22. Mai 2003

Niedersachsens Rindviehhaltung auf Platz zwei

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 15:05

Hannover (agrar.de) – Fast 14 Millionen Rinder gibt es in Deutschland, 2,653 Millionen Stück davon allein in Niedersachsen. Nur in Bayern werden nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen mit 3,824 Millionen Stück noch mehr Rinder gehalten. In allen anderen Bundesländern sind die Bestände deutlich kleiner. So zählten die Statistiker beim Drittplatzierten Nordrhein-Westfalen im November vergangenen Jahres lediglich 1,401 Millionen Rinder, und außer diesen drei Bundesländern übersprangen nur noch Schleswig-Holstein (1,241 Millionen) und Baden-Württemberg (1,162 Millionen) die Schwelle von einer Million Tieren.

Gegenüber dem Jahr zuvor ist der deutsche Rinderbestand allerdings um 3,5 Prozent geschrumpft. 4,373 Millionen Tiere des Bestandes entfallen auf Milchkühe. Auch dabei nimmt Niedersachsen mit 742.000 Kühen nach Bayern mit 1,340 Millionen den zweiten Platz ein. Ihre Zahl verringerte sich im Bundesdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr lediglich um 2,3 Prozent. Stärker geschrumpft ist die Zahl der Mutterkühe, und zwar um 3,6 Prozent auf 679.000 Stück. Trotz seines Rufes als Milchland haben die Mutterkühe in Niedersachsen sogar eine größere Bedeutung als in Bayern: Zwischen Ems und Elbe werden immerhin 75.100 der Fleischlieferanten gehalten, in Bayern nur 68.900. Mit Abstand die meisten Mutterkühe wurden in Brandenburg mit 95.300 Stück gezählt. Allerdings war der Rückgang der Mutterkuhhaltung in Niedersachsen mit einem Minus von immerhin 5,3 Prozent überdurchschnittlich.

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Frankreich ist führender Geflügelfleischproduzent in der EU

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 15:05

Deutsche Erzeuger in 2002 auf Platz fünf – Geflügelpest erschwert Prognosen für 2003

Hannover (agrar.de) – Ob vom Hähnchen, der Pute oder der Gans – Geflügelfleisch steht bei vielen Haushalten in der EU seit Jahren ganz oben auf dem Einkaufszettel. Diesem Bedarf versuchen die Geflügelfleischproduzenten gerecht zu werden, teilt der niedersächsische Landvolk-Pressedienst mit. Wichtigster Erzeuger ist Frankreich, wo im vergangenen Jahr 2,17 Millionen Tonnen (t) Geflügelfleisch (Schlachtgewicht) erzeugt wurden. Es folgten Großbritannien mit einer Produktion von 1,56 Millionen t, Italien mit 1,24 Millionen t und Spanien mit 1,04 Millionen t. Zu den wichtigsten EU- Geflügelfleischproduzenten zählten darüber hinaus Deutschland, wo in 2002 rund 1,01 Millionen t ‚weißes Fleisch‘ erzeugt wurden, und die Niederlande mit 700.000 t. Erst mit erheblichen Abstand folgten Portugal und Belgien/Luxemburg mit einer Erzeugungsmenge von 310.000 t beziehungsweise 300.000 t sowie Dänemark, wo 220.000 t Geflügelfleisch produziert wurden. In den übrigen EU-Ländern wurden jeweils weniger als 162.000 t Geflügelfleisch erzeugt.

Die gesamte EU-Geflügelfleischerzeugung erreichte in 2002 rund 9,13 Millionen t und stagnierte damit, nach einer erheblichen Produktionsausweitung in 2001, auf dem Vorjahresniveau. Dabei dürften sich insbesondere die Produktionseinschränkungen in Frankreich (minus 4,0 Prozent), Italien (minus 3,3 Prozent) sowie Großbritannien (minus 0,9 Prozent) bemerkbar gemacht haben, die durch die Produktionsausweitungen in Spanien (plus 9,9 Prozent) und Deutschland (plus 3,7 Prozent) sowie Schweden und Finnland nur knapp wett gemacht wurden. Auch für das laufende Jahr rechnen Marktexperten, ausgehend von den ursprünglichen Produktionsplanungen, mit einer weiteren Einschränkung der Geflügelfleischproduktion in der EU. Das Ausmaß der Produktionseinschränkung lässt sich aufgrund der derzeit grassie-renden Geflügelpest jedoch nur schwer einschätzen.

