21. August 2003

Hessen: Schlachtungen weiterhin rückläufig

Themen: Hessen,Statistik,Tierbestände — info @ 09:08

Wiesbaden (agrar.de) – Auch im Juni ging die Zahl der gewerblich geschlachteten Tiere aus inländischer Herkunft zurück. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden in Hessen 63.100 Schweine, knapp 3.700 Rinder und gut 12.900 Schafe geschlachtet. Damit lag die Zahl der Schweineschlachtungen um 18 Prozent oder gut 14.100 Tiere sowie die Zahl der Rinderschlachtungen um knapp 15 Prozent oder 640 Tiere unter den Juniwerten des Jahres 2002.

Die im Juni 2003 nachgewiesene Gesamtschlachtmenge von 7.940 Tonnen setzte sich aus 1.240 Tonnen Rindfleisch, 6.120 Tonnen Schweinefleisch und 550 Tonnen Schaffleisch zusammen. Die restlichen 30 Tonnen stammten aus der Schlachtung von Ziegen, Pferden und Kälbern.

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20. August 2003

Bayern: 55.000 Wildschweine erlegt

Themen: Archiv — info @ 14:08

München (agrar.de) – Mehr als 55.000 Wildschweine haben die bayerischen Jäger in der abgelaufenen Jagdsaison erlegt – so viele wie nie zuvor. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, ist der Abschuss in den rückliegenden 20 Jahren enorm gestiegen: In der Jagdsaison 1980/1981 lag die Schwarzwildstrecke noch bei 3.000 Tieren, im vergangenen Jahr waren es 46.000. (Übersicht der vergangenen Jahre)

Gründe für den Anstieg sind laut Miller die starke Vermehrung und Ausbreitung der Wildschweine in bislang schwarzwildfreie Gebiete, aber auch die immer bessere Zusammenarbeit zwischen Jägern, Förstern und Grundeigentümern. Vor allem die großflächigen, revierübergreifenden Bewegungsjagden im vergangenen Herbst und Winter hätten sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Sie sind wichtiger Bestandteil der ‚Gemeinsamen Empfehlungen zur Verringerung überhöhter Schwarzwildbestände‘, die im vergangenen Jahr auf Initiative Millers der Bayerische Bauernverband, der Bayerische Waldbesitzerverband, der Landesjagdverband Bayern und das Landwirtschaftsministerium erarbeitet hatten. Ziel ist, die in Bayern vielerorts überhand nehmenden Wildschweine mit allen zulässigen Mitteln intensiv zu bejagen. Damit sollen die zum Teil erheblichen Schäden verringert werden, die die ‚Schwarzkittel‘ in der Feldflur anrichten. Besonders erfolgreich war die Jagd im Staatsforst: Hier konnte der Abschuss im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel gesteigert werden.

Der Minister appellierte an Jäger und Grundeigentümer, Schwarzwild auch in der kommenden Jagdsaison konsequent zu bejagen. Nur so sei ein weiterer Anstieg der Wildschäden zu verhindern.

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Sachsen-Anhalt: Betriebe sollen Dürre-Schäden bei den Ämtern melden

Themen: Archiv — info @ 13:08

Magdeburg (agrar.de) – Bund und Länder planen ein Hilfsprogramm für landwirtschaftliche Betriebe, die durch die Folgen der extremen Trockenheit im Jahr 2003 in ihrer Existenz gefährdet sind.

Die entsprechende Vereinbarung wird durch den Bund gegenwärtig vorbereitet.

Sachsen-Anhalt will kurzfristig eine belastbare Schadensprognose ermitteln, dazu soll die Betroffenheit der landwirtschaftlichen Unternehmen ermittelt werden.

Unternehmen mit erheblichen Dürreschäden werden deshalb aufgerufen, sich wegen der Schadenserfassung direkt an das für sie zuständige Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung zu wenden. Dort erhalten Sie auch die Formulare für die Schadenserfassung.

Das konkrete Antragsverfahren kann das Landwirtschaftsministerium den Landwirten allerdings erst unmittelbar nach Vorlage des Hilfsprogramms mitteilen.

