05. Mai 2004

Meldungen in „Schweinedatenbank“ schleppend

Themen: Archiv — info @ 12:05

Bonn (agrar.de) – Vor gut einem Jahr trat die Meldepflicht zur HIT-Datenbank gemäß Viehverkehrsverordnung in Kraft. Zweck dieser Meldepflicht ist es, alle Schweinetransporte zentral zu registrieren, um im Seuchenfall die Herkunft und Aufenthaltsorte der Tiere schnell und zuverlässig zurückverfolgen zu können. Soviel zur Aufgabe der Datenbank. Nach Mitteilung des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) zeigt der mittlerweile erreichte Meldeumfang allerdings, dass man von diesem Ziel noch meilenweit entfernt ist.

Im Jahr 2003 wurden insgesamt 914.675 Übernahmemeldungen mit rund 53.953.605 Schweinen eingereicht. Zu Beginn dieses Jahres nahmen die Meldungen gegenüber 2003 zu, von den 167.277 meldepflichtigen Betrieben haben in den ersten Monaten 2004 etwa 14 Prozent der Betriebe gemeldet. Allerdings: Eine vollständige Umsetzung der Meldepflicht ist in keinem einzigen Bundesland gegeben.

Bezogen auf die Stichtagsmeldungen sind in Bayern 45 Prozent der Betriebe und in Baden-Württemberg sogar 74 Prozent aller meldepflichtigen Betriebe ihrer Meldepflicht nachgekommen. Nordrhein-Westfalen rangiert mit 0,002 Prozent (= 50 Betriebe) am Ende der Skala. Dabei könne man den Landwirten in diesem Bundesland nicht einmal einen Vorwurf machen, so der ZDS. Schließlich habe die Landesregierung bis heute noch keinen zentralen Dienstleister mit der Umsetzung der VO betraut. In den anderen Bundesländern übernehmen überwiegend die Landeskontrollverbände diese organisatorisch nicht leichte Aufgabe.

Um eine höhere Meldedichte zu erreichen, wurde den Veterinärbehörden jetzt vorgeschlagen, mit einer Überprüfung der Betriebe und übrigen Meldepflichtigen zu beginnen und ggfs. Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten. Dem Vernehmen nach wird mancherorts sogar über eine Kopplung der Auszahlung der ‚betriebsbezogenen Prämien‘ an die Meldung in die Datenbank nachgedacht. Wer nicht meldet, müsste demnach mit einer Kürzung der Prämien rechnen.

Der ZDS appelliert an alle Tierhalter, in die Datenbank zu melden. Wer dies nicht tut, riskiere nicht nur Ordnungsstrafen, sondern auch seine Entschädigungszahlungen im Seuchenfall.

Links zum Thema Schweine.

Happach-Kasan: Grüne tragen Mitschuld an Freilandversuch-Zerstörung

Themen: Archiv — info @ 09:05

Berlin (agrar.de) – Zur Zerstörung des bundesweit ersten Freilandversuches mit gentechnisch verändertem Weizen bei Bernburg in Sachsen-Anhalt erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

‚Bündnis 90/Die Grünen tragen eine Mitschuld an der Zerstörung des bundesweit ersten Freilandversuches mit gentechnisch veränderten Weizen in Sachsen-Anhalt. In der vergangenen Woche hat die agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen mehrfach Sympathie und Verständnis für die erste Zerstörung des Freilandversuches in Sachsen-Anhalt gezeigt. Das ist der Boden, auf dem Organisationen wie Greenpeace oder Atac ihre Angriffe auf die Grüne Gentechnik planen und rechtfertigen. Wünschenswert und notwendig ist daher eine eindeutige und klare Verurteilung der Zerstörung von Freilandversuchen durch Ministerin Künast und die Justizministerin. Zerstörung von Eigentum Dritter ist in einem Rechtsstaat kein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung.

