08. Oktober 2003

Niedersachsen: Zahlen aus der Landwirtschaft 2003

Themen: Archiv — info @ 09:10

Hannover (agrar.de) Um einen umfassenden Überblick über die Veränderungen auf dem Agrarsektor innerhalb des Gebietes der Landwirtschaftskammer Hannover, des Landes Niedersachsen und der Bundesrepublik zu bekommen, veröffentlicht die Landwirtschaftskammer in jedem Jahr die ‚Zahlen aus der Landwirtschaft‘.

Auf insgesamt 90 Seiten sind die aktuellsten agrarstatistischen Daten – ausgehend von Auswertungen auf Landkreisebene – plausibel und übersichtlich dargestellt. Die wesentlichen Schwerpunkte des Nachschlagewerkes liegen in den Bereichen:

. landwirtschaftliche Strukturdaten, . Bodennutzung, Viehbestände sowie . Preise und Indizes.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen mittel- und langfristigen Datenreihen, die die Zahlen aus der Landwirtschaft zum viel beachteten Informationswerk für die Bereiche der Beratung und des Sachverständigenwesens gemacht haben.

Die ‚Zahlen aus der Landwirtschaft 2003‘ können beim Fachbereich 20.2 der Landwirtschaftskammer (Tel: 0511-3665-1334, Fax: 0511-3665-1505) zum Preis von 15 Euro angefordert werden.

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07. Oktober 2003

Saarland: 7.250 Hektar werden als FFH-Gebiete nachgemeldet

Themen: Archiv,Saarland — info @ 16:10

Mörsdorf: Saarland knüpft engagiert am europäischen Netz Natura 2000 mit

Saarbrücken (agrar.de) – Das Saarland hat weitere 7.250 Hektar für das europaweite ökologische Netz von Schutzgebieten nach Brüssel gemeldet. Damit wächst die Fläche der so genannten FFH-Gebiete im Land auf insgesamt 26.205 Hektar.

‚Das entspricht stattlichen 10,2 Prozent der Landesfläche und zeigt, dass das Saarland engagiert am europäischen Netz Natura 2000 mitknüpft‘, sagte Umweltminister Stefan Mörsdorf heute vor der Landespressekonferenz. ‚Diese große Zahl von Flächen für dieses Schutzgebietssystem macht deutlich, dass wir unsere Verpflichtung zum Schutz des Naturerbes sehr ernst nehmen‘, so der Minister weiter. Das Saarland hatte bereits im Jahr 2000 18.955 ha (entsprechend 7,4 Prozent der Landesfläche) als FFH-Gebiete angemeldet. Die jetzt erfolgte und vom Kabinett beschlossene Nachmeldung von Gebieten ist erforderlich, um den Anforderungen der Europäischen Kommission in vollem Umfang zu entsprechen. Alle Bundesländer und auch die übrigen Mitgliedsstaaten haben FFH-Gebiete nachmelden müssen. ‚Die vollständige und rasche Nachmeldung derartiger Gebiete liegt nicht nur im Interesse des Landes, sondern auch im Interesse der Gemeinden und der Wirtschaft‘, erläuterte Minister Mörsdorf. ‚Denn ohne abschließende Meldung besteht keine Rechts- und Planungssicherheit. Wir müssen sehen, dass bundesweit Gerichte Investitionsvorhaben zumindest verzögert haben, weil in den Genehmigungsverfahren die Vorgaben der FFH-Richtlinie nicht sauber abgearbeitet worden waren.‘

Die jetzt nachgemeldeten Gebiete betreffen flächenmäßig etwa zur Hälfte Wald, so weitere Teile des Warndtes, den Stiftswald St. Arnual und das Wogbachtal nördlich des Flughafens Ensheim. Weitere bedeutende Gebiete liegen im Moseltal oder betreffen die Flusstäler von Nied, Blies und Prims mit einigen ihrer Seitengewässer wie Löster und Oster sowie das Leukbachtal.

