05. August 2003

Bayern: Eine Million Euro für Pflege der Kulturlandschaft

Themen: Archiv — info @ 09:08

München (agrar.de) – In den nächsten Tagen erhalten Bauern, Grundeigentümer und Landschaftspflegeverbände im Freistaat Bayern rund eine Million Euro Prämien aus dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm – Teil C. Das hat Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitgeteilt.

Mit der Zahlung werden im ersten Halbjahr 2003 durchgeführte agrarökologische Maßnahmen wie die Pflanzung oder Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen honoriert. Laut Miller entstanden in der ersten Jahreshälfte bayernweit 415 Kilometer neue Hecken und Schutzpflanzungen. Mehr als 200 Streuobstwiesen wurden mit rund 5 500 Bäumen angelegt bzw. erweitert. KULAP-C wird ausschließlich aus Landesmitteln finanziert. Die Auszahlung für die zweite Jahreshälfte ist im Januar geplant.

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04. August 2003

Höhn: Fakten zur Fusion der Landwirtschaftskammern in Nordrhein-Westfalen

Themen: Archiv — info @ 14:08

Düsseldorf (agrar.de) – Im neuesten ‚Landwirtschaftlichen Wochenblatt‘ vom 31. Juli 2003 hat dessen Chefredakteur Franz-Josef Budde in seinem Leitartikel ‚So gehen die Kammern unter‘ aus westfälischer Sicht zum Stand der Fusion der beiden Landwirtschaftskammern Stellung bezogen. In einer Pressemitteilung informiert das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dazu, um ‚wenigstens die Fakten richtig zu stellen‘:

‚Es gibt keine Zusage zur Zahlung von 120 Millionen Euro an die Landwirtschaftskammern, und es hat sie auch nie gegeben. Die Landwirtschaftskammern haben vom Land für das Jahr 2003 für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben rund 96 Millionen Euro erhalten.

Eben diese Summe ist vom Landwirtschaftsministerium auch für 2004/2005 angemeldet worden und vom Finanzminister in den Kernhaushalt eingestellt worden.

Die Anregung für einen Standort der Zentrale der fusionierten Landwirtschaftskammer ist aus den Reihen der Kammern selbst gekommen, nachdem diese über den Stand der Haushaltsberatungen 2004/2005 informiert worden waren. Zu der Größenordnung möglicher Einsparungen bei einem Standort für die Zentrale der Landwirtschaftskammer NRW liegen Modellrechnungen der Landwirtschaftskammern selbst vor. Je nach Modellrechnung liegen die Einsparungen nach Aussage der Kammerdirektoren pro Haushaltsjahr zwischen 4,8 und 7,4 Millionen Euro. Diese Modellrechnungen sind von den Kammerdirektoren selbst bereits in gemeinsamen Gremiensitzungen vorgestellt und diskutiert worden. Hinzu kämen noch Erlöse durch den Verkauf freiwerdender Immobilien an den bisherigen Standorten.

Im Übrigen hat die Landwirtschaftskammer Westfalen schon in einer Presseerklärung am 1. Juli 2003, also lange bevor das Treffen der Kammerpräsidenten mit Frau Ministerin Höhn am 10. Juli 2003 stattgefunden hat, über den Vorteil eines Standortes diskutiert.‘

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Thüringen: Samenernte bei Waldbäumen durch Trockenheit beeinträchtigt

Themen: Archiv — info @ 13:08

Erfurt (agrar.de) – So verheißungsvoll in diesem Jahr die ausgeprägte Blüte fast ausnahmslos aller Waldbaumarten auch begann, wurde doch durch die folgende wochenlange Trockenheit die Fruchtentwicklung erheblich beeinträchtigt. Gegenwärtig wird von Experten insgesamt nur von einem geringen bis mittlerem Fruchtbehang ausgegangen, so das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt des Freistaates Thüringen (TMLNU).