Innerhalb der EU-Geflügelfleischproduktion spielt das Hähnchenfleisch die bedeutendste Rolle, auf das mit 6,42 Millionen t rund 70 Prozent der gesamten Erzeugung entfallen. Auch hier dominieren Großbritannien, Frankreich und Spanien mit jeweils über einer Million t die Produktionsstatistik. Deutschland folgt mit 565.000 t auf Platz sechs, obwohl die Erzeuger hierzulande ihre Produktion in 2002 um 2,7 Prozent ausgeweitet haben. Noch stärker wuchs allerdings die deutsche Putenfleischproduktion, nämlich um 6,2 Prozent auf 345.000 t. Nach Frankreich mit 715.000 t und Italien mit 350.000 t belegten die deutschen Erzeuger damit Platz drei in der Produktionsstatistik. Die gesamte EU-Putenfleischerzeugung sank dagegen in 2002 um 1,9 Prozent auf 1,86 Millionen t.

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FDP: Kompost- und Klärschlammwirtschaft erhalten

Themen: Archiv — info @ 13:05

Berlin (agrar.de) – Nach einer Anhörung der FDP-Bundestagsfraktion zu den Plänen der grünen Minister Trittin und Künast, die Grenzwerte von Schadstoffen im Kompost und im Klärschlamm drastisch zu erhöhen, erklären die für Bodenschutzpolitik verantwortliche Umweltexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Angelika Brunkhorst und der agrarpolitische Sprecher Hans-Michael Goldmann:

‚Die Ergebnisse der Anhörung der FDP-Bundestagsfraktion sind eindeutig: Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die höhere Schadstoffgrenzwerte bei Klärschlamm und Kompost erforderlich machen. Im Gegenteil, höhere Grenzwerte könnten zu der absurden Situation führen, dass wieder vermehrt Phosphate und Kunstdünger in der Landwirtschaft zum Einsatz gebracht werden müssten, weil die Böden bei landwirtschaftlicher Nutzung die Nährstoffe brauchen.

Die von den grünen Ministern geplanten Grenzwerte bedeuten das Aus für die Kompostwirtschaft und die Düngung mit Klärschlamm, weil die utopischen Grenzwerte technisch fast von keiner Anlage zu erreichen wären.

Doch den Grünen geht es in Wirklichkeit auch nicht um Bodenschutz, sondern um einen ideologischen Kampf gegen den Klärschlamm, dessen weiteres Opfer der Biokompost wird. Aber es wird noch weitere Opfer geben: Die hohen Grenzwerte bei Kupfer und Zink beispielsweise werden zwangsläufig auch zu einem Ende der Gülleausbringung von Schweinezüchtern führen, da die Schweinegülle die neuen Grenzwerte ebenfalls nicht einhalten könnte. Das wäre das Ende vieler Schweinemastbetriebe in Deutschland.

Ein weiteres Opfer wären die Verbraucher in Deutschland, weil ein faktisches Verbot der Klärschlammausbringung zu einer erhöhten Verbrennung von Klärschlamm führen würde. Da ab 2005 die TA Siedlungsabfall eine weitere Deponierung von Hausmüll verbietet, werden die Verbrennungskosten für Hausmüll und Klärschlamm drastisch steigen.

