29. Juli 2003

Baden-Württemberg: Rekordstrecke beim Schwarzwild

Themen: Archiv,Baden-Württemberg,Wald — info @ 12:07

Ergebnisse der Staatsjagd Baden-Württembergs im Jagdjahr 2002/2003

Stuttgart (agrar.de) – ‚Im abgelaufenen Jagdjahr ist im Bereich der staatlichen Regiejagd mit insgesamt 6.500 Stück Schwarzwild auf einer Jagdfläche von rund 274.000 Hektar eine neue Rekordstrecke erreicht worden. Diese Wildschweinstrecke übertrifft das Jagdergebnis des Vorjahres um 39 Prozent‘, erklärte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, heute in Stuttgart. Minister Stächele stellte die Bilanz der Staatsjagd zum Ende der Jagdjahres 2002/2003 vor.

Stächele hob hervor, dass die Jägerinnen und Jäger seit Jahren mit größtem Engagement daran gegangen seien, den starken Anstieg der Schwarzwildpopulation zu verlangsamen, um die Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturflächen und Hausgärten sowie die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen zu reduzieren. Stächele lobte dabei die aktive Mithilfe der privaten Jäger. ‚Mittlerweile werden mehr als die Hälfte des Wildes durch Jagdgäste erlegt‘, so Stächele. Die Staatsjagd habe sich somit in Baden-Württemberg erfolgreich für die privaten Jagdscheininhaber des Landes geöffnet. Von den rund 32.000 privaten Jägern in Baden-Württemberg jagten circa 8.000 in staatlichen Jagdrevieren.

Es habe sich gezeigt, dass Drückjagden besonders geeignet seien, den Jagddruck auf der Fläche zu reduzieren. Drückjagden würden neben verstärkter Einzeljagd und gemeinschaftlichen Ansitzen auf Initiative der staatlichen Forstämter vermehrt durchgeführt. ‚Im Bereich der Staatsjagd wird mittlerweile jedes dritte Stück Schwarzwild bei der Drückjagd erlegt‘, erläuterte Stächele. Die Streckenergebnisse aller Jagden in Baden-Württemberg stehen noch nicht fest, das Ministerium für Ernährung und Ländlichen rechnet jedoch ebenfalls mit einer Rekordstrecke.

Beim Rehwild läge der Abschuss mit 21.000 Stück in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr. Um die Weiederbewaldung der landesweit rund 40.000 Kahlflächen, die durch den Orkan ‚Lothar‘ entstanden sind, sicherzustellen, sei auch beim Rehwild eine intensive Bejagung notwendig.

Links zum Thema Jagd und Wild, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Bierabsatz im ersten Halbjahr 2003 um 4,1 Prozent gesunken

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 10:07

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2003 in Deutschland 51,4 Mill. Hektoliter (hl) Bier abgesetzt, das waren 2,2 Mill. hl oder 4,1 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Biermischungen (z.B. Radler) waren im Berichtszeitraum mit 1,3 Mill. hl oder 2,5 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt, das ist ein Minus von 10,0 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2002.

89 Prozent des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2003 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert (45,6 Mill. hl, – 4,8 Prozent).

Der steuerfreie Absatz betrug 5,8 Mill. hl Bier (+ 2,0 Prozent): 4,2 Mill. hl (+ 1,4 Prozent) gingen in die EU-Länder, 1,5 Mill. hl (+ 4,1 Prozent) in Drittländer und als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien wurden 108 949 hl (– 2,9 Prozent) unentgeltlich abgegeben.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen konnte im Juni erstmals im ersten Halbjahr 2003 ein deutliches Plus von 9,3 Prozent beim Bierabsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden.

Links zum Thema Brenner und Brauer, Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Schindler: Kompromiss in Dornfelderdiskussion finden

Themen: Archiv — info @ 09:07

Mainz (agrar.de) – ‚Es ist dringend erforderlich, dass im Rahmen der Dornfelderproblematik umgehend ein Kompromiss gefunden wird‘, kommentierte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd (BWV), Norbert Schindler die aktuelle Diskussion um die geplante Mostgewichtserhöhung auf 68 ° Öchsle bei Dornfelder.

