06. November 2003

RLV: Deutsche Ställe machen nicht alle satt

Themen: Archiv — info @ 13:11

Bonn (agrar.de) – An den Überschüssen der Fleischproduktion in der Europäischen Union sind die deutschen Landwirte in vielen Bereichen gar nicht oder zumindest nur gering beteiligt. Zu viel erzeugt wird hierzulande nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) nur bei Rindfleisch, während Schweinefleisch, Schaf- und Geflügelfleisch zur Versorgung der Bundesbürger importiert werden müssen. Der Selbstversorgungsgrad bei Fleisch insgesamt lag im Jahr 2002 in Deutschland bei 93 Prozent.

Zu den Überschussländern zählen Dänemark mit einem Selbstversorgungsgrad von 367 Prozent, Irland mit 263 Prozent und die Niederlande mit 209 Prozent. Aber auch Belgien und Luxemburg produzieren mit 183 Prozent über dem eigenen Bedarf, ebenso Frankreich mit 112 Prozent und Spanien mit 109 Prozent. Auch Finnland mit 113 Prozent und Österreich mit 108 Prozent Selbstversorgungsgrad liegen leicht im Überschussbereich. Zu den Importländern zählt neben Deutschland Italien mit einem Selbstversorgungsgrad von 76 Prozent, Portugal mit 74 Prozent und das Vereinigte Königreich mit 71 Prozent. Ähnlich hoch wie in Deutschland liegt der Selbstversorgungsgrad in Schweden mit 87 Prozent. Den niedrigsten Selbstversorgungsgrad hat aber mit 53 Prozent Griechenland. Hier muss knapp die Hälfte des Bedarfs an Fleisch importiert werden.

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CDU: Bürokratie für die Jäger

Themen: Archiv — info @ 12:11

Bundesregierung war in Brüssel untätig

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Beratung des Gesetzentwurfes zur Verarbeitung und Beseitigung von nicht für den menschlichen Verzehr bestimmten tierischen Nebenprodukten im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Harry Carstensen, und die zuständige Berichterstatterin, Julia Klöckner%/%:

‚Der Gesetzentwurf sieht aus seuchenhygenischen Gründen vor, dass Jäger eine behördliche Ausnahmegenehmigung benötigen, wenn sie Geweihe und Gehörne des Schalenwildes selbst präparieren wollen oder Teile des Aufbruchs zum Anlocken des Wildes im Revier ausbringen und sogar wenn Jäger Küchen- und Speiseabfälle an ihren Jagdhund verfüttern. Dies ist zweifellos absoluter Unfug, da diese Dinge von den Jägern schon immer so ohne Seuchenproblem gehandhabt wurden.

Dies sieht wohl auch Rot-Grün so, denn sie fordern in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für eine Abschaffung der Bürokratie für die Jäger einzusetzen.

Dies zeigt nur allzu deutlich, dass die Bundesregierung bei den Beratungen der dem Gesetzentwurf zugrunde liegenden EG-Verordnung schlicht und einfach geschlafen hat. Dort ist man offensichtlich nur wach, wenn es darum geht, nationale Gesetze über die EU-Vorgaben hinaus zu Lasten der Land- und Forstwirtschaft zu verschärfen.‘

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Nordrhein-Westfalen: FFH-Flussgebiete „Vechte“ und „Steinfurter Aa“ sichern den Erhalt von bedeutenden Fischvorkommen

Themen: Archiv — info @ 12:11

Düsseldorf/Schöppingen (agrar.de) – Staatssekretär Dr. Thomas Griese hat heute gemeinsam mit Vertretern verschiedener Kommunen und Kreise, der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft und der Fischerei Verträge zum Schutz der Flussgebiete ‚Vechte‘ und ‚Steinfurter Aa‘ im Alten Rathaus der Gemeinde Schöppingen unterschrieben. Damit werden in Nordrhein-Westfalen nach der ersten Vereinbarung zum Fischschutz im Kreis Gütersloh zu den Sennebächen zwei weitere Vereinbarungen getroffen. Sie stehen im Zusammenhang mit der noch ausstehenden Nachmeldung von Teilen der ‚Vechte‘ und der ‚Steinfurter Aa‘ als FFH-Gebiete an die Europäische Union.

