31. Dezember 2003

Künast zum Jahreswechsel

Themen: Archiv — info @ 13:12

Berlin (agrar.de) – Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Renate Künast zum Jahreswechsel 2003/2004:

‚Liebe Bäuerinnen und Bauern,

das Jahr 2003 neigt sich seinem Ende zu. Hinter uns liegen wichtige, aber auch sehr anstrengende Monate.

Als im Vorjahr die Fluten über unser Land hereinbrachen und viele Menschen in Not stürzten, wurden sie mit einer Welle an Solidarität beantwortet. Vielerorts sind die Spuren der Verwüstung zum Glück kaum noch sichtbar. Die Erfahrung herausragender Mitmenschlichkeit wird jedoch hoffentlich bleiben.

Auch dieses Jahr war klimatisch schwierig, wenn auch ganz anders: Flora und Fauna hatten mit der Dürre zu kämpfen, deren Auswirkungen zum Beispiel auf unsere Wälder immer noch nicht absehbar sind. Auch dieses Mal waren Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, besonders betroffen. Die Bundesregierung hat nach Kräften Beistand geleistet, was angesichts der finanziell angespannten Lage eine große Herausforderung war.

Das Jahr 2004 wird zumindest haushälterisch erst einmal nicht einfacher werden. Jedoch gehen wir nicht ohne Grundstein für eine bessere Zukunft in das neue Jahr: Die Bundesregierung hat noch in diesem Jahr mit der Opposition eine Einigung über wesentliche Reformvorhaben erzielen können, die sich bereits ab dem nächsten Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger auszahlen sollen. Die Steuerreform kommt mit dem Ziel, die Konjunktur anzukurbeln und die Stimmung in unserem Land zu verbessern.

Die Stimmung ist in allen Wirtschaftsbereichen ein ganz wesentlicher Faktor für die sogenannte Psychologie der Unternehmen. Aufbruch und Aufschwung bedürfen einer positiven Grundstimmung und Erwartungshaltung.

Das gilt auch und vielleicht sogar in besonderem Maße für die Landwirtschaft. Dabei gibt es einen weiteren Faktor, der für Ihr Unternehmen wichtig ist: Planungssicherheit. Wir haben in diesem Jahr mit den Beschlüssen zur EU-Agrarreform dafür EU-weit eine wesentliche Grundlage geschaffen. Im November konnten wir uns mit den Bundesländern auf die nationale Umsetzung verständigen. Das neue System wird für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgen, die Förderung den Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher, d. h. der Steuerzahler, anpassen und damit zur besseren Akzeptanz dieser Förderung beitragen und schließlich eine gute Grundlage für die Erweiterung der EU schaffen.

Wichtig bei allen Schwierigkeiten, die nicht nur von der ganzen Gesellschaft, sondern auch ganz persönlich von Ihnen auf Ihrem Hof gemeistert werden wollen, ist bei diesem Jahreswechsel, dass die Freude über die Erweiterung der EU um 10 weitere Mitglieder nicht geschmälert wird. Deutschland wird in Zukunft im Herzen der EU-25 liegen, einem Europa des Friedens, der Freiheit und der Solidarität – und damit auch einem Europa der neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich ab dem 1. Mai des kommenden Jahres aus diesem bevölkerungsstärksten Binnenmarkt der Welt für Sie als Unternehmerinnen und Unternehmer ergeben!

Der britische Philosoph und Wissenschaftslogiker Karl Raimund Popper (1903-94) hat es treffend formuliert: ‚Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muss sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht.‘

Wir im Bundesverbraucherministerium nehmen diese Herausforderung an und setzen auf Sie, die Bäuerinnen und Bauern als wichtige Partnerinnen und Partner. Nutzen Sie das nächste Jahr, um ‚Zukunft zu bauen‘, als wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Vertrauen Sie auf Ihre Möglichkeiten und Innovationskraft!

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!

