02. Juli 2003

BUND: EU gibt grünes Licht für gentechnische Verunreinigung

Themen: Archiv — info @ 10:07

Straßburg/Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die heutige Entscheidung des EU-Parlaments zur Kennzeichnung von Genfood. Die neuen Regelungen könnten die gentechnische Verunreingung von Futter- und Lebensmitteln allenfalls verlangsamen, aber nicht verhindern.

Das größte Problem sieht der BUND in dem Beschluss, Lebensmittel erst dann zu kennzeichnen, wenn sie mehr als 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten. Damit könnten Verbraucher mittelfristig nur noch die Wahl zwischen mehr oder weniger kontaminierten Produkten haben. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: ‚Die Politik akzeptiert mit diesem Grenzwert grundsätzlich, dass Futter- und Lebensmittel gentechnisch kontaminiert werden. Das ist ein Zugeständnis an die Gentech-Industrie und die USA, wo zwei Drittel aller Gen-Pflanzen angebaut werden.‘

Ohne strikte Auflagen für Erzeuger und Nutzer der Grünen Gentechnik drohe die Kontamination der gesamten Nahrungskette rasch fortzuschreiten. Die neue Regelung ermögliche es jedoch den Mitgliedstaaten, die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung besser zu schützen. Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin: „Die EU-Staaten, allen voran Deutschland, müssen jetzt entschlossen handeln. Sonst werden Industrie und Handel in einigen Jahren noch höhere Grenzwerte fordern, weil sie nicht einmal die 0,9 Prozent-Grenze länger einhalten können. Agrarministerin Künast muss Hersteller und Nutzer von Grüner Gentechnik dazu verpflichten, getrennte Warenströme vom Acker bis zum Supermarktregal zu garantieren. Bei Kontamination müssen die Verursacher für die Schäden haften.‘

Die neuen Regelungen schließen aus Sicht des BUND noch nicht die Lücken in der europäischen Gentechnik-Gesetzgebung. Ungeklärt seien Fragen der Haftung sowie des Nebeneinanders von herkömmlicher Landwirtschaft und Gentech-Betrieben. Timm: ‚Deshalb muss sich Agrarministerin Künast mit ihren EU-Kollegen dafür einsetzen, dass das EU-Moratorium für die Zulassung von Gen-Pflanzen nicht beendet wird – trotz des enormen Drucks der USA.‘

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01. Juli 2003

Rentenbank verteuert Sonderkredite

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 16:07

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite erhöht. Je nach Laufzeit und Zinsbindung verteuern sich die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘ und ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ mit sofortiger Wirkung um nominal 0,20 Prozentpunkte. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 3,94 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung 3,48 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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„Gemeinsame Marktordnung für Bananen“ seit zehn Jahren in Kraft

Themen: Archiv — info @ 16:07

BANAFAIR: Kleinproduzenten und Bananenarbeiter konnten bisher nicht davon profitieren

Bonn (agrar.de) – Das europäische Importregime für Obstbananen, einer der größten handelspolitischen Zankapfel auf internationaler Ebene, ist seit zehn Jahren in Kraft. Den Kleinproduzenten und Bananenarbeitern habe es bislang nichts gebracht, kritisieren Nichtregierungsorganisationen.

Im Lauf der Jahre habe das Importregime wiederholt modifiziert und internationalen Handelsgesetzen angepasst werden müssen, so der Verein Banafair, der Bananen von Kleinproduzenten importiert und vertreibt, die ihre Früchte unabhängig von multinationalen Konzernen produzieren und vermarkten. An der täglichen Missachtung elementarer Arbeitsrechte auf lateinamerikanischen Bananenplantagen und der strukturellen Benachteiligung von Klein- und Fairhandels-Produzenten habe dies aber kaum etwas geändert.

Zum 1. Juli 1993 wurde die ‚Gemeinsame Marktordnung (GMO) für Bananen‘ verabschiedet. Sie sollte afrikanischen und karibischen Erzeugerländern, die vormals zu den europäischen Kolonien gehörten (AKP-Staaten), den Import von Bananen nach Europa erleichtern. Ein kompliziertes Vergabesystem für Einfuhrlizenzen, verbunden mit Mengenbeschränkungen und unterschiedlichen Zollsätzen, sollte gleichzeitig den Marktzugang für sogenannte Dollarbananen aus Lateinamerika regulieren. ‚Wie es aussieht, hat sich die aktuelle GMO für die meisten Beteiligten negativ ausgewirkt‘, kritisiert Banafair.