Während bei einigen Baumarten wie Rotbuche, Trauben- und Stieleiche, Bergahorn, Fichte und Weißtanne ein noch zufriedenstellender Fruchtansatz vorhanden ist, tragen andere wichtige Baumarten, wie z. B. die Douglasie, keine Früchte. Auch die Qualität des Samens wird wegen der Trockenheit, wie schon jetzt erkennbar, u. a. durch kleinere Zapfen und Früchte sowie größeren Hohlkornanteil, spürbar gemindert sein. Außerdem beeinträchtigen Schadinsekten die Fruchtentwicklung.

Nachdem die Samen einiger Baumarten, wie Bergulme und Vogelkirsche, bereits gewonnen wurden, werden jetzt die Vorbereitungen für die Haupterntezeit Ende September getroffen. Witterungsbedingt tritt in diesem Jahr die Samenreife bei allen Baumarten früher ein, was mit einer Vorverlagerung der Samenernte verbunden sein wird.

Waldsamen waren und sind die Grundlage für die Entstehung der Wälder. Die Ernte erfolgt in Thüringens Wäldern deshalb verantwortungsvoll nach den Regelungen des Forstvermehrungsgutgesetzes, wodurch eine nachhaltige Reproduktion unserer Waldbestände garantiert wird. Dieses Bundesgesetz, das am 01. Januar 2003 in Kraft getreten ist, löst ältere Regelungen ab und dient der Umsetzung der entsprechenden EG-Richtlinie.

Ziel der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft ist es, Waldbestände zu begründen und zu pflegen, bei denen die einzelnen Bäume über eine möglichst gute standörtliche Anpassungsfähigkeit verfügen. Dies wird vorrangig mit Hilfe der natürlichen Verjüngung erreicht, indem die herab gefallenen Samen sich unter der steuernden Hand der Forstleute und Waldbesitzer zum Nachfolgebestand entwickeln. Wo die vorhandenen ‚Mutterbäume‘ allerdings nicht dem Wirtschaftsziel entsprechen, werden vor allem durch Pflanzung Baumarten geeigneter Herkunft eingebracht. Dies verlangt, dass bewährtes Saatgut geerntet und in den Forstbaumschulen zu Forstpflanzen herangezogen wird.

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Sachsen: Fichte im Nationalpark ist höchster Baum im Freistaat

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 12:08

Dresden (agrar.de) – Sachsens höchster Baum misst 60 Meter, ist eine Fichte und steht im Nationalpark Sächsische Schweiz. Das hat laut Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft eine landesweite Umfrage der Landesforstverwaltung ergeben. Der Baum gehört vermutlich zu den größten Fichten Europas.

Die Riesenfichte befindet sich in der Kirnitzschklamm und ist etwa 400 Jahre alt. In Brusthöhe weist sie einen Umfang von knapp fünf Meter auf und hat damit einen Durchmesser von rund 1,60 Meter. Eine erschwerte Zugänglichkeit verhinderte jahrhundertelang die Nutzung dieses, sicherlich sehr wertvollen Holzes. Das dortige kühl-feuchte Klima liefert optimale Wuchsbedingungen. Im Elbsandsteingebirge beschränken sich natürliche Vorkommen der Fichte auf diese sommerkühlen Gründe und Schlüchte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Forstexperten sprechen vom so genannten Kellerklima. Im Streben nach Licht erreichen Fichten, aber auch Weißtannen hier Spitzenhöhen.

Die meisten anderen ‚Langen‘ schaffen es in der Sächsischen Schweiz aber ’nur‘ zu Höhen von 40 bis 50 Metern. Auch das Erzgebirge und der Tharandter Wald haben einige Riesenbäume zu bieten. Gleich vier davon, ebenfalls Fichten mit einer Höhe von über 50 Meter, befinden sich im Gebiet des Forstamtes Eibenstock. Als höchster Laubbaum gilt eine Bergulme mit 42 Meter Höhe im Bereich des Forstamtes Grünhain.

