17. April 2003

Mecklenburg-Vorpommern: Förderanträge für umwelt- und tiergerechte Haltungsverfahren können gestellt werden

Themen: Archiv — info @ 14:04

Schwerin (agrar.de) – Die Richtlinie zur Förderung umwelt- und tiergerechter Haltungsverfahren (Förderrichtlinie 2003) im Rahmen der nationalen Modulation ist jetzt über die Ämter für Landwirtschaft erhältlich bzw. vom 22. April im Internet abrufbar. Die Landwirte müssen die Anträge bis zum 15. Mai 2003 beim zuständigen Amt für Landwirtschaft gestellt werden.

Der Antragsteller verpflichtet sich, für die Dauer von fünf Jahren umwelt- und tiergerechte Haltungsverfahren einzuführen bzw. beizubehalten. Förderfähig sind entsprechende Maßnahmen für die Betriebszweige Milchviehhaltung einschließlich Nachzucht, Rindermast (außer Mutterkuhhaltung), Zuchtschweinehaltung und Mastschweinehaltung. Die Bewilligung der Beihilfe steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Richtlinie sowie der Bestätigung der Programmänderung des ländlichen Entwicklungsplans durch die Europäische Kommission.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Agrarförderung hat die Bundesrepublik Deutschland im Frühjahr 2002 beschlossen, zwei Prozent der Direktzahlungen in der Landwirtschaft für Agrarumweltmaßnahmen einzusetzen. In Mecklenburg-Vorpommern stehen mit Förderbeginn 2004 insgesamt 10 Mio. Euro im Jahr zur Verfügung, davon 7,5 Mio. Euro aus Modulationsmitteln, die mit Landes- und Bundesmitteln kofinanziert werden.

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Sachsen-Anhalt: Agrarumweltmaßnahmen erweitert

Themen: Archiv — info @ 13:04

Magdeburg (agrar.de) – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt weist darauf hin, daß die Richtlinie zur Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL) zum Antragsverfahren 2003 um drei zusätzliche Maßnahmen erweitert wird. Diese Maßnahmen werden aus so genannten Modulationsmitteln bezahlt. Dazu stehen etwa 8 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Das Angebot erstreckt sich auf die Förderung des ökologischen Anbaus und des Ackerbaus sowie der Grünlandnutzung. Damit können die Modulationsmittel auf möglichst viele Betriebe verteilt werden.

Folgende Maßnahmen können neu beantragt werden: ‚Ackerbau mit erweiterten Fruchtfolgen für Ökobetriebe‘, ‚Mulch- und Direktsaatverfahren für bestimmte Hauptfruchtarten‘ sowie ‚einzelflächenbezogene Grünlandextensivierung‘. Für die Förderung sind Prämien in Höhe von 49 Euro/ha, 42 Euro/ha bzw. 130 Euro/ha vorgesehen. Es gelten die Anforderungen des bekannten MSL-Verfahrens. Die Bewilligung erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission.

Die neuen Maßnahmen können zusammen mit den bestehenden MSL-Maßnahmen auf dem selben Formblatt beantragt werden. Die Ämter für Landwirtschaft und Flurneuordnung beginnen am 28.04.2003 mit dem Antragsverfahren.

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Geflügelpest: Zusätzliche Maßnahmen

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 12:04

Berlin (agrar.de) – Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), Alexander Müller, teilt mit, dass die Niederländischen Behörden gestern beschlossen haben, im Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen zwischen den Ortschaften Venlo und Roermund sämtliches Geflügel vorsorglich zu töten. ‚Hiermit kommen die Niederlande unserer Bitte nach, die Gefahr durch Kontakte mit infizierten Tieren weitgehend zu minimieren.‘, so Müller. Diese Bitte war am Montag in der Sitzung des Nationalen Krisenstabs ‚Tierseuchen‘ formuliert worden.

