07. Januar 2004

Miller: Kürzungen bei Agrar-Förderprogrammen vermeiden

Themen: Archiv — info @ 12:01

München (agrar.de) – Bei den Agrar-Förderprogrammen, die in den landwirtschaftlichen Betrieben Bayerns unmittelbar einkommenswirksam werden, soll nach dem Willen von Landwirtschaftsminister Josef Miller soweit wie möglich nicht gekürzt werden. Das erklärte der Minister zu entsprechenden Äußerungen des Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner. ‚Ich kämpfe insbesondere dafür, die notwendigen Landesmittel für die durch Bund und EU kofinanzierten Programme zu sichern‘, so Miller wörtlich. Voraussetzung für die Weitergewährung der Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ sei allerdings, dass der Bund nicht weiter kürzt.

Miller erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Bayern eine ganze Reihe von freiwilligen Leistungen erbringe, die in anderen Bundesländern längst dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Es sei nicht beabsichtigt, diese Förderungsmaßnahmen aufzugeben. So schmerzlich dies im Einzelfall auch sei, sagte Miller, aber Kürzungen wie zum Beispiel bei der Förderung von Verbänden und Selbsthilfeeinrichtungen seien nicht vollständig zu vermeiden.

Die Landesmittel für die Ausgleichszulage für die benachteiligten Gebiete will der Minister hingegen nicht antasten, da sie zum wirksamsten Instrument zur Sicherung der flächendeckenden Landwirtschaft in diesen schwierigen landwirtschaftlichen Regionen geworden ist. Auch bei der Investitionsförderung wäre nach Ansicht Millers ein Antragsstopp ein falsches Signal: ‚Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind die bäuerlichen Unternehmer auf die finanzielle Förderung von Zukunftsinvestitionen angewiesen.‘

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Bundesland Bayern.

Müller: BSE-Tests müssen penibel und korrekt durchgeführt werden

Themen: Archiv — info @ 12:01

Staatssekretär setzt Bundesländern Frist für Übermittlung der Daten

Berlin (agrar.de) – Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), Alexander Müller, hat gefordert, dass alle BSE-Tests korrekt und penibel durchgeführt werden müssen. Die Bundesländer müssten eine sorgfältige Kontrolle der gesetzlich vorgeschriebenen Tests sicherstellen. ‚Die Bundesländer müssen die Liste der unklaren Fälle generalstabsmäßig abarbeiten und bei Verstößen gegen die Test-Pflicht unverzüglich einschreiten. Wenn der vorgeschriebene Test nicht durchgeführt wurde, ist das Fleisch nicht verkehrsfähig. Ich habe die Bundesländer aufgefordert, mir bis heute Abend die entsprechenden Daten zu Verfügung zu stellen‘.

Die Bundesländer hatten im vergangenen November einen Abgleich zwischen den bei der zentralen Rinderdatenbank vorliegenden Daten mit den BSE-Tests vorgenommen. Daraus ergab sich, dass bei ca. 0,6 Prozent der knapp 3 Millionen BSE-Tests Unklarheiten vorlagen. Der größte Teil der über 10.000 unklaren Fälle ließ sich auf Eingabefehler, wie z.B. Fehler bei Namen oder Anschrift des Landwirts oder Zahlendreher in der Ohrmarkennummer, zurückführen. Am 23. Dezember hat das Bundesverbraucherministerium die Bundesländer um Überprüfung der Einzelfälle und um Übermittlung der entsprechenden Daten bis zum 29. Dezember gebeten.

Das Bundesverbraucherministerium hat am 2. Januar die Länder erneut auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hingewiesen und am 6. Januar die Daten bis 7. Januar Dienstschluss angefordert.

Links zum Thema Agrarpolitik.

Goldmann: Lückenlose Aufklärung und konsequentes Testen auf BSE erforderlich

Themen: Archiv — info @ 11:01

Berlin (agrar.de) – Zu den Schlampereien bei der Durchführung von BSE-Tests erklärt der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Schlampereien bei der Durchführung von BSE-Tests verunsichern die Verbraucher. Dabei handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, da die möglichen Folgen für Verbraucher und Landwirte dramatisch sein können. Deshalb müssen insbesondere die betroffenen Länder konsequent gegen solche Verstösse vorgehen.

