30. Januar 2004

Steckbriefe für sechs heimische Getreidearten

Themen: Archiv — info @ 16:01

Anschauungs- und Lernmaterial für Kindergärten und Schulen

Bonn (agrar.de) Die i.m.a hat nach eigener Mitteilung mit dem neuen ‚Getreideposter‘ voll ins Schwarze getroffen. Auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin war die Nachfrage so groß, dass ein paar tausend Exemplare nachgeordert werden mussten.

In Naturfarben sind die wichtigsten heimischen Getreidearten – Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Dinkel und Mais – abgebildet und mit ihren pflanzlichen Bestandteilen Ähre, Blatt, Halm und Wurzel dargestellt. Im Textteil der Rückseite werden die einzelnen Getreidearten beschrieben und nach Herkunft, Anbau sowie Nutzung allgemeinverständlich erläutert.

Die historischen Hintergründe, klimatische wie biologisch-anbautechnische Vorraussetzungen zur Kultivierung und die vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten der Getreidekulturen werden im ‚Steckbriefstil‘ vermittelt.

Das Poster eignet sich besonders für die Wissensvermittlung in Kindergärten und an allgemeinbildenden Schulen. Erfahrungen belegen, dass hierzulande über die am meisten verbreiteten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen gravierende Grundlagendefizite bestehen und nicht nur Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene Gerste von Weizen nicht unterscheiden können.

Auf der anderen Seite soll das Getreideposter Schüler und Lehrer nach der theoretischen Beschäftigung auch dazu motivieren, landwirtschaftliche Kulturen ‚in natura‘ auf dem Bauernhof zu erkunden.

Das Getreideposter ist kostenfrei erhältlich beim information.medien.agrar e.V. (i.m.a), Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Tel.: 0228-97 99-370, Fax: 0228-97 99-375, E-Mail.

Bäche und Flüsse im Saarland werden immer sauberer

Themen: Archiv,Saarland — info @ 16:01

Gewässergütekarte 2003 ist im Internet abrufbar

Saarbrücken (agrar.de) – Die Wasserqualität der Bäche und Flüsse im Saarland hat sich auch in den letzten drei Jahren weiter verbessert. Das geht aus der aktualisierten Gewässergütekarte hervor, die jetzt erstmals auch im Internet abrufbar ist.

‚Wir sind bei der Gewässerreinhaltung wieder ein gutes Stück voran gekommen‘, so Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün. ‚Ich möchte an dieser Stelle auch ganz ausdrücklich dem Entsorgungsverband Saar danken, der durch den Bau von Kläranlagen und Sammlern zu diesem Erfolg beitragen hat.‘

Besonders das Wasser von Oster und Blies ist seit der Erstellung der letzten Gewässergütekarte im Jahr 2000 deutlich sauberer geworden. So weist die Blies inzwischen über weite Strecken Gewässergüteklasse II auf und entspricht damit dem von der Europäischen Union geforderten guten ökologischen Zustand. Möglich wurde dies durch den Bau kleiner leistungsfähiger Kläranlagen, die nicht nur die Mindestandards erfüllen, sondern auch das fischtoxische Ammonium – eine Stickstoffverbindung – abbauen.

‚Dennoch‘, so Grün, ‚bleibt der Gewässerschutz im Saarland eine Aufgabe, der wir uns auch in den nächsten Jahren intensiv und beharrlich widmen müssen.‘ Die aktualisierte Gewässergütekarte 2003 ist auf der Basis von Untersuchungen an insgesamt 374 biologischen Messstellen erstellt worden. An 240 dieser Messstellen werden auch chemische Messungen durchgeführt.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Saarland.

Hessen: Düngeverbot im Uferbereich wird aufgehoben

Themen: Hessen,Wasser — info @ 10:01

Ministerium erfüllt Forderung des Hessischen Bauernverbandes

Friedrichsdorf (agrar.de) – ‚Das generelle Verbot der Düngemittelaufbringung im Uferbereich in § 70 Abs. 2 Nr. 2 Hessisches Wassergesetz wird im Rahmen der anstehenden Novellierung des Hessischen Wassergesetzes durch einen Verweis auf die entsprechenden Regelungen der Düngeverordnung ersetzt‘. Das hat Karl-Winfried Seif, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, kürzlich in einem Schreiben an den Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Heinz Christian Bär, angekündigt. Damit werde einerseits die Anforderung an eine Düngemittelaufbringung, die den Eintrag ins Oberflächengewässer vermeidet, bestätigt, andererseits erlaubt es eine flexiblere Handhabung der Düngemittelausbringung durch die Landwirte entsprechend den technischen Ausstattungen und nach der Gelände- und Bodenbeschaffenheit, so Staatssekretär Seif in seinem Brief.