Ihre Renate Künast

Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

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Sonnleitner zum Jahreswechsel

Themen: Archiv — info @ 10:12

Berlin (agrar.de) – DBV-Präsident Gerd Sonnleitner zum Jahreswechsel 2003/2004:

‚Liebe Bäuerinnen, Bauern und Landjugendliche,

mit dem Jahreswechsel verbinden auch die Bauernfamilien Erwartungen und Hoffnungen für ein besseres neues Jahr. Schaffen wir 2004 den so sehnlich erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland und Europa? Findet Europa die Kraft, auch ohne förmliche Verfassung ein Hort des Friedens, der Freiheit und des relativen Wohlstandes zu bleiben und dies ohne Verwerfungen auf die mittel- und osteuropäischen Neumitglieder zu übertragen? Lassen sich auf den Agrarmärkten wieder steigende Erzeugerpreise durchsetzen, damit sich die im zurückliegenden Jahr förmlich abgestürzten bäuerlichen Einkommen wieder erholen?

Das zurückliegende Jahr hat gezeigt, wie wertvoll eine geradlinige und nachhaltige Argumentation des Berufsstandes ist. Das Umfeld vom Wetter über die Märkte bis zur Politik war mehr als schwierig. Wir waren als Bauernfamilien und als Berufsstand in vielfacher Weise gefordert. Als Bauernverband haben wir frühzeitig und klar Position bezogen und Lösungskonzepte vorgestellt, zur EU-Agrarreform und zu ihrer nationalen Umsetzung genauso wie zur überproportionalen Belastung der Landwirte im Haushaltsbegleitgesetz oder zur Preismisere auf dem Milch- und Schlachtschweinemarkt. Für die von der Dürre am stärksten betroffenen Landwirte konnten wir staatliche Hilfsmaßnahmen durchsetzen. Kurz vor Jahresende hat sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat von unseren Argumenten überzeugen lassen – die geplanten Sonderopfer der Landwirtschaft durch das Haushaltsbegleitgesetz sind vom Tisch.

Doch in den Betrieben herrscht weiterhin Unsicherheit wegen fehlender Klarheit über das Entkopplungsmodell. Wir werden in 2004 weitere Überzeugungsarbeit bei Bund und Ländern leisten, damit sich die nationale Umsetzung der EU-Agrarreform nicht gegen unsere aktiv wirtschaftenden Bauernfamilien richtet. Alle Berechnungen belegen aufs Neue, dass es kein optimales Modell der Entkopplung der Prämienrechte gibt. Unsere grundsätzliche Kritik an den Luxemburger Beschlüssen bestätigt sich leider. Umso wichtiger ist es, dass die Milchbauern nicht zusätzlich zu den Luxemburger Reformbeschlüssen auch noch in der nationalen Umsetzung zu den großen Verlierern gemacht werden. Weil jegliche Form der Regionalisierung, auch in einem Kombimodell, die Milchbauern viel Geld kosten kann, kommt für uns bei Milch nur eine betriebsindividuelle Entkopplung in Frage.

Die vom Bauernverband seit der letzten Grünen Woche durchgeführte bundesweite Kampagne ‚Lebensmittel sind mehr wert!‘ hat dazu beigetragen, dass die vorgesehenen massiven Preiskürzungen der Discounter im Trinkmilchbereich im vergangenen Frühjahr verhindert wurden. Auch wenn dies ein diffiziles Gebiet ist, so fordern wir doch von unseren Molkereien jetzt ernsthaft die Bildung von gemeinsamen Verkaufsunternehmen – gerade bei zentralen Produkten wie H-Milch – zu betreiben. Der Macht des Handels muss ein entsprechendes Gegengewicht entgegengestellt werden. Schon in wenigen Wochen stehen die nächsten Preisgespräche an. Im Lebensmittelhandel und beim Verbraucher wird letztlich über die Perspektiven unserer Höfe und unserer jüngeren Generation entschieden.