Staatssekretär Dr. Thomas Griese: ‚Mit dieser guten Zusammenarbeit haben alle Beteiligten Pionierarbeit geleistet. Gemeinsam sichern wir den Erhalt von bedeutenden Fischvorkommen in NRW. In wenigen Gesprächsrunden haben wir einen Ausgleich zwischen den vielfältigen Interessen des Naturschutzes, der Landwirtschaft, der Gewässerunterhaltung, der Fischerei und der Kommunen erzielt. Die Vereinbarungen dienen einem verträglichen Miteinander von Mensch und Natur. Damit leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erhaltung von natürlichen Lebensräumen und wildlebenden Tieren und Pflanzen.‘

Die ‚Vechte‘ ist ein naturnaher Fluss in der Sandlandschaft der Westfälischen Bucht. Das strukturreiche Gewässer im nordwestlichen Münsterland ist ein bedeutender Lebensraum für Fischarten, die auf Sandgewässer angewiesen sind. Der Fluss wird vor allem als Lebensraum für den regionaltypischen und bedeutsamen Bestand der Groppe geschützt. Die ‚Steinfurter Aa‘ weist zwar nur wenige naturnahe Abschnitte auf, da sie weitgehend begradigt und ausgebaut ist. Der Fluss beheimatet dennoch einen bedeutenden Bestand des Steinbeißers, der NRW-weit zu den größten zählt.

Im europäischen Netz ‚Natura 2000‘ werden für Nordrhein-Westfalen 513 FFH-Gebiete mit einer Flächengröße von 183.391 Hektar enthalten sein, was rund 5,4 Prozent der NRW-Landesfläche entspricht. Die Gebiete ‚Vechte‘ und ‚Steinfurter Aa‘ sind u.a. als nachzumeldende Gebiete vorgesehen, da die EU-Kommission für NRW den Bedarf geringfügiger Erweiterungen und Neumeldungen für bestimmte Lebensraumtypen und -arten festgestellt hatte. Damit kommt NRW der EU-weiten Verpflichtung nach, Schutzgebiete zum Aufbau eines zusammenhängenden ökologischen Netzes zu melden.

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Senkung des Stillegungssatzes: Verbände fordern baldigen Beschluss

Themen: Archiv — info @ 12:11

Brüssel (agrar.de) – Am 4. November hat EU-Agrarkommissar Franz Fischler in einem Vortrag bei der Christian Academy for European Dialogue in Leuven angekündigt, dass die Kommission eine Senkung des Stillegungssatzes von 10 Prozent auf 5 Prozent für das Wirtschaftsjahr 2003/2004 vorschlagen werde.

In diesem Zusammenhang erklärte COPA/COGECA-Generalsekretär Franz-Josef Feiter, dass COPA und COGECA sich nun einen umgehenden Beschluss der Kommission und des Rates erwünschen. In der Tat ist die Vorbereitung des kommenden Wirtschaftsjahres im Gange. Die Erzeuger müssen die Möglichkeit haben, dem anstehenden Beschluss Rechnung zu tragen.

Auch Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) begrüßt den Vorschlag ausdrücklich. Der DRV hatte sich bereits nach der diesjährigen Ernte für diesen Schritt ausgesprochen.

Aufgrund der dürrebedingt außerordentlich schlechten Ernteergebnisse gerät der europäische Getreidemarkt zunehmend in eine schwierige Versorgungslage. Mit der Halbierung des Stilllegungssatzes kann die europäische Landwirtschaft die EU-Getreidebilanz zur nächsten Ernte aus eigener Kraft ausgleichen.