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Rentenbank verteuert Sonderkredite

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 12:08

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite erhöht. Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘ und ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ verteuern sich mit sofortiger Wirkung um nominal 0,20 Prozentpunkte. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 4,35 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung 3,94 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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BVVG unterstützt dürregeschädigte Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 11:08

Stundung von Pachtzinsen möglich

Berlin (agrar.de) – Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) – zuständig für die Privatisierung ehemals volkseigener land- und forstwirtschaftlicher Flächen und Gebäude in Ostdeutschland – unterstützt landwirtschaftliche Betriebe, die als Pächter von BVVG-Flächen infolge der anhaltenden Trockenheit ihre Pacht nicht pünktlich zahlen können.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten bietet die BVVG diesen Pächtern eine Stundung der Pachtzinsen an. Bedingung ist, dass sich der Pächter lediglich in vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten befindet. Der Pächter muss bei der BVVG einen – von dem zuständigen Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung bestätigten – begründeten Antrag auf Stundung der Pachtzinszahlungen stellen. Die Pachtzinsstundungen werden in aller Regel mit zwei Prozent über dem aktuellen Basiszinssatz verzinst und maximal für ein Jahr bis zum 30. September 2004 gewährt; in besonderen Härtefällen kann eine zinslose Stundung in Frage kommen.

Formblätter für die Antragstellung sind in den jeweiligen Geschäftsstellen der Länder der BVVG erhältlich.

Die BVVG hat sich über diese Vorgehensweise mit den Landwirtschaftsministerien von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verständigt. Die BVVG hat in den fünf neuen Ländern noch rund 775.000 Hektar Acker- und Grünlandflächen verpachtet, die in den kommenden Jahren privatisiert werden. Auch sind von der BVVG noch zirka 200.000 Hektar Wald und 25.000 Scheunen, Ställe und andere früher meist landwirtschaftlich genutzte Objekte zu verkaufen.

Frist für Teilvergütungsanträge endet am 31. August 2003

Themen: Archiv — info @ 09:08

(agrar.de) – Land- und forstwirtschaftliche Betriebe, deren jährlicher Dieselverbrauch 12.000 Liter übersteigt, können über ein vereinfachtes Antragsverfahren eine zeitnahe Agrardieselsteuererstattung (Teilvergütung) für das Verbrauchsjahr 2003 beantragen.

Der Antrag auf Teilvergütung muss bis spätestens zum 31. August dieses Jahres beim zuständigen Hauptzollamt eingereicht werden. Hierbei handelt es sich um eine Ausschlussfrist, das heißt später eingehende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

Bei einer jährlichen Verbrauchsmenge von beispielsweise 12.500 Liter Dieselkraftstoff wird eine Teilvergütung von rund 940 Euro fällig. Deshalb wird allen Betrieben mit einem entsprechenden Dieselverbrauch empfohlen, sofern noch nicht geschehen, Teilvergütungsanträge zu stellen.

Formulare für den Antrag auf Teilvergütung können per Internet von der Homepage der Zollverwaltung heruntergeladen oder beim zuständigen Hauptzollamt angefordert werden.

NRW: Stillgelegte Ackerflächen können für die Tierfütterung genutzt werden

Themen: Archiv — info @ 09:08

Düsseldorf (agrar.de) – Angesichts der Trockenheit in Nordrhein-Westfalen hat Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn jetzt die Nutzung von eigentlich stillgelegten Äckern vorübergehend erlaubt. Die Landwirte dürfen den Pflanzenaufwuchs dieser Flächen als zusätzliches Futter für ihre Tiere nutzen, ohne ihre Stillegungsprämien zu gefährden. Die Bauern können den Bewuchs mähen und daraus Silage oder Heu herstellen oder eigenes oder fremdes Vieh auf diesen Flächen weiden lassen. Der Weiterverkauf dieses Futters an Dritte ist jedoch nicht erlaubt.

‚Die vorübergehende Nutzung dieser stillgelegten Flächen ist eine einfache und unbürokratische Soforthilfe für tierhaltende Landwirte,‘ erklärte Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn. ‚Damit können die Landwirte ihre Futtervorräte für den Winter schonen oder – soweit sie jetzt zufüttern mussten- die Vorräte wieder auffüllen.‘

Mit der Freigabe der Stilllegungsflächen nutzt das Land Nordrhein-Westfalen den Spielraum, den die EU-Kommission jetzt mit einem Verordnungsvorschlag den Ländern eingeräumt hat. In NRW können so etwa 60.000 Hektar vorübergehend genutzt werden.

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02. August 2003

Präzisionsbewässerung auf dem Feld – ein Ausweg aus der Dürre?