Auch für das Neue Jahr werden wir in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion gefordert sein. Getreu der Aussage von Henry Ford, wonach es viel mehr Leute gibt, die freiwillig aufstecken, als solche, die echt scheitern, werden wir als Bauernverband weiter hartnäckig für die Interessen der Bauern und ihrer Familien eintreten. Was Bundespräsident Johannes Rau beim letzten Erntedankfest sagte, ist doch Rückenwind für uns und unsere Arbeit. Wir wären ein armes Volk, so der Bundespräsident, wenn wir die ländlichen Regionen mit den Landwirten nicht hätten. Dafür zuständig sei auch ein Berufsstand, der gut aufgestellt sei, selbstbewusst mit der Gesellschaft kommuniziere und für seine Interessen auch hart streite.

In diesem Sinne wünsche ich allen Bäuerinnen und Bauern, allen jungen Menschen in den Betrieben, allen im Berufsstand tätigen Ehren- und Hauptamtlichen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2004.‘

Gerd Sonnleitner Präsident des Deutschen Bauernverbandes

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30. Dezember 2003

Auktionsergebnisse der Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 16:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG am Dienstag, dem 30. Dezember wurden von insgesamt 480 angebotenen Schweinen 480 Schweine verkauft, davon 480 Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,10 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,10 Euro bis 1,11 Euro zur Lieferung am Anfang der kommenden Woche. Es wurden drei Partien gehandelt.

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DBV: In Deutschland sind Lebensmittelpreise mit am günstigsten

Themen: Archiv — info @ 10:12

Verbraucher ’sparen‘ jährlich 8 Milliarden Euro

Berlin (agrar.de) – Die Verbraucher geben im Durchschnitt nur noch 12 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus sowie zusätzliche 4 Prozent für alkoholische Getränke und Tabakwaren. Noch in den 70iger Jahren waren es fast 30 Prozent, in den 50iger Jahren sogar über 40 Prozent, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV). Die Gründe für den Rückgang des Anteils der Lebensmittelausgaben liegen ebenso in den Einkommenssteigerungen wie in einem unterdurchschnittlichen Anstieg der Lebensmittelpreise. Im EU-Vergleich entwickelten sich die Preise für Lebensmittel einschließlich Getränke und Tabakwaren in Deutschland am günstigsten. Ein vergleichbarer Warenkorb mit Nahrungsmitteln ist nur in Griechenland, Portugal und Spanien preisgünstiger.

Im Wirtschaftsjahr 2002/2003 sank der Index der Lebensmittelpreise um 1 Prozent, während der Preisindex der übrigen Lebenshaltungskosten um 1,3 Prozent anstieg. Seit 1995 sind die Lebensmittel jährlich nur um 0,8 Prozent teurer geworden, die übrigen Lebenshaltungskosten dagegen mit jährlich 1,5 Prozent fast doppelt so teuer. Verteuerungen im Handel und beim Transport in der Be- und Verarbeitung sowie bei der Verpackung von Lebensmitteln führten dazu, dass sich die niedrigen Agrarpreise nicht noch deutlicher auf die Lebensmittelpreise ausgewirkt haben, stellte der DBV fest. Seit 1995 fiel der Preisanstieg der Lebensmittel mit 6 Prozent im Vergleich zu Preissteigerungen bei Wohnungsmieten mit 14 Prozent oder bei Freizeit und Kulturdienstleistungen mit 25 Prozent eher bescheiden aus. Nutznießer dieser Entwicklung ist eindeutig der deutsche Verbraucher, der durch den geringeren Anstieg der Lebensmittelpreise im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten jährlich über 8 Milliarden Euro pro Jahr spart. Die Kehrseite des Markt- und Preisdruckes auf wichtigen landwirtschaftlichen Märkten sind hingegen Einkommensverluste der deutschen Bauern, die im letzten Wirtschaftsjahr 2002/2003 mit Minus 25 Prozent zu Buche schlugen.

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29. Dezember 2003

Deutschland führend bei nachwachsenden Rohstoffen

Themen: Biogas,NaWaRos — info @ 16:12

Anbau in zehn Jahren verdreifacht

Berlin (agrar.de) – Deutschland ist in der Europäischen Union Spitzenreiter beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Weiterverarbeitung in Industrie und Chemie und zur Energiegewinnung. In den vergangenen zehn Jahren haben die deutschen Bauern die Anbaufläche verdreifacht, stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) in Berlin fest. In 2003 wurden auf fast 900.000 Hektar der 11,8 Millionen Hektar Ackerfläche nachwachsende Rohstoffe angebaut. Der dominierende nachwachsende Rohstoff ist Rapsöl, gefolgt von Stärke, Sonnenblumenöl, Zucker, Heil- und Faserpflanzen.