‚Wegen der großen Sorge vor der Geflügelpest appellieren wir an alle Geflügelhalter – auch an die Hobbygeflügelhalter – sich strikt an die geltende Eilverordnung zum Schutz vor der Verschleppung der Klassischen Geflügelpest vom 13. April zu halten‘ betonte Müller heute in Berlin. Dazu gehört die strenge und sorgfältige Einhaltung aller seuchenhygienschen Maßnahmen, u.a. das Wechseln der Kleidung nach Kontakt mit dem Geflügel. Die Geflügelpest kann durch Menschen von einem Hof auf den anderen übertragen werden. Deshalb ist jeder einzelne Halter zu großer Sorgfalt verpflichtet. Fremden Personen sollte der Zutritt verweigert werden.

Seit Inkrafttreten der Eilverordnung am Sonntag müssen alle Geflügelhalter (auch Hobbyhalter) ein Register führen, in das sie Zu- und Abgänge von Geflügel mit Namen und Anschrift des bisherigen Besitzers, des Erwerbers sowie des Transportunternehmers einzutragen haben. Müller empfahl insbesondere auch den Hobbygeflügelhaltern, nur Geflügel von Händlern zu kaufen, die nachweisen können, dass die Tiere 24 Stunden vorher tierärztlich untersucht worden sind. Ein vermeintlich gutes Geschäft könne ansonsten schnell zu einer Bedrohung für den Bestand werden.

Angesichts des bevorstehenden Osterreiseverkehrs hat Staatssekretär Müller auf die äußerst strengen Regelungen, die die belgische Regierung heute nach einem ersten Verdachtsfall erlassen hat, hingewiesen. Demnach gilt ein absolutes Transportverbot für alle Vögel und alle Geflügelarten in Belgien. Wer seinen Osterurlaub in Belgien verbringen will, muss dies ohne seinen Wellensittich, Kanarienvogel oder Papagei tun. Er darf auch keine Vögel aus Belgien mitbringen. Müller wies darauf hin, dass die behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest in Belgien und den Niederlanden auch von Besuchern aus Deutschland beachtet werden müssen. ‚Die Situation ist äußerst prekär und jeder ist aufgefordert, durch sein Verhalten dazu beizutragen, die Seuche fernzuhalten!‘, so Müller heute.

Flugverbor für Brieftauben

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat heute per Erlass alle Landkreise angewiesen, bis auf weiteres keine Brieftaubenflugveranstaltungen zu genehmigen. Für die an die Niederlande angrenzenden Landkreise gilt dieses Verbot generell. In den anderen Landkreisen sind die Flüge zu verbieten, deren geplante Flugrouten in Verbindung mit den Niederlanden, mit Belgien oder mit den aufgrund der Geflügelpest im Nachbarland gemaßregelten Landkreisen bzw. Städten in Nordrhein-Westfalen (Kleve, Viersen, Heinsberg, Aachen, Mönchengladbach) stehen.

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bioC – Neues Sicherungssystem für Bio-Produkte

Themen: Archiv — info @ 11:04

Göttingen (agrar.de) – Die Konferenz der Kontrollstellen für den ökologischen Landbau (KDK) hat eine neue Datenbank für den Handel eingerichtet, um die Sicherheit von Bio-Produkten zu verbessern. Das System soll helfen, gefälschte Öko-Zertifikate zu entlarven.

Mit Hilfe des im Internet abrufbaren Verzeichnisses ‚bioC‚ sollen sich Unternehmen und Zertifizierungsstellen schnell informieren können, ob eine Firma zum Kontrollverfahren nach Verordnung (EWG) Nummer 2092/91 angemeldet ist. Abrufbare einheitliche Bestätigungen, dass bestimmte Unternehmen in der Datenbank verzeichnet sind, erleichtern die Qualitätssicherung bei den Handelspartnern. Die Prüfung verschlüsselt hinterlegter Lieferantenlisten kann das zeitaufwändige Anfordern von Zertifikatskopien ersetzen.

Grundlage der Datenbank bilden Informationen, die von den Zertifizierungsstellen zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert werden.

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BDP: Konventionell gezüchtete Maissorte als GVO kennzeichnen?

