17. Dezember 2003

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG am Mittwoch, dem 17. Dezember wurden von insgesamt 330 angebotenen Schweinen 330 Schweine verkauft, davon 330 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,09 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,08 Euro bis 1,09 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche.

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage wird die nächste Auktion am Dienstag, den 30.12.2003 um 14 Uhr stattfinden. Festpreisangebote können weiterhin zu jedem Zeitpunkt gehandelt werden.

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RLV: Deutschland ist wichtiger Agrarproduzent der EU

Themen: Archiv — info @ 12:12

Bonn (agrar.de) – Deutschland gehört in der EU nach wie vor zu den wichtigsten Agrarproduzenten. In den vergangenen Jahren konnte die deutsche Landwirtschaft erneut ihre Stellung als eine der Hauptagrarerzeuger innerhalb der 15 EU-Mitgliedstaaten weiter ausbauen. Nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn war Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002 Marktführer bei der Milcherzeugung, bei der Schweinefleisch- und Kartoffelproduktion sowie bei der Rapserzeugung. Den zweiten Platz behaupteten Deutschlands Landwirte mit Zucker, Getreide, Rind- und Kalbfleisch sowie Eiern.

Mit einem Marktanteil von 24 Prozent stammte fast jeder vierte Liter Milch in der EU aus Deutschland. Der Marktanteil bei Schweinefleisch betrug 22 Prozent und somit wurde jedes fünfte Schwein in deutschen Landen erzeugt. Bei Kartoffeln betrug der Marktanteil 26 Prozent, noch höher war der Anteil bei Raps mit 43 Prozent. Bei den Produktsparten, in denen die deutsche Landwirtschaft innerhalb der EU den zweiten Platz belegte, hatte die Zuckerproduktion einen Anteil von 25 Prozent und Getreide einen Anteil von 22 Prozent. Nur unwesentlich darunter lag die Rind- und Kalbfleischproduktion mit einem Marktanteil von 19 Prozent. Deutschlands Legehennenhalter produzierten im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002 immerhin 15 Prozent der gesamten EU-Erzeugung.

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Thüringen: 90 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen werden als Pachtland bewirtschaftet

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 11:12

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2003 bewirtschaften die rund 5.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen 793.400 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF).

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sind 715.800 Hektar bzw. 90 Prozent dieser Flächen Pachtland. 70 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Thüringens bewirtschaften fremden Grund und Boden. Dabei produziert über ein Viertel (28 Prozent) ausschließlich auf gepachteten Flächen.

Knapp drei Viertel (72 Prozent) der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen über 83.700 Hektar eigene landwirtschaftlich genutzte Fläche (11 Prozent der LF insgesamt), von denen 73.000 Hektar (9 Prozent der LF insgesamt) selbst bewirtschaftet werden. 4.600 Hektar (0,6 Prozent der LF insgesamt) wurden den Landwirten unentgeltlich zur Bewirtschaftung überlassen.

In Thüringen setzte sich der Trend fort, dass die Pachtflächen leicht zurückgehen, während die selbst bewirtschafteten Eigenflächen zunehmen. Die Pachtflächen gingen gegenüber der Erhebung im Jahr 2001 um 25.700 Hektar bzw. 3,5 Prozent zurück, die selbst bewirtschafteten Eigenflächen nahmen um 17.100 Hektar bzw. 30 Prozent zu.

Der Pachtflächenanteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche verringerte sich gegenüber 2001 um 2 Prozentpunkte auf 90 Prozent. Der Anteil der selbst bewirtschafteten Eigenflächen stieg von 7 auf 9 Prozent.

Die Pachtpreise für fremden Grund und Boden sind gegenüber der letzten Erhebung angestiegen. Im Durchschnitt mussten für einen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche 114 Euro Jahrespacht gezahlt werden. Damit lag der Pachtpreis um 8 Euro über dem Pachtentgelt des Jahres 2001. Differenziert nach Nutzungsarten wurden je Hektar gepachtetes Ackerland 131 Euro (+ 9 Euro gegenüber 2001) entrichtet und je Hektar gepachtetes Grünland 57 Euro (+ 4 Euro).