Diese innovative Entwicklung ist jedoch noch nicht beendet, betonte der DBV. Die Erfolgsstory der nachwachsenden Rohstoffe könne durch ein entsprechend novelliertes Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) weitere entscheidende Impulse erhalten. Die deutsche Landwirtschaft kann mit ihrem Potenzial an Biomasse zukünftig in der Lage sein, einen substantiellen Beitrag zur nationalen Energieversorgung zu leisten. So verdrängen 2,5 Kilogramm Energiegetreide ca. 1 Kilogramm Heizöl. Derzeit werden nur ca. 1,8 Prozent des Energieverbrauches in Deutschland aus Biomasse wie Holz, Energiepflanzen, Stroh und Biogas erzeugt. Der DBV geht davon aus, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren auf 10 Prozent zunimmt.

Dank moderner Verbrennungstechnologien können heute praktisch alle Biomassearten als Energiequelle dienen. Neben Energiegetreide und Raps eignen sich auch schnell wachsende Baumarten wie Weiden und Pappeln. Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie, die sowohl für die Wärme- und Strom- als auch für die Kraftstoffgewinnung bedarfsgerecht genutzt werden kann und kontinuierlich zur Verfügung steht. Dies hat den Vorteil, die Lücke zwischen der periodisch anfallenden Sonnen- und Windenergie zu füllen. Neben den Vorteilen des Klimaschutzes bietet die Bioenergie heute bereits rund 50.000 Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz, stellte der DBV fest.

Über die Vielfalt der nachwachsenden Rohstoffe und ihrer Nutzungsmöglichkeiten informiert der DBV vom 16. bis 25. Januar in Berlin auf einer Sonderausstellung anlässlich der Internationalen Grünen Woche.

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Sachsens Weinbestände so hoch wie noch nie

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,Statistik,Wein — info @ 16:12

Dresden (agrar.de) – Am 31. Juli 2003 lagerten bei den Sächsischen Erzeugern und Großhändlern mit 118.501 Hektolitern (hl) so hohe Weinbestände wie noch nie seit 1991. Diese entsprechen rund 15,8 Millionen 0,75-Liter-Flaschen, die noch vor Beginn der diesjährigen Weinlese in den Weinkellern lagerten.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, dominierte Rotwein mit 70.497 hl bzw. einem Anteil von über 59 Prozent am gesamten Weinbestand in Sachsen. Im Vorjahr wurden erstmals seit der Durchführung der Weinbestandserhebung in Sachsen mehr rote Weine (Anteil: 52 Prozent) als weiße Weine gelagert. Die Beliebtheit roter Weine führte in diesem Jahr zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände. So erhöhte sich der Rotweinbestand gegenüber dem Vorjahr insgesamt um etwa 17.400 hl. Mit mehr als 10.700 hl fiel die absolute Zunahme bei Rotweinen aus anderen EU-Ländern besonders hoch aus.

Bei den Weißweinen erfreuen sich Weine deutscher Herkunft weiterhin großer Beliebtheit. Wie schon in den letzten Jahren stammte der überwiegende Teil (49 Prozent) der in Sachsen gelagerten Weißweine aus deutschen Anbaugebieten. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich sein Anteil jedoch um rund 2 Prozent. Bei weißen Weinen aus anderen EU-Ländern (13 Prozent) hingegen ist gegenüber 2002 ein Anstieg um knapp 4 Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der aus Drittländern importierten Weißweine verringerte sich von 40 Prozent im Jahre 2002 auf 38 Prozent in diesem Jahr.