Die Nachmeldung von FFH-Gebieten hat besondere Bedeutung, weil die Europäische Kommission angekündigt hat, das derzeit ruhende Vertrags-Verletzungsverfahren gegen Deutschland wegen nicht fristgerechter Umsetzung der FFH-Richtlinie fortzuführen, sofern nicht zeitnah die Meldung weiterer FFH-Gebiete erfolgt.

Doch wie kam es zu der Nachmeldepflicht? Die Nachmeldepflicht ergab sich aus der Prüfung der Gebietsvorschläge der Mitgliedsstaaten, die im November 2002 in Potsdam im Rahmen eines biogeografischen Seminars stattfand und bei der die noch bestehenden Lücken des europaweitem Netzes NATURA 2000 identifiziert wurden. Mit der Nachmeldung von weiteren 7250 Hektar entspricht das Saarland dieser Nachmeldepflicht. Die Gebiete wurden dabei – so schreibt es die EU vor – ausschließlich nach fachlichen Kriterien ermittelt. Wichtig ist dabei unter anderem, dass das Saarland aus der FFH-Richtlinie die Verpflichtung hat, für 23 bei uns vorkommende Lebensraumtypen (‚Biotope‘) und 21 Tier- und Pflanzenarten entsprechende Flächen zu sichern (also zunächst zu melden). Aus der Überprüfung der EU ergab sich für einige Lebensraumtypen bzw. Tier- und Pflanzenarten eine Nachmeldeverpflichtung.

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Fränkische Winzer rechnen mit Spitzenjahrgang

Themen: Archiv — info @ 16:10

München (agrar.de) – Wenigstens die Winzer profitieren vom diesjährigen Super-Sommer. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller bei einer Pressekonferenz in München mitteilte, können sich die Liebhaber des Frankenweins heuer auf einen Spitzenjahrgang freuen. Bereits jetzt zeichnet sich laut Miller bei der Weinlese eine sehr hohe Traubenqualität mit Mostgewichten je nach Lage und Sorte von 100 bis 115 Grad Oechsle ab. Experten rechnen zudem mit einer guten Aromastruktur und bei den Rotweinen zusätzlich mit ausgezeichneter Farbe.

Die zu erwartende Spitzenqualität ist nach den Worten des Ministers auch ein Verdienst der fränkischen Winzer: ‚Sie haben mit ertragstabilisierenden Maßnahmen bewusst einen erfolgreichen Weg beschritten.‘ Die zu erwartenden Mengen liegen mit voraussichtlich 75 Hektoliter je Hektar fast 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel und unter der gesetzlich zulässigen Höchstertragsgrenze von 90 Hektoliter pro Hektar. Um ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen, haben die fränkischen Winzer selbst im August noch Trauben herausgeschnitten.

Mit der Weinlese konnte in diesem Jahr zwei bis drei Wochen früher begonnen werden. Die Lese der frühen weißen Rebsorten wie ‚Ortega‘, ‚Bacchus‘, ‚Müller-Thurgau‘ und der frühen roten Sorten wie ‚Portugieser‘ und ‚Domina‘ ist fast abgeschlossen. Derzeit befinden sich die Winzerinnen und Winzer in den Weinbergen, um die fränkische Sorte ‚Silvaner‘ einzuholen.

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Sachsen-Anhalt: Erhebliche Ertragseinbußen auch bei Kartoffeln

Themen: Archiv — info @ 15:10

Halle (agrar.de) – Die langanhaltende Trockenheit führt in Sachsen-Anhalt auch bei Kartoffeln zu erheblichen Ertragseinbußen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen aus der Besonderen Ernteermittlung werden in Sachsen-Anhalt rd. 473.800 Tonnen Kartoffeln geerntet, das sind 15 Prozent weniger als im Vorjahr teilt das Statistische Landesamt mit.

Insgesamt wird mit einem Hektarertrag von 327 Dezitonnen gerechnet, wobei große regionale Schwankungen zu verzeichnen sind. Während einige Landwirte auf den leichten Standorten Erträge unter 100 dt/ha hinnehmen mussten, ernteten die Landwirte in der Magdeburger Börde bis zu 650 dt/ha. Im Vergleich zum Vorjahr werden je Hektar voraussichtlich 76 dt oder 19 Prozent weniger gerodet. Das langjährige Mittel (1997 bis 2002) von 382 dt/ha wird um 14 Prozent nicht erreicht.