Themen: Archiv,Wasser — info @ 15:08

Potsdam (agrar.de) – Wissenschaftler am Institut für Agrartechnik in Potsdam-Bornim (ATB) entwickeln ein auf Sensoren und mathematischen Modellen basierendes Verfahren für eine teilflächenspezifische und damit wassersparende Bewässerung von Feldfrüchten.

Eins ist klar: Das Wetter bleibt nicht wie es ist. Klimaforscher sagen häufigere Dürren für Brandenburg voraus. Die Niederschläge werden von derzeit durchschnittlich 560 mm pro Jahr auf unter 450 mm pro Jahr sinken, die Temperaturen dabei im Jahresdurchschnitt um 1,5° C ansteigen. Dies besagt eine ‚Studie zur klimatischen Entwicklung Brandenburgs bis zum Jahr 2055‘, die im Auftrag des Umweltministeriums vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt und kürzlich veröffentlicht wurde.

Die Landwirtschaft wird auf diese klimatischen Veränderungen mit einer Zunahme der Beregnung der Felder reagieren müssen, um künftig Dürreschäden oder gar Ernteausfälle, wie sie in Folge der lang anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr zu verzeichnen waren, zu vermeiden. Dies bedeutet, dass erhebliche Belastungen auf den Landschaftswasserhaushalt zukommen. Das Wasser zur Beregnung stammt meist aus dem Grundwasser. Nach den Erkenntnissen der Studie muss jedoch mit einem Rückgang der Grundwasserneubildung um bis zu 50 Prozent gerechnet werden.

Bewässerung ist zudem mit erheblichen Kosten für die Landwirte verbunden, u. a. fallen hohe Investitionen für die Installation von Beregnungsanlagen an. Finanziell lohnt sich in Deutschland der Beregnungseinsatz bisher bei nur wenigen Feldfrüchten, hauptsächlich bei Mais und Kartoffeln. Mit dem fortschreitenden Klimawandel kann es nötig werden, auch andere Feldfrüchte zu beregnen: Getreide, Raps, Futtermittel, etc. In der Mark Brandenburg mit ihren sandreichen Böden wird der Beregnungseinsatz immer öfter nicht nur über Menge und Qualität, sondern auch darüber entscheiden, ob überhaupt etwas geerntet werden kann.

Vor diesem Hintergrund entwickelt das Institut für Agrartechnik Bewässerungsverfahren für den Anbau von Feldfrüchten, die einen bedarfsgerechteren und damit sparsameren Umgang mit dem kostbaren Nass ermöglichen. Die dabei zugrunde liegende Technik beruht auf Kreisberegnungsanlagen, die von einem zentralen Brunnen oder Wasseranschluss gespeist werden und üblicherweise das Wasser über Düsen verlustreich in die Luft sprühen – an heißen Tagen geht ein beträchtlicher Teil des Wassers durch Verdunstung verloren. Wird hier mit Tropfschläuchen das Wasser direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet, kann bereits erheblich Wasser gespart werden. Ziel der Bornimer Agrartechniker ist es, die Tropfschläuche oder Düsen jeweils einzeln anzusteuern, um den innerhalb eines Schlages unterschiedlichen Wasserbedarf spezifisch bedienen zu können. Die Wissenschaftler entwickeln dabei eine auf Modellen und kontinuierlichen Messungen beruhende Steuerung, die den Pflanzen auf einer bestimmten Teilfläche des Schlages genau soviel Wasser zuführt, wie an diesem Standort benötigt wird. Kontinuierlich werden von Mini-Wetterstationen am Feldrand lokale Klimadaten gemessen und über Sensoren der aktuelle Pflanzenzustand und die Bodenfeuchte an bezeichneten Punkten erfasst. All diese Daten werden verrechnet und so die Bewässerungssteuerung dem Wasserbedarf des jeweiligen Teilschlags angepasst.

Im Vergleich zur herkömmlichen Beregnung mit Sprühanlagen kann das neue Verfahren eine Wassereinsparung von bis zu 15 Prozent bewirken, das sind jährlich etwa 7,5 Millionen Liter auf einem 50 Hektar großen Feld. Verdunstungsverluste werden minimiert, die Grundwasserneubildung nicht beeinträchtigt. Nebenbei – auch Energie wird gespart, da weniger Wasser aus den Brunnen hoch gepumpt und auf das Feld verbracht werden muss.

