30. Juli 2003

Thüringen: 2.946 landwirtschaftlich genutzte Grundstücke im Jahre 2002 verkauft

Themen: Archiv — info @ 11:07

Erfurt (agrar.de) – Im Jahre 2002 wurden in Thüringen 2.946 landwirtschaftliche genutzte Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) veräußert. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 26 Grundstücke bzw. 0,9 Prozent mehr als im Jahre 2001.

Die durchschnittliche Größe bei den reinen Flächenverkäufen für landwirtschaftliche Nutzung lag im Jahre 2002 bei 2,16 Hektar je Kauffall (2001: 2,23 Hektar / 2000: 2,24 Hektar).

Der durchschnittliche Kaufpreis eines Hektars für landwirtschaftlich genutzte Fläche (ohne Gebäude und ohne Inventar) lag mit 4.733 Euro im Vergleich zum Jahr 2001 um 3,4 Prozent höher (2001: 4.576 Euro / 2000: 4.744 Euro).

Abhängig von der Bodenqualität und Ertragsfähigkeit wurden im Jahre 2002 für Flächen mit geringerer Bodenbeschaffenheit, d.h. mit einer Ertragsmesszahl (EMZ) unter 30 ein durchschnittlicher Kaufwert von 3.916 Euro und für Flächen mit guten bis sehr guten Böden (EMZ von 70 und mehr) durchschnittlich 5.543 Euro erzielt. Im Jahre 2001 lagen diese Werte für die Bodengüte bei 3.401 Euro bzw. 5.315 Euro und im Jahre 2000 bei 3.664 Euro bzw. 5.599 Euro.

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CDU: Den Worten endlich Taten folgen lassen

Themen: Archiv — info @ 11:07

Landwirtschafts-Nothilfeprogramm gemeinsam mit den Ländern unbürokratisch und zügig umsetzen

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der vom Deutschen Bauernverband vorgelegten Ernteschätzung (unsere Meldung) erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt:

‚Der Erntebericht bestätigt, was längst befürchtet worden war: Die Getreideernte wird wegen der Dürre in diesem Jahr um zehn bis 15 Prozent niedriger ausfallen als im durch Hochwasser und starken Regen ebenfalls beeinträchtigten Vorjahr. In einigen Regionen – betroffen sind vor allem Landwirte im Osten, Süden und Südwesten Deutschlands – gibt es sogar Ertragsausfälle von bis zu 80 Prozent!

Angesichts dieser dramatischen Einbußen kann auch Landwirtschaftsministerin Künast die Augen nicht mehr vor der Realität verschließen. Die von ihr geforderten Zahlen sind auf dem Tisch, den Worten müssen jetzt Taten folgen!

Wir fordern Frau Künast daher auf, endlich das von der CDU/CSU-Fraktion unlängst geforderte Nothilfeprogramm gemeinsam mit den Ländern unbürokratisch und zügig umzusetzen. Nur durch schnelles Handeln kann für die zum Teil in ihrer Existenz bedrohten landwirtschaftlichen Betriebe das Schlimmste verhindert werden.‘

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BMU: Rückgang beim Flächenverbrauch schont Böden und Lebensräume

Themen: Archiv — info @ 11:07

Umweltschädliche Subventionen wie Eigenheimzulage und Entfernungspauschale müssen abgebaut werden

Berlin (agrar.de) – Erstmals seit vielen Jahren ist die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlung und Verkehr spürbar zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich der Zuwachs des täglichen Flächenverbrauchs auf 117 ha pro Tag gegenüber 129 ha pro Tag verringert. Nach Auffassung des Bundesumweltministeriums ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Die Bundesregierung hat in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel verankert, diesen Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 30 ha pro Tag zu verringern.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland im Jahr 2001 insgesamt um 428 Quadratkilometer zugenommen. Nach Feststellungen der Behörde dürfte dieser Rückgang aber insbesondere auf den konjunkturell bedingten Einbruch der Bauinvestitionen 2001 zurückzuführen sein. Damit wird deutlich, dass eine Trendwende bei der heutigen flächenintensiven Siedlungsentwicklung noch nicht gesichert ist.

Um das anspruchsvolle Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Eigenheimzulage zu streichen und umzustrukturieren. Dazu gehört, die künftige Siedlungsentwicklung auf eine verstärkte Nutzung des Gebäudebestands und von Brachflächen auszurichten. Zudem sollten bestehende Siedlungsstrukturen, z. B. durch eine qualitative Verbesserung des Wohnumfelds, aufgewertet werden statt immer neue Siedlungsflächen zu erschließen. Damit kann nicht nur zum Schutz und Erhalt von Böden und Lebensräumen beigetragen werden, sondern es werden auch Verkehrsaufkommen und Landschaftszerschneidung vermindert. Dazu wird die Entfernungspauschale halbiert. Die Zersiedelung der Landschaft darf nicht länger belohnt werden.