Wenn nun also der Klärschlamm nicht mehr in der Landwirtschaft genutzt werden kann, würden die Abwasserpreise um voraussichtlich ca. 20 Prozent steigen.‘

Wieder einmal soll Deutschland nach dem Willen der Grünen europäische Normen übererfüllen. Dabei gelten schon heute in Deutschland höhere Grenzwerte als sonst in der EU. Wieder wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft auf dem Altar grüner Ideologie geopfert.‘

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Raiffeisenverband lehnt Eingriff in Rangrücktrittsvereinbarungen ab

Themen: Archiv — info @ 13:05

Berlin (agrar.de) – Kritisch hat sich Dr. Volker J. Petersen, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), bei der heutigen Anhörung im Bundesministerium der Finanzen (BMF) zu den Vorschlägen zur Lösung des Altschulden-Problems geäußert.

Mit Nachdruck weist der DRV die Absicht des BMF zurück, in die bestehende Rangrücktrittsvereinbarung mit dem Ziel einer Verschärfung der Rückzahlungsbedingungen einzugreifen. Angesichts der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse vieler Agrargenossenschaften wäre diese Verschärfung für zahlreiche Unternehmen existenzbedrohend.

Der DRV macht vor allem rechtliche Bedenken geltend. Eine veränderte gesetzliche Regelung wird die höchsten deutschen und EU-Gerichte beschäftigen und erneut zu einer langen Phase quälender rechtlicher Unsicherheit führen.

Das BMF begründet seine Pläne u. a. damit, dass die mit Altschulden belasteten Unternehmen durch die geltende Regelung eine Überkompensation erfahren hätten. Damit macht sich das Ministerium die Schlussfolgerungen einer umstrittenen theoretischen Studie der Humboldt-Universität Berlin und der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft zu Eigen.

Der DRV begrüßt grundsätzlich den Ansatz, das Altschulden-Problem durch die Vereinbarung von Ablösebeträgen zu lösen. Allerdings müssen für ihre Ermittlung konkrete Eckwerte vorgegeben werden. Die Vorgaben im Gesetzentwurf sind dafür völlig unzureichend.

Für die Molkereigenossenschaften mahnt der DRV angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation und der rasanten strukturellen Veränderungen in dieser Branche eine rasche Lösung der Altschulden-Problematik an.

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DBV: Agrarausschuss des EP zeigt erheblichen Korrekturbedarf bei Agrarreform auf

Themen: Archiv — info @ 13:05

Bauernverband findet sich in vielen Forderungen wieder

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist erleichtert über die Stellungnahme des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlamentes zu den Reformvorschlägen der EU-Kommission und anerkennt das starke Engagement gerade deutscher Abgeordneter. Der DBV, der in den vergangenen Wochen eine intensive Zusammenarbeit mit dem Europaparlament hatte, findet sich in wesentlichen Beratungsergebnissen des Parlamentes wieder. Zuletzt hatte sich Präsident Gerd Sonnleitner noch einmal an die Abgeordneten gewandt und darauf gedrängt, dass das Parlament klare Bedingungen und Eckpunkte und damit eine politische Grundrichtung vorgibt, die von der Kommission zu beachten und auszugestalten sind.

Die Stellungnahmen des Europäischen Parlamentes zeigen erheblichen Korrekturbedarf an den Vorschlägen der Kommission auf. Besonders ist hervorzuheben, dass das Europäische Parlament eine sehr deutliche Unterscheidung zwischen der pflanzlichen und tierischen Produktion macht, während bekanntermaßen die Kommission auf eine totale Entkoppelung drängt. Das Parlament spricht sich für eine konsequente Fortentwicklung einer mengengesteuerten Marktpolitik für Milch aus, ebenso für eine grundsätzliche Beibehaltung von Tierprämien. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes kann nur so die Landwirtschaft auf schwierigen Standorten in Deutschland und anderen europäischen Regionen langfristig erhalten bleiben.