Mit der bevorstehenden Gesetzesänderung wird die Forderung des Hessischen Bauernverbandes, das generelle Düngeverbot im 10-Meter-Uferschutzbereich von Gewässern aufzuheben, erfüllt. Der Hessische Bauernverband stützte seine Forderung auf ein Gutachten von Prof. Dr. Hans-Georg Frede, Justus-Liebig- Universität Gießen, der mit seinen Mitarbeitern zu folgendem Ergebnis kam: ‚Bei einer Aufhebung des derzeit bestehenden Düngeverbotes im Uferbereich ist keine ernsthafte Gefahr für die Gewässer zu befürchten, wenn die Düngeausbringung mit Geräten nach dem Stand der Technik erfolgt.‘ Nach dem das Land Hessen bereits vor zwei Jahren das Verbot der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Uferbereich aufgehoben hatte, ist die jetzt angekündigte Änderung des Hessischen Wassergesetzes in punkto Düngerausbringung nur folgerichtig. Der Hessische Bauernverband begrüßt diese Entscheidung des Hessischen Landwirtschaftsministeriums, denn damit werden die hessischen Bauern bei der Düngung gegenüber ihren Berufskollegen in Nordrhein-Westfalen und Bayern – in diesen Ländern existieren keinerlei Abstandsregelungen zu Gewässern – endlich gleichgestellt.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Hessen.

29. Januar 2004

Windkraft wuchs stärker als erwartet

Themen: Archiv — info @ 13:01

Niedersachsen weiterhin führend – Ein Viertel aller Anlagen zwischen Ems und Elbe

Hannover (agrar.de) – Nach etwas gebremstem Start zu Anfang des vergangenen Jahres hat der weitere Ausbau der Windenergie nach Angaben des Landvolks Niedersachsen auch 2003 wieder die Erwartungen übertroffen, auch wenn der Zuwachs um 18,4 Prozent hinter dem Rekordergebnis aus 2002 zurück blieb. Wie der Bundesverband Windenergie mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 1.703 Anlagen neu installiert. Die verfügbare Leistung zur Umsetzung der Windenergie in Strom erhöhte sich damit um 2.644,53 Megawatt (MW), das waren 21,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Insgesamt steht mittlerweile in 15.387 Anlagen eine installierte Leistung von 14.609 MW zur Verfügung. In einem durchschnittlichen Windjahr werden damit fast sechs Prozent des gesamten Strombedarfs in Deutschland gedeckt und dabei jährlich 22,6 Millionen Tonnen (t) Kohlendioxid eingespart. Niedersachsen konnte im Bundesvergleich seinen Spitzenplatz weiterhin behaupten. Fast ein Viertel der gesamten in Deutschland installierten Leistung zur Windkraftnutzung befindet sich zwischen Ems und Elbe.

Allein 3.982 Windräder von insgesamt 15.387 drehen sich derzeit in Niedersachsen. Das ist gegenüber 2002 ein Zuwachs von 381 Anlagen und damit stückzahlmäßig der größte Zuwachs im Bundesgebiet. Sie verfügen über eine maximale Leistung von 3.921 Megawatt (MW). Davon wurden 603 MW im vergangenen Jahr neu installiert, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Jahr 2002 war der Zubau an neuen Anlagen mit 899 MW allerdings erheblich höher. In großer Zahl wurden derartige Anlagen auch in Brandenburg errichtet, nämlich 339 neue Windräder. Dort stehen aber erst 1.556 Anlagen. Auch in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen wird die Windkraft mit 2.612 bzw. 2.125 Anlagen intensiv genutzt. Dort fiel der Zubau mit 139 bzw. 279 Anlagen jedoch geringer aus. Wenig verbreitet ist die Stromerzeugung aus Wind dagegen im Binnenland. So stehen im großen Bayern gerade einmal 230 Windkraftanlagen, davon wurden nur 29 im vergangenen Jahr neu errichtet.