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CDU/CSU kämpften erfolgreich für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 10:12

Ergebnis im Vermittlungsausschuss stoppt finanziellen Rachefeldzug von Rot-Grün

Berlin (agrar.de) – Zu dem Ergebnis des Vermittlungsausschusses für den Bereich Landwirtschaft erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Harry Carstensen:

‚Dank des großartigen Einsatzes der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Angela Merkel und des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber wurde im Vermittlungsausschuss der finanzielle Rachefeldzug von Rot-Grün gegen die Landwirtschaft zu Recht gestoppt. Nach den dramatischen Einkommenseinbußen in diesem Jahr von durchschnittlichen über 25 Prozent wäre ein weiterer Aderlass in der von der Bundesregierung vorgesehenen Höhe von 750 Mio. Euro für unsere Landwirte nicht mehr verkraftbar gewesen. Ebenso ist vernünftigerweise die geplante Senkung der Vorsteuerpauschale von 9 auf 7 Prozent vom Tisch.

Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis des Vermittlungsausschusses ein Resultat nüchterner wirtschaftlicher Einsicht und nicht, wie von Rot-Grün gestreut wird, der Erfolg von Lobbyisten. Die im Haushaltsbegleitgesetz vorgesehenen Kürzungen beim Agrardiesel und im agrarsozialen Bereich hätten weiter verheerende Auswirkungen auf die Einkommen der Landwirte gehabt. Die Senkung der Vorsteuerpauschale hätte nur mehr Bürokratie gebracht.

Rot-Grün sollte das Ergebnis für die Landwirtschaft dankbar respektieren und nicht nachkarten. Es wäre ein schlechter Stil, wenn die Koalition nun im Nachgang dennoch Kürzungen beim Agrardiesel und der landwirtschaftlichen Unfallversicherung vornähme. Auch die Bundesregierung muss sich vergegenwärtigen, dass sich der Einkommensabstand der Landwirtschaft zur gewerblichen Wirtschaft um über 40 Prozent vergrößert hat.‘

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16. Dezember 2003

Schleswig-Holstein: FFH-Rahmenvereinbarung für Waldgebiete unterzeichnet

Themen: Archiv — info @ 16:12

Kiel (agrar.de) – Im Namen des Waldbesitzerverbandes Schleswig-Holsteins unterzeichnete Hans Caspar Graf zu Rantzau eine Rahmenvereinbarung mit Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller. Ziel der Vereinbarung ist der Erhalt der Biologischen Vielfalt der Waldlebensräume.

‚In einem partnerschaftlichen Prozess haben wir gemeinsam für unsere ‚einzigartigen‘ Waldgebiete gehandelt. NATURA 2000 heißt nicht, dass die Wälder nicht mehr genutzt werden können. Der umweltfreundliche Rohstoff Holz kann bei nachhaltiger Nutzung auch aus NATURA 2000-Gebieten zur Verfügung stehen‘, unterstrich Müller und Graf zu Rantzau ergänzte: ‚Die Rahmenvereinbarung dient der Wahrung des Nachhaltigkeitsgedanken. Hier werden ökonomische und ökologische Erfordernisse zum Ausgleich gebracht.‘

Die Vereinbarung schaffte einen flexiblen Rahmen, in dem Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern freiwillige Vereinbarungen in Natura 2000-Gebieten angeboten werden. Durch 30 Jahre bindende Verträge wird die Ausweisung von Naturschutzgebieten entbehrlich. Teil der Rahmenvereinbarung ist ein Katalog, in dem Bewirtschaftungsregeln aufgelistet werden, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. Für Einschränkungen, die durch den Verzicht auf den Anbau ertragreicherer Baumarten entstehen, wird ein Ausgleich gewährt. Dieser Ausgleich wird dann gezahlt, wenn Wälder wieder neu angepflanzt oder natürlich verjüngt werden. Wird beispielsweise auf den Anbau von Nadelbäumen verzichtet, gibt es einen Zuschuss bis zu einer Höhe von 85 Prozent der Investitionskosten.