Am Freitag findet im Ministerium ein Gespräch zur Erntesituation mit den landwirtschaftlichen Verbänden statt.

Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

19. August 2003

Schweiz: Weitere Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 12:08

Bern (agrar.de) – Die auch im August anhaltende Trockenheit hat die Situation für die Schweizer Landwirtschaft verschärft. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat deshalb weitere Ausnahmeregelungen in den Bereichen Direktzahlungen, ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN) und Milchkontingentierung beschlossen. Der Zoll auf Grassiloballen und Mais wird per Donnerstag, 21. August 2003, aufgehoben. Geprüft werden weitere Zollsenkungen auf Futtermitteln wie Heu per 1. September 2003.

Solidaritätsaktionen sollen nicht durch bestehende Vorschriften verunmöglicht werden und es gilt, Härtefälle zu vermeiden und Ausnahmeregelungen dort zuzulassen, wo gesetzliche Regelungen eine praxisnahe Bewältigung der Trockenheit verhindern könnten. Nach diesen Kriterien hat das BLW die rechtlichen Vorgaben erneut überprüft und zusätzliche Ausnahmeregelungen beschlossen:

• Streueflächen können, sofern nicht abweichende vertragliche Regelungen mit dem Kanton bestehen, ab sofort gemäht werden. Der Schnittzeitpunkt vom 1. September ist aufgehoben. Buntbrachen dürfen hingegen wegen dem geringen Futterwert und der Gefahr von giftigen Pflanzen nicht zur Futtergewinnung verwendet werden.

• Können die Anforderungen des ÖLN wegen der Trockenheit nicht erfüllt werden, so gilt die Regelung bezüglich höherer Gewalt gemäss Artikel 15 der Direktzahlungsverordnung. Betroffene Landwirte müssen dies dem kantonalen Landwirtschaftsamt mitteilen und dokumentieren. Aufgrund der Trockenheit sind insbesondere die folgenden Abweichungen möglich: Überschreiten der ausgeglichenen Nährstoffbilanz wegen der Übernahme von Tieren aus Betrieben mit Futtermangel oder wegen ausserordentlichen Futterzukäufen. Unterschreitung des Bodenschutzindexes wegen Problemen bei der Aussaat von Gründüngungen oder Zwischenfutter.

• Die Trockenheit kann es erforderlich machen, dass Tiere vorzeitig die Alpen verlassen oder vom Berg- ins Talgebiet verstellt werden müssen. Dabei können sich Probleme bei der befristeten Übertragung von Milchkontingenten vom Berg- ins Talgebiet sowie bei der Erteilung von Zusatzmilchkontingenten ergeben. Das BLW sieht für begründete Fälle einfache Ausnahmereglungen vor.

• Generell erlaubt werden soll, dass die Produzenten mehr als 5000 kg im nächsten Milchjahr nachliefern können, wenn sie ihre Kontingente im laufenden Milchjahr nicht ausschöpfen. Das BLW beantragt dem Bundesrat eine entsprechende Verordnungsänderung.

In die Diskussion aufgenommen wurden zudem Bestimmungen, die erst mittelfristig Probleme stellen können. So etwa die Fruchtfolgeregelung sowie die Bestimmungen bezüglich Kulturanteile.

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Jeder achte Euro landet in Aldi-Kassen

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bonn (agrar.de) – Die Gewinner des Jahres 2002 im deutschen Lebensmittelhandel sind die Discounter und die Drogeriemärkte: Während zwölf der TOP 30-Unternehmen des Lebensmittelhandels Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, wuchsen alle Discounter und Drogeriemärkte überdurchschnittlich.

Die Aldi-Gruppe konnte ihre Umsätze um knapp 16 Prozent steigern. Jeder achte Euro, den deutsche Verbraucher im Lebensmittelhandel ausgeben, landet damit in Aldi-Kassen. Das berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit Bezug auf Angaben des Handelsforschungsinstituts M+M Eurodata.

