14. August 2003

Thalheim: Bundesregierung lässt Bauern in schwieriger Lage nicht allein

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 13:08

Berlin (agrar.de) – Entschieden zurückgewiesen hat Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), die von der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt, erhobenen Vorwürfe, die Bundesregierung müsse beim Thema ‚Dürre‘ endlich handeln. (unsere Meldung)

Bereits am 30. Mai 2003 auf der 12. Landesbauernversammlung des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. in Paaren habe er angekündigt, dass die Bundesregierung den dürregeschädigten Landwirten helfen und die Bauern in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen werde, so Thalheim. Darüber hinaus sei es insbesondere der Initiative von Bundesministerin Renate Künast zu verdanken, dass die EU-Kommission bereits am 4. Juli 2003 Ausnahmeregelungen bei der Nutzung von Stillegungsflächen für die Fütterung von Vieh erlassen hat, um die Futterengpässe zu lindern. Ebenfalls auf besondere Initiative von Bundesministerin Künast habe der Agrarrat im Juli 2003 über weitere Hilfsmaßnahmen für dürregeschädigte Landwirte beraten. Dazu zähle auch die vorzeitige Auszahlung von Flächenbeihilfen und Prämien für Mutterkühe bzw. männliche Rinder, die voraussichtlich im morgigen EU-Verwaltungsausschuss beschlossen werden.

Bereits nach Bekanntgabe der ersten Ernteschätzungen des Statistischen Bundesamtes habe das Bundesverbraucherministerium für diese Woche zu einer Bund-Länder-Besprechung nach Berlin eingeladen, um alle notwendigen Maßnahmen zur Existenzsicherung betroffener landwirtschaftlicher Unternehmen zu erörtern, so der Staatssekretär.

Thalheim nahm die Kritik zum Anlass, um Frau Hasselfeldt auf die Notwendigkeit der finanziellen Beteiligung der Bundesländer an diesen Hilfsmaßnahmen zu verweisen. Hier solle sie ihren Einfluss geltend machen.

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Landvolk: Bauern sollten Rapsanbau ausdehnen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Marktaussichten zurzeit gut – Kräftig steigende Nachfrage durch Biodiesel

Hannover (agrar.de) – Für die kommende Herbstaussaat sollten die niedersächsischen Bauern mehr Raps einplanen, empfehlen Fachleute. Die Marktaussichten für diese Ölsaat sind nach Angaben des Landvolks Niedersachsen zurzeit günstig. Um den wachsenden Verbrauch decken zu können, sei eine weitere Anbausteigerung erforderlich, stellt auch die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) fest. Vor allem die kräftig wachsende Biodieselproduktion lässt die Nachfrage kräftig ansteigen.

Mehr als 50 Prozent der kommenden Ernte in Deutschland würden dazu benötigt, um die bestehende Produktionskapazität für Biodiesel auszulasten! Auf der anderen Seite wird die Weltproduktion von Raps in der laufenden Saison weniger stark ansteigen als bisher angenommen. Frostschäden und Trockenheit haben sowohl in der EU als auch in Osteuropa erhebliche Ertragseinbußen zur Folge. Marktkenner erwarten deshalb mit der gerade abgeschlossenen Rapsernte ein Verknappung des Angebots und eine Befestigung der Preise, die voraussichtlich über den Exportpreisen von Kanada und Australien liegen werden.

Einer Ausweitung des Anbaus auf Stilllegungsflächen als nachwachsender Rohstoff steht jedoch nach wie vor das so genannte Blair-House-Abkommen entgegen, das den Anbau in der EU auf eine Million t Sojaschrotäquivalent begrenzt. Ufop und Bauernverband haben bereits wiederholt die Abschaffung der Beschränkung gefordert, vorerst kann jedoch nur empfohlen werden, den Non-Food-Anbau auf Stilllegungsflächen nicht zu erhöhen. Die Ausdehnung sollte ausschließlich auf den übrigen Ackerflächen erfolgen. Zur EU-Rapsproduktion von 9,3 Millionen Tonnen (t) wird Deutschland in diesem Jahr nach ersten Ernteschätzungen 3,95 Millionen t beisteuern. Damit ist Deutschland der mit Abstand größte Rapsproduzent in Europa, mit zwölf Prozent der Weltrapsproduktion stand Deutschland im vergangenen Jahr an dritter Stelle insgesamt. Allein ungefähr 90.000 Hektar (ha) der 1,3 Millionen ha umfassenden Anbaufläche in Deutschland in diesem Jahr liegen in Niedersachsen.