Darüber hinaus können weitere Entwicklungsmaßnahmen, wie Nutzungsverzicht für Altbäume, Maßnahmen für geschützte Tiere und Pflanzen oder Wiederherstellen natürlicher Wasserverhältnisse in Bruchwäldern vereinbart werden. In diesen Fällen wird der Ausgleich individuell berechnet.

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Mecklenburg-Vorpommerns Wälder gehören zu den gesündesten in Deutschland

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 13:12

Schwerin (agrar.de) – ‚Die diesjährige Waldzustandserhebung ergab, dass die Wälder Mecklenburg-Vorpommerns gemeinsam mit denen Brandenburgs und Niedersachsens zu den gesündesten in Deutschland zählen‘, äußerte sich der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Dr. Till Backhaus zufrieden bei der heutigen Vorstellung des Waldzustandsberichts 2003. ‚Wegen der trocken-heißen Witterung des Jahres 2003, die auch an unseren Wäldern nicht spurlos vorbeigegangen ist, können wir es als positiv bewerten, wenn die deutlichen Schäden über alle Baumarten hinweg gegenüber dem Vorjahr lediglich um vier auf 14 Prozent angestiegen sind.‘

Der jährliche Bericht fasst das Ergebnis der Begutachtung von landesweit 1.896 Probebäume zusammen. Von deutlichen Schäden spricht man bei einem Blatt- bzw. Nadelverlust von mehr als 25 Prozent, was den Schadstufen 2 bis 4 entspricht. Über die Vitalität der einzelnen Baumarten gibt der Bericht detailliert Auskunft.

Bei der Buche, der häufigsten Laubbaumart Mecklenburg-Vorpommerns, wurden nur 12 Prozent deutliche Schäden festgestellt. ‚Dies ist eine sehr eindrucksvolle Verbesserung, weil von diesem Grad der Schädigung im Vorjahr noch jede dritte Buche im Lande betroffen war‘, freute sich der Minister. Er verwies allerdings darauf, dass die Entwicklung auch ganz natürliche Ursachen habe, denn nach der erheblichen Beeinträchtigung der Vitalität durch die starke Fruktifikation (Behang mit Bucheckern) im Jahr 2000 war eine Regenerationsphase zu verzeichnen, die nun abgeschlossen sei.

Moderate Zunahmen der deutlichen Schäden von 8 Prozent auf 11 Prozent wurden bei den sonstigen Laubhölzern registriert, v.a. bei Erle und Birke. Dagegen stieg der Schadensgrad bei den Eichen, die sich 2002 vorübergehend deutlich erholt hatten, von 13 auf nunmehr 31 Prozent deutlich geschädigter Bäume an. Da dies auch in anderen Bundesländern zu verzeichnen ist, bedarf es einer näheren forstwissenschaftlichen Ursachenforschung, so der Minister.

Bei den Nadelhölzern hat sich v.a. der Zustand der Fichte gegenüber dem Jahr 2002 verbessert – die deutlichen Schäden gingen von 8 auf 7 Prozent zurück. Vermutlich hat der Niederschlagsmangel im Frühjahr und Sommer 2003 bei der Kiefer zu einem Anstieg der deutlichen Schäden von 8 auf 14 Prozent geführt. Ähnliches gilt für die sonstigen Nadelhölzer (v.a. Lärche, Douglasie, Tannenarten), die zu rd. 10 Prozent deutlich geschädigt waren (2002: 5 Prozent).

Zu den maßgeblichen Einflussgrößen für den Waldzustand weist der Bericht unter anderem Witterung und Klima, Schadstoffbelastungen, Schädlingsentwicklung und Waldbrandgeschehen aus. So waren die für das Waldwachstum wichtigen Witterungsbedingungen in den letzten Jahren bis 2002 günstig; dazu gehören vor allem die überdurchschnittlich gute Wasserversorgung und der trocken-kalte Winter 2002/03, der für eine lange Vegetationsruhe und somit für eine physiologische Stärkung der Bäume sorgte. Dagegen wirkte die sich 2003 anschließende trocken-warme Vegetationsperiode bei einigen Baumarten vitalitätsmindernd.

