02. April 2003

SPD: Verstöße gegen das Pflanzenschutzrecht konsequent verfolgen und hart bestrafen

Themen: Archiv — info @ 10:04

Berlin (agrar.de) – Zu den erneuten, zum Teil schwerwiegenden Verstößen gegen das Pflanzenschutzrecht im Alten Land erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Gustav Herzog:

‚Mit viel Aufwand wird den speziellen Bedingungen des auch kulturell wertvollen Obstanbaugebietes Nachsicht gezollt. Das sonst geltende hohe Maß an Sicherheitsauflagen wird in der Sondergebietsregelung Altes Land durch verstärkte Kontroll- und Beratungstätigkeit abgemildert und somit die weitere Obstproduktion in der Region ermöglicht. Die unter anderem sehr kostspieligen Kontrollen bringen nun auch im zweiten Kontrollbericht eklatante Missstände zu Tage.

Wir honorieren die Einsicht der Notwendigkeit der Auflagen und die sehr gute Kooperation sehr vieler Betriebe dieser Obstbauregion. Dies zeigt, dass wir mit der Sondergebietsregelung auf dem richtigen Weg sind. Die Aufrüstung mit moderner Pflanzenschutztechnik und der Verzicht auf bestimmte Pflanzenschutzmittel ist ein starker Einschnitt in die betrieblichen Abläufe, die nur mit Verständnis des Betriebsleiters durchgesetzt werden können.

Unverständlich und durch den exemplarischen Charakter auch besorgniserregend ist aber auch, wie viele Betriebsleiter das große Entgegenkommen der Behörden missbraucht haben. Wenn in diesem bekannterweise dichten Kontrollnetz so viele Verstöße gegen geltendes Recht erfolgen, muss man sich fragen, wie es im übrigen Land aussieht. Und wenn der Vorstand der Erzeugergemeinschaft Elbe-Obst, Heinrich Völkers laut taz vom 2. April 2003 die Aussage tätigt ‚Viel wichtiger ist doch, dass die Früchte keine Rückstände haben‘, muss man spätestens feststellen, dass eine wichtige Botschaft noch nicht durchgedrungen ist. Der vorbeugende Verbraucherschutz ist prioritär, doch im selben Atemzug ist der vorbeugende Anwender-, Tier- und Umweltschutz zu nennen.

Heute tagt der federführende Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und berät unter anderem zu diesem Thema. Neben den Vertretern der beteiligten Behörden wird auch Gerd Beckmann, Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau des Stader Landvolks als Vertreter der Obstbaupraxis im Alten Land angehört, der die vielen Betriebe verteidigt, die sich an die Auflagen halten und die unter denjenigen zu leiden haben, die nicht mit den Behörden kooperieren.

Neben den eingeleiteten Verfahren und dem Ausschöpfen des Bußgeldkatalogs steht eine Zurücknahme der gültigen Allgemeinverfügung zur Sondergebietsregelung Altes Land auf dem Spiel. Dieses käme einem Anbauverbot für den Großteil der gesamten Region nahezu gleich und das ist nicht das, was angestrebt wird. Um die Spreu vom Weizen wirkungsvoll zu trennen, könnte es jedoch es notwendig werden, die aktuelle Gebietsregelung in eine Einzelfallgenehmigung umzuwandeln. Das würde weiteren Aufwand bedeuten, doch letztlich könnte es die Betriebe schützen, die ordentlich wirtschaften.‘

Links zum Thema Pflanzenschutz&, Links zum Thema Politik.

01. April 2003

Höhn: Bio-Schulmilch wird preiswerter

Themen: Archiv — info @ 16:04

Land fördert gesunden Durstlöscher

Düsseldorf (agrar.de) – Ab dem 1. April 2003 wird Biomilch als Pausengetränk in den Schulen und Kindergärten Nordrhein-Westfalens preiswerter. Dann tritt eine Förderrichtlinie des Landwirtschaftsministeriums in Kraft, mit der die Abgabepreise für ökologisch erzeugte Milch und Milchprodukte durch Beihilfen des Landes gesenkt werden. Da Biomilch in der Erzeugung und Vermarktung teurer als herkömmliche Milch ist, mussten die Schülerinnen und Schüler für den ökologisch erzeugten Durstlöscher bisher entsprechend mehr bezahlen. Dieser Preisunterschied wird mit der Förderung reduziert.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: ‚Die neue Förderung von Bio-Schulmilch gehört zu einer ganzen Reihe von Aktivitäten, mit denen wir den Verzehr von Schulmilch und darüber hinaus auch eines gesunden Frühstücks insgesamt fördern wollen. Milch ist für eine gesunde Ernährung der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig. Und gerade für die Verpflegung in den Pausen sind Milch und Jogurt ideale Energiespender, die zudem auch noch gut schmecken.‘

Die Förderung von Bio-Schulmilch ist als erste von mehreren geplanten Maßnahmen bereits von der EU notifiziert worden. Sobald die entsprechenden EU-Zustimmungen vorliegen, sollen Schulen auch eine Prämie für den Einstieg in die Schulmilchversorgung erhalten. Außerdem sollen Zuschüsse für die Anschaffung von Kühlschränken zur ordnungsgemäßen Lagerung der Milch gewährt werden. Bereits erfolgreich abgeschlossen ist ein Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler Vermarktungsideen für den Verkauf von Schulmilch entwickelten.