Mit kritischer Distanz beobachtet auch das Europäische Bananen-Aktions-Netzwerk (EUROBAN), dem zivilgesellschaftliche Organisationen aus zwölf europäischen Staaten angehören, seit 1993 die Folgen für kleinere Bananenproduzenten und für PlantagenarbeiterInnen. In einem völlig unregulierten Wettbewerb, ohne die Quoten und Tarife der GMO, wären die schwächeren Akteure schon längst untergegangen, lautet die Einschätzung. Den Löwenanteil der Profite am europäischen Importregime für Bananen hätten sich allerdings multinationale Unternehmen und Supermarktketten sichern können. Indem sie nach immer günstigeren Produktionsbedingungen suchten, würden unter steigendem Wettbewerbsdruck die sozialen und ökologischen Mindeststandards vielerorts noch weiter abgesenkt. Die derzeit bestehende GMO habe sich als machtlos erwiesen, diesen ‚Wettlauf nach unten‘ zu stoppen.

So hat das EUROBAN-Netzwerk zusammen mit lateinamerikanischen Kleinproduzenten-Vereinigungen und Bananenarbeitergewerkschaften der Europäischen Union schon mehrfach Vorschläge unterbreitet, wie man das Überleben von Klein- und Fairhandels-Produzenten gewährleisten und grundlegende Rechte der BananenarbeiterInnen wirksamer schützen könnte. Ein neuer Vorschlag zielt auf ein internationales Bananenabkommen für nachhaltige Produktion und eine Stärkung des Fairen Handels. Vor dem Hintergrund der Abschaffung der EU-Importquoten ab 2006 fordert EUROBAN alle Beteiligten auf, ein solches Bananenabkommen zu schließen, ‚damit die grausamen Konsequenzen eines deregulierten Bananenmarktes abgewendet werden können‘. Die Fairhandels-Organisation BanaFair, Mitbegründerin von EUROBAN, appelliert an die Deutsche Bundesregierung, sich ebenfalls konstruktiv für ein internationales Bananenabkommen zu engagieren.

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Thüringen: Kabinett stimmt Gesetz zur Änderung jagd-, wald-, fischerei- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zu

Themen: Archiv — info @ 16:07

Erfurt (agrar.de) – Das Thüringer Kabinett hat heute dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung jagd-, wald-, fischerei- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zugestimmt. Darin werden unter anderem Regelungen zur Wiederherstellung der Wald-Feld-Grenze getroffen. ‚Es geht dabei nicht um die Beseitigung von Hecken. Diese sind naturschutzrechtlich nach wie vor besonders geschützt und gelten zudem nicht als Wald im Sinne des Waldgesetzes‘, erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. Vielmehr gehe es darum, den rechtlichen Anspruch des Eigentümers der landwirtschaftlichen Fläche zu berücksichtigen.

Anfang der 60er Jahre wurde das Nutzungsrecht der landwirtschaftlichen Flächen per Gesetz den LPG’n übertragen. Die Eigentümer hatten nicht die Möglichkeit, die Gehölzausbreitung auf ihren Flächen zu verhindern. Nach der Rückübertragung der Flächen an die vormaligen Eigentümer bzw. deren Erben hatte sich der Wald in vielen Fällen bereits ungehindert ausgebreitet. Um den eigentumsrechtlichen Ansprüchen gerecht zu werden, soll im Thüringer Waldgesetz befristet bis zum 31. Dezember 2004 eine Ausnahmeregelung geschaffen werden, dass diese Flächen auf entsprechenden Antrag beim örtlich zuständigen Forstamt wieder landwirtschaftlich genutzt werden können.

Außerdem wird die ‚gute fachliche Praxis‘ in der Forstwirtschaft und in der Fischereiwirtschaft eingeführt.

Der Gesetzentwurf dient zudem der Deregulierung. So werden unter anderem im Thüringer Jagdgesetz die Regelungen über die Abschussmeldung vereinfacht. Es wird die Möglichkeit eröffnet, die Jagdausübung auch an privaten Jagdschulen zu absolvieren. Vor der Erteilung des Jagdscheines ist eine einjährige praktische Erfahrung im Jagdbetrieb nachzuweisen.