Der Eintrag einzelner Luftschadstoffe, insbesondere der Schwefelverbindungen ist weiter rückläufig. Hingegen führte das trocken-warme Frühjahr, verbunden mit genügend Brutmaterial aus dem Vorjahr, bei einigen Borkenkäferarten, die zu den Holz- und Rindenschädlingen gehören, zu idealen Vermehrungsbedingungen. Dies blieb in diesem Jahr aber noch ohne spürbaren Einfluss auf die Gesamtgesundheit v.a. der Fichtenwälder. Hierzu warnte der Minister, dass der für 2004 befürchteten Massenvermehrung der Borkenkäfer konsequent begegnet werden müsse, und mahnte entsprechende Maßnahmen der Waldbesitzer im Lande an.

Durch mehrere Stürme im Jahr 2002 fielen ca. 80.000 m³ Bruch- und Wurfholz (überwiegend Nadelholz) an, deren Aufbereitung nicht überall vor dem Flugbeginn der Borkenkäfer im Frühjahr 2003 erfolgen konnte. Lokale Starkwinde führten zu Nachbrüchen und -würfen von rd. 2.530 m³ Sturmholz. Nassschnee verursachte 2003 das Auftreten von weiteren ca. 500 m³ Schadholz.

Die Waldbrandsituation war aufgrund der trocken-heißen Witterung sehr angespannt. Bis Ende September traten in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 132 Waldbrände mit einer geschädigten Fläche von ca. 67 Hektar auf. Der Landeswald war von 60 Bränden mit einem geschätzten forstlichen Schaden von ca. 70.000 Euro betroffen. Am häufigsten brannte es in den Monaten April und August.

‚Gerade im Hochsommer leisteten die Forstbehörden und die Kameraden des Brand- und Katastrophenschutzes eine großartige Arbeit und eine Vielzahl an zusätzlichen Bereitschaftsdiensten‘, würdigte der Minister das Engagement und wiederholte seinen ausdrücklichen Dank. Der Kontinuität der Waldbrandvorbeugung durch die Forstbehörden sowie der laufenden Verbesserung der Ausstattung der Feuerwehren und der guten Zusammenarbeit beider Bereiche vor Ort sei es zu danken, dass größere Schäden vermieden wurden.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

KLJB: EU-Agrarpolitik einheitlich reformieren

Themen: Archiv — info @ 12:12

Landjugend sagt ‚Nein‘ zur Renationalisierung der Agrarpolitik – Landjugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen fordern Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte

Bad Honnef (agrar.de) – Das Engagement für ein gemeinsames Europa soll die Entwicklung der EU-Agrarpolitik bestimmen. Dies forderten Delegierte der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), sowie Landjugendliche aus Frankreich und Polen, die im Rahmen einer gemeinsamen Tagung im Dezember in Liart/Frankreich die Zukunft der Agrarpolitik diskutierten.

Nicht das Streben nach nationalen Vorteilen, wie dies derzeit bei der Umsetzung der Entkopplung der Agrarbeihilfen in Deutschland und Frankreich absehbar ist, soll in Zukunft die Entwicklung der EU-Agrarpolitik bestimmen. Vielmehr soll das Engagement für ein gemeinsames Europa und gleiche Rahmenbedingungen für alle die Richtung bestimmen. Dabei sollen ökologische und soziale Gesichtspunkte stärker als bisher berücksichtigt werden und ökonomische Überlegungen ergänzen.

Zu diesem Resümee kamen die Teilnehmenden nachdem sie sich mit den Inhalten der EU-Agrarreform und den in Deutschland und Frankreich angestellten Umsetzungsplanungen sowie mit den Beitrittsbedingungen für Polen auseinandergesetzt hatten.