Auch wenn die Herbstaussaat bereits abgeschlossen ist, wird nach Auffassung von Nüssel durch eine stärkere Inanspruchnahme von Sommergetreide-Flächen die Versorgungsbilanz weiter verbessert, ohne dass zusätzliche Drittlandsimporte erforderlich sind.

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NABU fordert mehr Anstrengungen bei Reduktion des Flächenverbrauchs

Themen: Archiv — info @ 10:11

Bonn/Berlin (agrar.de) – Anlässlich der heute vom statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten hat der Naturschutzbund NABU Bund, Länder und Gemeinden aufgefordert, weitere Schritte zur Verringerung des fortschreitenden Flächenverbrauchs einzuleiten. ‚Noch immer geht deutlich zuviel wertvoller Natur- und Lebensraum hierzulande als Siedlungs- und Verkehrsfläche verloren‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Hinweis des Statistischen Bundesamtes, dass die Reduktion des täglichen Flächenverbrauchs von täglich 117 auf durchschnittlich 105 Hektar überwiegend durch die konjunkturelle Entwicklung nicht aber durch eine Trendwende begründet sei, müsse ernst genommen werden.

‚Wir fordern Bund, Länder und Gemeinden auf, die Reduktion des Flächenverbrauchs gezielt anzustreben, anstatt die Entwicklung konjunkturellen Höhen und Tiefen zu überlassen‘, so Tschimpke. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie, die als Ziel eine Verringerung des Flächenverbrauchs auf täglich 30 Hektar bis zum Jahr 2020 vorgebe, habe die Bundesregierung selbst die richtige Richtung vorgegeben. Große Chancen für eine echte Trendwende lägen laut NABU bei der nachhaltigen Reform der Gemeindefinanzen. So müsse etwa die Grundsteuer zukünftig Anreize zur Reduktion des Flächenverbrauchs bieten und gleichzeitig die Einnahmesituation der Kommunen spürbar verbessern.

‚Die Grundsteuer sollte zukünftig sowohl den Bodenwert als auch die Grundstücksfläche einbeziehen‘, so Tschimpke. Bei einem flächensparenden Reihenhaus würde eine nachhaltige Grundsteuer nur zu einer geringfügigen Mehrbelastung führen, während freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser und vor allem flächenzehrendes Gewerbe sowie der Handel um den Faktor drei bis sechs deutlich höher belastet würden. Die Kommunen würden dadurch Mehreinnahmen in Höhe von rd. 8 Mrd. Euro erzielen. Entlastungen könnten durch den Wegfall der Grunderwerbsteuer für bebaute und erschlossene Grundstücke erreicht werden. Dies wäre auch ein positiver Anreiz, zukünftig mehr Brachflächen als bisher einer neuen Nutzung zuzuführen. Einer flächensparenden Siedlungsentwicklung würde durch die bestehende Grundsteuer entgegengewirkt, da bebaubare Grundstücke und die wegen des hohen Anteils an Erschließungsflächen stark flächenzehrenden Ein- und Zweifamilienhaussiedlungen am geringsten belastet würden.

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Niedersachsen: Milcherzeugern fehlen 60 Mio. Euro in der Kasse

Themen: Archiv — info @ 10:11

Abwärtstrend bei den Preisen nur gebremst – Molkereien bauen ihre Marktsituation aus

Verden (agrar.de) – Der starke Abwärtstrend bei den Milchpreisen wurde im laufenden Jahr etwas gebremst, eine grundlegende Trendwende zeichnet sich allerdings noch nicht ab. Den niedersächsischen Milcherzeugern werden am Ende des Jahres durchschnittlich 1,2 Cent je Kilogramm gegenüber dem Vorjahr fehlen, teilte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen auf ihrer Mitgliederversammlung in Verden mit. Bei einer prognostizierten Menge von rund fünf Milliarden Kilogramm Milch fehlen den etwa 17.000 Milchviehhaltern zwischen dem Harz und der Nordsee rund 60 Millionen Euro in der Kasse. Je Betrieb entspricht das bei einer durchschnittlichen Betrachtung etwa 3.600 Euro. Der durchschnittliche Auszahlungspreis dürfte sich bis zum Jahresende auf einen Wert von 27 bis 27,5 Cent/Kilogramm eingependelt haben.