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Bayern: Futterengpässe durch Trockenheit

Themen: Archiv — info @ 15:07

Miller bietet Hilfen an

München (agrar.de) – Wegen der trockenheitsbedingten Engpässe in der Futterversorgung hat Landwirtschaftsminister Josef Miller Ausnahmen bei der Kulturpflanzenregelung und beim Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm zugelassen: So dürfen bei der Kulturpflanzenregelung Getreidebestände heuer zur Gewinnung von Ganzpflanzensilage genutzt werden, auch wenn dies im Flächen- und Nutzungsnachweis beim Mehrfachantrag nicht so codiert wurde. Die Ausgleichszahlungen können trotzdem gewährt werden. Außerdem werden die für den Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen auf Stilllegungsflächen geltenden repräsentativen Erträge als verbindliche Mindestablieferungsmenge für 2003 deutlich gesenkt. Sie liegen für Winterraps bei 19 bis 22 Doppelzentnern pro Hektar bzw. für Sommerraps bei 14 bis 17 Doppelzentnern pro Hektar und damit etwa ein Drittel unter dem Vorjahresniveau.

Beim Kulturlandschaftsprogramm wird das für die Extensive Dauergrünlandnutzung (‚Grünlandprämie‘) geltende Verbot von Mineraldünger bei den von extremer Trockenheit betroffenen Betrieben mit Futterknappheit für den Rest des Jahres ausgesetzt. Damit können die betroffenen Flächen – unter Verzicht auf die Förderung für 2003 – gedüngt werden, um die geringen Erträge des ersten Schnittes zumindest teilweise zu kompensieren. Auf Rückforderungen für die Vorjahre und Konsequenzen für die Folgejahre wird verzichtet. Die Flächen sind aber dem zuständigen Landwirtschaftsamt zu melden.

Unabhängig davon will sich der Minister weiter bei der EU-Kommission in Brüssel dafür einsetzen, dass der Aufwuchs von Stilllegungsflächen für Futterzwecke genutzt werden darf.

Ertragseinbußen befürchtet

Die extremen Witterungsverhältnisse werden auch die Ernteergebnisse in Bayern verschlechtern. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, sind bei Wintergerste im Landesdurchschnitt Ertragseinbußen zwischen 20 und 25 Prozent zu befürchten, Winterweizen dürfte 15 bis 20 Prozent verlieren, Hafer sogar bis zu 40 Prozent. Bei Triticale und Winterroggen liegen die Rückgänge zwischen zehn und 15 Prozent, bei Sommergerste und Sommerweizen zwischen fünf und zehn Prozent. Die zu erwartenden Schäden bei Winterraps belaufen sich auf bis zu 35 Prozent.

Bei Zuckerrüben zeigen sich erste leichte Probleme. Wie die diesjährige Ernte letztlich ausfällt, entscheidet die Witterung im August. Das gilt auch für die Kartoffeln. Sie bräuchten Regen während der Blüte und dann regelmäßige Niederschläge bis August. Ähnlich ist die Situation beim Mais. Er ist zwar bisher mit der Trockenheit gut zurecht gekommen, doch auch hier lassen sich größere Einbußen nur durch kräftige Niederschläge in den nächsten Tagen vermeiden.

Die Ertragseinbußen schwanken regional und können in Einzelfällen noch deutlich höher ausfallen. Vor allem Franken und die nordöstlichen Teile Bayerns sind betroffen. Trockenschäden treten jedoch bei leichteren Böden landesweit auf. In Bayern werden rund 1,2 Millionen Hektar Getreide einschließlich Körnermais angebaut. Die gesamte Ackerfläche liegt bei rund 2,1 Millionen Hektar.

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Hessen: Futterversorgung des Viehs wird knapp

Themen: Hessen — info @ 15:07

Präsident Bär schreibt an Staatsminister Dietzel

Friedrichsdorf (agrar.de) – ‚Die Wiesen sind regelrecht ‚verbrannt‘, der ohnehin spärliche Aufwuchs geht mehr und mehr zurück, so dass die Versorgung des Viehs gefährdet ist.‘

Mit diesen Worten hat sich der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Heinz Christian Bär, heute per Telefax an den Hessischen Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel gewandt und erneut darum gebeten, er möge sich dafür einsetzen, dass Vieh haltende Betriebe den Aufwuchs von stillgelegten Ackerflächen nutzen können.

In den letzten Wochen und Tagen habe sich die Situation aufgrund der extremen Trockenheit weiter zugespitzt. Nachdem der erste Grünlandaufwuchs in weiten Teilen unseres Bundeslandes, insbesondere in Nordhessen, noch nicht einmal 50 Prozent des sonst üblichen Ertrages gebracht habe, lasse auch der zweite Schnitt wegen der fortdauernden Trockenheit mehr als zu wünschen übrig.

Präsident Bär hat deshalb Staatsminister Dietzel eindringlich darum gebeten, über das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und die EU-Kommission eine schnelle Lösung herbeizuführen.