Die Küstenländer haben durch den beständigeren Seewind entscheidende Vorteile bei der Windkraftnutzung, immer effizientere Anlagen machen die regenerative Energie aber auch im Binnenland zunehmend interessant. Gleichwohl dürfte die Offshore-Nutzung vor der Küste für einen weiteren Schub bei den ‚Nordlichtern‘ sorgen. Bis dahin werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. Dennoch ist die Windkraftbranche zuversichtlich, auch in diesem Jahr wieder hohe Zuwachsraten zu erreichen. Die Hersteller von Windkraftanlagen haben derzeit gut gefüllte Auftragsbücher, weil sich viele Projekte durch Unsicherheiten vor der Verabschiedung des Neue-Energien-Gesetzes verzögert haben und jetzt umgesetzt werden sollen. Das Interesse an der Errichtung neuer Anlagen, aber auch am Ersatz alter, kleiner durch neue, größere ist unvermindert groß. Auch etliche Bauern haben sich durch die Windkraft ein zweites wirtschaftliches Standbein zugelegt, sei es durch die Verpachtung der nötigen Flächen für die Anlagen oder direkte Beteiligung.

Links zum Thema Energie, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Flath gegen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur EU-Agrarreform

Themen: Archiv — info @ 11:01

Dresden (agrar.de) – Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Agrarreform strikt ab. ‚Das Einkommen der Bauern im Freistaat wird schrumpfen, dafür wird die Bürokratie ins Unerträgliche steigen‘, sagte Flath in einer ersten Stellungnahme zur heutigen Entscheidung des Bundeskabinetts. Mit den Plänen der Bundesregierung werde ein großer Umverteilungsprozess in Gang gesetzt.

Sachsen gehöre zu den Verlierern der Agrarreform. ‚Rund elf Millionen Euro, die zuvor jährlich an sächsische Bauern gingen, werden nach Vorstellung der Bundesregierung in andere Bundesländer umverteilt‘, so Flath. Sachsen werde sich für eine Änderung des Gesetzentwurfes im Bundesratsverfahren stark machen.

Links zum Thema Agrarpolitik.

Niedersachsen: Lohnunternehmer auf Expansionskurs

Themen: Archiv — info @ 10:01

Hannover (agrar.de) – Die 450 Mitgliedsunternehmen im Landesverband der Lohnunternehmer Niedersachsen konnten in den vergangenen Jahren beachtliche Marktanteile hinzugewinnen. Im Jahr 2000 waren es nach Informationen des Landvolkverbandes 87 Prozent, mittlerweile wird der Marktanteil der Lohnunternehmer im überbetrieblichen Maschineneinsatz auf knapp 90 Prozent geschätzt. In einigen Regionen sind es sogar 95 Prozent.

Mais und Gras werden inzwischen fast vollständig von den Lohnunternehmern geerntet und eine deutlich steigende Tendenz gab es auch beim Mähdrusch, bei der Rübenernte und bei der Bodenbearbeitung. Allein in Niedersachsen arbeiten etwa 48.000 landwirtschaftliche Betriebe mit den Lohnunternehmern zusammen. Bundesweit gibt es 3.500 Lohnbetriebe, davon entfallen etwa 60 Prozent auf die drei norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Der Umsatz der Lohnunternehmer lag im vergangenen Jahr bundesweit bei rund 1,8 Milliarden Euro. Etwa ein Drittel dieser Summe wurde im außerlandwirtschaftlichen Bereich erzielt. Das Angebot der Lohnunternehmer umfasst Dienstleistungen von der Saat bis zur Ernte. Dabei kommen moderne, schlagkräftige Maschinen zum Einsatz. Immer häufiger übernehmen die Lohnunternehmer komplette Arbeitsketten oder die Bewirtschaftung ganzer Betriebe. Rund 28.000 Mitarbeiter sind entweder als ständige Mitarbeiter oder als qualifizierte Aushilfskräfte bei den Lohnunternehmern beschäftigt.

Links zum Thema Lohnunternehmen, Links zum Bundesland Niedersachsen.

