, die im Vertrauen auf die Politik große Investitionen getätigt haben und einen angemessenen Anpassungszeitraum benötigen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Verbände.

Sachsen-Anhalts Milchkühe immer fleißiger

Themen: Archiv — info @ 10:05

Halle (agrar.de) – In Sachsen-Anhalt wurden 2003 insgesamt 1,058 Mill. Tonnen Milch erzeugt, das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr 1,1 Prozent mehr.

Im Jahresdurchschnitt standen in 850 milchkuhhaltenden Betrieben 141.700 Milchkühe in den Ställen, damit war ein weiterer Rückgang um fast 2.000 Tiere = 1,4 Prozent im Verlaufe des Jahres zu verzeichnen. Entsprechend hat sich rechnerisch die seit dem Jahre 2000 über 7.000 kg liegende durchschnittliche Jahresmilchleistung um weitere 182 kg auf 7.466 kg Milch je Kuh erhöht.

In Abhängigkeit von den natürlichen Standortbedingungen bestehen regionale Unterschiede; so werden in den beiden nördlichsten Kreisen Sachsen-Anhalts, in den Altmarkkreisen Salzwedel und Stendal 40 Prozent der insgesamt im Land erzeugten Milch erbracht. Hinsichtlich der Milchleistung nehmen die Landkreise Bitterfeld, Halberstadt, Wittenberg und Saalkreis mit über 8.000 kg durchschnittlichem Jahresmilchertrag je Kuh Spitzenpositionen ein. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

CDU/CSU: Vom Regen in die Traufe

Themen: Archiv — info @ 09:05

Koaltion setzt Hochwasserschutz von der Bundestags-Tagesordnung ab

Berlin (agrar.de) – Zum plötzlichen Rückzug der Koalitionsfraktionen von der Debatte des eigenen Entwurfes eines Hochwasserschutzgesetzes erklären der Berichterstatter im Umweltausschuss für Hochwasser, Ulrich Petzold, und die zuständige Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner:

‚Es hat über eineinhalb Jahre gedauert bis die Bundesregierung nach dem fürchterlichen Elbehochwasser mit einem Gesetz zum verbesserten Hochwasserschutz aufwarten konnte. Am heutigen Donnerstag sollte der Entwurf aus dem Ministerium Trittin im Bundestag debattiert werden. Wenige Stunden vor der Plenardebatte haben die Koalitionsfraktionen das Thema nun von der Tagesordnung abgesetzt. Der Bundesrat hatte sich zuvor bereits gegen den vorgelegten Gesetzentwurf ausgesprochen und insbesondere das vorgesehene Verbot der ackerbaulichen Nutzung von Überschwemmungsgebieten heftig kritisiert.

Am Dienstag kam es dann offensichtlich in der Fraktionssitzung der SPD zu einem Eklat. Die bayerische SPD kündigte an, den Entwurf nicht mittragen zu wollen. Ihr schlossen sich etliche der SPD-geführten Bundesländer, die teils besonders von dem Verbot betroffen wären, an. Darauf hin wurde eilig beschlossen, das Thema im Plenum abzusetzen.

Unsere anhaltende Kritik wurde im Umweltministerium offensichtlich aus parteitaktischem Kalkül überhört. Hätte Herr Trittin unsere Argumente nicht ignoriert, wäre ihm dieser peinliche Rückzieher in letzter Sekunde erspart geblieben.

Dass die Regierungskoalition ihre parlamentarische Arbeit gerade bei so brisanten Themen wie dem Hochwasserschutz auf Kosten und zum Nachteil der betroffenen Anrainer-Länder und Landwirte völlig disziplinlos schleifen lässt, ist skandalös.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich in den parlamentarischen Beratungen weiterhin für eine Korrektur des kontraproduktiven Ackerbauverbots einsetzen. Ansonsten ist schon jetzt eine Flut von Entschädigungszahlungen wegen der enteignungsgleichen Eingriffe in die Rechte der betroffenen Landwirte abzusehen, die von den betroffenen Ländern mitgetragen werden müssten.

Die Regierung sollte diese Mittel lieber in eine sinnvolle Hochwasserschutzpolitik investieren.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Heute: Künast im Online-Chat

Themen: Archiv — info @ 09:05

Berlin (agrar.de) – Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, beantwortet heute ab 12:30 Uhr in einem Chat von tagesschau.de aktuelle politische Fragen zu ihrem Ressort.

Der Livechat findet im Rahmen der Reihe ‚tacheles 02‘ statt, die tagesschau.de in Zusammenarbeit mit politik-digital.de veranstaltet.

Links zum Thema Agrarpolitik.