Besonders hervorzuheben ist, dass der Agrarausschuss des Parlaments alle Vorschläge der Kommission in Bezug auf Preissenkungen zurückweist. Auch in den Bereichen Modulation und Degression empfiehlt das Parlament der Kommission grundsätzliche Änderungen gegenüber ihren Vorschlägen. Was die Frage der Entkoppelung, vorrangig bei den Direktzahlungen im Ackerbau angeht, kommt es jetzt darauf an, eine Ausgestaltung anzustreben, die den Interessen der aktiven Landwirte Rechnung trägt. Die Einbeziehung der Bullenprämien in die Entkopplung ist aus Sicht des DBV ein gravierender Fehler.

Das Europäische Parlament empfiehlt eine Bewertung der Reformvorschläge im Lichte der Ergebnisse der laufenden WTO-Runde. Dies entspricht einer Grundposition des DBV und des europäischen Bauernverbandes COPA, dass Details einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik erst abschließend nach der WTO-Runde festgelegt werden können.

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Frühjahrsaussaaten wegen Frostschäden gestiegen

Themen: Archiv — info @ 13:05

Wiesbaden (agrar.de) – Zum Weltbauerntag am 1. Juni teilt das Statistische Bundesamt mit, dass in ganz Deutschland vor allem Frost und Trockenheit während des letzten Winters und im Frühjahr beträchtliche Schäden bei den Feldfruchtarten Winterweizen, Triticale, Winterroggen, Wintergerste, Wintermenggetreide und Winterraps verursacht haben. So waren die Landwirte gezwungen, umfangreiche Flächen der Herbstaussaat 2002 neu zu bestellen. Der Anteil dieser Neuansaaten betrug im April 2003 bundesweit durchschnittlich z.B. bei Wintergerste 8,9 Prozent, bei Winterraps 5,8 Prozent und bei Winterweizen 3,4 Prozent; im Vorjahr lagen diese Werte jeweils unter 1 Prozent.

Bedingt durch regionale Unterschiede im Hinblick auf die Fruchtarten und die Größe der Aussaatflächen waren die Bundesländer unterschiedlich stark betroffen: Überdurchschnittlich hohe Auswinterungsschäden gab es in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Anbauflächen von Wintergetreide im April 2003 sanken somit gegenüber der Bodennutzungshaupterhebung 2002 um rund 400.000 ha, wobei der stärkste Rückgang mit 178.000 ha oder 24,5 Prozent bei Roggen festzustellen war. Der Anbau von Sommergetreide (ohne Körnermais) wurde dagegen um über 320.000 ha gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet.

Bodennutzung Mai 2002 und Aussaatflächen April 2003 in 1.000 ha

Fruchtarten; Mai 2002; April 2003; Veränderung (in Prozent) Wintergetreide Winterweizen; 2.960,4; 2.836,7; – 4,2 Roggen; 727,4; 549,5; – 24,5 Wintergerste; 1.360,3; 1.318,4; – 3,1 Triticale; 560,2; 511,7; – 8,7 Winterraps; 1.275,5; 1.238,2; – 2,9 Sommergetreide Sommerweizen; 52,6; 179,5; + 241,3 Sommergerste; 609,2; 775,5; + 27,3 Körnermais; 309,7; 357,1; + 15,3 Sommerraps; 20,6; 56,8; + 175,5

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Baden-Württemberg: Kaum Rückstände in Lebensmitteln aus ökologischem Landbau

Themen: Archiv — info @ 13:05

Stuttgart (agrar.de) – ‚Für Lebensmittel aus ökologischem Anbau kann nach einem aktuellen Untersuchungsprogramm insgesamt ein gutes Zeugnis ausgestellt werden.‘ Dies erklärte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, heute bei der Vorstellung der Ergebnisse eines aktuellen Sonderuntersuchungsprogramms (‚Öko-Monitoring‘) zu Rückständen in Bio-Lebensmitteln. ‚Wo öko drauf steht, ist auch öko drin‘, lobte Minister Willi Stächele die Bio-Erzeuger in Baden-Württemberg.

Bei der bundesweit einmaligen Sonderaktion, die insgesamt auf 5 Jahre angelegt ist, wurden im Jahr 2002 insgesamt 533 Proben ökologisch gekennzeichneter Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittel-Rückstände analysiert.

