19. Februar 2004

DBV: Biomarkt im Trend, Preise und Einkommen unter Druck

Themen: Archiv — info @ 12:02

BioFach 2004 in Nürnberg in schwieriger Zeit

Nürnberg (agrar.de) – Bio-Lebensmittel liegen im Trend, vor allem wenn sie sich preislich nicht allzu sehr von konventionellen Produkten unterscheiden. Dies führt jedoch bei den Bio-Landwirten zu erheblichen Markt- und Einkommenssorgen. Ohne eine um durchschnittlich 10.000 Euro höhere Förderung würde das Einkommen der Bio-Bauern im vergangenen Wirtschaftsjahr abgestürzt sein. Neben der Erweiterung des Produktsortiments und der Vergrößerung der Verkaufsflächen setzt die Biobranche verstärkt auf ein professionelles und kreatives Marketing. Der Lebensmitteleinzelhandel wird für die Vermarktung von Bioprodukten immer wichtiger, angeboten werden Eigenmarken sowie Produkte von Naturkostherstellern und Biovarianten konventioneller Markenhersteller. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) zur BioFach 2004 in Nürnberg (19. bis 22.2.2004). Die Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft CMA wird mit einem Gemeinschaftsstand auf der BioFach 2004 vertreten sein, ebenso wie der DBV-Fachausschuss Ökologische Landwirtschaft, der sich mit der Förderung der Biolandwirtschaft und den Entwicklungen auf den Märkten auseinandersetzt.

Die Konjunkturflaute im Jahre 2003 hat auch nicht vor dem Sektor der Bio-Lebensmittel Halt gemacht, stellt der DBV fest. So ist der Absatz zum Beispiel von Bio-Milch und den Bio-Molkereiprodukten im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Die Verbraucher kauften verstärkt preisbewusst bei den Discountern ein. Doch wegen der höheren Aufwendungen sind höhere Preise notwendig, und zwar für die Bio-Landwirte, die Molkereien bis zu den Vermarktern der Bio-Milch. Das notwendige Preisniveau konnte in 2003 nicht realisiert werden. Wie bei den konventionellen Milchbauern war das Jahr 2003 für die Bio-Milcherzeuger ein schwarzes Jahr. Der Basispreis, der sich am konventionellen Milchpreis orientiert, sank innerhalb von neun Monaten um über 6 Prozent pro Liter auf 27 Cent. Die Molkereien, die im Jahr 2003 mit gestiegenen Kosten für Energie, Transport und Logistik zu kämpfen hatten, senkten daraufhin die an die Erzeuger gezahlten Preise, da Preiserhöhungen angeblich am Markt nicht durchzusetzen seien. Der Konkurrenzkampf um Marktanteile veranlasste einige Molkereien, sich im Lebensmitteleinzelhandel stetig weiter zu unterbieten. Diese Entwicklung ging voll zu Lasten der Bio-MilcherzeugerDie zurückgehende Nachfrage nach Bio-Milch zwang die Öko-Bauern zudem, diese teilweise zu noch niedrigeren Preisen als konventionell erzeugte Milch zu vermarkten. Sollte sich die Situation für die Milchbauern nicht schnell ändern, befürchtet der DBV, dass eine Reihe von Bio-Milchbauern ihre Produktion auf konventionelle Erzeugung rückumstellt. Bei weiterem Preisdruck dürfte insgesamt der Strukturwandel in der deutschen Milcherzeugung zunehmen.

Auch der Bio-Getreidemarkt steht wegen wachsender Produktion in Deutschland und Europa und einer nicht im gleichen Umfang steigenden Nachfrage unter zunehmendem Druck. Allerdings ist der Biomarkt für Getreide nach einer Studie im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau von mangelnder Kooperation und Kommunikation zwischen den Marktteilnehmern geprägt. Getreide wird in fast allen Bio-Betrieben Deutschlands produziert, wenn es sich nicht um ausgesprochene Grünland- oder Gartenbaubetriebe handelt. Die Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen für die Getreideproduktion sind eher zersplittert. Die Bedürfnisse der Erzeuger und Verarbeiter müssen nach Ansicht des DBV besser aufeinander abgestimmt werden. Es kann nicht angehen, dass die Erzeuger nicht wüssten, welche Qualitäten der Verarbeiter benötigt und den Bäckern die Sorgen der Landwirte und Mühlen mit den eingeschränkten Lagermöglichkeiten unbekannt sind.