Bayern: Vorgezogene Mahd von Vertragsnaturschutzflächen und Erschwernisausgleichs-Flächen zugelassen

Themen: Archiv — info @ 11:07

Umweltminister Schnappauf: Vertragsnaturschutz hat Naturschutzziele in diesem Jahr erreicht

München (agrar.de) – Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit entschieden, dass Landwirte zur Versorgung ihres Viehbestands Flächen des Vertragsnaturschutzes und des Erschwernisausgleichs in diesem Jahr früher als vereinbart mähen dürfen. Durch die seit dem Frühjahr anhaltende außergewöhnliche Trockenheit besonders in Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz und Niederbayern leiden viele bayerische Viehbetriebe an Futternot. Das Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hat die Entscheidung bereits am letzten Donnerstag den Regierungen, Landratsämtern und kreisfreien Städten mitgeteilt.

Für naturschutzfachlich geeignete Vertragsflächen, deren Bewirtschaftungsruhe zwischen dem 31. Juli und dem 31. August endet, können Landwirte bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde eine frühere erste Mahd beantragen, soweit dies zur Abmilderung von trockenheitsbedingten Engpässen in der Futterversorgung des Betriebs notwendig ist. Die unteren Naturschutzbehörden sind vom Umweltministerium angewiesen, die betroffenen Landwirte schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Ein Schaden für die Natur ist aus fachlicher Sicht nicht anzunehmen, da die Vegetationsentwicklung in diesem Sommer aufgrund der außergewöhnlichen Witterung sehr viel weiter fortgeschritten ist. Die naturschutzfachlichen Ziele sind daher auf den Vertragsflächen erreicht worden. Sofern die Vertragsnehmer im Bewirtschaftungsjahr 2003 alle übrigen vertraglichen Verpflichtungen vollständig erfüllen, ist deshalb keine Kürzung des Vertragshonorars vorgesehen.

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Sachsen: Anträge für Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) wieder möglich

Themen: Archiv — info @ 11:07

Dresden (agrar.de) – Für die einzelbetriebliche Investitionsförderung in landwirtschaftlichen Betrieben können ab sofort wieder Anträge gestellt werden. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde bestätigt und gilt für die nächsten zwei Jahre. Darauf weist das Sächsische Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hin.

Unterstützt werden Landwirte, die in eine tiergerechte und flächengebundene Haltung investieren oder die sich durch Dienstleistungen ein zweites wirtschaftliches Standbein schaffen. Dazu gehören beispielsweise die Errichtung von Biogas- und Solaranlagen, Maßnahmen zur Landschaftspflege und die Pensionstierhaltung.

Das AFP unterscheidet zwischen kleinen und großen Investitionen. Bei kleinen Investitionen kann ein Zuschuss von 20 Prozent gewährt werden. Diesen gibt es nur bis zu einem förderfähigen Investitionsvolumen von 50.000 Euro. Bei großen Investitionen bis max. 1,25 Mio. Euro kann eine Zinsverbilligung ausgereicht werden. Die Zinsverbilligung wird als Sondertilgung in Form eines Zinszuschusses in Abhängigkeit der Laufzeit der Darlehen über die Sächsische Aufbaubank gewährt. Zu Details beraten die Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft (AfL) und Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Gartenbau (AfLuG).

Nähere Einzelheiten sind auch im Internet abrufbar.

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Niedersachsen: Bauern klagen über verlorene Rinderohrmarken

Themen: Archiv — info @ 11:07

Hannover (agrar.de) – Immer noch hält der Ärger vieler Bauern wegen verlorener Rinderohrmarken an. Besonders aus der rindviehstarken Region Ostfriesland kommen nach Angaben des Landvolks Niedersachsen immer wieder Klagen, dass jährlich bis zu 30 Prozent der von der EU vorgeschriebenen Plastikohrmarken verloren gehen.

In erster Linie treten die Verluste auf, wenn die Rinder mit den Ohren im Stacheldraht oder im Fressgitter hängen bleiben. Die Bauern müssen dann umgehend eine identische Ohrmarke nachbestellen und einziehen. Besonders auf der Weide ist dieses mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden, bei Mastbullen im Stall ist die Nachkennzeichnung sogar mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben der Bauern verbunden. Zudem drohen empfindliche Prämienkürzungen, wenn von den Ämtern für Agrarstruktur Betriebskontrollen durchgeführt und dabei Tiere ohne ordnungsgemäße Kennzeichnung vorgefunden werden.

Wiederholt haben die Bauern deshalb von der niedersächsischen Tierseuchenkasse gefordert, für eine verbesserte Qualität der Ohrmarken zu sorgen. Seit einem Jahr läuft deshalb im Raum Oldenburg ein Versuch mit Ohrmarken eines neuseeländischen Herstellers. Schlussfolgerungen können aber erst nach Ablauf des auf drei Jahre angelegten Versuchs gezogen werden. Bis dahin werden sich die Bauern gedulden müssen.

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RLV: Miserable Weizenernte im Rheinland

Themen: Archiv — info @ 09:07

20 Mio. Euro Erlösminderung allein beim Weizen

Bonn (agrar.de) – Von einer miserablen Weizenernte spricht der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, in einem ersten Erntebericht für das Rheinland. Der Weizenertrag liege durchschnittlich 20 Prozent unter den beiden Vorjahren.