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Hohe Beanstandungsquote bei Rückstandsuntersuchungen von Weinblättern

Themen: Archiv — info @ 15:10

Wiesbaden (agrar.de) – ‚Das Staatliche Untersuchungsamt Hessen hat seit dem Jahr 2000 bis heute 114 unterschiedliche Proben an Weinblättern und Erzeugnissen daraus untersucht. Hierbei kam es zu 43 Beanstandungen (38 Prozent)‘, teilte heute der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel, in Wiesbaden mit. Dies sei eine für eine solche Lebensmittelgruppe hohe Beanstandungsquote.

Zur Untersuchung kamen Weinblätter, Weinblätter in Konserven, Weinblätter in Lake und gefüllte Weinblätter in Konserven. Die untersuchten Proben wurden in ganz Hessen mit einem Schwerpunkt in Südhessen gezogen. Die Herkunft der Proben verteilte sich wie folgt:

. Türkei: 74, davon 30 beanstandet (40 Prozent) . Griechenland: 24, davon 9 beanstandet (37 Prozent) . Deutschland: 11, davon 3 beanstandet (27 Prozent) . ohne Angabe: 5, davon 1 beanstandet (20 Prozent).

Die Beanstandungen aufgrund erhöhter Pestizidgehalte beliefen sich auf 30 Proben (26 Prozent); die übrigen 13 beanstandeten Proben seien wegen Kennzeichnungsmängeln, irreführenden Angaben und Verdorbenheit bemängelt worden, so Dietzel.

Die Rückstandsuntersuchungen ergaben Höchstmengenüberschreitungen an Pflanzenschutzmitteln von folgenden elf Wirkstoffen:

. Brompropylat . Chlorpyriphos . Chlorpyriphos-Methyl . Fenarimol . Metalaxyl . Nuarimol . Parathion-Ethyl . Procymidon . Quinalphos . Tetradifon . Triadimefon

In einer Konservenprobe Weinblätter wurde die zulässige Höchstmenge an Rückständen von Chlorpyriphos um das 96-fache überschritten.

Bei derartigen Beanstandungsfällen stellen die in Hessen für den Vollzug der amtlichen Lebensmittelüberwachung zuständigen Staatlichen Ämter für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen im Einzelhandel noch vorhandene Ware sicher; den Vertreibern wird eine Rückrufaktion auferlegt. Zwar bedeutet eine solche Höchstmengenüberschreitung zunächst noch keine akute Gesundheitsgefahr; gleichwohl sind derartige Beanstandungen, zumal in dieser Häufigkeit, unerwünscht und so rasch wie möglich abzustellen.

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Ehlen/Stächele: Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe muss gestärkt werden

Themen: Archiv — info @ 13:10

Stuttgart (agrar.de) – Zu einem Arbeitsgespräch in Stuttgart trafen sich der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL und sein niedersächsischer Amtskollegen Minister Hans-Heinrich Ehlen. Themen waren die Umsetzung der EU-Agrarreformen in nationales Recht, die Weiterentwicklung einer tierschutzgerechten und wettbewerbsfähigen Legehennenhaltung, die Beratungen zur Schweinehaltungsverordnung und weitere Umwelt- und wirtschaftspolitische Schwerpunkte. Zum Arbeitsprogramm gehörten auch Besuche und Gespräche beim Landtag von Baden-Württemberg und beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart.

‚Die Umsetzung der EU-Agrarreformen stellt die nationale Politik vor eine große Herausforderung‘, erklärten die Minister Stächele und Ehlen in Stuttgart. Die von der EU vorgesehene Einführung der Entkopplung der Direktbeihilfen durch Umlage auf eine allgemeine Betriebsprämie kann von den Nationalstaaten in mehreren Varianten umgesetzt werden. In Deutschland wird die Flächenbindung der Prämien stark diskutiert. Alle vorliegenden Modelle befinden sich derzeit in der Prüfung im Auftrag der jüngsten Agrarministerkonferenz.