Während Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen zumindest stillschweigend die Zerstörung von Versuchsfeldern gutheißen verkündet Bundeskanzler Schröder das ‚Jahr der Innovationen‘ in Deutschland. Zur Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland sollen durch Umschichtungen und Subventionskürzungen beträchtliche Mittel freigesetzt werden. Widersprüchlicher und scheinheiliger kann Politik nicht sein. Die Kontroverse zur Grünen Gentechnik in den Reihen von Rot-Grün entlarvt die Innovationsoffensive von Bundeskanzler Schröder als ‚Lachnummer‘. Wer wie die rot-grüne Bundesregierung eine Innovationstechnologie wie die Grüne Gentechnik aktiv aus Deutschland vertreibt, hat in Forschungs- und Innovationsfragen jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.‘

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Agrarpolitik.

04. Mai 2004

Sachsen-Anhalt: Landvolkverband fordert Bekanntgabe der Gen-Mais-Anbauflächen

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 16:05

Quedlinburg (agrar.de) – ‚Es ist ein Skandal, dass der Verein Inno Planta, der im Auftrag der Landesregierung den Anbau von Gen-Mais in Sachsen-Anhalt koordiniert, nicht die Anbauflächen bekannt gibt. Mit einer derartigen Politik kann man kein Vertrauen schaffen, um eine Basis für die Koexistenz von Gentechnikfreier und Gentechnikanwendender Landwirtschaft zu schaffen. Wir fordern die Landesregierung auf, dafür zu sorgen das die Anbauflächen bekannt gemacht werden. Nur so können sich die Nachbarbetriebe vor möglichen Schäden schützen. Wir werden auch rechtlich prüfen, ob bei dieser Aktion nicht gegen die EU-Freisetzungsrichtlinie verstoßen wurde, die ein öffentliches Kataster für Gen-Anbauflächen vorsieht,‘ so der Präsident des Bauernbundes, Kurt-Henning Klamroth.

‚Auch lehnen wir die Finanzierung eines Haftungsfonds aus Steuergeldern ab, so wie es der MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt berichtet hat. Wenn das stimmen sollte, ist das politisch ein unglaublicher Vorgang. Den Betrieben wird der Anbau von Gen-Mais schmackhaft gemacht, indem die Haftung übernommen wird. Geht der Probeanbau in den Regelfall über, fallen diese Vorzüge weg und die Betroffenen stehen allein da. Wer trägt dann den Schaden, wenn ganz Sachsen-Anhalt als Region in Verruf gerät und der Handel, Mais und sonstige Produkte nicht mehr listen will? Wir wollen einen offenen Dialog und keine vollendeten Tatsachen, die eine Koexistenz verhindern,‘ so Klamroth abschließend.

Links zum Thema Verbände.

Bioland: Landesregierung in Sachsen-Anhalt bricht ihr Wort

Themen: Archiv — info @ 16:05

Steuergelder werden für GVO-Mais-Erprobungsanbau missbraucht

Greifenhagen (agrar.de) – Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt stellt 240.000 Euro für Haftungsansprüche im Rahmen des diesjährigen Erprobungsanbaus mit gentechnisch manipuliertem Mais zur Verfügung. Sowohl Landwirtschaftsministerin Wernicke als auch der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Uwe Schrader haben bisher stets betont, dass das Land nicht für die Regulierung von Haftungsschäden im Rahmen des GVO-Mais-Erprobungsanbaus aufkommt. ‚Die Abkehr von dieser Zusage ist ein politischer Skandal und tritt die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, die auch in Zukunft ohne Gentechnik arbeiten wollen, mit Füßen“, so Thomas Dosch, Bioland Bundesvorstand.

Über 70 Prozent der VerbraucherInnen lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab. Die Verwendung von Steuergeldern für mögliche Risiken beim GVO-Mais-Erprobungsanbau ist in keiner Weise verantwortbar. Hingegen sind die Nutznießer – sprich die Agrarindustrie – und die Versicherungen nicht bereit, für alle durch die GVO entstehenden Schäden zu haften.