In keiner der 56 mit dem Hinweis auf den ökologischen Landbau gekennzeichneten Proben von baden-württembergischen Erzeugern wurden Rückstände festgestellt. Bei Öko-Produkten anderer Herkunft hat die Lebensmittelüberwachung in wenigen Fällen Rückstände festgestellt. Ebenso hielten sich die Fälle von falscher Etikettierung in überschaubaren Grenzen. ‚Bei Bio-Lebensmitteln sind die Erwartungen der Verbraucher ganz besonders hoch, weil eine andere Herstellungsmethode versprochen und mithin auch ein höherer Verkaufspreis verlangt wird‘, sagte Stächele.

Insgesamt wurden 364 pflanzliche Öko-Lebensmitteln aus dem Handel, von Verarbeitern und von einheimischen Erzeugern auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln untersucht mit dem Ergebnis, dass in 93 Prozent der Stichproben bei Obst und Gemüse und in 91 Prozent der Stichproben bei Getreide und Getreideprodukten keine Rückstände festgestellt wurden (Nachweisgrenze 0,01 mg/kg). Proben mit dem Öko-Siegel, die auffällige Rückstände enthielten, wurden in aller Regel aus dem Ausland importiert oder über mehrere Handelstufen vermarktet. Der Minister wertet diese erfreulichen Befunde auch als Erfolg der in der Landwirtschaft im vergangenen Jahrzehnt ergriffenen Umweltschutzmaßnahmen: ‚Die in der Öffentlichkeit immer wieder vertretene Auffassung, dass auch Lebensmittel aus ökologischem Landbau wegen der angeblichen allgemeinen Belastung der Umwelt mit Pflanzenschutzmitteln regelmäßig Rückstände aufweisen, trifft definitiv nicht zu‘, betonte Stächele. Bei den Waren mit überhöhten Rückständen wurde die Kennzeichnung ‚aus ökologischem Landbau‘ als Verbrauchertäuschung beanstandet und soweit noch Ware vorhanden war, musste die Öko-Kennzeichnung entfernt werden.

Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft, wie Eier, Milch oder Fleisch zeigen die 169 Proben aus dem Öko-Monitoring-Programm, wie schon bei früheren Untersuchungen festgestellt, dass bezüglich der Rückstandssituation kaum ein Unterschied zwischen Lebensmitteln aus ökologischer und aus konventioneller Wirtschaftsweise besteht. Insgesamt nehmen die Rückstandsgehalte bei diesen Lebensmittel kontinuierlich ab und liegen inzwischen deutlich tiefer, als noch vor 10 Jahren.

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Landwirte in Schleswig-Holstein verdienen weniger – aber im Bundesvergleich noch überdurchschnittlich

Themen: Archiv — info @ 13:05

Kiel (agrar.de) – Mit einem durchschnittlichen Unternehmensgewinn von 36.000 Euro im Wirtschaftsjahr 2001/2002 liegen die Landwirte in Schleswig-Holstein erneut über dem Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem ‚Agrarreport Schleswig-Holstein 2003‚ hervor, den Umwelt- und Landwirtschaftminister Klaus Müller heute in Kiel präsentiert.

Minister Klaus Müller bilanzierte: ‚Die aktuellen Zahlen beweisen die Wettbewerbsfähigkeit der schleswig-holsteinischen Haupterwerbsbetriebe. Unsere Landwirte verdienen rund 2.500 Euro mehr als der Bundesdurchschnitt. Allerdings ist ein Rückgang um 16 Prozent gegenüber 2000 zu verzeichnen.‘ Ursache dafür seien die unzureichenden Erlöse für Milch, Rind- und Schweinefleisch. Dies trifft vor allem die Futterbaubetriebe Schleswig-Holsteins, die einen Anteil von 65 Prozent aller Betriebe stellen. Zugelegt hätten hingegen die Ackerbaubetriebe mit einem Gewinnzuwachs von 10 Prozent.