Im Rahmen des trinationalen Seminars wurden vier Betriebe besichtigt. Neben für die Region typischen Mutterkuh- und Milchviehbetrieben wurden zwei Rindfleischerzeugende Betriebe besucht, die versuchen, ihre Betriebserlöse durch Direktvermarktung zu steigern. Besonders interessant war für die Teilnehmenden, dass beide Betriebe dabei nicht allein auf ihre eigene Kraft gesetzt haben, sondern mit zehn Betrieben eine gemeinsame Vermarktungsstruktur aufgebaut wurde.

‚Neben der Diskussion um die Zukunft der Agrarpolitik war das persönliche Kennenlernen junger Landwirte und Landjugendlicher aus den verschiedenen Ländern und ihrer Meinungen wichtig‘, sagte Silvia Schroll, Bundesvorsitzende der KLJB nach dem Seminar. ‚Nur auf dieser Grundlage kann ein Verständnis wachsen für die verschiedenen Kulturen und die daraus resultierenden zum Teil unterschiedlichen Vorstellungen zur Agrarpolitik‘.

Das Treffen war das Zweite in einem Zyklus von insgesamt drei Seminaren, die von der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands gemeinsam mit ihrem französischen Partnerverband MRJC und jungen Erwachsenen aus dem Landkreis Klodzko in Polen geplant und durchgeführt werden.

Die KLJB ist ein Jugendverband mit 70.000 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im ländlichen Raum und setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung und Gerechtigkeit in der Einen Welt ein.

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WLV: Einkommen auf Talfahrt

Themen: Archiv — info @ 12:12

Einbruch in der westfälisch-lippischen Landwirtschaft um fast 40 Prozent im Schnitt – WLV-Präsident Möllers fordert Konsequenzen der Politik aus der wirtschaftlichen Entwicklung – Veredlungsbetriebe und Ackerbau am stärksten betroffen

Münster (agrar.de) – Drastisch verschlechtert hat sich die wirtschaftliche Lage der westfälisch-lippischen Landwirtschaft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2002/2003. Das Unternehmensergebnis im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe brach nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) um 39 Prozent auf 23.199 Euro ein. Bereits im Vorjahr mussten die westfälisch-lippischen Landwirte Einkommenseinbußen von durchschnittlich 15 Prozent hinnehmen.

‚Diese derzeit äußerst schwierige wirtschaftliche Situation ist nicht nur Folge des Marktes oder der EU-Agrarpolitik, auch die nationale Politik ist mitverantwortlich‘, so Präsident Franz-Josef Möllers. ‚Die politisch Verantwortlichen müssen endlich begreifen, dass nationale Alleingänge die Wettbewerbsstellung der heimischen Landwirtschaft und damit die Einkommenschancen verschlechtern. Damit muss Schluss sein.‘

Aktuelle Prüfsteine hierfür seien jetzt neben den nationalen Verordnungen zur Schweine- und Hennenhaltung insbesondere die Steuer- und Finanzentscheidungen. Daher seien Bundestag und Bundesrat im laufenden Vermittlungsausschussverfahren aufgefordert, die von der Bundesregierung geplanten massiven Sonderopfer für die Bauern zurückzunehmen und eine Gleichbehandlung durchzusetzen. Die von der Bundesregierung geplanten Steuererhöhungen beim Agrardiesel und Beitragserhöhungen bei den landwirtschaftlichen Sozialversicherungen verschärften den Druck auf die Einkommen der Landwirte weiter, so Präsident Möllers. ‚Natürlich sind wir bereit, unseren Sparanteil zu erbringen, aber bitte nur im Verhältnis zu unserem Beitrag zum Bruttosozialprodukt und unserem Anteil an der Bevölkerung.‘