Der Präsident hat daher Ministerpräsident Beck und Weinbauminister Bauckhage mit der Forderung angeschrieben, für alle Anbaugebiete in Rheinland-Pfalz eine maximale Erhöhung der Mindestmostgewichte bei Dornfelder um 4 Grad Öchsle vorzunehmen. Die ursprünglich geplante Erhöhung auf 68 Grad Öchsle sei sachlich nicht zu begründen und daher unbedingt zu überdenken.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat in einem Entwurf einer Landesverordnung zur Änderung weinrechtlicher Vorschriften vorgeschlagen, die Mindestmostgewichte bei Dornfelder deutlich anzuheben. Diese vorgeschlagenen Änderungen haben in den rheinland-pfälzischen Weinbau-betrieben zu großem Unmut geführt. Die Problematik könne nur über Berlin und Brüssel in einem längeren Zeitraum abschließend gelöst werden, kommentierte Schindler die Situation.

Der unterbreitete Kompromissvorschlag sei auch mit den Präsidenten der Weinbauverbände Pfalz und Rheinhessen, Schrank und Hiestand abgestimmt, so der Präsident. ‚Es muss umgehend gehandelt werden, um weiteren Schaden von der Rebsorte Dornfelder und den betroffenen Weinbaubetrieben abwenden zu können‘, so der BWV-Präsident.

Empört zeigte sich Schindler über die Äußerungen eines Sprechers aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium. Dieser hatte geäußert, dass Winzer, die das Mindestmostgewicht von 68° Öchsle nicht erreichen, den Weinbau aufgeben sollten. Schindler stellte klar, dass die rheinland-pfälzischen Winzer stets qualitativ hochwertige Weine erzeugen. Das Mostgewicht eines Weines sei nicht ausschließlich vom Ausbau des Weines und von der Pflege der Rebstöcke, sondern in großem Maße auch vom Wetter abhängig.

Links zum Thema Wein, Links zum Thema Verbände.

28. Juli 2003

Mecklenburg-Vorpommern: Anbaustruktur verändert, Winterweizen und Winterraps weiterhin dominierend

Themen: Archiv — info @ 16:07

Schwerin (agrar.de) – Nach Informationen des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommerns sind im Jahr 2003 von 55 Prozent der Ackerflächen Getreide und von 21 Prozent Ölfrüchte zu ernten. Die Veränderung der Anbaustruktur ist vor allem dadurch charakterisiert, dass der Anbau von Winterweizen (+ 4 Prozent) deutlich zugenommen hat und der Anbau von Ölfrüchten (- 4 Prozent) zurückging. Der Hülsenfruchtanbau wurde um 16 Prozent ausgedehnt. Hackfrüchte stehen wieder auf 43.000 Hektar. Der Anbau von Futterpflanzen vergrößerte sich um 3 Prozent auf 86.000 Hektar.

Der Getreideanbau umfasst in diesem Jahr mit 589.000 Hektar (2002: 587.696 Hektar) wie im Vorjahr einen Anteil am Ackerland von 55 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern wird mehr Winterweizen angebaut. Waren es im Jahr 2002 immerhin schon 320.408 Hektar, so sind es 2003 332.000 Hektar (+ 4 Prozent); er nimmt damit 56 Prozent der Getreideanbaufläche ein. Erneut stark rückläufig ist mit 37 Prozent der Roggenanbau. Zur Ernte 2002 wurden noch 87.143 Hektar Roggen auf die Felder gestellt. Jetzt sind es nur 55.000 Hektar. Hier spielen auch die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Während im Vorjahr ein größerer Anbaurückgang bei Wintergerste zu verzeichnen war, konnte 2003 eine starke Anbauausdehnung um 24 Prozent festgestellt werden (2003: 124.000 Hektar). Sommergerste wird auf 18.000 Hektar angebaut (+ 8 Prozent). Auf 13.000 Hektar steht Hafer (2002: 11.994 Hektar). Erstmals wieder rückläufig ist der Triticaleanbau (- 15 Prozent). Diese Fruchtart ist 2003 von etwa 39.000 Hektar zu ernten.