Als ein erster Schritt ist eine lückenlose Aufklärung der Unstimmigkeiten erforderlich. Es muss schnellstens geklärt werden, weshalb und wie viele Rinder in Deutschland nicht auf BSE getestet wurden und welche Konsequenzen damit für die Verbraucher verbunden sein können. Zukünftig muss mit wirksamen Kontrollen sichergestellt werden, dass die strengen BSE-Tests konsequent in der Praxis durchgeführt werden.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Hessen: Bär fordert verlässliche Rahmenbedingungen und faire Erzeugerpreise

Themen: Hessen — info @ 10:01

Baunatal (agrar.de) – Laut Situationsbericht 2004 des Deutschen Bauernverbandes sind die Unternehmensgewinne in hessischen Haupterwerbsbetrieben im vergangenen Wirtschaftsjahr (1.7.2002 – 30.6.2003) um 40,2 Prozent auf 17.595 Euro pro Betrieb gesunken. Die Einkommen unserer Bauern sind damit weit unter das Niveau Ende der 90er Jahre gefallen. Mit diesen Worten hat der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Heinz Christian Bär, die sehr unbefriedigende Einkommensentwicklung der hessischen Landwirte im Rahmen eines Pressegespräches anlässlich der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen heute in Baunatal beschrieben.

Rückgang der Nettoinvestitionen besorgniserregend

Hauptursache seien die niedrigen Erzeugerpreise für Milch, Schweine und Getreide. Der steuer- und finanzpolitische Zickzackkurs der Bundesregierung habe die Betriebe zusätzlich verunsichert. ‚Der starke Rückgang bei den Nettoinvestitionen in den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben Deutschlands um rund 64 Prozent auf durchschnittlich 1.600 Euro je Betrieb ist mehr als besorgniserregend‘, sagte Präsident Bär. Das gleiche gelte für die Eigenkapitalentwicklung, denn im Durchschnitt hätten die Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2002/03 1.300 Euro Eigenkapital verloren.

Diese ernüchternden Zahlen seien nicht zuletzt auf die unzureichenden agrarpolitischen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Obwohl es über den Vermittlungsausschuss kurz vor Weihnachten gelungen sei, Mehrbelastungen zum Beispiel beim Agrardiesel zunächst abzuwenden, zahlten die deutschen Bauern fünfmal soviel Mineralölsteuern wie ihre französischen Kollegen. Dieser Wettbewerbsnachteil könne nicht kompensiert werden.

Über die EU-Vorgaben hinausgehende Tierhaltungsvorschriften bei Legehennen und Schweinen führten zu weiteren Wettbewerbsverzerrungen, die die Produktion verteuerten. Weder die Tiere noch die Verbraucher profitierten davon. Ganz im Gegenteil, die Produktion wandere mehr und mehr in Länder mit niedrigeren Umwelt-, Tier und Verbraucherschutzstandards ab. Vor diesem Hintergrund sei es nicht verwunderlich, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe immer weiter abnehme. In Hessen gebe es noch rund 24.000 Höfe, von denen etwa 8.600 im Haupterwerb geführt würden.

Zu den einschneidenden Sparmaßnahmen der Hessischen Landesregierung merkte Präsident Bär an, dass die hessische Land- und Forstwirtschaft mit einem Gesamteinsparvolumen bei den freiwilligen Leistungen von 45 Millionen Euro überproportional betroffen sei. Dies gelte unter anderem für das Hessische Kulturlandschaftsprogramm und die Ausgleichszulage, die als finanzieller Ausgleich für Bewirtschaftungserschwernisse in benachteiligten Gebieten gewährt werde. Diese beiden Programme wirken sich unmittelbar auf die Einkommen der Bauern aus und sind deshalb für den Erhalt einer flächendeckenden Landbewirtschaftung sehr wichtig.