Themen: Archiv — info @ 11:04

Bonn (agrar.de) – Als sinnlosen Aktionismus und völlig unverhältnismäßigem Handeln wertet der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) die Forderung des Kieler Landwirtschaftsministers Klaus Müller, eine beanstandete Saatgutpartie als gentechnisch verändert zu kennzeichnen. (unsere Meldung)

Obwohl das betroffene Saatgutunternehmen mehrere Untersuchungsergebnisse von unabhängigen Laboren durchführen ließ, die zweifelsfrei nachgewiesen hatten, dass die nun beanstandete Saatgutpartie keine gentechnisch veränderte Spuren enthält, beharrt das schleswig-holsteinische Landwirtschaftministerium auf einer Kennzeichnung. Es begründet seine Forderung mit einem vorläufigen Untersuchungsergebnis, das geringfügige Spuren in Höhe von 0,03 Prozent des für den Verkauf freigegebenen insektenresistenten Mais (MON-810) in einer von vier Teilproben auf eine gentechnische Veränderung hindeuten.

Dieses staatliche Vorgehen dokumentiert zum wiederholten Male, dass in den Behörden durch die bislang nicht umgesetzte EU-Freisetzungrichtlinie von gen-technisch veränderten Organismen (GVO) 2001/18/EG Rechtsunsicherheit vorherrscht. Dies führt wiederum zu falschem politischem Aktionismus und läßt Sachargumente in den Hintergrund treten. Der BDP spricht sich bereits seit Jahren für praktikable und vernünftige Schwellenwerte aus und fordert erneut die verantwortlichen Politiker auf, sich nun auch auf Länderebene verstärkt für ein rasches Umsetzen dieser EU-Richtlinie in nationales Recht einzusetzen.

Erst in der vergangenen Woche hat die EU-Kommission Deutschland zum wiederholten Male ermahnt, die Freisetzungsrichtlinie unverzüglich in nationales Recht umzuwandeln. Dies hätte ursprünglich bis zum 17. Oktober 2002 geschehen müssen. Die Erklärung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, man habe es nicht mehr gewagt, ein umfassendes nationales Gentechnikgesetz auf den Weg zu bringen, da der Oktobertermin am Ende der Legislaturperiode gelegen habe, kann nicht hingenommen werden.

Der BDP fordert das Kieler Landwirtschaftsministerium auf, seine Sichtweise noch einmal kritisch zu überprüfen und seine Entscheidung nicht von einem vorläufigen Untersuchungsergebnis abhängig zu machen. Bislang sind weder die GVO-Analysemethoden noch die statistischen Auswertungen sowie die Probenahme standardisiert. Es daher auch nicht verwunderlich, dass Untersuchungsergebnisse widersprüchlich ausfallen, insbesondere wenn man sich an der Nach-weisgrenze von 0,1 Prozent bewegt, so der BDP abschließend.

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Happach-Kasan: „GVO-Fall“ in Schleswig-Holstein ist reine Behördenwillkür

Themen: Archiv — info @ 10:04

Bäk (agrar.de) – Zur Entdeckung von gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut ohne Kennzeichnung in Schleswig-Holstein äußert Dr. Christel Happach-Kasan, FDP-Mitglied im Bundestags-Ausschuss Verbraucher, Ernährung und Landwirtschaft:

‚Der Vorgang ist einmalig. Nach dem Willen von Landwirtschaftsminister Müller soll Saatgut, bei dem in einer von vier Teilproben ein Anteil von 0,03 Prozent einer in Europa zugelassenen transgenen Sorte gefunden wurde, als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden.

Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage – der zur Zeit in Europa diskutierte Schwellenwert für die Pflicht zur Kennzeichnung von Nahrungsmitteln liegt bei 0,9 Prozent, also 30 mal höher.

Es ist zweifelhaft, ob das eine Probenergebnis zutrifft, denn drei Teilproben waren negativ. Außerdem wurde das Saatgut in Europa produziert, so dass die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Verunreinigung äußerst gering ist.