Deutlich ausgebaut haben die 24 verarbeitenden niedersächsischen Molkereien ihre Marktposition in bestimmten Kernbereichen. Pulver, Butter und Käse zählen zu den wichtigsten Produktsegmenten, hier konnten die Milchverarbeitungsunternehmen im laufenden Jahr ihren bundesweiten Produktionsanteil deutlich ausbauen. Auch bei Sauermilch, Kefir- und Joghurterzeugnissen sowie Buttermilchprodukten und Sahne wurde die Erzeugung ausgedehnt, die sommerliche Hitze wirkte sich hier stimulierend auf die Nachfrage aus. Aber auch Hart-, Schnitt- und Weichkäse weisen in der Produktionsstatistik ein deutliches Plus aus, hier sorgte der wieder anziehende Exportmarkt für ein deutliches Plus. Daneben sind die niedersächsischen Molkereien weiterhin stark in der Produktion länger haltbarer Produkte, dies ist ein Tribut an die marktferne Lage.

Sorgen bereitet der niedersächsischen Milch- und Molkereiwirtschaft wie der Branche bundesweit der starke Preisdruck durch den Einzelhandel. Besonders hart umkämpft ist der Buttermarkt. Hier wurden durch langfristig abgeschlossene Kontrakte die Mechanismen von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt. Auf dem Käsemarkt macht sich der anhaltende Trend zu Selbstbedienungstheken ebenfalls nachteilig auf die Preisentwicklung bemerkbar. Die fertig aufgeschnittene und vorgepackte Ware in den Selbstbedienungstheken fällt nicht in das hochpreisige Segment und drückt damit ebenfalls die Rendite. Dies geht ebenfalls zu Lasten der Molkereien und der Milcherzeuger.

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Finanzausschuss beschließt Steuerbegünstigung von Biokraftstoffen

Themen: Archiv,Kraftstoffe — info @ 09:11

Berlin (agrar.de) – Zum Finanzausschussbeschluss über die Steuerbefreiung von Biokraftstoffen erklären Christine Scheel, finanzpolitische Sprecherin, und Hans-Josef Fell, technologiepolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Heute hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags umfassend beschlossen, Biokraftstoffe von der Mineralölsteuer zu befreien. Damit sind künftig Biogas, synthetisches Benzin und Diesel aus fester Biomasse, Bioethanol, Biomethanol und Wasserstoff aus Biomasse sowie Fettsäuremethylester steuerbegünstigt.

Mit der neuen Regelung wird nun auch die Beimischung von Biokraftstoffen bei Mineralölen künftig steuerfrei zugelassen. Nach Verabschiedung und Inkrafttreten dieser Änderungen wird für den Anteil beigemischter Biokraftstoffe bei Diesel und anderen Mineralölen bis Ende 2009 keine Mineralölsteuer mehr erhoben.

Die Steuerbegünstigung der Beimischung von Biokraftstoffen soll der Biokraftstoffbranche den nötigen Anschub geben. Breite Unterstützung gibt es deshalb aus den Naturschutzorganisationen, der Wissenschaft, der Automobilindustrie und dem Bauernverband.

Mit dem Gesetz soll außerdem der deutsche Biokraftstoffmarkt künftig unter anderem vor dem Import von Bioethanol unbekannter Herkunft und Güte geschützt werden. Hierzu sind spezielle Kontroll- und Überwachungsbestimmungen aufgenommen worden.

Die Steuerbegünstigung und der Schutz gerade von Bioethanol sind die Voraussetzung für viele Landwirte und Alkoholproduzenten gebrannten Alkohol nicht nur als Getränk, sondern auch als Biokraftstoff zu vermarkten und so ihre Existenz mit abzusichern.