EU-Agrarreform bereitet Sorgen

‚Mit großer Sorge verfolgen die hessischen Bauern die Beratungen zur Umsetzung der EU-Agrarreform‘, betonte Bär. Keinesfalls dürfe es zu einer Umverteilung der Direktzahlung kommen, Präsident Bär dankte Hessens Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel dafür, dass man sich gemeinsam auf das sogenannte Betriebsmodell verständigt habe. Denn die vom Bund favorisierte Flächenprämie habe unverantwortliche Härten für die hessischen Betriebe zur Folge.

Mit Ausnahme der Bereiche Getreide und Ölsaaten, dort haben sich die Preise aufgrund des knappen Angebotes positiv entwickelt, beurteilte Präsident Bär die Lage auf den landwirtschaftlichen Märkten zum Jahresbeginn als katastrophal. Sowohl bei der Milch als auch im Schweine- und Rindfleischsektor befänden sich die Erzeugerpreise auf einem äußerst niedrigem Niveau.

‚Mit Blick auf die Umsetzung der EU-Agrarreform, die EU-Erweiterung und die zunehmende Globalisierung der Märkte brauchen unsere Betriebe dringend Zeichen der Ermutigung und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, denn sie wollen auch in Zukunft hochwertige Lebensmittel produzieren und gleichzeitig unsere schöne Kulturlandschaft erhalten und pflegen. Faire Erzeugerpreise sind dafür allerdings unerlässlich‘, so der Bauernverbandspräsident.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Hessen.

Sprunghafte Zunahme der Solardach-Nachfrage erwartet

Themen: Archiv — info @ 10:01

Berlin (agrar.de) – Seit 1. Januar 2004 gibt es deutlich mehr Geld für Strom aus Solaranlagen. Wer in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach errichtet, erhält statt bisher 45,7 nunmehr 57,4 Cent pro Kilowattstunde selbst erzeugten und ins Stromnetz eingespeisten Solarstroms. Die Förderung muss vom Netzbetreiber über einen Zeitraum von 20 Jahren zuzüglich dem Jahr der Inbetriebnahme ausgezahlt werden. Die Anschaffungs- und Betriebskosten können damit erstmals vollständig gedeckt werden, berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS).

Die UVS rechnet aufgrund der aktuellen Gesetzesänderung mit einer sprunghaften Zunahme der Nachfrage nach Solarstromanlagen. Weitere kostenfreie Informationen zu Technik und Förderung von Solarstrom bietet der herstellerneutrale Internetratgeber. Dieser wird von der bundeseigenen KfW-Bankengruppe und der UVS betrieben.

Das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Photovoltaikgesetz garantiert Dacheigentümern eine Einspeisevergütung in Höhe von 57,4 Cent pro Kilowattstunde bis zu installierten Spitzenleistung von maximal 30 Kilowatt. Darunter fallen alle Anlagen, welche auf Ein- und Mehrfamilienhäusern üblicherweise errichtet werden.

Wer seine Solaranlage nicht auf dem Dach anbringt, sondern in die Hausfassade integriert, erhält wegen höherer Investitionskosten eine zusätzlichen Aufschlag in Höhe von fünf Cent pro Kilowattstunde. Für größere Solaranlagen gelten geringere Fördersätze.

Bereits 80.000 Eigenheimbesitzer verfügen nach UVS-Angaben über eine Solarstromanlage. Schon eine fachgerecht installierte Anlage mit einer Größe von nur 20 Quadratmetern und einer Spitzenleistung von 2 Kilowatt könne im Jahr 2.000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren.

Links zum Thema Energie.

06. Januar 2004

Landwirte müssen nur noch mindestens 5 Prozent ihrer Flächen stilllegen

Themen: Archiv — info @ 14:01

Potsdam (agrar.de) – Bei Rundfahrten über Land fallen sie immer wieder auf: Vermeintlich ungenutzte Ackerflächen sind in der Regel Stilllegungsflächen, die die Landwirte gemäß EU-Verordnung nicht für den food-Bereich nutzen dürfen, um so einen Beitrag gegen die Überproduktion bei einigen Ackerprodukten zu leisten. Die Getreideberge der Vergangenheit hat die Gemeinschaft spätestens nach dem Jahrhundertsommer im Vorjahr abgetragen. Aus diesem Grund reduziert die EU-Kommission nun für das Wirtschaftsjahr 2004/2005 den obligatorischen Stilllegungssatz von 10 auf 5 Prozent – bezogen auf die Flächen, für die der Landwirt Förderprämien von der EU beantragen will.

