29. Juni 2003

Deutscher Bauerntag 2003: Den Agrarstandort Deutschland retten!

Themen: Archiv — info @ 16:06

Ministerin Künast und Ministerpräsident Teufel zu Gast

Berlin (agrar.de) – ‚Auf dem Deutschen Bauerntag 2003 in Freiburg werden wir Bauern eine faire Behandlung in Politik und Gesellschaft einfordern‘, erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, vor dem Deutschen Bauerntag, der kommende Woche vom 2. bis 6. Juli in Freiburg im Breisgau stattfindet. Die Leistungen der Bauern auf den Märkten, aber auch für Verbraucher und Umwelt seien besser als sie von manchen Politikern in den vergangenen Tagen dargestellt worden seien. Deshalb werde in Freibug eine kritische Bilanz der Reformbeschlüsse zur EU-Agrarpolitik gezogen und schonungslos deren Schwachstellen aufgedeckt. Das gelte vor allem für die zu befürchtende Überbürokratie und den Einbruch auf dem Milchmarkt. Gerade über die Milchkühe würde aber in Deutschland die Kulturlandschaft gepflegt.

Man werde sich auch nicht scheuen, Bund und Länder in die Pflicht zu nehmen, um den Agrarstandort Deutschland zukunftsfähig zu erhalten. Sonnleitner zeigte sich überzeugt, dass vom Bauerntag in Freiburg Zeichen aktiver Zukunftsgestaltung ausgehen würden. Dazu gehöre die harte Auseinandersetzung über das richtige politische Konzept ebenso wie die Sympathiewerbung für die bäuerliche Landwirtschaft. Das unternehmerische Engagement der Bauern dürfe nicht durch eine verunglückte Reform der EU-Agrarpolitik und Erhöhungen von Steuern und Sozialabgaben für die Bauern erstickt werden.

‚Gemeinsam mit dem gastgebenden Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband lädt der Deutsche Bauernverband Bäuerinnen und Bauern, Verbraucher, Politiker und alle Interessierten herzlich ein, kritisch und konstruktiv auf der öffentlichen Plattform des Bauerntags zu diskutieren.‘ Die Bauern seien entschlossen, Bewährtes zu sichern, notwendige Reformen aber mitzugestalten. Diese Kernbotschaft würde Politik, Wirtschaft und Gesellschaft übermittelt, erklärte Sonnleitner. Unter dem Motto ‚Sichern – Gestalten – Überzeugen‘ stehen alle Veranstaltungen des Deutschen Bauerntages. Die Zukunftsthemen werden in den sechs Foren mit internationalen und nationalen Experten aus Praxis, Politik und Wirtschaft am Donnerstag (3. Juli) aufgearbeitet. Tags zuvor am Mittwoch (2. Juli) stehen die Wahlen des DBV-Präsidenten und des Vorstandes auf der Tagesordnung der DBV-Mitgliederversammlung. Die ‚Freiburger Erklärung‘ zur bundesweiten Kampagne des Berufsstandes ‚Lebensmittel sind mehr wert!‘ soll die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Diskussionen über die Folgen der ruinösen Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel weiterführen. Auf der Kundgebung am Freitag (4. Juli) erwarten über 3.500 Bäuerinnen und Bauern aus allen Teilen Deutschlands Bundesministerin Renate Künast, Ministerpräsident Erwin Teufel als Mitglied des europäischen Konvents und als Vertreter des französischen Landwirtschaftsministers M. Antoine Herth, Abgeordneter des französischen Nationalrates.

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