Ausführliche Informationen zur Förderung von Bio-Schulmilch gibt es beim Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd NRW, Tannenstraße 24b, 40476 Düsseldorf.

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Milchquotenbörse: Neue Runde abgeschlossen

Themen: Archiv — info @ 16:04

Bonn (agrar.de) – Die heute durchgeführte Milchquotenbörse schloß mit etwas niedrigeren Preisen ab als die letzte Börse vom 30. Oktober des letzen Jahres.

Laut Information des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wurde der höchste Preis von Milcherzeuger aus der Oberpfalz mit 0,72 Euro/kg gezahlt, gefolgt von NRW (0,60 Euro/kg), Oberbayern und Rheinland-Pfalz/Saarland (jeweils 0,59 Euro/kg). Am niedrigsten war der Quotenpreis in Mecklenburg-Vorpommern (0,20 Euro/kg) und Berlin/Brandenburg (0,23 Euro/kg).

Dabei gab es teilweise starke Veränderungen: So stieg der Preis in Schleswig-Holstein/Hamburg von 0,20 Euro/kg auf 0,45 Euro/kg, während er in Mittelfranken von 0,74 Euro/kg auf 0,50 Euro/kg fiel.

Die Gleichgewichtspreise und Mengen der 21 Übertragungsgebiete:

Verkaufsstelle; Preis in Euro: gehandelte Menge in kg Baden-Württemberg/Reg.-Bez.Stuttgart; 0,38; 6.297.233 Baden-Württemberg/Reg.-Bez.Karlsruhe; 0,29; 258.221 Baden-Württemberg/Reg.-Bez.Freiburg; 0,58; 2.969.233 Baden-Württemberg/Reg.-Bez.Tübingen; 0,53; 11.050.599 Bayern / Reg.-Bez. Oberbayern; 0,59; 21.020.133 Bayern / Reg.-Bez. Niederbayern; 0,50; 12.569.404 Bayern / Reg.-Bez. Oberpfalz; 0,72; 8.325.286 Bayern / Reg.-Bez. Oberfranken; 0,50; 6.137.939 Bayern / Reg.-Bez. Mittelfranken; 0,50; 6.617.539 Bayern / Reg.-Bez. Unterfranken; 0,34; 3.007.672 Bayern / Reg.-Bez. Schwaben; 0,52; 13.795.156 Hessen; 0,48; 7.439.770 Niedersachsen/Bremen; 0,48; 40.886.472 Schleswig-Holstein/Hamburg; 0,45; 10.359.001 Nordrhein-Westfalen; 0,60; 18.243.691 Rheinland-Pfalz / Saarland; 0,59; 4.331.255 Berlin/Brandenburg; 0,23; 1.239.185 Mecklenburg/Vorpommern; 0,21; 3.676.067 Sachsen; 0,30; 4.072.024 Sachsen-Anhalt; 0,25; 3.738.534 Thüringen; 0,25; 1.485.605

Tabellen mit detaillierten Preisen und Mengen finden Sie auf den Internetseiten des DBV.

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Schweiz: Das Tier ist ab 1. April 2003 keine Sache mehr

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 16:04

Basel (agrar.de) – Am 1. April 2003 ist es soweit: Das Tier ist in der Schweiz keine Sache mehr. Der Schweizer Tierschutz STS fordert den Gesetzgeber auf, die geänderten gesellschaftlichen Wertvorstellungen für das Tier als empfindungsfähiges Lebewesen nun auch in die aktuelle Revision des Tierschutzgesetzes einzubringen.

Was bedeuten die Rechtsanpassungen im Einzelnen:

– In einem Grundsatzartikel wird festgehalten, dass Tiere rechtlich nicht mehr als Sache zu betrachten sind.

– Tiere werden auch künftig nicht als Erben eingesetzt. Wenn aber der Eigentümer im Testament dem Tier eine Zuwendung zuspricht, muss der Erbe den Betrag für die Pflege des Tieres einsetzen.

– Anstatt wie bis anhin nach fünf Jahren, soll es neu bereits zwei Monate nach der Übernahme eines Findeltieres möglich sein, dessen Eigentümer zu werden. Zudem sollen die Kantone Meldestellen für entlaufene Heimtiere einrichten. Die Kantone haben ein Jahr Zeit, ein geeignetes System für einen effizienten Datenaustausch zu schaffen.

