30. Juli 2003

Niedersachsen: Bauern klagen über verlorene Rinderohrmarken

Themen: Archiv — info @ 11:07

Hannover (agrar.de) – Immer noch hält der Ärger vieler Bauern wegen verlorener Rinderohrmarken an. Besonders aus der rindviehstarken Region Ostfriesland kommen nach Angaben des Landvolks Niedersachsen immer wieder Klagen, dass jährlich bis zu 30 Prozent der von der EU vorgeschriebenen Plastikohrmarken verloren gehen.

In erster Linie treten die Verluste auf, wenn die Rinder mit den Ohren im Stacheldraht oder im Fressgitter hängen bleiben. Die Bauern müssen dann umgehend eine identische Ohrmarke nachbestellen und einziehen. Besonders auf der Weide ist dieses mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden, bei Mastbullen im Stall ist die Nachkennzeichnung sogar mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben der Bauern verbunden. Zudem drohen empfindliche Prämienkürzungen, wenn von den Ämtern für Agrarstruktur Betriebskontrollen durchgeführt und dabei Tiere ohne ordnungsgemäße Kennzeichnung vorgefunden werden.

Wiederholt haben die Bauern deshalb von der niedersächsischen Tierseuchenkasse gefordert, für eine verbesserte Qualität der Ohrmarken zu sorgen. Seit einem Jahr läuft deshalb im Raum Oldenburg ein Versuch mit Ohrmarken eines neuseeländischen Herstellers. Schlussfolgerungen können aber erst nach Ablauf des auf drei Jahre angelegten Versuchs gezogen werden. Bis dahin werden sich die Bauern gedulden müssen.

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