Der Körnermais hat sich mit 4.800 Hektar gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (2002: 1.992 Hektar).

Ölfrüchte sind in diesem Jahr von 229.000 Hektar vom Feld zu bergen, das sind 21 Prozent der Ackerflächen. Damit ist diese Fläche geringfügig eingeschränkt worden (- 4 Prozent). Zwischen den Fruchtarten gab es aber Verschiebungen. Der Winterrapsanbau verringerte sich um 6 Prozent auf 220.000 Hektar, dagegen erhöhte sich die Anbaufläche von Sommerraps um das Anderthalbfache auf 8.500 Hektar. Diese Entwicklung ist zum Teil auf Auswinterungsschäden zurückzuführen. Weiterhin rückläufig ist die Ölleinfläche. Im Jahr 2002 standen 1.442 Hektar auf dem Feld, 2003 waren es 1.100 Hektar.

Der Anbau von Hülsenfrüchten (Futtererbsen, Ackerbohnen, Lupinen) nahm um 16 Prozent zu (2003: 22.000 Hektar). Auf 8.800 Hektar wachsen Lupinen (+ 44 Prozent).

Der Anbau der Kartoffeln ist geringfügig ausgedehnt worden. Waren im Vorjahr 15.352 Hektar Kartoffeln zu roden, so beträgt die Fläche in diesem Jahr 16.000 Hektar (+ 4 Prozent). Zuckerrüben wurden in diesem Jahr auf 27.300 Hektar angebaut (- 2 Prozent).

2003 stehen mit 86.000 Hektar 3 Prozent mehr Futterpflanzen auf dem Ackerland als im Vorjahr.

Der Anteil der Bracheflächen im Land vergrößerte sich um 6 Prozent auf 102.000 Hektar.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Baden-Württemberg: Gewinn der landwirtschaftlichen Betriebe geht zurück

Themen: Archiv — info @ 15:07

Einbußen wegen der anhaltenden Trockenheit zu befürchten

Stuttgart (agrar.de) – Die Landwirtschaft bleibt von der derzeit angespannten konjunkturellen Lage nicht ausgenommen. Im Wirtschaftsjahr 2001/02 hat sich die Situation der bäuerlichen Betriebe wieder spürbar verschlechtert, so das Statistische Landesamt.

Nach einer günstigen Einkommensentwicklung in den vorangegangenen zwei Wirtschaftsjahren ist der Unternehmensgewinn der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Baden-Württemberg 2001/02 um 6,7 Prozent auf durchschnittlich rund 37.900 Euro je Betrieb zurückgegangen. Ursache waren insbesondere die geringeren Erzeugerpreise für Schweine und Rinder sowie erhöhte betriebliche Aufwendungen vor allem für Saatgut und Pflanzenschutzmittel.

Betriebsart: WJ 1998/99; 1999/00; 2000/01; 2001/02 (in 1.000 Euro) Futterbaubetriebe: 28.956; 23.435; 32.005; 32.605 Haupterwerbsbetriebe insg.: 29.614; 31.427; 40.637; 37.916 Ackerbaubetriebe: 38.603; 42.048; 47.598; 44.060 Dauerkulturbetriebe insg.: 35.512; 41.165; 36.213; 45.167 Veredlungsbetriebe: 25.354; 38.485; 77.851; 49.540

Vor allem die auf Schweine- bzw. Geflügelhaltung spezialisierten Veredlungsbetriebe erlitten 2001/02 aufgrund der drastisch eingebrochenen Erzeugerpreise für Schlachtschweine und Ferkel erhebliche Einkommenseinbußen von durchschnittlich mehr als 36 Prozent. Der Rückgang fiel allerdings auch deshalb so hoch aus, da in der Schweineproduktion ein überdurchschnittlich gutes Vorjahresergebnis erzielt wurde. So lagen die Veredlungsbetriebe trotz des starken Gewinnrückgangs mit einem Unternehmensgewinn von durchschnittlich rund 49.500 Euro 2001/02 dennoch deutlich über den anderen Betriebsformen.