58 Prozent des Gewinns entstehen durch Ausgleichszahlungen. Sie betrugen im Durchschnitt fast 22.000 Euro pro Unternehmen. Minister Müller: ‚Das ist der höchste Betrag an Zahlungen je Unternehmen aller alten Länder. Insgesamt sind 2002 Ausgleichszahlungen in Höhe von 305,8 Millionen Euro an Schleswig-Holsteins Landwirte gezahlt worden. Daraus ergibt sich für die Debatte um die Gemeinsame Agrarpolitik eine klare Aufgabe: Wir müssen dafür sorgen, dass die Landwirte in Schleswig-Holstein ein nachhaltiges Einkommen haben.‘

Umwelt- und Landwirtschaftsminister Müller: ‚Wir haben in Schleswig-Holstein einen großen Kern wettbewerbsfähiger Betriebe. Der Gewinn pro Arbeitskraft liegt bei den Betrieben im oberen Drittel der Einkommen bei 35.000 Euro. Die durchschnittliche Betriebsgröße ist mit 53 Hektar doppelt so groß wie im früheren Bundesgebiet. Die Betriebe und vor allem die Landwirte wissen: Um sie herum gibt es mehr als 250 Millionen Verbraucher im kaufkräftigsten Binnenmarkt der Welt. Sie wollen auch in Zukunft aus Europa ernährt werden. Und zwar sicher, gesund, tierartgerecht und umweltschonend.‘

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Sinner zur Geflügelpest: Schutzmaßnahmen bleiben bestehen

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 12:05

München (agrar.de) – Die Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest in Deutschland wurden der Seuchenlage angepasst. Darauf hat heute Bayerns Gesundheits- und Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner hingewiesen. ‚Auch wenn es derzeit keine Anzeichen für eine Ausbreitung der Geflügelpest in Deutschland gibt und sich die Lage in Belgien und den Niederlanden zu stabilisieren scheint, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Geflügelhalter, -händler und Lieferanten müssen die Schutzmaßnahmen weiter strikt beachten, auch wenn es immer schwieriger wird, solche Einschränkungen anzunehmen‘, appellierte Sinner an die betroffene Kreise. Seit 18. Mai gilt eine geänderte Schutzverordnung, die zusätzliche Auflagen für Futtermitteltransporte und sog. Fängerkolonnen vorschreibt. Die für ein Verbringen von Geflügel erforderliche Tiergesundheitsbescheinigung muss künftig beim Transport mitgeführt werden. Ab 23. Mai können Veranstaltungen mit Tauben unter Auflagen wieder zugelassen werden.

Folgende besonderen Schutzmaßnahmen gelten:

• Geflügelmärkte, Geflügelschauen und ähnliche Veranstaltungen dürfen nicht mehr durchgeführt werden. Ausnahmen von diesem Verbot gibt es nur mit Genehmigung der Veterinärämter an den Landratsämtern.

• Geflügel, mit Ausnahme von Eintagsküken und Tauben darf nur noch transportiert werden, wenn der Bestand innerhalb von 24 Stunden vor dem Transport tierärztlich untersucht worden ist. Die Tiergesundheitsbescheinigung muss beim Transport mitgeführt werden. Der Transport ist dem Veterinäramt mindestens einen Werktag vorher anzuzeigen. Die benutzten Transportfahrzeuge sind unmittelbar vor und nach jedem Transport zu reinigen und zu desinfizieren.

• Weiterhin gilt die Verpflichtung, die Haltung, ebenso wie jede Änderung der Haltung von Puten, Enten ,Gänsen, Tauben, Fasanen, Rebhühnern und Wachteln dem Veterinäramt anzuzeigen. Dies gilt auch für die Hobby-Haltung von Geflügel. (Meldebogen)

• Sofern in einem Geflügelbestand erhöhte Verluste oder eine Verringerung der Leistung auftreten, muss der Tierhalter dies dem Veterinäramt unverzüglich mitteilen und eine Untersuchung auf die Klassische Geflügelpest durchführen lassen.