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Carstensen: Haushaltsbegleitgesetz ruiniert die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 13:08

Aufblähung der Bürokratie, Willkür und weitere existenzbedrohende Einschnitte

Berlin (agrar.de) – Zu den Auswirkungen des heute vom Bundeskabinett beschlossenen Haushaltsbegleitgesetzes für die Landwirtschaft erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Harry Carstensen:

‚Das vom Bundeskabinett beschlossene Haushaltsbegleitgesetz bedeutet für die deutsche Landwirtschaft eine weitere drastische und dramatische Wettbewerbsbenachteiligung. Bundesminister Eichel hat zur Finanzierung der Steuersenkung wieder das landwirtschaftsfeindliche Maßnahmepaket vorgelegt, welches schon beim Steuervergünstigungsabbaugesetz auf dem Tisch lag und richtigerweise von der Mehrheit der unionsregierten Länder im Bundesrat aufgehalten wurde.

Der vom Kabinett beschlossene Wegfall der Durchschnittsatzbesteuerung für buchführende Landwirte bedeutet weitere Aufblähung der Bürokratie. Die Reduzierung der Vorsteuerpauschale von 9 auf 7 Prozent ist reine Willkür. Nach dem zugrundeliegenden Berechnungssatz müsste sie eigentlich erhöht werden. Die beiden Maßnahmen bedeuten Mehrbelastungen von über 270 Mio. Euro ab 2004.

Die Kürzung der Zuschüsse für die Landwirtschaftliche Krankenversicherung in Höhe von 218 Mio. Euro und die drastische Erhöhung des Steueranteils für Agrardiesel in Höhe von 157 Mio. Euro im Haushalt 2004 sind für die deutschen Landwirte weitere existenzbedrohende Einschnitte. Die ebenfalls beschlossene vergütungsfähige Agrardieselmenge auf jährlich 10000 Liter pro Betrieb benachteiligt insbesondere die Landwirte in den neuen Bundesländern.

Fast alle Bauern in Europa leiden derzeit unter den Witterungsunbilden, aber unsere Landwirte zudem noch unter denen der rot-grünen Bundesregierung.‘

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Niedersachsen: Apfelernte startet etwas früher

Themen: Archiv — info @ 13:08

Dicke Früchte mit viel Geschmack – Gesamternte unter dem langjährigen Mittel

Hannover (agrar.de) – Mit den frühen Apfelsorten haben die Obstbauern an der Niederelbe die Ernte ihrer ‚Brotfrucht‘ begonnen. Einen Vorgeschmack auf die neue Ernte gab die Frühsorte Astramel, jetzt folgen Jamba und Delbarestivale sowie die frühe Birnensorte Clapps Liebling. Damit startet die Apfelernte nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes acht bis zehn Tage früher als in anderen Jahren. Auf Anfang September schätzt Dr. Karl-Heinz Tiemann, Leiter der Obstbauversuchsanstalt in Jork, den Erntebeginn der ersten Hauptsorten wie Holsteiner Cox und Elstar. Obwohl außerordentlich gut ausgewachsene und dicke Früchte an den Bäumen leuchten, wird die Gesamternte etwas geringer ausfallen als in Normaljahren. Auf gut 230.000t schätzen Experten zurzeit die Gesamternte an der Niederelbe, das langjährige Mittel liegt bei knapp 250.000 t. In guten Jahren wurde aber auch schon die Gesamtmenge von 300.000 t überschritten.