Die TOP 10-Unternehmen erzielten im Jahr 2002 einen Umsatz von 170 Mrd. Euro und beherrschten damit unverändert gut 84 Prozent des Marktes. Die 30 größten Handelsunternehmen hatten im Jahr 2002 einen Gesamtumsatz von 198 Mrd. Euro (2001: 190 Mrd. Euro). Das macht 98 Prozent des gesamten Nahrungsmittelumsatzes aus. Für die übrigen etwa 70 Unternehmen blieben nur rund 3,4 Mrd. Euro und 1,7 Prozent Marktanteil.

Der Gesamtumsatz des Lebensmittelhandels betrug im Jahr 2002 rund 201 Mrd. Euro (2001: 194 Mrd. Euro) – davon 139 Mrd. Euro (2001: 132 Mrd. Euro) für Lebensmittel und Drogeriewaren und 62 Mrd. Euro (unverändert zu 2001) für Nonfood-Artikel.

Marktführer bleibt Metro mit einem Gesamtumsatz von 32 Mrd. Euro (- 153 Mio. Euro). Die Nummer 2 am Markt – die Kölner Rewe-Gruppe – musste 2002 ein Umsatzminus von über 700 Mio. Euro verkraften. Im Nahrungsmittelsektor führt unverändert mit 20,9 Mrd. Euro Umsatz die Edeka-Gruppe, gefolgt von der Aldi-Gruppe mit einem Umsatz von 20,2 Mrd. Euro.

Ehlen: Überlegungen zur Pendlerpauschale schaden dem ländlichen Raum

Themen: Archiv — info @ 10:08

Hannover (agrar.de) – Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen bezeichnete die Pläne der Rot-Grünen Regierungskoalition zur Entfernungspauschale als ’schädlich für den ländlichen Raum‘. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in den Flächenländern Ihren Wohnort im ländlichen Raum gewählt haben, würden hiermit bestraft. Diese Berufspendler und ihre Angehörigen tragen erheblich zur Stärkung der Kaufkraft und der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Regionen bei.

Minister Ehlen regte eine Diskussion darüber an, ob es nicht gerade umgekehrt sein müsse: Berufspendler sollten für die ersten Kilometer Ihres Anfahrtswegen Kosten steuerlich gut absetzen können um noch mehr Berufstätige anzuhalten, ihren Wohnort in den ländlichen Räumen zu suchen. Damit würden auch Probleme der Ballungsräume (z.B. hohe Mieten, fehlende Parkplätze, überfüllte öffentliche Einrichtungen) etwas entzerrt werden können. Den Plänen, die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel einseitig zu bevorzugen erteilte er eine klare Ansage: ‚Jeder sollte wissen, wie schlecht es oft  mit der Bereitstellung von öffentlichen Verkehrsmitteln im ländlichen Raum bestellt ist. Berufstätige dafür zu bestrafen, dass in ihrer Nähe kein ausreichendes Nahverkehrsangebot bereitgehalten wird, ist nicht der richtige Weg die Akzeptanz dieser Verkehrsmittel zu steigern‘, so Ehlen.

Links zum Thema Politik.

Scheele: US-Gentechnik-Klage vor der WTO völlig unverständlich

Themen: Archiv — info @ 09:08

Straßburg/Wien (agrar.de) – Die Anrufung des Schiedsgerichtes der Welthandelsorganisation (WTO) durch die USA im transatlantischen Gentechnik-Streit kritisierte SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, EP-Berichterstatterin für die kürzlich beschlossene Verordnung über die ‚Zulassung und Kennzeichnung genetisch veränderter Lebens- und Futtermittel‘ als ‚undiplomatisch und kontraproduktiv‘. Scheele: ‚Angesichts des wachsenden Drucks der USA zeigt sich, wie wichtig es war, dass die EU im Juli rechtzeitig Gesetze beschlossen hat, die eine strengere Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) vorsehen. Die USA werden akzeptieren müssen, dass Europa seinen eigenen Umgang mit derartigen Erzeugnissen pflegt‘.