‚Wir fühlen uns getäuscht, und der Verdacht von Gentechnik-Kritikern, dass sich die Landesregierung zum Wegbereiter einer verdeckten Markteinführung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln macht, wird dadurch bestätigt‘, ergänzt Klaus Feick von Bioland Sachsen-Anhalt.

Links zum Thema Verbände.

DBV: Umweltbundesamt scheint beizudrehen

Themen: Archiv — info @ 11:05

Verband akzeptiert keine ‚Bauernspione‘

Berlin (agrar.de) – Das Umweltbundesamt will das Ziel seines Forschungsvorhabens ‚verdeckte Feldbeobachtung im Pflanzenschutz‘ offenbar verändern. Zu diesem Zweck hat das Amt einen Fachbegleitkreis eingerichtet, zu dem auch der Deutsche Bauernverband (DBV), eingeladen wurde. Der DBV hat die Teilnahme und Mitarbeit in diesem Arbeitskreis von der tatsächlichen Bereitschaft des Bundesamtes abhängig gemacht, nicht mehr über verdeckte Feldbeobachtungen den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu überprüfen. Der DBV kann die Zielsetzung des Forschungsvorhabens nur darin sehen, bestehende Anwendungsbestimmungen gezielt weiterzuentwickeln und zu vereinfachen, da sich diese als zu kompliziert und unpraktikabel erwiesen haben. Deshalb schlug der DBV vor, unbedingt auch die Biologische Bundesanstalt für Landwirtschaft einzubeziehen.

Eine unveränderte Fortführung des ursprünglichen Forschungsansatzes unter dem Deckmantel der Kooperation mit der Landwirtschaft und der Industrie kann es nicht geben, so der DBV. Etwaige verdeckte Feldbeobachtungen oder ein unangekündigtes und unerlaubtes Betreten von Ackerflächen oder gar Probenahme würden nicht geduldet. In dieser Frage ist sich der DBV mit Vertretern der Regierungskoalition wie der Opposition im Deutschen Bundestag einig. Der Bundestag wird am kommenden Freitag das Thema erörtern, das unter dem Schlagwort ‚Bauernspione‘ zu großer Empörung in der Landwirtschaft gesorgt hat.

Links zum Thema Verbände.

03. Mai 2004

Priesmeier: Ein großer Schritt für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:05

Berlin (agrar.de) – Am Freitag hat der Bundestag eine umfassende Neuordnung des deutschen Baurechts beschlossen. Wesentliche Teile des neuen Gesetzes betreffen die Landwirtschaft. Der zuständige Berichterstatter der SPD AG für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Wilhelm Priesmeier, zeigte sich nach der Abstimmung zufrieden mit dem Erreichten: ‚Das EAG Bau ist ein großer Schritt für die Landwirte in unserem Land. Die Beratungen der Vergangenen Monate haben sehr deutlich gezeigt, dass wir es ernst meinen, wenn wir davon reden, unsere Landwirtschaft fit zu machen für die Zukunft.‘

Priesmeier führte weiter aus: ‚Schon bisher genossen unsere Landwirte umfassende baurechtliche Privilegien – völlig zu recht, wie ich an dieser Stelle betonen möchte. Diese Sonderstellung haben wir zukunftsorientiert neu ausgestaltet. Das beginnt bereits bei der gesetzlichen Definition der Landwirtschaft. Wir haben eine überholte konkrete Betrachtungsweise durch eine abstrakte Definition ersetzt, die den Realitäten unserer Zeit entspricht, gleichzeitig jedoch ‚Trittbrettfahrer‘, die sich eine Privilegierung erschleichen möchten, weiterhin wirksam ausschließt.‘

Ein wesentlicher Punkt des neuen Rechts ist, dass es Landwirten künftig erleichtert wird, Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse zu errichten und zu betreiben. ‚Wir wollen unseren Landwirten helfen, neue Einkommensquellen erschließen. Der dezentralen Erzeugung von Energie kommt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle zu‘, erklärte Priesmeier am Freitag in Berlin.

Links zum Thema Politik.

