27. Februar 2004

BDP zu Gen-Saatgut: Vorgehen des Bundessortenamtes entspricht den Rechtsgrundlagen

Themen: Archiv — info @ 13:02

Bonn (agrar.de) – Die vom zuständigen Bundessortenamt (BSA) erteilte Genehmigung zum Inverkehrbringen von insgesamt 25,5 t gentechnisch veränderten Maissaatgut entspricht den geltenden Gesetzen, erklärt der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP). Die gentechnisch veränderten Sortenkandidaten haben zuvor alle erforderlichen gentechnik-rechtlichen Prüfungen bestanden und sind von zahlreichen amtlichen Institutionen überprüft und als sicher bewertet worden. Diese BSA-Genehmigung zum Inverkehrbringen ist seit vielen Jahren Bestandteil des Saatgutverkehrsgesetzes und im Zusammnehang mit konventionell gezüchteten Sorten gängige Praxis. Damit erfüllt das Saatgut alle rechtlichen Voraussetzungen für den geplanten Erprobungsanbaus, der von vielen politischen und gesellschaftlichen Organisationen gefordert wird.

Im Rahmen des Saatgutverkehrsgesetzes (§ 3 Abs. 2 Nr. 1) kann das Bundessortenamt (BSA) Saatgut von Sorten landwirtschaftlicher Arten, deren Zulassung beantragt worden ist, zu Versuchszwecken (beispielsweise im Rahmen eines Erprobungsanbaus) zum Inverkehrbringen genehmigen und hierfür Höchstmengen festsetzen. Genau dieser rechtlichen Vorschrift entspricht nun die Vorgehensweise des Bundessortenamtes in Hannover, das insgesamt 25,5 t gentechnisch veränderten Maissaatguts zum Inverkehrbringen genehmigt hat.

Die im Saatgutverkehrsgesetz geforderte gentechnik-rechtliche Genehmigung (§ 30 Abs. 5) liegt vor. Folglich sind alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt.

Die erteilte Genehmigung ermöglicht den Saatgutanbietern, bereits im Vorfeld der endgültigen Sortenzulassung Erfahrungen mit den neuen Sorten zu gewinnen und im beschränkten Umfang eine Vermehrung aufzubauen. Dieser Schritt ist notwendig, um den Landwirten möglichst zeitnah nach der Sortenzulassung die neue Sorte am Markt anbieten zu können und sie somit unverzüglich am Züchtungsfortschritt teilnehmen zu lassen.

Somit ist der jetzt eingeschlagene Weg bereits seit mehreren Jahren gängige Praxis und entspricht den rechtlichen Bestimmungen. Gerade im Zusammenhang mit dem Erprobungsanbau in Deutschland ist es jetzt dringend erforderlich, praktische Erkenntnisse zu gewinnen, um letztlich damit auch die erforderlichen Anbauempfehlungen für die Landwirte im Rahmen der guten fachlichen Praxis ableiten zu können.

Wenn jetzt Greenpeace in diesem Zusammenhang von ‚unklarer Rechtslage‘ spricht, verkennt die Organisation die von der rot-grünen Bundesregierung veranlasste gesetzliche Grundlage und verschließt sich einer wissenschaftsbasierten und realistischen Auseinandersetzung mit den modernen Technologien.

Links zum Thema Verbände.




   (c)1997-2017 @grar.de