Dass die USA die GVO-Bestimmungen der EU als vermeintliches Handelshindernis ablehnen, sei völlig unverständlich. ‚Statt sich ernsthaft mit den zukünftigen europäischen Kennzeichnungs-Regeln für GVO auseinanderzusetzen, reichen die USA vor der WTO eine Klage ein. Die US-Regierung sollte sich aber lieber überlegen, wie auch sie ihren Konsumenten eine echte Wahlfreiheit geben könnte. Denn ich bin mir sicher, dass auch US-Bürger gerne die selben strengen Kennzeichnungs-Vorschriften wie die Europäer hätten. Darauf und nicht auf Klagen sollten die USA ihre Energie konzentrieren‘, so Scheele abschließend.

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18. August 2003

Attac/BUND: WTO darf nicht über unser Essen entscheiden

Themen: Archiv — info @ 15:08

Nein zu Genfood

Berlin/Genf (agrar.de) – Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werfen der US-Regierung vor, ‚Gentechnik-Imperialismus‘ zu betreiben und die Europäer durch die WTO zwingen zu wollen, gentechnisch veränderte Produkte zu essen. Hintergrund ist eine Klage gegen die EU, die die USA, Kanada und Argentinien heute bei der Welthandelsorganisation (WTO) angestrengt haben. Mit einer eigens in Genf einberufenen Sitzung haben die USA den Gentechnik-Handelskrieg weiter angefacht.

Mit Aktionstagen anlässlich der 5. Ministerkonferenz der WTO in Cancun, Mexiko (7.-14. September 2003), wollen die beiden Organisationen gegen die WTO und für das Recht der Bürgerinnen und Bürger demonstrieren, selbst zu entscheiden, welche Lebensmittel in Europa auf den Tisch kommen. Daniel Mittler, WTO-Experte des BUND: ‚Die US-Regierung versucht im Dienste ihres Großspenders Monsanto Europa Gen-Food aufzuzwingen. Über unser Essen dürfen aber nicht das Weiße Haus und die geheimniskrämerische WTO entscheiden.‘

Die EU müsse jetzt Gentechnik-Freiheit durchsetzen, statt dem Druck der USA und der Industrie nachzugeben, so Mittler weiter. Per WTO-Schiedsgericht wollen die USA feststellen lassen, dass das bisherige de fakto Gentechnik-Moratorium der EU gegen WTO-Recht verstößt. Dieser Schritt ist auch symbolisch – er soll andere Länder, insbesondere Entwicklungsländer, davor abschrecken, Gentechnik-Restriktionen einzuführen oder beizubehalten.

‚Es ist ein Skandal, welche Kompetenzen der WTO zugesprochen werden. Die WTO ist das Instrument der Agrar-Multis und die Interessen der Konsumenten spielen keine Rolle‘ konstatiert Sören Janssen von Attac Deutschland. ‚Pflanzen, Tiere und Menschen sind aber keine Erfindungen über die eine Handelsorganisation verhandeln darf. Wir werden das nicht akzeptieren und mit Aktionen bundesweit gentechnikfreie Zonen einrichten‘.

BUND und Attac warfen der EU vor, der gentechnischen Verunreinigung auch in der EU Tür und Tor zu öffnen. Während die EU bei der WTO gegen die Klage der USA Widerstand leiste, gebe sie gleichzeitig das Gentechnik-Moratorium selber auf. Die EU hat zum Beispiel neue Regeln zum Nebeneinander von gentechnischer, konventioneller und ökologischer Landwirtschaft vorgelegt, die drohen, die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa bald zur Geschichte werden zu lassen.

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Hessen richtet Clearingstelle zur Meldung von FFH- und Vogelschutzgebieten ein

Themen: Archiv — info @ 15:08

Wiesbaden (agrar.de) – Ab heute steht im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz eine Clearing- und Informationsstelle für Fragen im Zusammenhang mit der ergänzenden Meldung von FFH- und Vogelschutzgebieten zur Verfügung. Dies gab Staatsminister Wilhelm Dietzel in Wiesbaden bekannt.

Ansprechpartner in der neu eingerichteten Clearing- und Informationsstelle ist Dr. Marius Baum, der unter der Telefonnummer 0611-817-2495 für Auskünfte und Informationen, insbesondere auch zu etwaigen Nutzungskonflikten in künftigen FFH- und Vogelschutzgebieten zur Verfügung stehen wird.