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Landvolk fordert längere Anpassungszeiten für Umsetzung der Agrarreform

Themen: Archiv — info @ 11:02

Hannover (agrar.de) – Für die Umsetzung der EU-Agrarreform hat Landvolkpräsident Werner Hilse erneut ausreichend lange Anpassungszeiten, insbesondere für die Milchviehhalter, gefordert. In dieser Einschätzung wurde Hilse auch vom Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtages unterstützt.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht könnten Rinderhalter, Milchbauern und Ackerbauern sich am besten an die neuen Markt- und Politik-Bedingungen anpassen, wenn ihnen die Ausgleichszahlungen nach betriebsindividueller Berechnung bis 2012 sicher wären. Dieser Übergangszeitraum sei notwendig, um dem Vertrauensschutz für bereits getätigte Investitionen gerecht zu werden, sagte Hilse vor dem Agrarausschuss.

Diskutiert wurden auch die Finanzierungsprobleme bei der Tierkörperbeseitigung. Hilse verwies auf die große Bedeutung der Vieh- und Fleischwirtschaft im Agrarland Niedersachsen, daher müsse ‚das Land seinen Part dazu beitragen‘. Der Agrarausschuss unterstützte die Forderung des Landvolks nach der sogenannten Drittellösung. Danach würde die Finanzierung für die Entsorgung von Tierkörpern und Schlachtnebenprodukten jeweils zu einem Drittel vom Landkreis, der Tierseuchenkasse und dem Land Niedersachsen getragen.

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Digitale Schlagdatenerfassung in Hessen

Themen: Archiv — info @ 10:02

Friedrichsdorf (agrar.de) – Ab 2005 erfolgt im Rahmen der Flächenanträge eine Umstellung von der bisherigen Katasterdatengrundlage auf digitale Schlagdatenerfassung mittels Luftbildern und GPS-Koordinaten. Damit wird das Ausfüllen des Flächen- und Nutzungsverzeichnisses wesentlich erleichtert.

Nach information des Hessischen Bauernverbandes (HBV können Betriebe, die die neue Technik bereits im Antragsjahr 2004 versuchsweise nutzen möchten, bei der zuständigen Landwirtschaftsbehörde eine CD anfordern. Entsprechende Informationen liegen den Antragsunterlagen für die Agrarförderung 2004 bei. Die erfassten Daten (zum Beispiel Schlaggröße und Fruchtartenangabe) müssen dann nur noch mit den tatsächlichen Gegebenheiten abgeglichen und aktualisiert werden.

Lehrgangstermine werden im Hessenbauer angekündigt. Der Hessische Bauernverband empfiehlt den Bäuerinnen und Bauern dieses Angebot zu nutzen. Die Geschäftsstellen der Kreis- und Regionalbauernverbände werden selbstverständlich auch den Betrieben, die nicht über die notwendige EDV-Ausstattung verfügen, durch ein entsprechendes Dienstleistungsangebot Hilfestellung leisten.

Erste Informationen zur digitalen Schlagerfassung gibt es laut Verband auch im Rahmen der Agrarcomputertage in der Hessenhalle Alsfeld. Am Samstag, dem 28. Februar 2004, 14:00 Uhr, wird Heinrich Rüsseler vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV), über den Stand der Umsetzung in Hessen berichten.

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Baden-Württemberg: Kreis Ravensburg besitzt größte landwirtschaftliche Nutzfläche

Themen: Archiv — info @ 09:02

Regionale Vielfalt in der Bodennutzung

Stuttgart (agrar.de) – Nach den aktuellen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2003 bewirtschafteten die etwa 65.800 landwirtschaftlichen Betriebe) Baden-Württembergs rund 1,45 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (ha LF). Auf Ackerland (837.300 ha) und Dauergrünland (565.100 ha), die beiden wichtigsten Hauptnutzungsarten, entfielen allein 96,5 Prozent der LF. Die im Südwesten bedeutsamen Sonderkulturen Rebland und Obstanlagen nahmen weitere 24.000 ha bzw. 21.500 ha ein. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ist die regionale Vielfalt der Bodennutzung, die neben der wirtschaftlichen Ausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe maßgeblich abhängig ist von Standortfaktoren wie Klima, Lage und Bodenbeschaffenheiten, beachtlich.