Die Vorteile der Biokraftstoffe liegen darin, dass:

– der Ausstoß von Klimagasen deutlich gesenkt werden kann;

– die Abhängigkeit vom Erdöl als Kraftstoff verringert wird;

– die Potenziale für Biokraftstoffe auch im biologischen Anbau sehr hoch sind;

– der Naturschutz profitiert, indem etwa die durch Landschaftspflegemaßnahmen anfallende Biomasse einer ökonomischen Verwertung zugeführt werden kann;

– die Landwirte neue Einkommensmöglichkeiten erschließen können, auch in einer ökologischen Landwirtschaft, und dass aufgrund der Steuerbefreiung neue Technologien entwickelt werden, die künftig auch exportiert werden können.‘

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Sachsen: Landwirte für artgerechte Schweine- und Rinderhaltung ausgezeichnet

Themen: Archiv — info @ 09:11

Dresden (agrar.de) – Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Sachsens hat sieben Landwirtschaftsbetriebe für ihre besonders artgerechte Rinder- und Schweinhaltung ausgezeichnet. Minister Steffen Flath lobte die Unternehmen, die für ihre Tiere Haltungsbedingungen geschaffen haben, die zum Teil weit das über gesetzlich geforderte Maß hinausgehen. In Zeiten, in denen negative Schlagzeilen überwiegen würden, sei es wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass ’sächsische Landwirte es sehr gut verstehen, auch mit großen Tierbeständen artgerecht und umweltverträglich gesunde Lebensmittel zu erzeugen‘, so Flath.

Im Landeswettbewerb ‚Tiergerechte und umweltverträgliche Haltung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel in der Landwirtschaft‘ wurden in der Sparte Milchvieh-, Kälber- und Jungviehbetriebe anlässlich des ‚Sächsischen Milchrindtages 2003‘ am 5. November in Großolbersdorf (Mittlerer Erzgebirgskreis) die folgenden sechs Betriebe ausgezeichnet: Die GbR Kupfer aus Trebsen (Muldentalkreis) hält ihre Milchkühe in Boxenlaufställen, für die Jungrinder gibt es Einzel- und Gruppeniglus mit Auslauf bzw. Tiefstreu-Laufställen. Die Steigerung der Milchleistung auf überdurchschnittlich 10 000 Liter Milch je Kuh zeugen von den guten Haltungsbedingungen. Die Polkenberger Agrargenossenschaft aus Bockelwitz (LKrs. Döbeln) bewarb sich mit einem neugebauten Offenfrontstall mit Tiefstreu, der 80 trächtigen Rindern beste Bedingungen bietet. In der Erzgebirgischen Agrargenossenschaft Forchheim e.G. in Pockau (Mittlerer Erzgebirgskreis) wurde nach Rekonstruktion und Modernisierung der Milchviehhaltung auch der Kälber- und Jungviehbereich umgebaut. Die Agrargenossenschaft ‚Oberes Elbtal‘ Reinhardtsdorf e.G. (LKrs. Sächsische Schweiz) erhielt die Auszeichnung ebenfalls für ihren neu gestalteten Kälberstall, durch den sich Stallklima und Tiergesundheit spürbar gebessert haben. Umgestellt wurde auch die Gülleverwertung im Betrieb. Grund für die Ehrung der Landgut Neustadt GmbH (Vogtlandkreis) ist ihr weitsichtiges Management. Das Unternehmen verfügt über einen sehr hohen Grünlandanteil, jedoch nicht über eine eigene Milchviehhaltung. Dadurch steht auch kein Jungvieh zur Beweidung der Flächen zur Verfügung. Die Neustädter haben mit einem benachbarten Milchbetrieb vereinbart, deren Jungtiere aufzuziehen. Dafür wurde ein bisher leer stehender Stall modernisiert. Ausgezeichnet wurde auch das Agrarunternehmen ‚Lommatzscher Pflege‘ aus Barmenitz (LKrs. Meißen), die für ihre 850 Kühe moderne Laufställe mit eingestreuter Fress-Liege-Boxen geschaffen haben.

