28. November 2003

Backhaus: Ergebnisse der Berliner Agrarministerbesprechung gibt Landwirten notwendige Orientierung

Themen: Archiv — info @ 16:11

Berlin (agrar.de) – ‚Das Entscheidungsvakuum ist abgewehrt. Wir haben ein Ergebnis erzielt, das den Landwirten die Richtung weist und die notwendige Orientierung gibt‘, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) nach der Sonder-Agrarministerbesprechung am Donnerstag in Berlin.

Die Agrarminister der Länder und des Bundes hatten sich auf die Eckwerte zur nationalen Ausrichtung der Luxemburger Beschlüsse zur EU-Agrarreform verständigt. Danach haben sich die Bundesländer mit großer Mehrheit auf ein bundesweit einheitliches Kombinationsmodell geeinigt, an dessen Ende eine regional einheitliche Flächenprämie für die Betriebe steht. Die Mehrheit der Länder befürwortet dabei eine Umverteilung der Prämien sowohl zwischen den Betrieben als auch zwischen den Regionen.

Einig waren sich die Länderminister über den Zeitpunkt für den Beginn der Entkopplung im Jahr 2005. Von diesem Zeitpunkt an sollen die Prämien weitestgehend nicht mehr an die Produktion in den landwirtschaftlichen Betrieben gebunden sein. Diskussionsbedarf gibt es noch bei Prämienauszahlung im Bereich der Milch. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll dazu einen Lösungsvorschlag erarbeiten.

Minister Backhaus begrüßt die Ergebnisse von Donnerstag. ‚In meiner Zeit als Vorsitzender der Agrarminsterkonferenz ist es uns gelungen, einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung zu gehen‘, betonte er. Die Prämienzahlung in der Landwirtschaft müssen in Zukunft gesellschaftlich vertretbar sein und als Entlohnung für die Gemeinwohlleistung für die Gesellschaft anerkannt werden. Gleichzeitig seien die Betriebe gefordert, sich stärker an den Markt auszurichten.

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