Die Staunässeschäden aus dem Vorjahr sowie Frostschäden zur Blütezeit im April und ein starker Fruchtfall im Juni haben den Fruchtansatz so stark eingeschränkt, dass er durch die großen Früchte nicht ausgeglichen werden kann. Dafür hat der reichliche Sonnenschein den Früchten nicht nur rote Backen gemalt, sondern auch für viele gesunde und äußerst schmackhafte Inhaltsstoffe unter der Schale gesorgt. Biss für Biss ist der tägliche Apfel aus dem Alten Land damit ein echter Genuss! Da die Apfelernte auch EU-weit etwas geringer ausfallen dürfte, leiten die Erzeuger daraus die Hoffnung auf anziehende Preise ab. Nach einer eher enttäuschenden Kirschenernte wird dieses Geld jetzt auf vielen Betrieben bitter benötigt.

Bundesweit haben sich rund 10.000 landwirtschaftliche Betriebe auf die Erzeugung von Obst spezialisiert und bewirtschaften eine Fläche von 63.000 ha. Das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands ist in der Elbmarsch beheimatet, wo zwischen der Hansestadt Hamburg und dem Land Hadeln rund 1.200 Obsterzeuger noch eine Fläche von rund 10.000 ha bewirtschaften. Die zunehmenden Begehrlichkeiten der Großstadt und Verkehrswegeplanungen nehmen jedoch die traditionell geprägte Kulturlandschaft zunehmend in die Zange und schneiden betriebswirtschaftliche Entwicklungen mitunter rigoros ab.

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EU genehmigt Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität – Hessen“

Themen: Archiv — info @ 12:08

Marketinggesellschaft GUTES AUS HESSEN führt Agrarmarketing in Hessen durch

Wiesbaden (agrar.de) – ‚Hessen ist es als erstem Bundesland gelungen, die Genehmigung der EU-Kommission für die Förderung von Agrarmarketingmaßnahmen – einschließlich der Qualitätsmarke mit zwölf Produktbereichen – zu erhalten‘, zeigte sich der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel heute in Wiesbaden zufrieden. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung sei nun die Marketinggesellschaft GUTES AUS HESSEN e.V. ausgewählt worden, diese Maßnahmen durchzuführen. ‚Damit geht heute ein zukunftsorientiertes Agrarmarketing an den Start‘, betonte Dietzel.

Für die Finanzierung sind jährliche Budgetmittel von über 1,5 Mio. Euro vorgesehen – 1,17 Mio. Euro davon aus Landesmitteln. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre. ‚Durch zusätzliche Mittel der Wirtschaftspartner (Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft und des Lebensmitteleinzelhandels) können im Agrarmarketing jährlich Maßnahmen in Höhe von insgesamt etwa 3,5 Mio. Euro finanziert werden‘, erklärte Minister Dietzel.

Großes Einvernehmen bestehe mit der Marketinggesellschaft GUTES AUS HESSEN, in den anderen Bundes- und den EU-Ländern das neue Qualitätszeichen ‚Geprüfte Qualität – Hessen‘ für die Erzeugnisse der Qualitätsmarke den Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannt zu machen. Die Erzeugnisse der Qualitätsmarke dürften mit dem Hinweis ‚Geprüfte Qualität – Hessen‘ als Qualitätsprodukte mit dem regionalen Hinweis ‚Hessen‘, aber auch mit den regionalen Bezeichnungen, wie z.B. ‚Vogelsberg‘, ‚Odenwald‘ oder ‚Rhön‘ erkennbar gemacht werden, erläuterte Dietzel. Der Minister wies darauf hin, dass die Qualitätsmarke im Übrigen allen EU-Mitgliedstaaten zur Teilnahme geöffnet sei, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfüllten. ‚Die Genehmigung des offiziellen Qualitätszeichens ermöglicht uns, das Agrarmarketing des Landes Hessen im Rahmen eines einheitlichen Auftritts umzusetzen‘, zeigte sich Dietzel erfreut.

‚Daneben werden von der Marketinggesellschaft GUTES AUS HESSEN Werbemaßnahmen für die Erzeugnisse des ökologischen Landbaus, für Erzeugnisse mit geschützten geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen bzw. mit besonderen Merkmalen umgesetzt‘, so Minister Dietzel. Aber auch die Beratung im Agrarmarketing, die Aus- und Weiterbildung und die Beteiligung an Messen und Ausstellungen seien von der EU -Kommission zur Umsetzung genehmigt worden.