• Alle Geflügelhalter (auch Hobby-Halter) müssen ein Register führen, in das sie Zu- und Abgänge von Geflügel mit Namen und Anschrift des bisherigen Besitzers bzw. des Erwerbers sowie des Transportunternehmers einzutragen haben. Zudem muss der Besuch fremder Personen mit Namen, Anschrift und Datum eingetragen werden; hierbei ist jetzt auch das Datum anzugeben, an dem die betreffende Person zuletzt eine andere Geflügelhaltung betreten hat.

• Das gewerbsmäßige Inverkehrbringen von Geflügel außerhalb der Gemeinde der gewerblichen Niederlassung desjenigen, der das Geflügel in Verkehr bringt oder ohne eine solche Niederlassung zu haben (‚fliegender Handel‘), ist nur noch nach vorheriger Bestellung an vorher festgelegten Standorten gestattet. Diese Standorte müssen dem Veterinäramt unter Angabe von Datum und Uhrzeit mitgeteilt werden. Außerdem haben die Händler eine Liste der Personen, die Geflügel bestellt haben, mit Namen und Anschrift ebenso mitzuführen, wie auch die Tiergesundheitsbescheinigung, die für einen Transport erforderlich ist.

• Der Halter eines Geflügelbestandes muss sicherstellen, dass Personen, die gewerbsmäßig bei der Ein- oder Ausstallung von Geflügel tätig sind (sog. Fängerkolonnen), Schutzkleidung tragen. Unverzügliche Desinfektion bzw. unschädliche Beseitigung der Schutzkleidung nach Gebrauch sind ebenfalls sicherzustellen.

• Für Fahrzeuge, die Futtermittel für Geflügel transportieren, gelten verschärfte Desinfektionsvorschriften. Der Fahrer des Fahrzeugs muss ein Reinigungs- und Desinfektionsbuch führen.

Für weitere Informationen können sich die Geflügelhalter an die Veterinärbehörden bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten wenden.

Links zum Thema Geflügelpest, Links zum Thema Tiergesundheit.

RLV: Brüssel bewegt sich bei obligatorischer Flächenstilllegung

Themen: Archiv,Flächenstilllegung,NaWaRos — info @ 12:05

Brüssel/Bonn (agrar.de) – Die EU-Kommission prüft, ob sie zur rotierenden Flächenstilllegung zurückkehren wird und die Möglichkeit beibehalten werden kann, nachwachsende Rohstoffe auf Stilllegungsflächen anzubauen. Dies hat Agrarkommissar Franz Fischler im Namen der EU-Kommission in einer Antwort auf die Anfrage des CDU-Europaparlamentariers Karl-Heinz Florenz in Aussicht gestellt.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, hatte sich im Vorfeld dieser Anfrage RLV-Präsident Friedhelm Decker in einem Schreiben an die rheinischen Europaparlamentarier entschieden gegen die obligatorische Dauerbrache ausgesprochen. Florenz hatte daraufhin die Kommission gefragt, warum sie eine Gefährdung des bisherigen Anbaues von nachwachsenden Rohstoffen durch eine obligatorische zehnjährige Dauerbrache in Kauf nähme, obwohl sie den Ausbau der Biomassenutzung im Energie- und Industriebereich fördere.

Der Europaparlamentarier hatte in einer Frage auf den Widerspruch hingewiesen, dass die Kommission für mehr Marktorientierung im Agrarbereich eintreten würde und gleichzeitig eine unflexible Dauerbrache für zehn Jahre vorschreiben wolle. Darüber hinaus hatte er auf die Problematik hingewiesen, dass in einem reinen Pachtbetrieb die zehnjährige Dauerbrache kaum sichergestellt werden könne, wenn der Pachtvertrag keine zehn Jahre mehr laufen beziehungsweise der Verpächter eine Dauerbrache untersagen würde.

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