Nur 17 Prozent des sächsischen Weinbestandes aus Deutschland, das sind 4.735 hl, erreichten die höchste Qualitätsstufe: ‚Qualitätswein mit Prädikat‘ (2002: 19 Prozent). Der Bestand an sonstigen Qualitätsweinen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 6 Prozent. Insgesamt betrug der Anteil der Qualitätsweine am gesamten Weinbestand knapp 74 Prozent (2002: 79 Prozent). Etwa 10 Prozent der gelagerten deutschen Weine waren Landweine, knapp 12 Prozent Schaumweine.

Bei den Weinen aus anderen EU-Ländern überwogen Qualitätsweine sowie sonstige Weine (56 bzw. 26 Prozent), während sich der Schaumweinbestand weiter verringerte (knapp 6 Prozent). Tafelweine waren mit einem Anteil von etwa 13 Prozent am Gesamtbestand beteiligt. Eine Einordnung der Weine in die Kategorie Qualitätsweine mit Prädikat wird nicht vorgenommen.

Weine aus Drittländern werden nur in die Qualitäten Trinkwein, sonstiger Wein und Schaumwein eingestuft. Dabei wurden folgende Anteile ermittelt: 88 Prozent Trinkwein, knapp 12 Prozent sonstiger Wein und weniger als ein Prozent Schaumwein.

Links zum Thema Wein, Links zum Bundesland Sachsen.

DBV: Milcherzeuger stabilisieren – nicht destabilisieren

Themen: Archiv — info @ 15:12

Verband fordert: Milchprämie muss zu 100 Prozent beim Milcherzeuger bleiben

Berlin (agrar.de) – Die Milcherzeuger werden durch die europäische Agrarreform am stärksten betroffen. Die drastischen Preissenkungen bei Butter und Magermilchpulver werden ihnen durch die Ausgleichszahlungen nur zu 50 Prozent ausgeglichen. Nun droht den deutschen Milcherzeugern ein weiterer herber Schlag. Nach dem Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Umsetzung der EU-Agrarreform soll die Milchprämie ab 2007 schrittweise zu einer einheitlichen Flächenprämie abgebaut werden. ‚Dies würde eine schwere, zusätzliche Belastung für unsere zukunfts- und wettbewerbsorientierte deutsche Milchproduktion bedeuten‘, betonte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born.

Zudem verstoße dieser Gesetzentwurf elementar gegen die Vereinbarungen der Agrarminister von Bund und Ländern, die am 27.11.2003 in Anbetracht der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen für die Milcherzeuger beschlossen hatten, dass die Ausgleichszahlungen im Milchbereich gesondert zu behandeln seien. Der DBV wertet daher den jetzt bekannt gewordenen Gesetzentwurf als Affront gegen die deutschen Milcherzeuger. Der DBV fordert das BMVEL und Bund und Länder auf, ihr Wort zu halten und die Ausgleichszahlungen im Milchbereich zu 100 Prozent den Milcherzeugern zukommen zu lassen und nicht in eine einheitliche Flächenprämie zu überführen.

Links zum Thema Verbände.

Wachsender Geflügelbestand in Sachsen-Anhalt

Themen: Archiv — info @ 14:12

Halle (agrar.de) – Im Jahr 2003 wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben Sachsen-Anhalts 8,2 Millionen Stück Geflügel gehalten teilt das Statistische Landesamt mit. Das waren 6 Prozent mehr als vor zwei Jahren.

Während der Hühnerbestand mit gut 7 Millionen Tieren seit 1999 fast konstant blieb, wurde vor allem die Haltung von sonstigem Geflügel verstärkt. Mit 744.000 gezählten Truthühnern betrug der erneute Zuwachs des Bestandes 19 Prozent gegenüber 2001 bzw. 59 Prozent gegenüber 1999. Darüber hinaus hat sich der Entenbestand enorm erhöht: von 4.000 Enten im Jahr 2001 auf 297.000 im Jahre 2003.