‚Das Land Hessen stimmt mit der Marketinggesellschaft darin überein‘, so der Verbraucherschutzminister, ‚dass das Agrarmarketing in Hessen die Schaltstelle zwischen Erzeugern und Verbrauchern am Markt sein soll. Durch die Marketinggesellschaft GUTES AUS HESSEN als Durchführungsgesellschaft ist die Umsetzung des Agrarmarketing für das Land Hessen am allerbesten gewährleistet‘, so Minister Dietzel abschließend.

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Schweiz: Landwirtschaftliche Forschungsanstalten rücken zusammen

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 12:08

Bern (agrar.de) – Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau (FAL, Reckenholz) und jene für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT, Tänikon) einerseits sowie die Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau (FAW, Wädenswil) und jene für Pflanzenbau (%url4%RAC%/%, Changins) andererseits werden ab 2006 führungsmässig zusammengefasst. Die Standorte bleiben erhalten, so das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL).

Die organisatorischen Zusammenfassungen sollen dazu beitragen, die Leistungen der Forschungsanstalten trotz der geplanten Budgetkürzungen von 5 Millionen Franken soweit wie möglich zu erhalten.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms des Bundes müssen die Landwirtschaftlichen Forschungsanstalten ihre Budgets reduzieren. Dabei sollen die Forschungsleistungen nicht oder möglichst wenig abgebaut werden. Das heisst, dass die Einsparungen in organisatorischer Hinsicht und durch Zusammenlegung von administrativen Aufgaben gesucht werden.

Jetzt sind erste Entscheide gefallen, wie die Vorgaben umgesetzt werden sollen: Aus heute sechs werden ab 2006 führungsmässig noch drei landwirtschaftliche Forschungseinheiten. Bereits eingeleitet ist die führungsmässige Zusammenfassung der Forschungsanstalt für Milchwirtschaft (FAM, Liebefeld) mit jener für Nutztiere (RAP, Posieux) ab 2004. FAL und FAT einerseits sowie FAW und RAC andererseits sollen als neue Einheiten ab 2006 operationell tätig sein.

Die Budgetkürzungen führen zu einem Stellenabbau. Entlassungen sollen soweit möglich vermieden werden. Bis Ende Jahr sind die führungsmässigen Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Entscheide festgelegt. Das eidgenössische Parlament wird im Dezember definitiv über die Budgetkürzungen entscheiden.

Links zum Thema %url6%Forschung%/%, Links zum Land %url7%Schweiz%/%.

Luxemburg: Schweinepest-Verdacht

Themen: EU,Schweinepest,Tierseuchen — info @ 12:08

Sperr- und Überwachungszonen infolge der positiven Laborresultate in Buschrodt

Luxemburg (agrar.de) – Infolge der positiven Schweinepestlaborresultate in einem Betrieb in Buschrodt wurden ab dem 14. August 2003 eine Sperrzone sowie eine Überwachungszone ausgewiesen.

Gleichzeitig ist bis auf weiteres im ganzen Land jeder Schweinetransport untersagt, mit Ausnahme der Transporte zum Schlachthof. Das meldet der Presseinformationsdienst der dortigen Regierung.

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Deutschland bleibt wichtigster Kartoffelerzeuger in der EU

Themen: Archiv — info @ 11:08

Ernte 2002 fiel jedoch um 3,4 Prozent geringer aus – Kleinere Anbaufläche in 2003