Und selbst wenn der Verdacht zutreffen sollte, eine Kennzeichnung als gentechnisch verändert, wäre eine grobe Irreführung für den Verbraucher, den Landwirt. Jegliche Gefährdung ist auszuschließen, denn selbst die Bundesregierung kann keine Schäden für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt erkennen, die von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen.

Das Handeln des Ministers ist Behördenwillkür pur. Ein Rückfall in feudalistisches Verhalten. Rechtlich wird es nicht durchstehen. Doch der Schaden für Schleswig-Holstein ist unübersehbar. Der Ruf des Landes leidet, die Arbeitslosigkeit steigt, das Wirtschaftswachstum sinkt – all das, weil ein grüner Minister sich mehr den Spendeninteressen von Greenpeace verpflichtet fühlt als den Bürgerinnen und Bürgern des Landes, auf dessen Verfassung er einen Eid geschworen hat.‘

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16. April 2003

Baden-Württemberg: Rinder- und Schweineschlachtungen 2002 bei rund 480.000 Tonnen

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 15:04

Stuttgart (agrar.de) – Im Kalenderjahr 2002 wurden in den baden-württembergischen Schlachthöfen 3,1 Millionen Schweine und 627.000 Rinder und damit in etwa die gleiche Anzahl von Tieren wie im Vorjahr geschlachtet. Insgesamt belief sich die heimische Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen nach Feststellung des Statistischen Landesamtes auf 479.500 Tonnen (t) Fleisch (ohne Geflügel), 5.300 t oder 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 56 Prozent der Gesamtschlachtmenge entfällt auf Schweine-, 42 Prozent auf Rind-, der Rest auf Kalb- bzw. Schaffleisch.

Die meisten Rinder wurden 2002 in den Landkreisen Schwäbisch-Hall (148.000 Tiere) und im Enzkreis (117.000 Tiere) geschlachtet. Die Schwerpunkte der gewerblichen Schweineschlachtungen liegen in den Landkreisen Schwäbisch-Hall (775.000 Tiere) und im Hohenlohekreis (232.000 Tiere) sowie in Mannheim (295.000 Tiere) und Ulm (273.000 Tiere).

Gegenüber der gewerblichen Fleischproduktion sind die Hausschlachtungen (Schweine: 71.900 Tiere; Rinder: 13.900 Tiere) nur von untergeordneter Bedeutung, und bei allen Tierarten weiterhin rückläufig. Lediglich bei Schafen (-7 Prozent, 27.000 Tiere) stammt mit 15 Prozent ein größerer Anteil der gesamten Fleischerzeugung von rund 3.000 t aus Hausschlachtungen.

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Knapp die Hälfte der brandenburgischen Bienenvölker durch Varroamilben verloren

Themen: Archiv,Bienen — info @ 14:04

Potsdam (agrar.de) – Normalerweise rechnen die Imker in Brandenburg mit Einbußen von maximal 15 Prozent nach der Einwinterung ihrer Bienenvölker. In diesem Jahr erwarten sie Verluste von 42 Prozent, so das Agrar- und Umweltministerium in Potsdam.

Der Grund ist die Varroamilbe, die 2003 deutschlandweit zu Einbußen bei den Bienenvölkern führen wird. Die Verbreitung der Varroamilbe, ein Ende der 1970er Jahre aus Asien eingeschleppter Parasit, führt nicht nur zu geringeren Honigerträgen, sondern auch zu Einbußen bei der Landwirtschaft und im Gartenbau. Die Folge: Weniger Bienen bestäuben die Blüten in der freien Natur und der Landwirtschaft. Zusätzlich wird die Honiggewinnung reduziert, da Bienenvölker verstärkt zur Bildung neuer Ableger eingesetzt werden müssen und junge Völker anfangs weniger Honig eintragen.

In Brandenburg verzeichnen 680 der 1.550 im Landesverband organisierten Imker Verluste. Von ihren 11.170 vor der Einwinterung gezählten Völkern haben 4.660 oder 42 Prozent nicht überlebt.