‚Gerade in Brandenburg kann diese Entscheidung nach dem Dürrejahr 2003 dazu beitragen, dass die Bauern über zusätzliche Erträge ihre finanzielle Situation zu verbessern‘, so Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) heute in Potsdam.

Die Neuregelung wurde im Amtsblatt der Europäischen Union vom 31. Dezember 2003 veröffentlicht. Mit der Entscheidung soll zur Stabilisierung des Binnenmarktes beigetragen werden.

Die Landwirte haben somit Gelegenheit, die Anbauplanung für das Frühjahr zu überdenken und sich auf die Möglichkeiten der erweiterten Ackerflächenbewirtschaftung einzustellen.

Die Stilllegungsobergrenze beträgt unverändert 33 Prozent, bezogen auf die Fläche, für die die Landwirte Flächenzahlungen beantragen möchten.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft, Links zum Thema Agrarpolitik.

05. Januar 2004

Miller: Gute Perspektiven für Nachwachsende Rohstoffe

Themen: Biogas,NaWaRos — info @ 11:01

München (agrar.de) – Die Nachwachsenden Rohstoffe werden künftig noch mehr als bisher an Bedeutung gewinnen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, trägt die ‚hartnäckige und konsequente Arbeit Bayerns‘ inzwischen auch über die Grenzen des Freistaats hinaus Früchte. So wird durch die Richtlinie zur Harmonisierung der Energiebesteuerung ab 1. Januar europaweit die Möglichkeit der Steuerbefreiung für biogene Kraftstoffe in Kraftstoffmischungen geschaffen. Miller: ‚Vor zehn Jahren haben wir durch unsere Initiative zur Steuerbefreiung von biogenen Kraftstoffen in Deutschland den Weg für Europa vorgezeichnet.‘

Eine ‚gewaltige Schubkraft‘ erwartet sich der Minister auch von der Biokraftstoff-Richtlinie der EU, die als Mengenziel bis 2005 zwei Prozent und bis 2010 5,75 Prozent biogene oder andere erneuerbare Kraftstoffe vorsieht. Dazu der Minister: ‚Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Rohstoffbereitstellung nicht nur für Pflanzenöle, sondern auch für Rohstoffe zur Alkoholherstellung.‘ So errichte z.B. die Firma Südzucker AG eine Bioethanolanlage, die im Frühjahr 2005 in Betrieb gehen und jährlich rund 700.000 Tonnen Getreide zu 260.000 Kubikmetern Bioethanol verarbeiten soll.

In Bayern werden schon jetzt 3,7 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus Biomasse erzeugt. Deutschlandweit liegt der Biomasseanteil nur bei 1,9 Prozent. Auch bei der Erzeugung von Biogas hält der Freistaat mit rund 600 Anlagen bei insgesamt 2.000 in Deutschland den Spitzenplatz. Miller: ‚Unsere innovativen Investitionen haben sich gelohnt.‘ Von 1990 bis Ende 2003 hat Bayern rund 191 Millionen Euro, davon allein 157 Millionen Euro Landesmittel, für die Förderung Nachwachsender Rohstoffe eingesetzt, insbesondere für die Erzeugung von Energie aus Biomasse.

Links zum Thema Nachwachsende Rohstoffe, Links zum Bundesland Bayern.