CDU/CSU: Prüfungen der Pflanzenschutzämter bei Landwirten ankündigen

Themen: Archiv — info @ 14:05

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung soll das geltende Pflanzenschutzgesetz dahingehend ändern, dass dort geregelte Eingriffsmaßnahmen durch Behörden, wie etwa Bodenuntersuchungen oder ähnliches, nur nach vorheriger und rechtzeitiger Ankündigung durch die zuständigen Behörden erfolgen darf. Darauf dringt nach einer Meldung des Bundestags-Pressedienstes die CDU/CSU-Fraktion in einem Antrag (15/2969). Des Weiteren verlangt sie, dass die Ankündigung schriftlich, unter Angabe von Zweck, Termin und Zeitrahmen erfolgen müsse und in angemessener Frist vor der anstehenden Untersuchung eingehen solle.

Sicherzustellen habe die Regierung ebenfalls, dass neben allen Bediensteten und sonstigen Beauftragten auch alle Vertragspartner der zuständigen Behörden per Vertragsklausel an diese Regelung gebunden würden. Zudem pocht die Union darauf, einen bestehenden Paragraphen des Pflanzenschutzgesetzes zu streichen, der das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung im Zusammenhang mit Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen der Behörden einschränkt.

Die Fraktion kritisiert, dass das Umweltbundesamt (UBA) mit einer öffentlichen Ausschreibung ein Projekt eingeleitet habe, bei dem mit ‚verdeckter Feldbeobachtung‘ auf gewässernahen landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen ein Fehlverhalten der Landwirte bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erfasst werden solle. Durch diese Maßnahme scheine das UBA die Einhaltung der ‚guten fachlichen Praxis‘ der Land- und Forstwirtschaft grundsätzlich in Frage stellen zu wollen. Die Fraktion vertritt die Auffassung, dass damit ein ganzer Berufsstand diskreditiert und kriminalisiert werde. Ferner kommt sie zum Schluss, dass die Regelung des Pflanzenschutzgesetzes wie auch das Projekt vom UBA dazu führten, öffentliches Mißtrauen in die Arbeit und die Leistungen der Landwirte zu schüren.

Links zum Thema Agrarpolitik.

DBV: Bundestag nimmt Abstand von Bauverhinderungsrechten

Themen: Archiv — info @ 12:05

Privilegierung für Landwirtschaft bleibt

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßte, dass der Deutsche Bundestag in 2. und 3. Lesung am Freitag gegen die von der Bundesregierung geplante Verhinderung größerer Stallanlagen im Außenbereich stimmte. Damit fand eine dringende Forderung des DBV Gehör. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages erteilten den Kommunen, die jahrelang keine nachhaltige Bauleitplanung betrieben haben und dann im Konfliktsfall nach dem Gesetzgeber rufen, eine Abfuhr – das bestehende Recht reiche zur Konfliktslösung vollkommen aus, hieß es zur Begründung. Der DBV erneuert sein Angebot an die Kommunen zur Zusammenarbeit im Sinne eines nachhaltigen Flächenmanagements.

Die Novellierung des Baugesetzbuches war wegen einer Anpassung an das EU-Recht notwendig geworden. Obwohl die umzusetzende EU-Vorschrift keinen Bezug zur Landwirtschaft aufweist, sah der Regierungsentwurf erhebliche Einschränkungen für das Bauen im Außenbereich durch die Möglichkeit der Festschreibung von Belastungs- und Eignungsgebieten vor. In Belastungsgebieten wäre das Bauen von Ställen für baurechtlich als gewerblich eingestufte landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr zulässig gewesen. Eignungsgebiete hätten zur Folge gehabt, dass solche Vorhaben außerhalb dieser Gebiete nicht mehr genehmigt worden wären.

Links zum Thema Verbände.