Neben- und Haupterwerbsimker überlegen daher, Bienenvölker aus dem Ausland einzuführen. Fachleute sprechen sich allerdings gegen diese Importe aus, um die Einschleppung neuer Krankheiten und Parasiten zu vermeiden. Ein Großteil der angebotenen Völker kommt aus Neuseeland. Käufer müssen befürchten, mit ihnen den Bienenbeutenkäfer einzuführen.

Im März 2003 startete der Deutsche Imkerbund, unterstützt von seinen Landesverbänden, eine Kampagne, um die Einschleppung des Bienenstockkäfers durch ein Einfuhrverbot von Paketbienen zu verhindern.

In Brandenburg helfen nicht-betroffene Imker ihren Kollegen mit neu gebildeten Jungvölkern. Ende Mai und Anfang Juni wird daher der Verband im Internet eine Bienenbörse einrichten. So handelt der Verein im Interesse der Varroa-Bekämpfung und verjüngt zugleich seine Bestände.

Akarizide – chemische Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe – gelten als problematisch, weil Rückständen im Wachs gebildet werden können. Rückstände im Honig sind allerdings selten. In diesen Fällen muss das Produkt aus dem Verkehr gezogen werden. Seit 2002 amtlich zugelassenes Gegenmittel ist Ameisensäure. Derzeit schon von den Veterinärämtern geduldet wird Milchsäure.

Das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium steht den Bienenzüchtern in diesem Jahr insgesamt mit 65.000 Euro zur Seite. Hieraus werden unter anderem die Projekte zur Bekämpfung der Varroamilbe unterstützt, die vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf wissenschaftlich begleitet werden.

Der Landesverband Brandenburgischer Imker vertritt 1.550 Imker. Dachverband ist der Deutsche Imkerbund. Weitere 140 Mitglieder gehören der Interessengemeinschaft Berlin-Brandenburger Imker und dem Landesverband der Buckfast-Imker Berlin-Brandenburg an. Auf Landesebene summiert sich die Zahl der organisierten und nicht-organisierten Imker auf 2.400, die Zahl der Bienenvölker auf über 30.000 innerhalb der Trachtsaison. Das ist die Zeit, während der der Honig produziert wird.

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CDU/CSU: Bundesregierung blockiert GVO-Anbau

Themen: Archiv — info @ 13:04

Berlin (agrar.de) – Zur Eröffnung der zweiten Stufe des EU-Vertragsverletzungsverfahrens gegenüber Deutschland wegen der Nicht-Umsetzung der Freisetzungsrichtlinie für genetisch veränderte Organismen (GVO) erklärt der Beauftragte für Biotechnologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Helmut Heiderich:

‚Die Bundesregierung hat es nun schriftlich von der EU-Kommission: Sie blockiert die gesamte Biotechnologie. Nach der Abmahnung wegen der Nicht-Umsetzung der Biopatentrichtlinie folgt nun dasselbe für die Freisetzungsrichtlinie. Dabei sollte diese Richtlinie gerade die Planungs- und Rechtssicherheit beim Anbau von GVO erhöhen, indem ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren, das insbesondere die Prüfung der Auswirkung auf Mensch und Umwelt einschließt, geschaffen wurde.

Anderthalb Jahre hatte die Bundesregierung Zeit, um die Richtlinie bis Oktober 2002 umzusetzen. Statt dieser Pflicht nachzukommen, verstrickte sie sich – passend auch zur Bundestagswahl – immer mehr in ideologische Grundsatzdiskussionen um die Grüne Gentechnik. Die deutschen Steuerzahler könnten das Nachsehen haben, falls Deutschland vom Europäischen Gerichtshof zu Strafzahlungen verurteilt würde.