Die Minister Stächele und Ehlen betonten, dass die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft in Deutschland weiterhin höchste Priorität in der politischen Debatte habe. ‚Unsere Betriebe müssen weltweit konkurrieren, sie benötigen deshalb von der Politik verlässliche und zukunftsfeste Rahmenbedingungen‘, erklärten Ehlen und Stächele.

Eine klare Absage erteilten die Agrarpolitiker weiteren nationalen Alleingängen der Rot-Grünen Bundesregierung. Sowohl bei der Umsetzung der EU-Schweinehaltungsverordnung als auch bei der weiteren Ausgestaltung der Hennenhaltungsverordnung müsse die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Betriebe im Vordergrund stehen, betonten die Minister. ‚Deutschland befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Ideologie, die Arbeitsplätze ins Ausland vertreibt, ist da völlig fehl am Platze‘, kritisierten Stächele und Ehlen.

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Deutlich mehr Geflügel produziert

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 11:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden in Deutschland von Januar bis Juli 2003 rund 536.000 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, davon 283.000 Tonnen Jungmasthühnerfleisch (Brathähnchen). Das sind gut 16 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres (ca. 243.000 Tonnen). Ein Grund für den hohen Anstieg der Schlachtmenge ist die zeitweise Beschränkung der Exporte von Schlachtgeflügel in die Niederlande durch den Ausbruch der Geflügelpest.

Eine deutliche Steigerung der Erzeugung ist auch langfristig zu erkennen: So wurden 1995 etwa 330.000 Tonnen Jungmasthühnerfleisch erzeugt; im Jahr 2000 waren es bereits gut 406.000 Tonnen und im Jahr 2002 ist die Erzeugung auf 422.000 Tonnen gestiegen.

Im Jahr 2002 wurden etwa 60 Prozent des Jungmasthühnerfleisches frisch abgegeben (1995: 44 Prozent). Ebenso ist der Anteil des zerteilt abgegebenen Fleisches von Jungmasthühnern in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und zwar von 33 Prozent im Jahr 1995 auf 58 Prozent in 2002.

Aktuelle Ergebnisse der Geflügelstatistiken und weiterer Statistiken zur tierischen Erzeugung finden sich in den Statistischen Wochenberichten, die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter Wochenberichte in der Rubrik Wirtschaft, Handel und Verkehr kostenlos abrufbar sind.

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06. Oktober 2003

Sachsen: Wachstumsstand der Reben im August schlechter als im Vormonat eingeschätzt

Themen: Archiv — info @ 15:10

Dresden (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Kamenz schätzten die freiwillig berichtenden Winzer den Wachstumsstand (Behang) der Reben im Monat August mit der Note 2,5*) – also mit ‚gut‘ – ein. Im Vergleich zum Vormonat (Note 1,9) wurde damit eine deutlich schlechtere Einstufung vorgenommen.

Die Witterung des Berichtsmonats wurde von einem Drittel der Weinbauern als insgesamt ‚gut‘ für die Entwicklung der Reben bewertet, während sie von fast allen anderen als ‚mittel‘ beurteilt wurde. Wie in den Vormonaten sind die Niederschläge als ‚zu gering‘ und die Sonnenscheindauer als ‚reichlich‘ eingeschätzt worden.

Das hochsommerliche und trockene Wetter war die Voraussetzung dafür, dass bei fast allen Rebsorten die Beerenreife überwiegend vor dem 20. August begann. Bei den weißen Sorten ‚Bacchus‘, ‚Elbling‘ und ‚Goldriesling‘ sowie der roten Rebsorte ‚Regent‘ setzte der Beginn der Beerenreife sogar bei allen in die Beobachtung einbezogenen Weinstöcken vor dem 20. August ein. Im Berichtszeitraum wurden kaum Schädlinge und Pflanzenkrankheiten beobachtet. Hingegen meldete mehr als ein Drittel der Berichterstatter schwache bis mittlere Trockenschäden.

Im Monat August wird durch die Winzer eine erste von jährlich insgesamt 3 Vorschätzungen über die zu erwartende Weinmosternte vorgenommen. Dabei wurde ein als sehr optimistisch zu bewertender Ertrag von rund 60 Hektolitern je Hektar Rebfläche geschätzt.