Hauptursache des Einkommensbruchs im abgelaufenen Wirtschaftsjahr waren die deutlichen Rückgänge bei den Erzeugerpreisen von Schlüsselprodukten wie Schweinefleisch, Milch und Getreide. Je nach Betriebsform entwickelten sich die Unternehmensergebnisse der Betriebe unterschiedlich: Besonders negativ betroffen waren die Veredlungsbetriebe (Schweine-, Hühnerhaltung). Sie mussten im zweiten Jahr hintereinander einen massiven Rückgang erleiden; das Einkommen ging um durchschnittlich 55 Prozent auf 27.387 Euro zurück. Die auf Ackerbau spezialisierten Marktfruchtbetriebe erzielten mit 23.088 Euro im Durchschnitt ein um 40 Prozent geringeres Unternehmensergebnis. Unter den Futterbaubetrieben hatten die Milchviehbetriebe mit 26.425 Euro ein 25 Prozent geringeres Unternehmensergebnis als im Vorjahr.

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BBV: Eine schöne Bescherung

Themen: Archiv — info @ 11:12

Aktion des Bayerischen Bauernverbandes zu den Sparplänen der Bayerischen Staatsregierung

München (agrar.de) – ‚Unseren Bauern eine 15-prozentige Sonderbelastung aufbürden zu wollen, ist ein vorweihnachtlicher Albtraum‘, empörte sich Jürgen Ströbel, Stellvertretender Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Das bayerische Sparpaket sei unfair und unternehmerfeindlich geschnürt worden. In einzelnen Bereichen im Agrar- und Forsthaushalt drohten existenzielle Einschnitte. Heute protestieren Bäuerinnen und Bauern aus dem Münchner Umland vor der Bayerischen Staatskanzlei gegen die Sparpläne der Staatsregierung.

Die bayerischen Bäuerinnen und Bauern seien sich ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst, betonte Ströbel. ‚Wir sind bereit, in dieser schwierigen Zeit konstruktiv mitzugestalten. Aber die Lasten müssen auf alle Schultern fair und gleichmäßig verteilt werden‘, so Ströbel.

Der Kabinettsbeschluss mit weit überdurchschnittlichen Kürzungen im Landwirtschaftsbereich in Höhe von 15 Prozent wäre Gift für Investitionsplanungen. ‚Dabei brauchen wir doch gerade jetzt Unternehmer, die investieren und heimische Arbeitsplätze erhalten‘, sagte Ströbel. Insgesamt arbeiten über 700.000 Menschen in der Land- und Ernährungsbranche. Zudem bringen Investitionen auch dem Staat zusätzliche Steuereinnahmen.

Ströbel wies auf die große Gefahr hin, dass mit den Sparplänen für 2004 den Bauern tatsächlich das bis zu Fünffache des bayerischen Sparbetrages verloren geht. Der Grund: Wenn Programme gekürzt werden, die von Bund und EU mitfinanziert werden (z.B. Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete oder Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm), würden damit die entsprechenden Finanzierungsmittel aus Berlin bzw. Brüssel ebenso verloren gehen.

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Verbot der Ständerhaltung von Pferden in Baden-Württemberg

Themen: Archiv,Pferde — info @ 11:12

Stuttgart (agrar.de) – Der Landesbeirat für Tierschutz hat in seiner letzten Sitzung begrüßt, dass das Verbot der Ständerhaltung von Pferden in Baden-Württemberg umgesetzt wird. Dies teilte das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum heute mit. Noch bestehende Ständerhaltungen müssen bis zum 1. Oktober 2005 auf tiergerechtere Haltungssysteme umgestellt werden. Das Ministerium hat die nachgeordneten Behörden hierauf hingewiesen und gebeten, die Tierhalter darüber zu informieren und erforderlichenfalls zu beraten.

Eine dauerhafte Ständerhaltung von Pferden ist nicht mehr zulässig, da Pferde als bewegungsaktive Tiere täglich eine mehrstündige Bewegungsmöglichkeit außerhalb einer Anbindehaltung haben müssen. Es wurde nochmals betont, dass Förderungen von Tierhaltungen seitens des Landes grundsätzlich nur dann erfolgen, wenn u.a. auch die tierschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden.

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