Noch immer, so Minister Dietzel, sei die unbegründete Befürchtung verbreitet, dass die Ausweisung einer Fläche als FFH-Gebiet die Aufgabe der bisherigen Flächennutzung oder eine generelle Veränderungssperre bedeute. Beides sei nicht der Fall.

Viele geschützte Lebensräume und Arten seien – so Dietzel – erst durch die verschiedenen Landnutzungsformen, d.h. durch die menschliche Kulturtätigkeit, entstanden; ihr Fortbestand hinge auch künftig hiervon ab. „Es geht also vielfach darum – so Minister Dietzel – in den Gebieten diejenige Bodennutzung zu erhalten, die ihren schutzwürdigen Zustand begründet hat. Investitionen und Entwicklungsmaßnahmen sollen nicht verhindert werden, sondern es soll grundsätzlich die die Natur am wenigsten beeinträchtigende Variante, die am besten geeignete Fläche oder Trasse gesucht werden.”

Es dürfe auch im Zusammenhang mit der ergänzenden Gebietsmeldung, die das Land Hessen zurzeit vorbereite, kein künstlicher Widerspruch zwischen dem Schutz der Natur einerseits und einer den Menschen dienenden wirtschaftlichen Entwicklung andererseits aufgebaut werden. Es gelte – so der Minister – den in den europäischen Richtlinien vorhandenen Spielraum, Konflikte zwischen diesen Belangen zu lösen, bestmöglich zu nutzen.

Die Landesregierung wolle mit dieser Clearing- und Informationsstelle ‚klar, deutlich und verständlich informieren mit dem Ziel Lösungen möglichst im Konsens zu finden nach unserem Prinzip ‚Kooperation statt Konfrontation‘. Informationen, Beratungen und Hilfestellungen seien der beste Weg, um Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen, sagte Minister Dietzel. Die Landesregierung setze damit den Dialogprozess fort, der mit den Regionalen Fachkonferenzen im Juli 2003 erfolgreich gestaltet wurde.

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Saarland: 303 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke im Jahr 2002

Themen: Archiv,Saarland — info @ 14:08

Saarbrücken (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt des Saarlandes mitteilt, wurden im Jahr 2002 insgesamt 303 Veräußerungsfälle landwirtschaftlicher Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer umgesetzten Fläche von rund 136 Hektar im Saarland registriert.

Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) lag 2002 bei 8.778 Euro und war damit um 1,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Je Verkaufsfall wurden im vergangenen Jahr im Schnitt 0,45 Hektar veräußert.

Mehr als zwei Drittel aller Veräußerungsaktivitäten konzentrierten sich auf den Saarpfalz-Kreis (104 Fälle) und den Kreis Merzig-Wadern (99 Fälle).

Wie in den Vorjahren gab es auch im Berichtsjahr 2002 regional sehr große Unterschiede bei den Kaufwerten. So wurden im Kreis St. Wendel mit 10.037 Euro je Hektar und im Kreis Neunkirchen mit 10.486 Euro je Hektar weit über dem Landesdurchschnitt liegende Kaufwerte für landwirtschaftliche Nutzfläche erzielt. Die niedrigsten Hektarwerte wiesen mit durchschnittlich 8.863 Euro der Kreis Merzig-Wadern und mit 7.742 Euro der Saarpfalz-Kreis auf.

Neben der regionalen Lage werden die Kaufpreise von landwirtschaftlichen Grundstücken wesentlich von der Bodenqualität, also der natürlichen Ertragsfähigkeit bestimmt. Für geringwertigere Böden mit einer Ertragsmesszahl unter 30 (EMZ in Hundert) wurden im vergangenen Jahr 7.848 Euro/ha FdlN, bei etwas besseren Böden mit Ertragsmesszahlen zwischen 40 und 50 bereits 8.039 Euro/ha FdlN bezahlt. Für Flächen mit guten Böden (EMZ zwischen 60 und 70) mussten durchschnittlich schon 17.434 Euro/ha FdlN aufgewendet werden.

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