Im Rahmen der ‚Ernte- und Betriebsberichterstattung für Reben‘ melden freiwillig berichtende Winzer in den Monaten Mai bis Oktober den Wachstumsstand der Reben, wachstumsbeeinflussende Faktoren sowie zu erwartende Erntemengen und -qualitäten.

*) Bewertungsnoten für den Stand des Wachstums der Reben: 1,0 (sehr gut) = weit besser als normal; 2,0 (gut) = besser als normal; 3,0 (mittel) = normal; 4,0 (gering) = schlechter als normal; 5,0 (sehr gering) = weit schlechter als normal

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Baden-Württemberg – Land der Sonderkulturen

Themen: Archiv — info @ 12:10

Wein, Obst und Gemüse erzielen über die Hälfte der Verkaufserlöse aus pflanzlicher Erzeugung

Stuttgart (agrar.de) – In kaum einem anderen Land wie Baden-Württemberg wird eine so große Vielfalt an landwirtschaftlichen Sonderkulturen erzeugt, die hinsichtlich Qualität und Beliebtheit bei den Verbrauchern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. So z.B. Äpfel vom Bodensee, Tettnanger Aromahopfen, Schwetzinger Spargel, Bühler Zwetschgen sowie Weiß- und Rotkraut von den Fildern. Nicht zu vergessen Württemberger Trollinger, den die hiesigen ‚Viertelesschlotzer‘ im Ländle jedoch am liebsten selbst genießen.

Wie das Statistische Landesamt feststellt, liegen von insgesamt über 26.000 ha Ertragsrebflächen rund zwei Fünftel in Württemberg und drei Fünftel der Ertragsrebflächen von insgesamt über 26.000 ha in Baden. Hier werden überwiegend Weißgewächse, allen voran die Rebsorte Müller-Thurgau kultiviert. Im württembergischen Landesteil befinden sich gut zwei Fünftel der Rebflächen mit einer eindeutigen Dominanz der roten Rebsorten Trollinger und Schwarzriesling. Bundesweit liegt Baden-Württemberg im Weinbau nach Rheinland-Pfalz an zweiter Stelle.

Baden-Württemberg ist das bedeutendste Obstanbauland in Deutschland und weist insbesondere bei Äpfeln die größte Erzeugung auf. Regional besonders vom Klima begünstigt sind die Marktobstproduzenten vor allem am Bodensee, in der Rheinebene und im Neckartal.

Obgleich der Anbau von Sonderkulturen wie Frischgemüse und Obst, Reben, Blumen- und Zierpflanzen, Baumschulgewächse sowie Hopfen und Tabak lediglich etwa vier Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche umfasst, erzielen die hiesigen Landwirte mit dem Verkauf dieser Produkte knapp drei Viertel der Verkaufserlöse aus pflanzlicher Erzeugung. Dabei widmen sich vor allem auch die kleineren Betriebe dem Anbau der zumeist arbeits- und kostenintensiven Sonderkulturen. Knapp ein Fünftel der Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften hierzulande weniger als 2 ha landwirtschaftliche Fläche und gut die Hälfte weniger als 10 ha. Der Anteil der Verkaufserlöse aus der Produktion pflanzlicher Erzeugnisse ist in Baden-Württemberg aufgrund der großen Bedeutung des Sonderkulturanbaus wesentlich höher als im Bundesvergleich. 2001 erzielten die hiesigen landwirtschaftlichen Betriebe knapp 1,4 Milliarden Euro aus dem Verkauf pflanzlicher Erzeugnisse, rund 45 Prozent der Verkaufserlöse insgesamt. Demgegenüber lag der Verkaufsanteil pflanzlicher Produkte in Deutschland insgesamt lediglich bei knapp 38 Prozent, rund zwei Fünftel entfielen auf Sonderkulturen.