DBV: Geiz-ist-Geil-Mentalität bedroht deutsche Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 10:01

Deutsche Landwirtschaft ist gelebter Verbraucherschutz

Berlin (agrar.de) – Die derzeitige Niedrigpreispolitik und die Geiz-ist-Geil-Mentalität bedrohen viele landwirtschaftliche Betriebe sowie vor- und nachgelagerte Stufen in ihrer Existenz. Dies gab der Stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Adalbert Kienle, beim Diskussionsforum ‚Lebensmittel sind mehr wert – eine Zwischenbilanz‘ anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2004 auf dem ErlebnisBauernhof zu bedenken. Die Einkommen der Landwirte seien um 25 Prozent eingebrochen. Umso wichtiger sei eine differenzierte Diskussion dieses Dauerthemas. Es sei einfach nicht akzeptabel, so Kienle bei der Podiumsdiskussion des DBV und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, dass Lebensmittel in Deutschland wesentlich billiger als in der übrigen Europäischen Union sind. Als aktuelles Beispiel nannte er Jungbullen, die im Export teurer zu verkaufen sind als im deutschen Markt.

Zustimmung fand die Forderung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann, die Preisspirale müsse gestoppt werden, da es ansonsten bald keine Bauern mehr gebe. Vielmehr ist nach den Worten von Connemann deutsche Landwirtschaft gelebter Verraucherschutz. Anstelle den Verkauf unter Einstandspreisen zuzulassen, müsse die Politik für das positive Image deutscher Produkte aktiv werden. Entweder sollten die Verbraucher bereit sein, mehr Geld für hervorragende Lebensmittel auszugeben oder aber die Politik müsse die Möglichkeiten schaffen, dass die deutschen Landwirte billiger produzieren können. Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken (Bündnis90/Die Grünen) forderte die Verbraucher auf, den Lebensmitteln mehr Wertschöpfung und Wertigkeit beizumessen. Grundsätzlich sollten aber auch die Kostenstrukturen auf EU-Ebene harmonisiert werden.

Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels indes bezeichnete die Bevölkerung vor dem Hintergrund tiefer Verunsicherung und hoher Arbeitslosigkeit als extrem sparsam. Zugute komme ihnen dabei, dass die Produkte der Discounter Standardprodukte von guter Qualität seien. Lediglich die Vielfalt fehle in deren Sortiment. Es sei auch ein Zeichen des Wohlstandes, dass nur noch ein geringer Anteil des Einkommens für Nahrung ausgegeben werde. Nach Ansicht der FDP-Bundestagsabgeordneten Christel Happach-Casan muss dem mündigen Bürger daher auch vermittelt werden, dass gutes Essen Bestandteil guter Lebensqualität ist.

‚Wir wollen den Verbrauchern nicht einen Schnäppchenkauf verbieten‘, das habe bereits der Kanzler gesagt, betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer. Überdies existierten ausreichend Gesetze gegen den Verkauf unter Einstandspreisen. Vor allem irreführende Werbung gelte es zu verhindern, da über die Werbewirtschaft häufig bestimmte Verhaltensweisen ausgelöst würden. Positiv bewertete Zöllmer, dass der Deutsche Bauernverband die Diskussion über den Wert von Lebensmitteln angestoßen und damit überhaupt erst ein Bewusstsein beim Verbraucher geschaffen habe.

Links zum Thema Verbände.

28. Januar 2004

Weisheit zur Agrarreform: Politik für den ländlichen Raum

Themen: Archiv — info @ 16:01

Berlin (agrar.de) – Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der EU-Agrarreform beschlossen. Hierzu erklärt der agrarpoltische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Weisheit:

‚Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel in der Agrarpolitik: Direktzahlungen für die Landwirtschaft werden künftig nicht mehr für die Produktion von Überschüssen gezahlt. Die EU-Agrarpolitik wird von einer Markt- und Preispolitik zu einer Politik für den ländlichen Raum weiterentwickelt, in der die staatliche Förderung für eine an den Prinzipen der Nachhaltigkeit verpflichteten Landwirtschaft ausgerichtet wird. Die Reformen tragen zu einem gerechteren Weltagrarhandel bei, sind eine Voraussetzung für das Gelingen der EU-Osterweiterung und stärken die Position der EU in den WTO-Verhandlungen.

