30. Mai 2003

Bär: Die Position der Landwirte weltweit stärken

Themen: Archiv — info @ 14:05

Vorstand des Weltbauernverbandes tagte in Pretoria

Pretoria (agrar.de) – ‚Dem Weltbauernverband ist es ein besonderes Anliegen, die Position der Landwirte gegenüber den großen Handelskonzernen zu stärken. Denn die Machtkonzentration der Großen im Handel so auch im Lebensmittelhandel gegenüber der Landwirtschaft ist nicht allein ein deutsches Problem, darunter haben die Bauern weltweit zu leiden.‘ Dieses Fazit zog Heinz Christian Bär, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), nach seiner Teilnahme an der Vorstandssitzung des Weltbauernverbandes, die Mitte Mai in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, stattfand.

Die Bauernverbandsvertreter aus allen Teilen der Welt waren sich darin einig, dass die Position der Landwirtschaft als Nahrungsmittelerzeuger weltweit gestärkt werden sollte. Dazu müssten rechtliche Hürden aus dem Weg geräumt werden, damit die notwendigen Größenordnungen im Sektor Landwirtschaft realisiert werden könnten. Ansonsten seien Verhandlungen mit den Handelskonzernen auf gleicher Augenhöhe – und darauf komme es besonders an – kaum möglich.

In der Vorstandssitzung des Weltbauernverbandes standen auch die Märkte für Milch, Rindfleisch, Getreide, Ölsaaten und Zucker auf der Tagesordnung. Dabei sind die unterschiedlichen Positionen der exportorientierten Länder wie zum Beispiel Kanada, USA, Neuseeland und Argentinien, der Europäer sowie der Entwicklungsländer aufeinandergeprallt. So wollen die Kanadier den Erzeugern eine ‚freiwillige‘ Dokumentationspflicht für den Getreideanbau auferlegen mit der Begründung, die weltweit agierenden Handelskonzerne verlangten ein solches System, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Intensiv diskutierten die Vorstandsmitglieder Fragen der Nahrungsmittelsicherheit sowie der Verfügbarkeit der immer knapper werdenden Ressourcen Wasser und Flächen für die Ernährung der Weltbevölkerung.

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema Landwirtschaft international.




   (c)1997-2017 @grar.de