Geschädigt ist aber jetzt schon, und vermutlich auf lange Sicht, die Biotechnikbranche. So hat die EU-Kommission in ihrem gerade erschienenen Fortschrittsbericht zu Biowissenschaften und zur Biotechnologie festgestellt: Die Zahl der Freisetzungsanträge in der Forschung ist seit 1998 um sage und schreibe 76 Prozent zurückgegangen. In Deutschland ist sie sogar noch stärker zurückgegangen. Die neu gegründeten, jungen Unternehmen der Biotechnikbranche hier brechen ein, erleiden Insolvenz oder retten sich ins Ausland.

Die EU-Kommission stellt weiterhin fest, dass die Umsetzungsdefizite in der EU, und damit gerade in Deutschland, ‚auf lange Sicht den Erfolg der Biotechnologie in der EU ernsthaft in Frage stellen‘. Die Defizite wirken sich danach ‚unmittelbar aus auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Biotechnologie‘.

Diese Worte sollte sich Ministerin Künast mal als Richtschnur nehmen! Es geht hier nicht nur um die festgefahrenen Meinungen einer derzeitigen Regierung, es geht um die Zukunft der Wissenschaft und Forschung in diesem Bereich, um kommende Forschergenerationen, um entstehende oder verlorene Arbeitsplätze!

Mit der Blockade aller Entwicklungen in Deutschland arbeitet Ministerin Künast den weltweiten Multis direkt in die Hände. Diese können weltweit weiter forschen und entwickeln, während der deutsche Mittelstand von Frau Künast ausgebremst wird.

Die Bundesregierung ist dringend gefordert, so schnell wie möglich ihren Beitrag zu leisten und alles zu tun, um Deutschland diese Chancen nicht länger zu verwehren.‘

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BUND: Agrarwende nützt seltenen Tieren

Themen: Archiv — info @ 11:04

Künast muss neue Impulse für naturnahe Landwirtschaft geben

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesagrarministerin Renate Künast aufgefordert, die Reformen im Agrarbereich zügig fortzusetzen. Neben den Verbraucherinnen und Verbrauchern würden davon auch Feldhasen, Feldhamster und Feldmäuse profitieren. Die Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft seien ursächlich für das Aussterben vieler seltener Tierarten. Ausgeräumte Landschaften, die Verwendung von Agrarchemikalien und der Einsatz landwirtschaftlicher Großmaschinen bedrohten den Bestand dieser Tiere.

Beispielsweise sei der Bestand des Osterhasen (eigentlich Feldhasen) in den zurück liegenden Jahrzehnten in Deutschland auf ein Sechstel gesunken. Darauf würden die Abschusszahlen der Jäger hinweisen: Wurden 1935 etwa drei Millionen Feldhasen erlegt, waren es 2002 noch rund eine halbe Million. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern wurde die Zahl der Ostereierlieferanten stark dezimiert. Die maschinengerechte Agrarstruktur der früheren DDR führte dazu, dass der Bestand an Feldhasen in diesen Regionen heute um rund ein Drittel niedriger ist als in den Altbundesländern. Sind in Nordrhein-Westfalen noch bis zu 50 Osterhasen pro Quadratkilometer zu finden, sind es beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern weniger als 10 Exemplare.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: ‚Von Agrarministerin Renate Künast erwarten wir neue Impulse für eine naturnahe Landwirtschaft. Es geht nicht nur um artgerechte Haltungsbedingungen für Nutztiere, sondern auch um mehr Lebensraum für gefährdete Wildtierarten. Kleine, mittlere und ökologisch wirtschaftende Betriebe bieten viele Vorteile für Tier, Mensch und Umwelt. Denn wo es Kühen, Schweinen und Hühnern gut geht, da fühlen sich auch Osterhasen, Feldhamster und Feldmäuse wohl und wo die Natur intakt ist, da können sich auch Urlauber am besten erholen.‘

Der BUND fordert, Agrarfördermittel nach ökologischen Kriterien zu verteilen. Landwirte dürften entsprechende Prämien nur bekommen, wenn sie ihre Tiere artgerecht halten, Lebensmittel von hoher Qualität produzieren und die Umwelt schonen. Dem Trend zu Großbetrieben könne so entgegen gewirkt werden.

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