Rangfolge der Kreise bei ausgewählten landwirtschaftlichen Bodennutzungen in Baden-Württemberg 2003 Nutzung nach Landkreisen, Rang 1, Rang 2, Rang 3 Landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt Ravensburg 89.948, Schwäbisch Hall 78.145, Biberach 78.000 Ackerland Main-Tauber-Kreis 60.082, Alb-Donau-Kreis 55.971, Biberach 50.863 Grünland Ravensburg 64.349, Ostalbkreis 31.994, Schwäbisch Hall 27.571 Obstanlagen Bodenseekreis 6.811, Ortenaukreis 4.659, Ravensburg 1.306 Rebland Breisgau-Hochschwarzwald 5.163, Heilbronn 5.070, Ortenaukreis 2.354 Getreide (ohne Mais) Main-Tauber-Kreis 40.452, Alb-Donau-Kreis 38.322, Schwäbisch Hall 33.846 Hackfrüchte Heilbronn 6.822, Ludwigsburg 3.242, Rhein-Neckar-Kreis 2.300 Körnermais Ortenaukreis 14.795, Breisgau-Hochschwarzwald 8.968, Karlsruhe 6.517 Silomais Biberach 7.955, Ravensburg 6.533, Ostalbkreis 5.607 Brache Main-Tauber-Kreis 3.774, Neckar-Odenwald-Kreis 3.178, Karlsruhe 3.088

Rebland und Obstanlagen zeigen starke regionale Konzentration

Von allen Kreisen Baden-Württembergs weist der Kreis Ravensburg mit 89.900 ha LF die größte landwirtschaftlich genutzte Fläche im Land auf. Gleichzeitig sind hier die größten Grünlandflächen zu finden. So werden mit 64.300 ha im Kreis Ravensburg 71,5 Prozent der LF als Grünland genutzt. Schwerpunkte der Grünlandwirtschaft in Baden-Württemberg bilden ansonsten der Südschwarzwald und die Regionen der Schwäbischen Alb. Dem gegenüber sind die bevorzugten Ackerbauregionen im nördlichen Teil des Landes zu finden, so vor allem in den Regionen Franken und Unterer Neckar. Die größten Ackerflächen besitzt der Main-Tauber-Kreis, mit 60.100 ha werden 86,7 Prozent der LF dieses Kreises ackerbaulich genutzt.

Rebland und Obstanlagen sind naturgemäß bevorzugt in den sonnenverwöhnten Lagen Baden-Württembergs zu finden. So weist der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, bedingt durch den Kaiserstuhl, die größten Rebflächen (5.200 ha) des Landes auf, dicht gefolgt vom Kreis Heilbronn mit knapp 5.100 ha Rebland. Fast 43 Prozent der Rebflächen Baden-Württembergs liegen damit in diesen beiden Kreisen. Den regionalen Schwerpunkt des Obstanbaus bilden der Bodenseekreis (6.800 ha), der knapp 20 Prozent seiner LF für diese Zwecke nutzt, und der Ortenaukreis (4.700 ha), so dass sich hier über 53 Prozent der heimischen Obstanbaufläche konzentrieren.

Körnermais entlang des Oberrheins, Silomais im Südosten des Landes

In den durch Ackerbau dominierten Kreisen ist der Getreideanbau vorherrschend: Im Main-Tauber-Kreis (40.500 ha) und auch im Alb-Donau-Kreis (38.300 ha) werden zwei Drittel der Ackerfläche mit Getreidearten bestellt, wobei der Weizen (jeweils über 40 Prozent der Getreidefläche) die Spitzenposition einnimmt. Körnermais, der für eine gute Entwicklung besonders auf warmes Klima angewiesen ist, wird deshalb schwerpunktmäßig entlang des Oberrheins, insbesondere im Ortenaukreis (14.800 ha) sowie im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (9.000 ha) angebaut. Einen regional ganz anderen Schwerpunkt zeigt der Kartoffel- und Zuckerrübenanbau: Hier sind die guten Bodeneigenschaften der ausschlaggebende Faktor. So werden im Kreis Heilbronn rund 6.800 ha Ackerfläche mit Hackfrüchten bestellt. Der Anbau von Futterpflanzen und Silomais, der ebenfalls zur Verfütterung bestimmt ist, findet sich – auch bedingt durch die intensive Tierhaltung – im Osten des Landes in den Kreisen Biberach (10.500 ha), Ravensburg (8.700 ha) und Ostalbkreis (7.100 ha). Die größten Brach- bzw. Stilllegungsflächen liegen im Norden im Main-Tauber-Kreis (3.800 ha oder 6,3 Prozent der Ackerfläche) und im Neckar-Odenwald-Kreis (3.200 ha oder 9 Prozent der Ackerfläche).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

BBV zum Agrarreform-Gesetzentwurf

Themen: Archiv — info @ 09:02

München (agrar.de) – Die Fachausschüsse im Bayerischen Bauernverband (BBV) haben sich vergangenen Mittwoch mit dem aktuellen Stand der politischen Beratungen zur Umsetzung der EU-Agrarreform auseinandergesetzt und eine gemeinsame Stellungnahme erarbeitet.