Hannover (agrar.de) – Die Kartoffelsäcke der EU waren in 2002 etwas praller gefüllt als im Jahr zuvor. Mit insgesamt 46,1 Millionen Tonnen (t) haben die europäischen Landwirte im vergangenen Jahr rund 2,9 Prozent mehr Knollen geerntet als in 2001, zitiert der niedersächsische Landvolk-Pressedienst Ernteergebnisse der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn. Demnach konnte Deutschland seinen Ruf als ‚Kartoffelland Nr.1‘ mit 11,11 Millionen t behaupten, obwohl die Ernte das Vorjahresergebnis um 3,4 Prozent verfehlte. Die Landwirte in den Niederlanden erzielten mit 7,36 Millionen t ein Plus von 5,0 Prozent, ihre Kollegen in Großbritannien steigerten sich um 4,1 Prozent auf 6,92 Millionen t. In Frankreich wurden mit 6,75 Millionen t sogar 11,0 Prozent mehr Kartoffeln gerodet als in 2001. Auch in den übrigen Haupterzeugungsländern fiel die Ernte besser aus: Die Spanier erzielten mit 3,1 Millionen t ein Plus von 5,0 Prozent, in Belgien waren es mit 2,72 Millionen t 6,1 Prozent mehr und in Italien stieg die Kartoffelernte um 3,2 Prozent auf 2,07 Millionen t.

Das gute Ernteergebnis in 2002 führen die Bonner Marktbeobachter insbesondere auf den gestiegenen Hektarertrag bei Kartoffeln zurück. So waren im EU-Mittel mit rund 36,6 t Kartoffeln je Hektar (ha) so viel wie nie geerntet worden. Bestmarken in diesem Bereich konnten unter anderem Belgien mit 47 t/ha, die Niederlande mit 45 t/ha und Frankreich mit 42 t/ha beisteuern. Die deutschen Landwirte konnten vor allem aufgrund der schlechten Witterung nur 39,1 t/ha und damit 4,1 Prozent weniger Kartoffeln vom Hektar roden als in 2001, die Erträge im bedeutendsten Erzeugerland Niedersachsen verfehlten das Vorjahresniveau mit 40,3 t/ha sogar um 10,7 Prozent. Hier hatte das ungünstige Wetter vor allem den Knollenansatz beeinträchtigt und damit höhere Erwartungen zunichte gemacht.

Da europaweit zudem genügend Knollen vorhanden waren, konnten die Erzeuger die Mindererträge auch über einen höheren Preis nicht wettmachen. Jetzt hoffen die Erzeuger auf ei-nen besseren Marktverlauf in 2003. So zeichnet sich in Deutschland aufgrund der Trockenheit bereits eine relativ kleine Ernte ab. Zudem haben die Landwirte in den meisten EU-Ländern den Kartoffelanbau aufgrund des Preisdrucks in 2002 eingeschränkt. Experten veranschlagen die Anbaufläche zur Ernte 2003 auf 1,20 Millionen ha, das wären 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr und die kleinste Anbaufläche seit Bestehen der Fünfzehnergemeinschaft. Die deutschen Bauern haben den Anbau um 2,1 Prozent auf 278.000 ha eingeschränkt.

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Sachsen-Anhalt: Landvolkverband fordert Ministerin Wernicke bei der Dürrehilfe zum Handeln auf

Themen: Archiv — info @ 11:08

Futternotstand auf Wiesen und Weiden – Maissilagegewinnung beginnt vorzeitig

Quedlinburg (agrar.de) – Sachsen-Anhalt befindet sich im Futternotstand. Wiesen und Weiden vertrocknen, jeden Tag an dem es nicht regnet, immer mehr. Milchviehbetriebe und Mutterkuhhalter haben schon das Winterfutter angebrochen, darauf hat der Landvolkverband Sachsen-Anhalt in einer Pressemitteilung hingewiesen. Der zweite Grünlandschnitt wird nach Einschätzung des Landvolkverbandes komplett ausfallen. Da der Futtermais anfängt zu welken, wird in vielen Fällen nächste Woche mit der Maissilagegewinnung begonnen, die normalerweise 4 – 6 Wochen später beginnt. Der Ertragsausfall wird über 50 Prozent liegen. Die Qualität ist miserabel. Vor diesem Hintergrund fordert der Landvolkverband Ministerin Wernicke zu zügigem Handeln auf.

‚Mögliche Dürrehilfen müssen auch in Sachsen-Anhalt zügig umgesetzt werden,‘ so der Präsident des Landvolkverband Sachsen-Anhalt, Kurt-Henning Klamroth, anlässlich eines ausführlichen Schreibens an Sachsen-Anhalts Agrarministerin Petra Wernicke.