26. Mai 2004

Sachsen: Pachtflächenanteil sinkt, Pachtentgelt steigt weiter

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 14:05

Dresden (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2003 waren rund 778.700 Hektar bzw. 85 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) Sachsens Pachtland. Damit setzte sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes der Trend des Rückgangs des Pachtflächenanteils weiter fort (1999: 90 Prozent, 2001: 88 Prozent). 63 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe des Freistaa­tes bewirtschafteten fremden Grund und Boden, 19 Prozent der Agrarbetriebe nutzten ausschließlich Pachtflächen. Die Durchschnittsgröße der Pachtflächen lag bei 151 Hektar und verringerte sich damit gegenüber 2001 um 11 Hektar.

Rund 82 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe waren im Besitz von eigener LF, die überwiegend auch selbst bewirtschaftet wurde. Die durchschnittliche Größe dieser selbst bewirtschafteten Eigenflä­che betrug 19,7 ha und vergrößerte sich damit gegenüber 2001 um 2 ha. Möglicherweise nutzten Be­triebe das weiterhin relativ niedrige Preisniveau für landwirtschaftliche Flächen in den Neuen Bundes­ländern zum Flächenerwerb.

Beim Pachtentgelt, welches für die Nutzung fremden Bodens durch die Landwirte zu entrichten ist, setzte sich der in den letzten Jahren erkennbare Aufwärtstrend weiter fort. Aus methodischen Grün­den blieben dabei Pachtverhältnisse mit Personen, die in einem Verwandtschaftsverhältnis zum Be­triebsinhaber stehen, unberücksichtigt. Im Durchschnitt aller Flächen mussten 2003 für einen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche 108 Euro Jahrespacht entrichtet werden, 6 Euro mehr als zwei Jahre zuvor. Innerhalb der Nutzungsarten zeigte sich jedoch ein differenziertes Bild: Wurden im Jahre 2001 je Hektar gepachtetes Ackerland noch 112 Euro gezahlt, waren es 2003 bereits 119 Euro. Mit 63 Euro (2003) gegenüber 59 Euro (2001) fiel der Anstieg in der Nutzungsart Grünland etwas geringer aus.

Auch regional sind bezüglich der Höhe des Pachtentgeltes wesentliche Unterschiede erkennbar: So betrug der durchschnittliche Pachtpreis je Hektar LF im Regierungsbezirk Leipzig durchschnittlich 145 Euro, wäh­rend er in den anderen Regierungsbezirken mehr als ein Drittel niedriger lag. Der durchschnittliche Pachtpreisanstieg je Hektar LF hingegen war mit rund 4 bis 6 Prozent in allen drei Regierungsbezirken relativ ausgeglichen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Bauernspione: DBV legt Mitarbeit beim UBA-Projekt nieder

Themen: Archiv — info @ 12:05

Sonnleitner kritisiert Alibi-Funktion des Arbeitskreises zum UBA-Forschungsprojekt

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat nach nur einer Sitzung die Mitarbeit am Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes zu den verdeckten Feldbeobachtungen im Pflanzenschutz aufgekündigt. Der DBV ließe sich nicht unter dem Deckmantel der Kooperation für ein fachlich untragbares und nach wie vor abzulehnendes Forschungsprojekt instrumentalisieren, schrieb DBV-Präsident Gerd Sonnleitner dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge. Das Forschungsprojekt hatte unter dem Stichwort ‚Bauernspione‘ massive Kritik beim DBV wie aus den Bundesländern, fraktionsübergreifend aus dem Deutschen Bundestag als auch vereinzelt aus Teilen der Bundesregierung geerntet.

Trotz seiner massiven Kritik an den vorgesehenen verdeckten Ermittlungen war der DBV einer Bitte des Präsidenten des Umweltbundesamtes zur Mitarbeit an einem so genannten wissenschaftlichen Fachbegleitkreis zu dem Forschungsprojekt nachgekommen. Die erste Sitzung des Projektes zeigte jedoch, so Sonnleitner, dass sich an der grundsätzlichen Ausrichtung des Vorhabens nichts geändert habe, da im Projekt nach wie vor die Ermittlung eines etwaigen Fehlverhaltens der Landwirte beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Vordergrund stehe. Jetzt werde zwar nicht mehr von ‚verdeckter Feldbeobachtung‘, jedoch immer noch von ‚unangekündigter‘ Feldbeobachtung gesprochen.

Sonnleitner erachtet es nach wie vor für notwendig und geboten, das Forschungsprojekt in der angedachten Form zu stoppen. Statt dessen sollte vielmehr in einem offenen und transparenten Verfahren unter Mitwirkung der Pflanzenschutzdienste der Länder, des Berufsstandes, der Ministerien und deren nachgelagerten Behörden daran gearbeitet werden, die vorhandenen Anwendungsbestimmungen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu vereinfachen und vor allem zu vereinheitlichen. Dazu lägen im Umweltbundesamt und in den Pflanzenschutzdiensten der Länder sowie in der Biologischen Bundesanstalt genügend Erkenntnisse vor. Daneben gäbe es von Seiten des SPD-Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog eine beachtenswerte Initiative.

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