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US-Studie verspricht Einkommensverbesserungen durch Gentechnik

Themen: Archiv — info @ 14:07

Washington (agrar.de) – Europas bauern könnten durch die Anwendung der Gentechnologie zusätzliche Einkommen erwirtschaften. Durch einen Produktionszuwachs bei gentechnisch-veränderten Kulturen soll für Frankreichs Bauern ein Einkommensanstieg von 265 Mio. Euro möglich sein. In Deutschland lägen die Einkommenszuwächse bei mehr als 200 Mio. Euro und die österreichische Landwirtschaft könnte ihre Einnahmen um 6 Mio. Euro pro Jahr steigern.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des National Center for Food and Agricultural Policy (NCFAP) in Washington. Durch den Anbau von insektenresistentem Mais, herbizidtoleranten Zuckerrüben und pilzresistenten Kartoffeln könnte die Ernte EU-weit insgesamt um 7,8 Mio. Tonnen gesteigert werden.

Das NCFAP ist nach eigenen Angaben ‚eine private, gemeinnützige und unabhängige Forschungsorganisation‘. Die Studie, die von internationalen Gentechnik-Konzernen wie Monsanto und Syngenta finanziert wurde, sei ‚von europäischen Experten für Pflanzenbiotechnologie aus Wirtschaft und Verwaltung‘ überprüft wurden.

Nach Meinung der österreichischen Biobauern wiegt das Mehreinkommen die Existenzgefährdung durch die Gentechnik nicht auf. Mit umgerechnet 4,30 Euro pro Hektar Ackerfläche sei das mit gentechnisch verändertem Saatgut (GMO) erzielbare Mehreinkommen ‚winzig‘.

‚Wenn man dann gegenrechnet, welcher Schaden den rund 18.000 Biobauern durch Auskreuzungen genmanipulierter Pflanzen entsteht, ist die Gentechnik in Österreich ein großes Verlustgeschäft‘, so Markus Schörpf, Gentechnik-Experte der Bio Ernte Austria.

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Milchquotenbörse – aktuelle Preise

Themen: Archiv — info @ 14:07

Berlin (agrar.de) – Die Handelsrunde vom 1. Juli 2003 an der Milchquotenbörse ist beendet. Nach Informationen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wurde in allen 21 Übertragungsgebiete ein Gleichgewichtspreis ermittelt.

Verkaufsstelle; Preis in Euro: gehandelte Menge in kg

Baden-Württemberg, Reg.-Bez.Stuttgart; 0,38; 5.394.253 Baden-Württemberg, Reg.-Bez.Karlsruhe; 0,14; 784.568 Baden-Württemberg, Reg.-Bez.Freiburg; 0,49; 1.805.426 Baden-Württemberg, Reg.-Bez.Tübingen; 0,49; 6.701.245 Bayern / Reg.-Bez. Oberbayern; 0,59; 11.435.329 Bayern / Reg.-Bez. Niederbayern; 0,50; 6.775.691 Bayern / Reg.-Bez., Oberpfalz; 0,72; 4.776.798 Bayern / Reg.-Bez. Oberfranken; 0,50; 3.306.266 Bayern / Reg.-Bez. Mittelfranken; 0,45; 5.547.199 Bayern / Reg.-Bez. Unterfranken; 0,27; 1.560.509 Bayern / Reg.-Bez. Schwaben; 0,44; 10.166.865 Hessen; 0,39; 4.237.488 Niedersachsen/Bremen; 0,58; 33.562.385 Schleswig-Holstein/Hamburg; 0,56; 14.665.233 Nordrhein-Westfalen; 0,57; 11.907.756 Rheinland-Pfalz / Saarland; 0,54; 3.886.479 Berlin/Brandenburg; 0,21; 3.542.214 Mecklenburg/Vorpommern; 0,22; 4.688.862 Sachsen; 0,30; 3.408.940 Sachsen-Anhalt; 0,19; 1.133.739 Thüringen; 0,27; 2.420.062

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Tendenz zum Geldsparen drängt das Umweltbewusstsein in den Hintergrund

Themen: Archiv — info @ 14:07

Bauer Verlagsgruppe mit neuem VA-Newsletter zum Thema Umweltbewusstsein

Hamburg (agrar.de) – Der Trend, Geld zu sparen, statt umweltbewusst zu handeln, setzt sich immer weiter fort: Während 1998 noch 54 Prozent der Bundesbürger bereit waren, für umweltfreundliche Produkte mehr Geld zu bezahlen, sind es heute nur noch 43 Prozent, was einem Rückgang von 20 Prozent entspricht innerhalb der letzten vier Jahren entspricht. Am geringsten ist das Umweltbewusstsein bei den 14 bis 29-Jährigen ausgeprägt: Hier sank der Anteil derjenigen, die zu Gunsten der Umwelt tiefer in die Tasche greifen, sogar um 30 Prozent.