Auf schlechteren Böden sowie im Regenschattengebiet der Eifel sei zum Teil nur halb soviel Getreide wie in den Vorjahren geerntet worden. Im Schnitt gingen den Landwirten im Rheinland so rund 200 Euro je ha gegenüber den letzten beiden Jahren verloren. Einem Bauernhof mit 50 ha Weizen würden somit allein durch die schlechtere Weizenernte 10.000 Euro in der Kasse fehlen, rechnet RLV-Präsident Decker vor. In vielen Betrieben würde damit die Schmerzgrenze überschritten.

Rheinland-weit fehlten den Landwirten beim Weizen in diesem Jahr rund 20 Mio. Euro. Bis heute seien in der Köln-Aachener Bucht nur knapp ein Drittel des vierjährigen Jahresmittelniederschlages gefallen. Die andauernde Dürre hätten zunehmende Futterknappheit in den Grünlandregionen sowie weitere Ernteeinbußen bei den Kartoffeln und Zuckerrüben zur Folge.

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29. Juli 2003

Sachsen: Rentzsch und Kuhl berieten über Trockenschäden in der Landwirtschaft

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 16:07

Groitzsch (agrar.de) – Am 28. Juli 2003 berieten SLB-Präsident Frank Rentzsch und SMUL-Amtschef Wolf-Eberhard Kuhl über die Auswirkungen der Trockenheit auf Sachsens Landwirtschaftsbetriebe und Möglichkeiten zur Hilfe für geschädigte Betriebe. Übereinstimmung gab es zur Einschätzung der Lage und der existenzbedrohenden Situationen insbesondere in den stark betroffenen Gebieten Nord- und Ostsachsens. Notwendig sind schnelle Hilfen.

Gegenwärtig sind bereits möglich: • Verlängerung der Betriebsmitteldarlehen, Nothilfe und Liquiditätshilfe • ab sofort können bei den Ämtern Anträge auf Vorschusszahlung für die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete in Höhe von 50 % gestellt werden. Beantragung beim Landwirtschaftsamt bis 31. August 2003. Formulare beim Ministerium oder vom AfL. • zinsverbilligte Kredite der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Beantragt und bei dem Bundeslandwirtschaftsministerium gefordert sind:

• ein Bund-Länder-Notstandsbeihilfe-Programm (mit sächsischer Kofinanzierung) • ein Vorziehen der Auszahlung der Flächenprämien durch die EU • Aussetzung der 2 prozentigen deutschen Modulation • die Einführung der Mehrgefahrenversicherung

Aus der Sicht des Sächsischen Landesbauernverbandes ist die Aufhebung der Deckelung der Nothilfe- Förderrichtlinie notwendig.

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Sachsen-Anhalt: Mehr Spargel aber weniger Erdbeeren

Themen: Archiv — info @ 16:07

Halle (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung haben die Spargelanbauer in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr mit 51 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) den zweithöchsten Flächenertrag erzielt.

Die Ertragsleistung lag nach Meldung des Statistischen Landesamtes um 3 dt/ha unter dem Spitzenertrag von 2000, überschritt aber den Hektarertrag des sechsjährigen Mittels (1997/2002) um rund 5 dt. Hochgerechnet auf die Erntefläche insgesamt sind das 5.100 Tonnen Spargel (2002: 4.600 t).

Erdbeeren sind erheblich weniger geerntet worden als im Vorjahr. Der voraussichtliche Hektarertrag wird auf knapp 70 dt (Vorjahr: 81 dt/ha) geschätzt. Bei einer Anbaufläche von etwa 120 ha wird die Erntemenge mit 840 Tonnen um 180 Tonnen geringer ausfallen als im Jahr 2002.

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Schleswig-Holstein: Weniger Ammen- und Mutterkühe

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 15:07

Kiel (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der Erhebung über die Viehbestände am 3. Mai 2003 wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins 1,23 Mill. Rinder, 1,42 Mill. Schweine und 357.000 Schafe gehalten.

Der Rinderbestand insgesamt war um 2 Prozent kleiner als im Mai 2002. Mit 357.000 Tieren lag der Milchkuhbestand leicht über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber war die Zahl der Ammen- und Mutterkühe um 8.000 (- 17 Prozent) auf 40.000 Tiere stark rückläufig. Diese Entwicklung ist durch eine Änderung in der Prämiengewährung für Ammen- und Mutterkühe begründet.

Bei den Schweinen ist wie in den Vorjahren ein leichter Anstieg des Bestandes zu verzeichnen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Tiere in Jahresfrist um 22.000 (+ 2 Prozent). Der Bestand an Jung- und Mastschweinen blieb gegenüber dem Vorjahr konstant. Eine Zunahme war jedoch bei den Sauen und den Ferkeln zu verzeichnen.

Der Bestand an Schafen entsprach dem Niveau der Vorjahre.

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