In den Ackerbaubetrieben, die neben der Marktfruchterzeugung häufig auch ein starkes Standbein in der Viehhaltung aufweisen, ging das Einkommen ebenfalls zurück. Der Erlösrückgang bei Rindern und Schweinen ließ sich durch die höheren Einnahmen aus der guten Getreideernte des Jahres 2001 und die gestiegenen Erzeugerpreise für Raps und Kartoffeln nicht auffangen. Bei den auf Rindermast und Milchvieh ausgerichteten Futterbaubetrieben im Land glichen höhere Erzeugerpreise für Milch die rückläufigen Fleischpreise aus. Mit durchschnittlich rund 32.600 Euro blieb ihr Unternehmensergebnis in etwa auf Vorjahresniveau und damit nach wie vor am unteren Ende der Einkommensskala der Haupterwerbsbetriebe. Dagegen konnten die vornehmlich auf Wein- bzw. Obstbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe im Land ihre Einkommenssituation deutlich verbessern. Höhere Erzeugerpreise bei Äpfel, der hierzulande mit Abstand bedeutendsten Obstart, glichen den Mengenrückgang der unterdurchschnittlichen Ernte 2001 mehr als aus.

Mit Blick auf die Preissituation bei Milch und Schweinen muss im Wirtschaftsjahr 2002/03 vor allem bei den Veredlungs- und Futterbaubetrieben mit weiteren Einkommenseinbußen gerechnet werden. Von den steigenden Rinder- und Kälberpreisen ist nur ein geringer Ausgleich zu erwarten. Aufgrund kleinerer Erntemengen und niedrigerer Getreidepreise dürften auch die Erlöse aus dem Ackerbau deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Weil gleichzeitig anzunehmen ist, dass die betrieblichen Aufwendungen steigen, ist für die landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe insgesamt mit einem Rückgang der Gewinne zu rechnen.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr, die schon jetzt merkliche Ernteausfälle verursacht hat, dürfte die Lage der Landwirtschaft 2003 angespannt bleiben. Wie das Statistische Landesamt feststellt, fällt die Ernte auch im Südwesten Deutschlands trockenheitsbedingt schlechter aus. Es ist damit zu rechnen, dass die Ernteerträge bei Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben in Baden-Württemberg deutlich unter denen des Vorjahres liegen. Für Getreide und Raps werden Verluste von etwa – 15 Prozent veranschlagt, wobei regional standortbedingt wohl auch erheblich größere Ertragsminderungen zu verzeichnen sein dürften.

Fallen die Verkaufserlöse aus dem Ackerbau entsprechend geringer aus, müssten die hiesigen Landwirte 2003 bis zu 100 Millionen Euro Einbußen verkraften. Eine Gesamtbilanz der Ernte lässt sich derzeit jedoch noch nicht erstellen, da die Haupternte noch bevorsteht.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Sachsen-Anhalt: Noch freie Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 13:07

Magdeburg (agrar.de) – Etwa 45 Ausbildungsplätze in den ‚Grünen Berufen‘ sind nach einer Umfrage des Landwirtschaftsministeriums bislang noch offen. Gesucht werden vor allem zukünftige Land- und Tierwirte sowie Gärtner.

Die landwirtschaftlichen Betriebe legen allerdings großen Wert auf gute bis sehr gute schulische Leistungen. Neben Tierliebe, Naturverbundenheit und Freude an selbständiger Arbeit sind kaufmännische Fähigkeiten und technische Begabungen besonders gefragt. Auch eine gute körperliche Konstitution ist wichtig.

Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke: ‚Die Berufsperspektiven sind in Sachsen-Anhalt gut, denn die Branche hat große Nachwuchssorgen.‘ Nach einer vom Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie droht den landwirtschaftlichen Betrieben in wenigen Jahren vor allem ein Mangel an Fach- und Führungskräften. Mit einem Altersdurchschnitt von 45 Jahren ist die Landwirtschaft Sachsen-Anhalts eine der Branchen mit dem höchsten Alterdurchschnitt. Viele Arbeitskräfte werden in den nächsten 5 bis 10 Jahren in den Ruhestand gehen.

Im vergangenen Jahr haben 556 Jugendliche mit der Ausbildung in einem ‚Grünen Beruf‘ begonnen. Darunter waren 193 Landwirte, 205 Gärtner und 65 Tierwirte. Etwa jeder sechste landwirtschaftliche Haupterwerbsbetrieb bildet derzeit aus.

Interessenten können bei den Ämtern für Landwirtschaft und Flurneuordnung • Altmark in Stendal Tel.: 03931-633233, E-Mail, • Mitte in Halberstadt Tel.: 03941-671126, E-Mail und • Anhalt in Dessau Tel.: 0340-2303197, %url4%E-Mail%/%

sowie bei ihrem zuständigen Arbeitsamt nähere Informationen zur Berufsausbildung in der Landwirtschaft erhalten.

Links zum Thema %url5%Bildung%/% und %url6%Arbeitsmarkt%/%, Links zum Bundesland %url7%Sachsen-Anhalt%/%.

Sachsen: Vorschusszahlung auf die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete wird vorgezogen

Themen: Archiv — info @ 12:07

Dresden (agrar.de) – Landwirtschaftlichen Unternehmen, bei denen es infolge der anhaltenden Dürre im Frühjahr 2004 zu einer Liquiditätsgefährdung kommen wird, zahlt der Freistaat einen Vorschuss auf die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete. Die entsprechenden Gelder können bis zum 31. August 2003 bei den zuständigen Ämtern für Landwirtschaft beantragt werden.

In einem stark vereinfachten Verfahren können die Bauern früher als in den Jahren zuvor bis zu 50% Vorschuss erhalten. Bezugsgrundlage ist Höhe der im Vorjahr erhaltene Ausgleichszulage. Antragsformulare stehen im Internet des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft oder können bei den Landwirtschaftsämtern abgefordert werden.

Alle anderen Landesmaßnahmen wie Nothilfe, Betriebsmitteldarlehen und Liquiditätshilfe stehen bei Dürreschäden nach wie vor zur Verfügung.

Als benachteiligt gelten Gebiete mit natürlichen oder wirtschaftlichen Standortnachteilen (durch Höhenlage bedingte schlechte klimatische Verhältnisse und Hangneigung sowie Agrarzonen mit geringer Ertragsfähigkeit der Böden und unterdurchschnittlichen wirtschaftlichen Verhältnissen)

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Sachsen.

Natur erleben in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 12:07

Erfurt (agrar.de) – Eine positive Bilanz zog der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU), Stefan Baldus, über die in den vergangenen Jahren entwickelten Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote in den thüringischen Großschutzgebieten.

Allein im Jahr 2002 nahmen über 10.000 Personen an über 500 Erlebniswanderungen und Exkursionen teil. 10.000 mal, so Baldus, konnte hier über ein attraktives Angebot der Wert dieser herausragenden Landschaften vermittelt und um Unterstützung für ihre Erhaltung geworben werden.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Mit Unterstützung des Commerzbank-Sponsorprojektes ‚Praktikum für die Umwelt‘ wurden beispielsweise im Biosphärenreservat Vessertal, dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und dem Nationalpark Hainich mit einer Vielzahl von Schulklassen Umweltbildungsprogramme durchgeführt. Im Naturpark Kyffhäuser konnten tausende Besucher in der Naturparkstation bei Bad Frankenhausen an Naturerlebnistagen mitmachen. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 7 600 Kinder und Jugendliche an 250 speziellen Veranstaltungen teil.

