24. Juli 2003

Sachsen: Nebenerwerbslandwirte wollen gezielte Förderung

Themen: Archiv — info @ 09:07

Beierfeld (agrar.de) – Angesichts des heute vorgelegten Agrarberichts hat der sächsische Verband der Landwirte im Nebenberuf (VLN) eine gezielte Förderung der Nebenerwerbsbetriebe gefordert. Zwar würden immer noch 59 Prozent der Agrarbetriebe im Nebenberuf geführt, doch sei deren Zahl binnen Jahresfrist um 82 gesunken. Junge Menschen, die einen Landwirtschaftsbetrieb einrichten wollten, sollten neben der fachlichen Ausbildung auch einen finanziellen Zuschuss erhalten, forderte VLN-Chef Matthias Schreier. Damit werde dem Ausbluten des ländlichen Raumes begegnet.

Gleichzeitig kritisierte Schreier die Kreditvergabe der Banken an Landwirtschaftsbetriebe. Die von den Banken geforderten Laufzeiten für Pachtverträge seien viel zu lang. ‚Die Praxis von zwölf und achtzehn Jahren wie bei BVVG-Pachtverträgen darf nicht auf ortsansäßige Bodeneigentümer übertragen werden, damit auch Neueinsteiger Land pachten können. Bei diesen langen Laufzeiten, werde die nachfolgende Gegeneration komplett ausgeschaltet‘, sagte Schreier.Auch sollte neben den Pachtpreisanpassungen auch auf Kündigungsklauseln bei neuen Pachtverträgen geachtet werden. Pachtverträge mit geringerer Laufzeit müssten den Banken als Sicherheit genügen. So hätten auch Berufsanfänger die Chance, Boden zu pachten und sich eine alternative Erwerbsmöglichkeit zu schaffen.

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