Insgesamt bringt das neue Verfahren gegenüber der herkömmlichen Beregnung deutliche finanzielle Einsparungen, die für die landwirtschaftlichen Betriebe überlebenswichtig sein kann.

Das Forschungsprojekt ist eines von zwölf vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Projektträger Jülich (PtJ) im Verbund geförderten Vorhaben, die unter dem Dach des ATB als Kompetenznetz ‚ProSenso.net‚ kooperieren. Deren Ziel ist es, innovative Lösungen für eine verbesserte Umweltverträglichkeit landwirtschaftlicher Produktionsverfahren bereit zu stellen.

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ISN: Öko-Schweinefleisch doppelt so teuer wie normales Schweinefleisch

Themen: Archiv — info @ 14:08

Alternative Schweinehaltung gescheitert?

Damme (agrar.de) – In den letzten Wochen häufen sich Nachrichten über eine schwierige Marktlage im Ökolandbau. Während die Produktion von ökologischen Produkten – aufgrund staatlicher Förderung – in den letzten Jahren stark gestiegen ist, trifft das Angebot jedoch nur auf eine sehr begrenzte Nachfrage. ‚Viele Öko-Betriebe stehen deshalb jetzt unmittelbar vor dem Aus‘, meint Detlef Breuer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland (ISN). Diese Betriebe benötigen einen Erzeugerpreis von ca. 2,40 Euro/kg bis 2,50 Euro/kg Schweinefleisch. Das teuer erzeugte, ökologische Schweinefleisch muß zum Teil allerdings als konventionelle Ware für 1,25 Euro/kg Schlachtgewicht vermarktet werden. So stellt sich schnell ein Verlust von über 120 Euro pro Schwein ein. Die Betriebe, die die alternative Schweinehaltung favorisieren, produzierten offenbar am Markt vorbei.

Bereits auf dem Höhepunkt der Bio-Öko-Welle Mitte 2001 hatte die ISN darauf hingewiesen, dass ökologisch erzeugtes Schweinefleisch nicht wettbewerbsfähig sei. Grundlage war eine Studie des Instituts für angewandte Verbraucherforschung e.V. (IFAV) vom Mai 2001 im Auftrag der Verbraucherzentralen. Die Auswertung dieser Studie durch die ISN ergab bereits damals, daß ökologisch erzeugte Schweinefleischprodukte im Lebensmitteleinzelhandel ca. 50-60 Prozent teurer waren als konventionell erzeugtes Schweinefleisch. Dem gegenüber seien die Verbraucher nur bereit, einen Mehrpreis von maximal 30 Prozent zu zahlen.

‚Aufgrund unserer Analyse haben wir damals zahlreiche Anrufe von Landwirten erhalten, die selber in alternative Haltungsformen einsteigen wollten‘, erinnert sich Breuer. ‚Wir haben seinerzeit allen Landwirten mit Rat und Tat zur Seite gestanden und so manchen Schweinehalter vor einem Desaster bewahren können.‘ Leider seien einige aber auch den ‚falschen Propheten‘ gefolgt und müssten jetzt bitter dafür bezahlen.

Ein aktueller Preisvergleich von konventionellen und ökologischen Schweinefleischprodukten zeigt, dass sich der Abstand sogar noch vergrößert hat. Der Verbraucher muß für ökologisch erzeugtes Schweinefleisch das Doppelte bezahlen. Lediglich der Kochschinken steht mit einem Mehrpreis von knapp 70 Prozent etwas besser dar. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist heute kaum noch ein Verbraucher dazu zu bewegen, mehr zu zahlen als unbedingt nötig. Die alternative Schweinehaltung dürfte eine sehr enge Marktnische für einige, wenige Idealisten bleiben, stellt der ISN-Geschäftsführer abschließend fest, ‚und auch nur, wenn sie es sich leisten können und bereit sind, ihr Eigenkapital dafür zu verbrauchen.‘

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