30. Mai 2003

Gemeinsame Erklärung von DBV und Verbänden aus Umwelt, Entwicklung und Kirchen

Themen: Archiv — info @ 13:05

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen des Umwelt-, Entwicklungsbereiches, und der kirchlichen Träger ländlicher Arbeit eine gemeinsame Gegenposition zu den ‚Freihändlern‘ erarbeitet. Die Institutionen von Deutschem Bauernverband, Evangelischem Entwicklungsdienst und Euronatur betonten, dass dieses verbandsübergreifende Bündnis ein Novum sei und damit aufzeige, wie sehr man gemeinsam um die Gefahren einer einseitigen Globalisierung besorgt sei.

Dabei wurden die folgenden zentralen Forderungen herausgestellt:

• Die Multifunktionalität der Landwirtschaft in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung ist im Regelwerk der WTO zu verankern.

• Im Rahmen einer ‚Development Box‘ müssen besondere Regeln für die Entwicklungsländer definiert werden.

• Marktordnungen mit Preisen oberhalb des weltweiten Niveaus müssen sich in Richtung Binnenmärkte orientieren.

• Alle Formen der Exportförderung müssen gleichwertig Gegenstand der Verhandlungen mit dem Ziel eines längerfristigen Abbaus sein.

• Die nationale Souveränität bei der Setzung von Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards muss erhalten werden, den Entwicklungsländern muss eine schrittweise Anpassung ermöglicht werden.

Links zum Thema Landwirtschaft international, Links zum Thema Verbände.




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