Thüringen: Sehr gute Obsternte 2003

Themen: Archiv — info @ 09:01

Erfurt (agrar.de) – In diesem Jahr wurden in Thüringen in den auf Marktobstbau ausgerichteten Obstbaubetrieben 42.778 Tonnen Baumobst geerntet. Damit lag die Obsternte um fast vier Zehntel über dem langjährigen Mittel der Jahre 1997/2002 und um 83 Prozent über der niedrigen Erntemenge des Vorjahres.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik, gab es bei den Äpfeln, der vorherrschenden Obstart in Thüringen, mit 293,7 dt/ha den höchsten Flächenertrag der letzten zehn Jahre. Es wurden in diesem Jahr 33.192 Tonnen eingebracht. Das waren 8.035 Tonnen (32 Prozent) mehr als im Durchschnitt der Jahre 1997/2002 und 15.289 Tonnen (85 Prozent) mehr als im Vorjahr. Der überwiegende Teil der Erntemenge wurde als Essobst verkauft, rund 38 Prozent wurden weiterverarbeitet.

Die Sauerkirsche, als zweitwichtigste Obstart in Thüringen, brachte in diesem Jahr einen Ertrag von 9,6 kg je Baum und erreichte nahezu das Spitzenergebnis vom Jahr 1994 (10,0 kg/Baum). Damit lag das Ertragsniveau um rund acht Zehntel über dem Ertragsniveau des Vorjahres (5,3 kg/Baum) und um reichlich 3 kg je Baum über dem durchschnittlichen Ertragspotential der Jahre 1997/2002 (6,3 kg/Baum). Die erzielte Gesamtmenge von 5.347 Tonnen gelangt fast ausschließlich über Gläser und Dosen oder verarbeitet zu anderen schmackhaften Produkten an den Konsumenten.

An Süßkirschen wurden in diesem Jahr 1.148 Tonnen geerntet. Das waren 55 Prozent mehr als im langjährigen Mittel der Jahre 1997/2002 und das 2,2-fache der Erntemenge vom Vorjahr. Im Landesdurchschnitt reiften an jedem Baum 11,2 Kilogramm dieser süßen Früchte. Im Jahr 2002 trugen die Kirschbäume durchschnittlich 5,1 Kilogramm und im langjährigen Mittel 7,5 Kilogramm.

Für Pflaumen und Zwetschen wurde nach den Meldungen der Ernteberichtserstatter in diesem Jahr einen Baumertrag von 19,8 kg und eine Gesamternte von 1.652 Tonnen ermittelt. Damit übertraf die diesjährige Pflaumenernte den Durchschnitt der Jahre 1997/2002 um 639 Tonnen (63 Prozent) und das Vorjahresergebnis um 356 Tonnen (27 Prozent).

An Mirabellen und Renekloden wurden bei der diesjährigen Ernte 1.202 Tonnen eingebracht. Das war mit 29,6 kg je Baum, der höchste Ertrag der vergangenen zehn Jahre (1999: 23,5 kg/Baum; 2000: 22,2 kg/Baum). Die erreichte Erntemenge lag um 691 Tonnen über dem Vorjahresergebnis und das langjährige Mittel 1997/2002 wurde um 565 Tonnen überboten.

Für Birnen wurde im Jahr 2003 eine Gesamternte von 236 Tonnen gemeldet. Das entsprach einem durchschnittlichen Behang von 7,5 kg je Baum. Damit wurde das Niveau der durchschnittlichen Ernte der Jahre 1997/2002 mit 7,6 kg je Baum erreicht, aber das gute Vorjahresergebnis um 2,1 kg je Baum bzw. 22 Prozent verfehlt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

02. Januar 2004

Raiffeisen-Bilanz 2003: Milchwirtschaft mit Umsatzanstieg bei angespannter Rentabilität

Themen: Archiv — info @ 16:01

Bonn (agrar.de) – Der deutsche Milchmarkt war im Jahr 2003 durch ein deutliches Wachstum der Milchanlieferung, positive Verbrauchs- und Ausfuhrentwicklungen aber auch durch anhaltenden Preis- und Kostendruck geprägt. Für die Molkereigenossenschaften resultierte daraus nach Informationen des DRV ein mengenbedingter Umsatzanstieg um etwa 3 Prozent bei preisbedingt angespannter Rentabilität.

Die Milchanlieferungen lagen mit rd. 27,5 Mio. t rd. 2,5 Prozent über der Vorjahresmenge und damit auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Dieses Aufkommen führte zu einer Steigerung der Produktion bei den meisten Milcherzeugnissen, wobei auch Käse nach dem 2002 zeitweilig unterbrochenem Wachstum erneut zulegte.