Konkret zeigt sich das gesunkene Interesse am Umweltschutz bei der Wahl der Automarke: 1996 war beim Autokauf die ‚Hohe Umweltfreundlichkeit‘ das viertwichtigste von 18 Auswahlkriterien. Heute ist dieses Merkmal auf den zwölften Rang abgerutscht. Dies sind die Ergebnisse des aktuellen VA-Newsletters aus der Bauer Verlagsgruppe.

Der VA-Newsletter ist eine speziell aufbereitete Untersuchung der jährlich publizierten VerbraucherAnalyse (VA). Er erscheint anlässlich besonderer Termine oder Veranstaltungen und liefert passend zum jeweiligen Thema nützliche und interessante Informationen. Anlässlich der aktuellen Diskussion um das Dosenpfand, berichtet der neue VA-Newsletter über die aktuellen Tendenzen der Deutschen zum Thema Umweltbewusstsein.

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Mecklenburg-Vorpommern: Höhere Gleichgewichtspreise bei der Milchquote

Themen: Archiv — info @ 13:07

10. Milchquotenbörse verzeichnet trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation wieder stärkere Nachfrage

Schwerin (agrar.de) – Heute fand zum nunmehr zehnten Male in Mecklenburg-Vorpommern eine Milchquotenbörse statt. Während beim letzten Börsentermin noch 21 Cent pro Kilogramm Milchquote als Gleichgewichtspreis ermittelt wurden, stieg er jetzt auf 22 Ct/kg. Insgesamt werden etwa 6,3 Mio. Kilogramm Milchquoten auf die erfolgreichen Bieter übergehen; durch Ausgleich des Nachfrageüberhangs aus der Landesreserve allerdings real zum Preis von nur 16 Ct/kg.

‚Wenn 2003 gegenüber den Vorjahren bisher mehr Menge nachgefragt wurde als angeboten, zeugt das davon, dass die Milcherzeuger im Land trotz gegenwärtig schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse eine Perspektive in der Milchproduktion erkennen‘, urteilte der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus (SPD).

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Milchquotenbörse zeigte sich der Minister optimistisch. Der Abschluss der europäischen Agrarverhandlungen in Luxemburg und vor allem die Grundsatzbeschlüsse über die Fortsetzung der Milchquotenregelung in der EU bis 2015 haben zu höherer Planungssicherheit bei den Milcherzeugern geführt. ‚Hiervon erhoffen wir uns eine Signalwirkung für den Milchquotenmarkt in Mecklenburg-Vorpommern, die auch bei den nächsten Börsenterminen ihren Niederschlag finden sollte. Insofern kann, trotz vieler Diskussionen um die Einführung und Nutzung der Börse, nach zehn Terminen ein durchaus positives Fazit für die Quotenverkaufsstellen gezogen werden‘, resümierte der Minister.

Ein Vorteil der Milchquotenbörse ist es, dass über dieses anonymisierte Verfahren eine annähernd objektive Preisermittlung möglich ist. So sind die Gleichgewichts-preise auch Grundlage für Quotenübertragungen außerhalb der Börse. Als weiterer, positiver Effekt ist der z.Zt. noch mögliche kostenlose Ausgleich von Nachfrage-überhängen aus der Landesreserve zu nennen, der zu höheren Mengenumsätzen, aber vor allem auch zu Preisminderungen führt.

‚Dennoch verkennen wir die Gesamtsituation der Milcherzeuger nicht, die gegenwärtig zu geringe Erlöse verzeichnen‘, warnte Minister Dr. Backhaus. Dies betreffe jedoch nicht nur Milch und Milcherzeugnisse, sondern auch Fleisch und andere Produkte der Landwirtschaft. ‚Daher werde ich meine Forderungen an Bundesverbraucherschutzministerin Künast, das grundsätzliche ethische Problem der Lebensmittelpreise in Deutschland zum Gegenstand eines entsprechenden Lebensmittelgipfels zu machen, auch auf dem deutschen Bauerntag in dieser Woche in Freiburg aufgreifen‘, kündigte Minister Dr. Backhaus an.

Links zum Thema Milchquoten und -Börsen, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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