28. Mai 2003

Landvolk: Keine nationalen Alleingänge bei der Schweinehaltungsverordnung

Themen: Archiv — info @ 13:05

Hannover (agrar.de) – Gegen weitere nationale Alleingänge bei der Umsetzung der Schweinehaltungsverordnung spricht sich das Landvolk Niedersachsen aus. Der vorliegende Entwurf, der unter dem umfassenderen Begriff Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vom Bundeslandwirtschaftsministerium erarbeitet wurde, gehe weit über die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie hinaus, argumentiert Landvolk-Vizepräsident Franz-Josef Holzenkamp. Er ist im Landvolkvorstand für die Veredelungsbereiche zuständig und Vorsitzender des gleichnamigen Ausschusses, der den Entwurf ebenfalls diskutiert hat.

Der Verband schließt sich der Forderung der CDU-regierten Bundesländer an und fordert eine Umsetzung der EU-Richtlinien im Verhältnis 1 : 1. Unter allen anderen Voraussetzungen würde die Wettbewerbssituation der deutschen Schweineproduktion empfindlich getroffen und die gesamte Wertschöpfungskette, den vor- und nachgelagerten Bereich eingeschlossen, massiv belasten. Dies würde insbesondere die Veredelungshochburg im Nordwesten Niedersachsens ins Mark treffen. Erst im Herbst 2001 hatte die EU die Tierschutzstandards für Sauen angepasst, so dass zurzeit kein Anlass zu einer weiteren Verschärfung in Deutschland gesehen wird. Bis 2005 soll die EU-Kommission dem Rat einen Bericht vorlegen, der die Auswirkungen der EU-Richtlinie analysiert und gegebenenfalls Gesetzgebungsvorschläge für die Haltung von Absatzferkeln und Mastschweinen enthält. Vor diesem Termin sollte daher auf nationaler Ebene keine neuen Vor-schriften für Absatzferkel und Mastschweine erlassen werden, rät der Landvolkverband.

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