Der mit 4,0 Millionen ermittelte Masthühnerbestand war gegenüber der letzten Geflügelbestandserhebung 2001 um 4 Prozent höher. Ebenso war eine Bestandserhöhung an Legehennen (1/2 Jahr und älter) auf 2,2 Millionen um fast 7 Prozent zu verzeichnen. Rückläufig – um fast ein Fünftel des Bestandes von vor zwei Jahren – war der ermittelte Junghennenbestand, was im Zusammenhang mit der Einschränkung der Legehennenhaltung in Käfigbatterien aufgrund der Hennenhaltungsverordnung zu sehen ist.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

27. Dezember 2003

Mehr Milch pro westfälisch-lippischer Kuh als je zuvor

Themen: Archiv — info @ 13:12

Platz drei im Bundesvergleich mit 7.986 kg Milch pro Kuh – Ergebnisse der Milchleistungsprüfung 2003

Münster (agrar.de) – Die westfälisch-lippischen Milchkühe, deren Leistung regelmäßig kontrolliert wird, gaben im Kontrolljahr 2003 (Zeitraum Oktober 2002 bis September 2003) durchschnittlich 7.986 kg Milch. Damit legten die heimischen Kühe im Vergleich zum Vorjahr um 106 kg Milch zu. Dies ergab nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) die Auswertung des Landeskontrollverbandes Westfalen-Lippe.

Die westfälisch-lippischen ‚Kontrollkühe‘ rangieren damit auf einem hervorragenden dritten Platz im Bundesvergleich, knapp geschlagen von den Kühen aus Sachsen-Anhalt (8.025 kg). An der Spitze liegen die Kühe aus Sachsen mit 8.034 kg.

Unter den Kreisen Westfalen-Lippes steht wieder Minden-Lübbecke mit durchschnittlich 8.567 kg Milch pro Kuh eindeutig an der Spitze. Dahinter folgen die Kühe im Kreis Recklinghausen mit 8.383 kg und Münster mit 8.255 kg Milch.

Die meiste Milch in Westfalen-Lippe stammt von den schwarzweiß gefleckten Kühen der Rasse Schwarzbunt. Von den insgesamt 167.700 geprüften Kühen gehören fast 65 Prozent dieser Rasse an. Auch bei den Milchleistungen liegen die Schwarzbunten gegenüber den Rotbunten vorn und erzielten mit einem Plus von 94 kg Milch zum Vorjahr eine Marke von 8.240 kg Milch. Damit übertrumpften sie die Rotbunten um 678 kg, deren Durchschnittsleistung 7.562 kg Milch betrug.

Rund drei Viertel aller westfälisch-lippischen Milchkühe sind in den Leistungsvergleich einbezogen. Im Durchschnitt leben ca. 40 Milchkühe in den Mitgliedsbetrieben des Landeskontrollverbandes, 1980 lag die Durchschnittskuhzahl noch unter 20 Kühen pro Betrieb.

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Miller: GAK-Mittel nicht weiter kürzen

Themen: Archiv — info @ 12:12

München (agrar.de) – Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller hat jetzt Bundesagrarministerin Renate Künast aufgefordert, die für die Landwirtschaft positiven Ergebnisse des Vermittlungsausschusses nicht über die Hintertür bei den Beratungen im Haushaltsausschuss zu unterlaufen. Seinen Worten zufolge darf insbesondere die Finanzausstattung der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) nicht noch weiter gekürzt werden. Gleichzeitig versichert der Minister, dass trotz der Sparbemühungen in Bayern die notwendigen Kofinanzierungsmittel für die Bindung der Bundesgelder im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe gesichert sind. Von einer weiteren Kürzung der Bundesmittel wären vor allem strukturverbessernde Maßnahmen im investiven Bereich betroffen. Miller: ‚Dies wäre gerade in der heutigen Zeit das falsche politische Signal.‘

Nach den vom Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz beschlossenen neuen Fördergrundsätzen für das Jahr 2004 werden in Bayern vor allem die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete sowie investive Förderprogramme mit 60 Prozent vom Bund und 40 Prozent vom Land gefördert. Die Ausgleichszulage kann auf dem jetzigen Niveau nur beibehalten werden, wenn der Bund sich nicht zurückzieht. Die Begrenzung der Ausgleichszulage auf Betriebe mit maximal 2,0 GV/ha wurde auch auf Druck von Bayern gegen den Willen des Bundes um weitere zwei Jahre hinausgeschoben.

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Thema Förderung.

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