Der Absatz entwickelte sich im Inland und vor allem im Export positiv. Die private Nachfrage nach Milchfrischprodukten wurde durch den ungewöhnlich heißen Sommer gefördert. Käse erreichte erneut Zuwächse im Pro-Kopf-Verbrauch. Bei Butter hat sich der längerfristig rückläufige Verbrauch stabilisiert. Hingegen musste bei Magermilchpulver zum Marktausgleich die Intervention in Anspruch genommen werden.

Die Absatzsteigerungen fanden allerdings auf einem relativ niedrigen, unbefriedigenden Preisniveau statt. Angesichts des harten Wettbewerbs und eines fortgesetzten, wenn auch verlangsamten Trends zum Discount konnten sich die Verbraucher über günstige Preise und Lockangebote freuen. Die Molkereien waren jedoch mit weiteren Kostensteigerungen konfrontiert, die den Druck auf ihre Rentabilität erhöhten. Als Konsequenz gingen 2003 auch die Erzeugerpreise um etwa 1,5 Cent/kg im Vorjahresvergleich zurück.

2004 werden sich die Rahmenbedingungen für den europäischen Milchmarkt stark wandeln. Neben der EU-Erweiterung sind es insbesondere die zum 1. Juli sinkenden Interventionspreise, die den Markt beeinflussen. Angesichts dieser Einschnitte wird es entscheidend darauf ankommen, dass die EU-Kommission die zur Verfügung stehenden Steuerungsinstrumente verantwortungsbewußt und marktstabilisierend nutzt. So bedarf es z. B. möglichst bald einer Festlegung der Bedingungen für die private Lagerhaltung von Butter, die auch der Interventionspreissenkung Rechnung tragen und einen vorzeitigen Preisdruck verhindern.

In den ersten Monaten 2004 ist angesichts der derzeit hohen Ausschöpfung der nationalen Milch-Garantiemenge und der zur Vermeidung hoher Abgabezahlungen notwendigen Drosselung der Erzeugung mit einer Mengenentlastung zu rechnen. Eine Konjunkturbelebung, wie sie sich derzeit abzeichnet, wird auch den Absatz von Milch und Milchprodukten positiv beeinflussen. Vor dem Hintergrund weiter steigender Aufwendungen bei Energie, Verpackungsmaterial, Transport und Löhnen sind von der Milchwirtschaft alle Möglichkeiten zu nutzen, diese höheren Kosten auch durch Anpassungen ihrer Abgabepreise weiter zu geben. Die guten Aussichten für den Drittlandsexport werden durch den anhaltend starken Euro und die damit verbundene Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter am Weltmarkt getrübt.

Links zum Thema Verbände.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Internet

Themen: Archiv,Bildung — info @ 13:01

Münster/Bonn (agrar.de) – Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist mit ihrem neuen Internet-Angebot im NetzPünktlich zur Fusion präsentiert sich die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit einem neuen Logo und einem neuen Gesicht im Internet. Das zurzeit fertig gestellte Internetangebot gibt einen Überblick über Aufgaben und Aufbau der neuen Landwirtschaftskammer, die wichtigsten Adressen sowie das umfangreiche Dienstleistungsangebot. Dazu gehören neben Informationsangeboten für Landwirte und Gärtner vor allem umfangreiche Informationen für Verbraucher. Auch wer an einer Berufsausbildung im Agrarbereich interessiert ist oder Weiterbildungsangebote sucht, um sich beruflich zu qualifizieren, liegt hier genau richtig.

Viele Links führen noch zu den Angeboten der bisher selbständigen Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe. An der Zusammenführung dieser Angebote wird noch gearbeitet. Das bedeutet, dass noch nicht alle Seiten ein einheitliches Layout haben, dafür ist aber ab sofort ein Zugriff auf das vollständige und sehr umfangreiche Informationsangebot der neuen Landwirtschaftskammer im Internet möglich.

Links zum Thema Landwirtschaftskammern.

Seiten: << 1 2 3 ...4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 >>



   (c)1997-2017 @grar.de