Mit dem heute vorgelegten Gesetzentwurf werden die Beschlüsse der EU-Agrarminister in deutsches Recht umgesetzt. Ab 2005 sollen die Direktzahlungen von der Produktion entkoppelt und bis 2012 schrittweise in eine Hektarprämie umgewandelt werden. Direktzahlungen wird es künftig nur noch geben, wenn Kriterien der Lebensmittelsicherheit und des Umwelt- und Naturschutzes eingehalten werden. Damit wird das System der Direktzahlungen zukunftsorientiert ausgestaltet und an den Erwartungen der Verbraucher ausgerichtet.

Es ist erfreulich, dass es in Deutschland einen breiten Konsens über die Grundausrichtung dieser Reform gibt und dass sich die Agrarminister und -ministerinnen bereits über wesentliche Elemente dieser Reform verständigt haben. Durch das Kombinationsmodell und den langen Übergangszeitraum bis 2012 wird sichergestellt, dass Strukturbrüche vermieden werden und sich die Landwirtschaft auf die neuen Bedingungen einstellen kann.

Wir sind uns allerdings auch darüber im Klaren, dass noch nicht alle Fragen im Zusammenhang mit dieser Reform ausreichend beantwortet sind. Insbesondere die Milcherzeuger, die von den Reformen besonders betroffen sind, erwarten zu Recht, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Die Ausgestaltung der Reform in diesem Bereich bedarf daher in den kommenden Wochen noch weiterer Diskussionen.

Jedoch warne ich davor, mit Blick auf die Interessen einzelner Betriebsgruppen, das Ziel der Reformen aus den Augen zu verlieren: Nur mit einem Regionalmodell kann die gesellschaftliche Akzeptanz der Direktzahlungen auf Daür gesichert werden. Deshalb können einzelne Bereiche nicht von der Reform ausgenommen werden.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Miller zum Berliner Reformgesetz: Familienbetriebe verlieren, Großbetriebe gewinnen

Themen: Archiv,GAP — info @ 15:01

München (agrar.de) – Entschiedenen Widerstand aus Bayern gegen den von Bundesministerin Renate Künast im Kabinett vorgelegten Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Agrarreform hat Landwirtschaftsminister Josef Miller in München angekündigt. Er erneuerte seine Forderung, bei der Entkopplung der Prämien das Betriebsmodell zu wählen. Der rot-grüne Entwurf benachteiligt seiner Meinung nach vor allem die bäuerlichen Familienbetriebe. Er werde deshalb im Bundesrat alles versuchen, eine Änderung des Gesetzes herbeizuführen. Miller wörtlich: ‚Die von Frau Künast lauthals propagierte Agrar-Wende wird so für viele kleine und mittlere bäuerliche Betriebe zum Agrar-Ende. Gewinner dieser Umsetzung der Reform sind eindeutig die viehlosen Großbetriebe.‘

Nach Auffassung des Ministers dürfen die von den EU gewährten Ausgleichszahlungen nicht zulasten bayerischer Bauern in andere Länder umverteilt werden. Laut Miller ist es ein ‚Kardinalfehler‘ des Gesetzentwurfs, dass die einheitliche Flächenprämie in keiner Weise leistungsorientiert ist. Der Bund will 35 Prozent der Ausgleichszahlungen der deutschen Bauern nach der Fläche und 65 Prozent nach den historischen Ansprüchen auf die einzelnen Länder aufteilen. Da Bayerns Bauern überproportionale Anteile an den Tier- bzw. Milchprämien haben, würden sie durch diese Umverteilung jährlich etwa 21,6 Millionen Euro verlieren.

Außerdem fordert Miller, die Milchprämie bis 2007 an die Erzeugung zu koppeln, wie das EU-Recht dies vorsieht. Bei der Umsetzung der Brüsseler Reformbeschlüsse muss laut Miller auch das Vorgehen der anderen Mitgliedsstaaten berücksichtigt werden, ‚weil sonst gravierende Wettbewerbsverzerrungen zuungunsten der deutschen Landwirtschaft entstehen‘. Dass inzwischen auch von Befürwortern des Bundes-Kombi-Modells vermehrt die Forderung erhoben wird, die Milchprämien dauerhaft bei den Betrieben zu belassen, beweist nach Meinung des Ministers die Richtigkeit des Betriebsmodells.

Links zum Thema Agrarpolitik.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 510 angebotenen Schweinen 510 Schweine verkauft, davon 510 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,20 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,18 Euro bis 1,21 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

Links zum Thema Schweine.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...12 13 14 >>



   (c)1997-2017 @grar.de