31. Juli 2003

Hessen: Bär fordert private Mehrgefahrenversicherung für die Landwirtschaft

Themen: Hessen — info @ 11:07

Erlöseinbußen durch Wetterextreme müssen abgefedert werden

Friedrichsdorf (agrar.de) – ‚Angesichts der Häufung von Wetterextremen in den letzten Jahren – Frühsommertrockenheit in 2000, Starkregen- und Flutkatastrophe im Sommer 2002, Auswinterungs-, Spätfrost- und Dürreschäden 2003 – und den damit verbundenen Ertragseinbußen geraten mehr und mehr landwirtschaftliche Betriebe in finanzielle Nöte‘, stellte der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Heinz Christian Bär, mit großer Sorge fest. Insbesondere die Landwirte, die Zukunftsinvestitionen getätigt hätten, wüssten nicht, wie sie ihre laufenden Kosten decken sollen.

Vor diesem Hintergrund fordert Präsident Bär ein Vorsorgesystem in Form einer privaten Mehrgefahrenversicherung, das sich in anderen Ländern, zum Beispiel USA, Kanada, Frankreich, Spanien, Italien und Österreich, seit Jahren bewährt habe. Ein Teil der Versicherungsbeiträge wird dort vom Staat übernommen, was im übrigen auch WTO-konform ist.

In diesem Jahr haben starke Fröste im Winter und die extreme Trockenheit und Dürre der letzten Monate vor allem im Osten Deutschlands aber auch in weiten Teilen Hessens zu gravierenden Ernteeinbußen bei Getreide geführt. So sind zum Beispiel bei Wintergetreide Ertragsminderungen bis zu 60 Prozent zu verzeichnen. Auch die Grünlanderträge lassen, insbesondere in Nordhessen, sehr zu wünschen übrig. Engpässe in der Grundfutterversorgung des Viehs sind zu befürchten. ‚Diese witterungsbedingten Ernteverluste haben empfindliche Einkommenseinbußen zur Folge und rechtfertigen auch bei uns die Einführung einer privaten Mehrgefahrenversicherung‘, betonte Präsident Heinz Christian Bär.

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