Die Weichen müssten jetzt in die richtige Richtung gestellt werden, betonten die Mitglieder der Ausschüsse für Agrarpolitik, tierische Veredelung, pflanzliche Erzeugung und Sonderkulturen sowie des Zentralverbands der Milcherzeuger Bayern. Sie forderten grundsätzliche und deutliche Korrekturen des Gesetzentwurfs, der Ende Januar im Bundeskabinett verabschiedet wurde. In den Landesfachausschüssen des Bayerischen Bauernverbandes beraten landwirtschaftliche Praktiker aktuelle Fragen aus den jeweiligen Produktionsbereichen.

Keinen Sonderweg bei der Entkoppelung

Mit dem im Gesetzentwurf vorgesehenen Entkopplungsmodell, dem sogenannten Flexi-Kombi-Gleitmodell, würden wirtschaftende Betriebe geschwächt, Investitionen entwertet sowie deutsche und bayerische Bauernfamilien im europäischen Wettbewerb massiv benachteiligt. Außerdem würde sich Deutschland damit für ein extrem kompliziertes und bürokratisches System entscheiden.

Leitgedanke müsse sein, wirtschaftende Betriebe, wie zum Beispiel Milcherzeuger, spezialisierter Rindfleischerzeuger oder Marktfruchtbaubetrieb, zu stärken und Verwerfungen zu verhindern. Mit einer betriebsindividuellen Entkopplung kann dies am besten umgesetzt werden. Die Mitglieder der Ausschüsse betonten, dass Deutschland keinen Sonderweg bei der Entkoppelung einschlagen dürfe, der Verzerrungen gegenüber wichtigen Wettbewerberländern (z.B. Frankreich, Irland, Österreich, Niederlande) zur Folge hätte.

Modulation einkommenswirksam einsetzen

Die Mittel aus der Modulation (inkl. Kofinanzierungsmittel), die ab 2005 EU-weit verpflichtend ist, mussten für Milchviehbetriebe, unter besonderer Berücksichtigung des Grünlands eingesetzt werden. Auch die Färsenhalter gelte es, auf diese Weise zu stärken.

Um die Modulationsmittel auch tatsächlich einkommenswirksam wirtschaftenden Betrieben an die Hand geben zu können, müssten die bestehenden EU-Rechtsgrundlagen verbessert werden. Hier seien die Bundesländer und die Bundesregierung gefordert, derartige Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Die Landesfachausschüsse appellierten auch an die bayerischen Abgeordneten im Europäischen Parlament, sich dafür einzusetzen.

Cross Compliance

Cross Compliance darf weder bestehende wichtige Programme (KULAP, Ausgleichszulage, Vertragsnaturschutzprogramm) noch die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen und deutschen Bauern gefährden.

Dies bedeute keine nationalen Sonderwege und Verschärfungen. Insbesondere bei der Ausgestaltung der Kriterien für den ‚guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand‘ sei der Blick über die Grenzen unerlässlich, um vergleichbare Bedingungen innerhalb der EU sicherzustellen. Das bestehende landwirtschaftliche Fachrecht müsse die Grundlage für Cross Compliance sein.

Auch die EU-Kommission sei gefordert, ihren Beitrag zu leisten, indem sie für faire Rahmenbedingungen innerhalb der EU sorgt und – wie mehrfach im letzten Jahr angekündigt – eine einheitliche Kriterienliste für die 18 EU-Verordnungen bei Cross Compliance ausarbeitet.

Eine ganz wesentliche Forderung war außerdem, dass die Kontrollen für Cross Compliance auf das notwendige und sinnvolle Maß begrenzt werden. Deshalb seien auch Kontrollen von Molkereien, Schlachthöfen sowie Kontrollen im Rahmen von Qualitätssicherungsprogrammen mit einzubeziehen. Im Sinne dieses Auftrags der Fachausschüsse wird der Bauernverband sich weiterhin intensiv einsetzen.