Ein Besuchermagnet sind zunehmend auch die Informationszentren und -stellen. Allein die staatlichen Verwaltungen betreiben zum Teil zusammen mit örtlichen Partnern derzeit 15 Informationszentren bzw. -stellen. In diesem Jahr übergab Umweltminister Dr. Volker Sklenar die Informationsstelle in Leutenberg, gleichzeitig Sitz der Naturparkverwaltung Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale, der Öffentlichkeit.

Aber auch außerhalb der Großschutzgebiete wird Öffentlichkeitsarbeit betrieben. So tourte eine gemeinsame Wanderausstellung unter anderem durch Erfurt und Gotha. Sie wird in diesem Jahr u.a. im Landtag in Erfurt, in Gera und in Ziegenrück zu sehen sein. Weitere Ausstellungen über die thüringischen Naturparke und Biosphärenreservate und dem Nationalpark wurden an 29 Orten innerhalb und außerhalb Thüringens präsentiert.

Unterstützt werden die Schutzgebietsverwaltungen bei all diesen Aktivitäten insbesondere durch Fördervereine und Umweltbildungseinrichtungen. Aber auch die Thüringer Forstverwaltung leistete Unterstützung durch die Abordnung von speziell ausgebildeten Forstarbeitern.

Staatssekretär Baldus betont, dass die Großschutzgebietsverwaltungen zusammen mit ihren Partnern vor Ort einen wichtigen Beitrag leisten, um diese wertvollen Gebiete dauerhaft zu bewahren und ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Zugleich seien die Erlebnis- und Bildungsangebote ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Tourismusstandortes Thüringen.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Thüringen.

Mecklenburg-Vorpommern: Aktualisierte Waldbrandeinsatzkarte liegt vor

Themen: Archiv — info @ 11:07

Schwerin (agrar.de) – Forstbehörden, Waldbesitzern, Brand- und Katastrophenschutzbehörden sowie Feuerwehren und Rettungsdiensten stehen ab sofort aktuelle Waldbrandeinsatzkarten zur Verfügung. Die Karten dienen vor allem als Einsatzkarten für die Waldbrandbekämpfung sowie zur Übersicht der vorbeugenden Waldbrandschutzmaßnahmen in den Wäldern des Landes.

In der aktualisierten Fassung wurden unter anderem das Waldwegenetz mit sämtlichen Haupt- und Nebenwegen neu aufgenommen, womit die befahrbaren Wege für die schwere Löschtechnik zum Brandherd schnell ermittelt werden können. ‚Damit wird sichergestellt, dass die Zeitspanne zwischen Alarmierung und dem Eintreffen der Löschkräfte am Brandherd möglichst gering ist‘, sagt der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Dr. Till Backhaus (SPD). Besonders gefährdete Waldflächen, wie reine Nadelholzwälder bis zu 40 Jahren, oder munitionsbelastete Flächen sind ebenfalls neu in der Karte verzeichnet. Die letzte Waldbrandeinsatzkarte stammte aus dem Jahr 1999.

Die Karten enthalten neben topografischen Details zusätzlich alle Feuerwachtürme mit Peilkreisen, einem System zur exakten Ortung von Waldbränden sowie Angaben über die Sammelplätze für die Löschkräfte, Wasserentnahmestellen und Hubschrauberlandeplätze. Ebenfalls verzeichnet sind brandhemmende Wundstreifensysteme an Straßen und Schienen sowie Laubwaldstreifen in Nadelholzwäldern. ‚Für die vorliegende Karte wurde auch eng mit den Ortsfeuerwehren in den Landkreisen zusammen gearbeitet, um deren Belange optimal berücksichtigen zu können‘, sagt Minister Backhaus.