Zu den Siegern in der Kategorie Schweinehaltung gehört der gehört der Betrieb von Matthias Dietzsch aus Netzschkau (Vogtlandkreis). Die Mastschweine werden in Großgruppen auf Tiefstreu gehalten und haben doppelt soviel Platz wie in der EU-Haltungsvorschrift vorgegeben.

Seit Start des Wettbewerbes im Jahr 1992 nahmen rund 240 Betriebe am Wettbewerb teil. In diesem jahr waren es insgesamt 20. Der Landeswettbewerb wird auch 2004/05 fortgesetzt. Neu dabei ist, dass sich auch Pferdehalter am Wettbewerb beteiligen können. Außerdem wird er künftig nicht für alle Tierarten zugleich, sondern im turnusmäßigen Wechsel für dieTierarten ausgeschrieben. Es beginnt 2004/05 mit Pferden und Geflügel.

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05. November 2003

Grüne: LKK Berlin bleibt seriöse Begründung für Beitragssteigerungen schuldig

Themen: Archiv — info @ 16:11

Berlin (agrar.de) – Zur Ankündigung der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung Berlin, die Krankenversicherungsbeiträge 2004 um mehr als 26 Prozent anzuheben erklären Cornelia Behm, Mitglied im Agrarausschuss, und Friedrich Ostendorff, Obmann m Agrarausschuss des Bundestages für Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) Berlin hat angekündigt, die Beiträge der Bauern zur Krankenversicherung im nächsten Jahr um über 26 Prozent anzuheben. Diese unangemessene Belastung der Bäuerinnen und Bauern entbehrt jeder Grundlage. Wir lehnen dies strikt ab.

Die LKK Berlin behauptet ferner, Grund für die angekündigten Beitragssteigerungen seien die Sparmaßnahmen der Bundesregierung. Diese Behauptung ist falsch und ignoriert die vorliegenden Fakten.

Tatsache ist, dass die landwirtschaftlichen Krankenkassen in den Neuen Bundesländern von der notwendigen Absenkung der Bundeszuschüsse zur Krankenversicherung der Altenteiler (landwirtschaftliche Rentner) kaum betroffen sind, da in diesen Kassen nur sehr wenige Altenteiler versichert sind. Unter Berücksichtigung der Kostenersparnisse durch die Gesundheitsreform sind in der LKK Berlin sogar Beitragssenkungen möglich.

Daran ändert auch der einmalige Abbau von Betriebsmitteln nichts. Das Argument der LKK Berlin, die Betriebsmittel seien nicht liquide, weisen wir zurück. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Betriebsmittel der landwirtschaftlichen Krankenversicherungen jederzeit verfügbar sein müssen. Daran hat sich auch die LKK Berlin zu halten. Wir sind daher sehr verwundert, wenn die LKK Berlin nun behauptet, die Betriebsmittel seien fest angelegt.

Wir haben in den parlamentarischen Verhandlungen größten Wert darauf gelegt, die notwendigen Einsparungen im Agrarhaushalt so auszugestalten, dass die Belastungen für die Betriebe ausgewogen sind und die Bäuerinnen und Bauern nicht über Gebühr belastet werden. Wir nehmen es nicht hin, dass nun eine einzelne Kasse versucht, sich unter Verbreitung falscher Informationen auf Kosten der Landwirte Vorteile zu verschaffen. Wir fordern daher die LKK Berlin auf, von den angekündigten Beitragssteigerungen Abstand zu nehmen.‘

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Rentenbank verteuert Sonderkredite

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 15:11

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite erhöht. Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘ und ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ verteuern sich mit sofortiger Wirkung um nominal 0,20 Prozentpunkte. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 4,60 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung 3,24 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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