Förderpreis Ökologischer Landbau geht zum fünften Mal an den Start

Themen: Archiv — info @ 11:05

Berlin (agrar.de) – Bundesverbraucherministerin Renate Künast ruft zum fünften Mal zur Teilnahme am ‚Förderpreis Ökologischer Landbau‚ auf. Vom 3. Mai bis 2. August 2004 können sich bundesweit landwirtschaftliche Betriebe bewerben, die ihren gesamten Betrieb nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaften. Der Förderpreis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wird im Januar 2005 in Berlin vergeben.

Auch in diesem Jahr können sich die Bewerberinnen und Bewerber mit innovativen und vorbildlichen Leistungen sowie mit einer besonderen gesamtbetrieblichen Konzeption bewerben, soweit diese auf andere Betriebe übertragbar sind.

Die Bewerbungsbereiche umfassen:

– Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, – Artgerechte Tierhaltung, Tierzucht und -fütterung, – Hofeigne und betriebliche Verarbeitung sowie Dienstleistungen, – Vermarktung, – Naturschutz, Landschaftsschutz und Ressourcenschutz – Besondere praxisgerechte Leistungen zur Weiterentwicklung der EG-Öko-Verordnung (z.B. Aquakultur, Wildtierhaltung) – Gesamtbetriebliche Konzeption

Die Bewerbungsunterlagen können beim KATALYSE Institut Institut für angewandte Umweltforschung per Telefon, im Internet als Download oder als gebührenfreier Faxabruf unter 0800-1013920 bezogen werden.

Weitere Informationen über den Förderpreis Ökologischer Landbau 2005 und die bisher ausgezeichneten zwölf Betriebe erhalten Sie im Internet oder beim KATALYSE Institut, Postfach 42 04 43, 50898 Köln, Ansprechpartner: Frank Waskow, Tel.: 0221-944048-0, Fax: 0221-944048-9, %url2%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%, Links zum Thema %url5%Umweltpreise%/%.

Baden-Württemberg: Milcherzeugung unverändert bei 2,3 Millionen Tonnen

Themen: Archiv — info @ 10:05

Zahl der Kühe geht auf unter 400.000 zurück – ‚Milchhochburgen‘ im äußersten Südosten Baden-Württembergs

Stuttgart (agrar.de) – Im Jahr 2003 gaben die Milchkühe der baden-württembergischen Landwirte nach Feststellung des Statistischen Landesamtes insgesamt 2,29 Millionen Tonnen (Mill. t) Milch, das entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Erstmals standen im Jahresdurchschnitt mit 395.500 Tieren weniger als 400.000 Kühe in den Ställen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von fast 16.000 Tieren. Die durchschnittliche Jahresmilchleistung hat sich somit rechnerisch von 5.520 kg im Vorjahr auf 5.780 kg Milch je Kuh erhöht. An die Molkereien lieferten die Landwirte über 2,14 Mill. t Milch. Dies entspricht einer Anlieferungsquote von durchschnittlich 94 Prozent. Rund 5 Prozent der Milcherzeugung wurde verfüttert. Die Restmenge (35.600 t) wurde in den Erzeugerbetrieben zu Landbutter und Landkäse verarbeitet, über Deputate, Vorzugsmilchabsatz und Eigenverbrauch verwertet.

Entsprechend den natürlichen Standortbedingungen bestehen regional bemerkenswerte Unterschiede: Die ‚Milchhochburgen‘ Baden-Württembergs liegen im äußersten Südosten. Die beiden Landkreise Ravensburg (465.000 t) und Biberach (232.000 t) stellen zusammen etwa 30 Prozent der insgesamt im Land erzeugten Milch. Weitere Schwerpunkte der Milcherzeugung liegen im Ostalbkreis (161.000 t) und im Landkreis Schwäbisch Hall (143.000 t) mit rund 13 Prozent der Milcherzeugung.

Hinsichtlich der Milchleistung nehmen die Landkreise Ravensburg, Schwäbisch Hall und Biberach mit 6.270 kg, 6.190 kg bzw. 6.100 kg durchschnittlichem Jahresmilchertrag je Kuh die Spitzenpositionen ein.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11



   (c)1997-2017 @grar.de