Die Waldbrandeinsatzkarten können vom Landesamt für Forsten und Großschutzgebiete (Zeppeliner Straße 3 in 19061 Schwerin, Tel.: 0385-6700117) im Maßstab 1:50.000 in verschiedenen Blattschnitten angefordert werden. Aktualisierungen können aufgrund der digitalen Datenbasis kurzfristig vorgenommen werden und sind in regelmäßigen Zeitabständen vorgesehen. Mittelfristig ist geplant, die Karte in digitaler Form in Verfügung zu stellen.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Münsteraner Bauern demonstrieren: Landwirtschaftskammer muss bleiben

Themen: Archiv — info @ 11:07

Münster (agrar.de) – Bauern aus Münster haben am vergangenen Freitag mit 30 Schleppern vor der Hauptverwaltung der Landwirtschaftskammer in Münster für den Erhalt des Kammerstandorts Münster demonstriert.

Bei der Übergabe einer Resolution an den Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Karl Meise, forderte Georg Buddenbäumer, Vorsitzender des WLV-Kreisverbandes Münster, die Entscheidung über den Kammerstandort von wirtschaftlichen und nicht von politischen Erwägungen abhängig zu machen. ‚Die Landwirtschaftskammer gehört nach Münster‘, zeigte sich Buddenbäumer von der Wirtschaftlichkeit des Standorts Münster überzeugt. Er forderte den Kammerpräsidenten auf, gemeinsam mit den Gremien der Kammer für den Standort Münster zu kämpfen. Unterstützung erhielten die rund 50 Landwirte von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammer.

Kammerpräsident Karl Meise gab sich vor den Bauern und den Mitarbeitern der Kammer kämpferisch. Er betonte ebenfalls, das die Entscheidung für einen Standort der fusionierten Kammer von Wirtschaftlichkeitsberechnungen abhängig sein solle. Notfalls, so Meise vor den Bauern, könne man, wenn kein Einvernehmen erzielt werde, auch alleine ’noch zwei drei Jahre‘ arbeiten.

Die Resolution zur Erhaltung des Kammerstandortes Münster im Wortlaut:

Den wirtschaftlichsten Standort wählen – Kammer muss in Münster bleiben

‚Wir Landwirte im Münsterland sind äußerst beunruhigt über die andauernden Diskussionen zur Verlagerung des Hauptsitzes der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Wir fordern die zuständigen Gremien der Landwirtschaftskammer auf, alles zur Rettung des Kammersstandorts Münster zu unternehmen. Die Fusion der Landwirtschaftskammern im Rheinland und Münsterland muss nach der Beschlusslage vom September 2002 – Erhaltung zweier Kammerstandorte und juristischer Sitz der neuen Landwirtschaftskammer in Münster – umgesetzt werden.

Es ist ökonomischer Unsinn, bei leeren Kassen zwei Standorte zu schließen, wenn der Standort in Münster die räumlichen Voraussetzungen für eine fusionierte Landwirtschaftskammerzentrale schon heute erfüllt. Die Zeche für diese unwirtschaftliche Entscheidung zahlen die Steuerzahler und die Bauern. Wir unterstützen ausdrücklich die Erklärung des Präsidiums des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, nach der die in der Diskussion befindlichen alternativen Standorte im Ruhrgebiet und in Düsseldorf für eine landwirtschaftliche Selbstverwaltung und Behörde völlig ungeeignet sind.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gehört in eine landwirtschaftlich geprägte Region und nicht in ein Ballungszentrum. Eine erfolgreich arbeitende Landwirtschaftskammer muss da sein, wo auch Landwirtschaft stattfindet. Wir sind davon überzeugt, dass der Standort Münster hervorragende wirtschaftliche Voraussetzungen bietet und die notwendigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu einer entsprechenden Aussage kommen.‘

Links zum Thema Landwirtschaftskammern, Links zum Bundesland %url4%Nordrhein-Westfalen%/%.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...31 32 33 >>



   (c)1997-2017 @grar.de