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18. Februar 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 16:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 505 angebotenen Schweinen 305 Schweine verkauft, davon 305 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,32 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,31 Euro bis 1,32 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

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EU lehnt neuen Gen-Mais fuer Lebensmittel ab

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 16:02

Hamburg (agrar.de) – Die heutige Entscheidung der EU, den genmanipulierten Mais (NK603) von Monsanto vorerst nicht für die Verwendung in Lebensmitteln zuzulassen – und damit den seit 1998 bestehenden Zulassungsstopp von genmanipulierten Pflanzen beizubehalten -, kommentiert Greenpeace Gentechnik-Expertin Ulrike Brendel:

‚Die Entscheidung der EU ist ein Etappensieg für die Verbraucher. Die Mehrheit der Verbraucher in Europa will keine Gentechnik im Essen. Die Politik hat mit der Abstimmung gezeigt, daß sie deren Bedenken und die Gefahren der Gentechnik ernst nimmt. Da auch die Lebensmittelhersteller auf den Druck der Verbraucher reagieren, sind in den Supermärkten derzeit fast keine Produkte mit Zutaten aus Gen-Pflanzen zu finden. Für die Abstimmung in Brüssel war die Enthaltung der Bundesregierung entscheidend. So konnten sich die gentechnik-kritischen Länder durchsetzen.

Eine Ablehnung des Gen-Gewächses ist nicht nur wegen des Verbraucherinteresses gerechtfertigt: Die Genmanipulation bei dem Monsanto-Mais steht unter Verdacht, erhebliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel der Pflanze zu haben. Damit ist er eine Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit. Die Abstimmung ist auch ein klares Signal an die USA. Europa beugt sich weiterhin nicht dem Druck der US-amerikanischen Regierung. Diese hat vor der WTO geklagt, um per Zwangsverordnung die Gentechnik in Europa durchzusetzen.‘

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BUND: Bundesländer müssen Chancen der Agrarreform nutzen

Themen: Archiv — info @ 14:02

Bäuerliche Betriebe dürfen nicht im Stich gelassen werden

Berlin (agrar.de) – Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat von den Bundesländern Nachbesserungen bei der Agrarreform gefordert. Der bisherige Gesetzentwurf lege keine ausreichenden Umweltstandards fest. Ohne sie würde es sich vielerorts stärker lohnen, Felder und Wiesen still zu legen, anstatt sie sinnvoll zu bewirtschaften. Die Länder hätten sich zwar darauf geeinigt, Agrarsubventionen nicht mehr nach Produktionsmengen, sondern nach einem einheitlichen Flächensatz zu vergeben. Bei den heute beginnenden Bundesratsabstimmungen über die Umsetzung der EU-Agrarreform müsse jedoch die Grünlandprämie nachgebessert werden. Mit durchschnittlichen rund 80 Euro pro Hektar zu Beginn der Reform sei sie eindeutig zu niedrig.

Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: ‚Wenn der Bauer für jeden Hektar seiner Fläche eine gleiche Prämie erhält und nicht mehr wie bisher Prämien nur für bestimmte Produkte, dann fällt der Anreiz zur Überproduktion dieser Produkte weg. Große Agrarbetriebe dürfen jedoch nicht übermäßig stark gefördert werden. Dann würden sie mit Billigangeboten arbeitsintensive bäuerliche Höfe verdrängen. Prämien für die Agrarbetriebe müssen deshalb an die Zahl der Arbeitskräfte gebunden werden. Umweltfreundliche Anbaumethoden erfordern einfach mehr Personal. Das muss bei der Berechnung der Flächenprämien berücksichtigt werden.‘

Grünlandbetriebe mit ökologisch wertvoller Wiesen- und Weidewirtschaft hätten bisher leider keine Direktbeihilfen erhalten. Der Verfall der Milchpreise wirke hier verheerend. Der BUND fordert, Grünlandbauern schon ab 2005 mindestens 150 Euro pro Hektar zu zahlen. Wenn der Einstieg in die Grünlandprämie zu niedrig ausfalle oder ihre Erhöhung verschoben werde, seien besonders die ökologisch wirtschaftenden Milchbetriebe gefährdet.