Neben dem Anbau von Sonderkulturen haben sich in verschiedenen Teilen des Landes entsprechend der vorherrschenden Standortfaktoren und Vermarktungsmöglichkeiten auch regionale Produktionsschwerpunkte der Tierhaltung und tierischen Erzeugung herausgebildet. So kommt z.B. der ausgeprägten Grünland-Milchwirtschaft in der Region Bodensee-Oberschwaben oder auch der stark konzentrierten Mast- und Zuchtschweinehaltung im Raum Hohenlohe und Schwäbisch Hall eine herausragende Bedeutung zu. Mit gut 55 Prozent Anteil der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse ist die Tierproduktion eine wesentliche Einkommensquelle der heimischen Landwirte.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Künast: Deutschland ist und bleibt Vorreiter beim Tierschutz

Themen: Geflügel — info @ 10:10

Berlin (agrar.de) – ‚Deutschland ist und bleibt Vorreiter beim Tierschutz in Europa. Wir sind damit Spitze in der Förderung und Unterstützung innovativer Landwirtschaft. Ein wichtiger Bestandteil der Agrarwende ist es, die Betriebe zu unterstützen, die Tierschutz, Ökonomie und Ökologie zusammenführen. Denn darin liegt die Zukunft der Landwirtschaft in Europa‘, so Bundesverbraucherministerin Renate Künast zum Welttierschutztag am 4. Oktober.

In deutschen Ställen stünden rund 25 Millionen Schweine, 14 Millionen Rinder und 110 Millionen Legehennen, Hähnchen und Puten. ‚Diesen Millionen von Tieren zu einem artgerechten Leben zu verhelfen, ist unsere Aufgabe. Die Bundesregierung schafft die rechtlichen Voraussetzungen und fördert, wo es möglich ist. Die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden an der Ladentheke über die Zukunft des Tierschutzes. Jedes gekaufte Freiland-Ei und jedes Neuland- oder Bio-Schnitzel ist ein Beitrag zu mehr Tierschutz‘, so die Ministerin.

Insbesondere bei der Abkehr von der Käfighaltung habe Deutschland in Europa die Nase vorn. ‚Die Bevölkerung will die Legebatterien nicht. Große Discounter und Fast-Food-Ketten stellen ihr Sortiment auf Freiland-Eier um. Ich wünsche mir, dass die deutschen Landwirte die Chance nutzen und sich an die Spitze dieser zukunftsträchtigen Bewegung setzen‘, sagte Künast. Wenig Verständnis zeigte sie für die Aktivitäten einiger Bundesländer, die die Legehennen wieder in die Käfige verbannen wollten. Auch die sogenannten ausgestalteten Käfige hinderten die Tiere an artgerechtem Verhalten. Dies sei keine Lösung des Tierschutz-Problems.

Artgerechte Schweinehaltung ist das derzeit laufende Projekt der Bundesverbraucherministerin. ‚Wir wollen mehr Platz für Schweine. Unsere Verordnung, die wir dem Bundesrat vorgelegt haben, geht über die Vorgaben der EU hinaus‘, sagte Künast. Sie wies darauf hin, dass die entsprechende EU-Regelung nach Auffasung von Tierschutz-Experten und selbst von landwirtschaftlichen Beratern nicht mehr im Einklang mit dem aktuellen Forschungsstand stehe. ‚Auch hier gilt: Wer auf den Märkten der Zukunft die Nase vorn haben will, sollte jetzt in moderne, tiergerechte Haltungssysteme investieren‘, so die Ministerin.

Schließlich ist Deutschland, so Künast, eines der Länder, die in der EU mit besonders großem Nachdruck auf Verbesserungen bei den Tiertransporten drängen: ‚Nach intensiven Bemühungen ist es uns gelungen, die EU-Kommission zum Vorschlag einer neuen EU-Regelung der Tiertransporte zu bewegen. Sie liegt dem Agrarrat vor und jetzt arbeiten wir an einer möglichst zügigen Verabschiedung. Außerdem machen wir uns für weitere Nachbesserungen stark, so für eine absolute Transportzeitbegrenzung‘, so Künast. Sie appellierte an die Tierschutzorganisationen in allen EU-Ländern, diese Bemühungen zu unterstützen. Denn in einer Reihe von Mitgliedstaaten sei das Engagement in dieser Richtung derzeit noch eher begrenzt.

Links zum Thema Tierschutz, Links zum Thema Agrarpolitik.

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