30. Oktober 2003

QS-Bedingungen müssen auch im Ausland eingehalten werden

Themen: Archiv — info @ 16:10

Übergangszeit für Verfütterung von tierischen Fetten

Berlin (agrar.de) – Ausländische Lebensmittel werden das QS-Zeichen nur erhalten, wenn die entscheidenden Kriterien zur Lebensmittelsicherheit erfüllt sind. Dies stellt die QS-GmbH in Einzelverhandlungen mit ausländischen Bündlern und Qualitätsmanagementsystemen sicher. Bisher haben noch keine ausländischen Organisationen eine Genehmigung für die Lieferung von Ware in das QS-System erhalten. Dies stellte der Geschäftsführer der QS-GmbH, Dr. Hermann-Josef Nienhoff, im Rahmen eines vom Deutschen Bauernverband (DBV) durchgeführten Bündlertreffens fest.

Kritische Nachfragen hatte der QS-Gesellschafterbeschluss vom August ausgelöst, für einen befristeten Zeitraum Schweinefleisch aus dem Ausland im QS-System zu akzeptieren, auch wenn in der Fütterung tierische Fette eingesetzt wurden. In Deutschland ist die Verfütterung von tierischen Fetten an Nutztiere – außer bei Speiseresten – vom Gesetzgeber verboten, in allen übrigen EU-Staaten aber erlaubt. Seit Gründung von QS im Oktober 2001 ist dieses Kriterium im QS-Anforderungskatalog festgeschrieben und gilt somit auch für ausländische Unternehmen, die sich am System beteiligen.

Die Einbindung ausländischer Ware in das System, so Nienhoff, werde die QS GmbH aber mit ausländischen Qualitätsmangement-Systemen in Gesprächen einzeln verhandeln. Hier werde auch die mögliche Verwendung von tierischen Fetten ein Thema sein. Die entscheidenden Kriterien in Bezug auf die Sicherheit von Lebensmitteln seien für QS aber unabdingbar, so Nienhoff.

Einzelne Landwirte aus Nachbarstaaten, die sich bereits jetzt über einen deutschen Bündler am QS-System angeschlossen haben, dürfen nach wie vor keine tierischen Fette in der Schweinemast einsetzen.

Links zum Thema Lebensmittelqualität und Kontrolle.




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