Weiger: ‚Mit ihrem Vorschlag, die Prämien später umzuschichten, handeln Länder wie Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Interesse einiger weniger Großbetriebe und unter dem Druck des Bauernverbandes. Privilegien sollen erhalten und neue Umweltstandards ausgebremst werden. Der Status quo mit seinen bisherigen Agrarsubventionen ist vielen Bauernfunktionären immer noch lieber als Veränderungen hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft über die gesamte Fläche.‘

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Flath warnt vor Berlins Plänen zur Agrarreform

Themen: Archiv — info @ 14:02

Dresden (agrar.de) – Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath hat erneut eindringlich vor den Plänen der Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Agrarreform gewarnt. ‚Die geplanten Einkommensumverteilungen zwischen den Regionen sind nicht nur ungerecht, sondern gefährden den Agrarstandort Sachsen in hohem Maße‘, sagte Flath anlässlich der heutigen Befassung im Agrarauschuss des Bundesrates. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung werde in Sachsen vor allem bei den Rinderhaltern zu Betriebsaufgaben führen. Damit werde gerade der Zweig der Landwirtschaft unnötig unter Druck gesetzt, der die meisten Arbeitplätze in der Landwirtschaft stelle.

Flath erinnerte daran, dass unlängst auch EU-Kommissar Fischler davor gewarnt hatte, die EU-Agrarreform zur Umverteilung von Prämien zu missbrauchen. Nach Vorstellung der Bundesregierung sollen alle Agrarprämien bis zum Jahr 2012 in eine deutschlandweit einheitliche Flächenprämie umgewandelt werden. Folge dieses Prämienmodells ist, dass aus Sachsen bereits ab 2005 jährlich rund elf Millionen Euro in andere Bundesländer fließen werden.

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DBV: Richtungsweisendes dänisches Gentechnik-Gesetz

Themen: Gentechnik,Haftung,Umwelt,Verbände — info @ 13:02

Verband: Gangbarer Weg auch für Deutschland

Berlin (agrar.de) – Der Gesetzentwurf zur Regelung des Neben- und Miteinanders von Landwirtschaft mit und ohne Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen, der morgen ins dänische Parlament eingebracht wird, weist nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) einen auch für Deutschland gangbaren Weg.

Anders als in Deutschland basiere der dänische Gesetzentwurf auf wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen, die im jetzigen Gesetz zu praktikablen Regelungen geführt hätten. Während durch das deutsche Gesetz die Koexistenz bei Grüner Gentechnik de facto verhindert werde, setze der dänische Gesetzentwurf auf eine hohe Verantwortlichkeit der Anbauer gentechnisch veränderter Pflanzen und auf nachbarschaftlichen Dialog. So müsse ein dänischer Landwirt, der gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen wolle, seine Nachbarn fragen, ob sie planen, Pflanzen der gleichen Art ohne Gentechnik anzubauen. Gentechnisch veränderte Pflanzen dürften nicht angebaut werden, wenn die erforderlichen Mindestabstände nicht eingehalten würden. Um eine lückenlose Kontrolle zu ermöglichen, sind weiterhin die Saatgutfirmen zur Information über den Verkauf und die jeweiligen Landwirte zur Information über die Aussaat an das dänische Pflanzendirektorat verpflichtet.

Im Gegensatz zur vorgesehenen deutschen Haftungsregelung, die nach Ansicht des DBV entscheidend dafür ist, dass den Landwirten vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abgeraten werden müsse, sehe das dänische Gesetz eine Haftung nur dann vor, wenn gegen geltende Regeln verstoßen wird. Außerdem richte das dänische Modell ein Entschädigungssystem für Vermarktungsschäden ein. Danach werden notwendige Tests zunächst vom Staat bezahlt und Vermarktungsausfälle durch Gentechnik-Verunreinigungen durch das Pflanzendirektorat entschädigt. Schadensersatzpflichtig sind Gentechnik-Anbauer nur dann, wenn sie Anbauregelungen verletzt haben.

Zur Finanzierung des Koexistenz-Entschädigungsfonds wird in Dänemark eine Abgabe je Hektar, der mit gentechnisch veränderten Pflanzen bebaut wird, diskutiert. Auch der DBV schlägt vor, eine Fondslösung für Haftungslücken bei Einhaltung aller Anbauregelungen in Betracht zu ziehen. Dieser Fonds sollte von den Herstellern und den Inverkehrbringern von gentechnisch veränderten Pflanzen gemeinsam mit staatlicher Beteiligung finanziert werden.

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