‚Angesichts des Futternotstandes bei den Rinder haltenden Betrieben erwarten wir, dass sich Sachsen-Anhalt bei dem morgigen Bund-Länder-Treffen in Berlin für ein baldiges Hilfsprogramm einsetzt. Insbesondere muss über mögliche Transporthilfen für Futterlieferungen nachgedacht werden. Aber auch das Land muss seinen eigenen Beitrag leisten.

Wir erwarten von Ministerin Wernicke, dass sie möglichst schnell zu einem Bankengespräch mit den Agrarverbänden einlädt, um Tilgungsverlängerungen zu erreichen. Auch muss mit der Ministerin über einen Pachtpreisverzicht von 50 Prozent für landeseigene Flächen gesprochen werden, die von der Landgesellschaft verwaltet werden, bzw. schon im Eigentum der Landgesellschaft sind. Zu einem Landesdürrehilfeprogramm gehört aber auch der Verzicht auf Grundsteuer und ein Erlassen der Beiträge für die Boden- und Wasserverbände.

Flankierend haben wir Bundesfinanzminister Hans Eichel gebeten, die BVVG -Pachtverträge auf eine Laufzeit von 12 Jahren zu verlängern, damit betroffene Betriebe an dem Konsolidierungsprogramm des Landes teilnehmen können,‘ so Klamroth abschließend.

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Baden-Württemberg: Nur leichter Ertragsrückgang bei Pflaumen, Zwetschgen und Erdbeeren

Themen: Archiv — info @ 11:08

Günstige Ertragsaussichten bei Kirschen und Strauchbeeren

Stuttgart (agrar.de) – Bei Pflaumen und Zwetschgen, dem mengenmäßig bedeutendsten heimischen Steinobst, konnten die Obstbauern in diesem Jahr nur leicht unterdurchschnittliche Erträge realisieren. Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Schätzungen der Obstberichterstatter von Mitte Juli feststellt, werden die voraussichtlichen Baumerträge im Landesdurchschnitt auf 23,5 Kilogramm (kg) je Baum veranschlagt. Damit wird das mit 18,8 kg je Baum allerdings sehr niedrige Vorjahresergebnis zwar um ein Viertel übertroffen, das langjährige Mittel 1997/02 (24,9 kg je Baum) als Maß für das durchschnittliche Ertragspotenzial um knapp 6 Prozent verfehlt. Angesichts der extremen Wetterlage ist dieses jedoch nur ein leichter Ertragsrückgang.

Auch die Erdbeeren mussten wie die meisten anderen Obstarten den hochsommerlichen Temperaturen und dem Niederschlagsdefizit Tribut zollen. Die Ernteberichterstatter beziffern den Hektarertrag im Landesmittel auf 102 kg. Das letztjährige Ergebnis lag um 6 Prozent, das langjährige Mittel um 5 Prozent höher.

Bei den Kirschen wurden die Ertragsaussichten zum gleichen Zeitpunkt deutlich günstiger beurteilt. So veranschlagten die Obstbausachverständigen den Baumertrag bei Süßkirschen auf 35,3 kg im Landesdurchschnitt und damit um vier Zehntel höher als im vergangenen Jahr (25,1 kg). Das langjährige Mittel (30,2 kg/Baum) wird voraussichtlich um 17 Prozent übertroffen. Bei Sauerkirschen, die überwiegend als Verwertungsobst Verwendung finden, wird im Landesdurchschnitt ein Baumertrag von 17,1 kg erwartet. Damit würde sowohl das Vorjahresergebnis (11 kg/Baum) als auch der Sechsjahresdurchschnitt (13,3 kg/Baum) deutlich übertroffen.

Die Erträge beim Strauchbeerenobst sind nach Einschätzung der Berichterstatter in diesem Jahr ebenfalls überdurchschnittlich, so bei Stachelbeeren und schwarzen Johannisbeeren mit jeweils 2,6 kg je Strauch sowie weißen und roten Johannisbeeren mit 3,5 kg je Strauch.

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