– Tierschützerische Aspekte müssen in Zukunft auch dann berücksichtigt werden, wenn eine Gemeinschaft aufgelöst wird. Das Tier soll im Scheidungsfall, bei Trennungen, Erbteilungen oder der Auflösung eines Konkubinates demjenigen Partner zugesprochen werden, bei dem es besser aufgehoben ist.

– Auch wenn die Heilungskosten für ein verletztes Heimtier den materiellen Wert des Tieres übersteigen, sollen sie als Schaden geltend gemacht werden können. Auch für eine normale Hauskatze oder einen Mischlingshund sind somit Tierarztkosten von mehreren hundert Franken und mehr durchaus angemessen und müssen übernommen werden. Bei der Tötung eines Heimtieres – etwa beim mutwilligen Abschiessen von Nachbarskatzen – kann der Richter auch den Affektionswert für den Halter berücksichtigen.

– Schliesslich dürfen Heimtiere in Zukunft nicht mehr gepfändet werden.

Diese Gesetzesanpassungen beeinflussen das eigentliche Tierschutzrecht nicht. Der Schweizer Tierschutz wird sich deshalb weiterhin intensiv für ein modernes Tierschutzgesetz einsetzen. Nicht zuletzt durch die Volksinitiative ‚für einen zeitgemässen Tierschutz (Tierschutz-Ja!)‘ wird der Schweizer Tierschutz STS seine langjährigen Forderungen nach notwendigen Verbesserungen im Tierschutz und nach einem griffigeren Vollzug ins Parlament tragen.

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Schindler: Mehr – statt weniger Bürokratie durch Entkopplungsvorschläge

Themen: Archiv — info @ 15:04

Mainz (agrar.de) – Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd (BWV), Norbert Schindler, hat sich erneut entschieden gegen die Entkopplungsvorschläge der EU-Kommission ausgesprochen.

‚Die komplizierten Übertragungspläne sind nicht durchdacht und in der vorliegenden Form nicht umsetzbar‘, so Schindler. Eine kurzfristige Umsetzung ab dem 1. Januar 2004, wie von der Kommission vorgeschlagen, sei zudem überhaupt nicht durchführbar. Der Bauernpräsident ist davon überzeugt, dass es bereits bei der Feststellung der Prämienrechte im Rahmen einer möglichen Entkopplung aufgrund des Basiszeitraumes 2000 bis 2002 für die Flächen- und Tierprämien zu einer Flut von Rechtsstreitigkeiten kommen werde. Dieser Problematik müsse bereits im Vorfeld entgegengewirkt werden, in dem die vorgelegten, nicht ausgereiften Vorschläge keinesfalls umgesetzt werden dürften, kommentierte Schindler die Situation.

Weiterhin sei zu erwarten, dass die gesellschaftliche Akzeptanz bei einer betrieblichen Zuweisung der Direktzahlungen nicht lange aufrechterhalten werden könne. Im Rahmen der Agrarreform 1992 seien die Ausgleichszahlungen für landwirtschaftliche Betriebe eingeführt worden, um drastische Einkommensverluste aufgrund der Interventionspreissenkungen auszugleichen. Dies werde in den jetzigen Verhandlungen gerne vergessen, so Schindler.

Die Gesellschaft und die Politik verlangten eine multifunktionale, umweltgerechte und zugleich wettbewerbsfähige Landwirtschaft. Mit einer komplizierten Entkopplung der Direktzahlungen, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, werde dies jedoch nicht gewährleistet.

Gesprächsbereit zeigt sich Schinder hingegen für Vorschläge, die den Zeitraum nach 2006 betreffen. Diese Verhandlungen müssten jedoch ausführlich geführt werden, so dass es nicht wieder zu Ad-hoc-Vorschlägen komme, welche sich für die Praxis als reine Makulatur erweisen würden. ‚Bis dahin benötigen die betroffenen Landwirte jedoch unbedingte Planungssicherheit‘, so Schindler abschließend.

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DBV: Preise für Milchquoten geben deutlich nach

Themen: Archiv — info @ 15:04

Milchpreise und milchpolitische Rahmenbedingungen zeigen Wirkung

Berlin (agrar.de) – Bei dem ersten Handelstermin für Milchquoten in diesem Jahr (1.4.2003) gaben die Preise für Milchquoten deutlich nach. Der durchschnittliche Gleichgewichtspreis für Deutschland sank um 20 Prozent auf 50 Cent je kg Milchquote. Damit ist der mit Abstand niedrigste Milchquotenpreis seit Einführung der Milchbörse am 1. April 2000 erreicht worden, heißt es in einer ersten Auswertung des Deutschen Bauernverbandes (DBV). In den alten Bundesländern hat sich ein durchschnittlicher Gleichgewichtspreis von 52 Cent je kg Milchquote eingestellt, der um 12 Cent unter dem Gleichgewichtspreis vom letzten Termin am 30. Oktober 2002 liegt. In den neuen Bundesländern wurde ein Gleichgewichtspreis von 25 Cent je kg Quote berechnet. Der niedrigste Preis je kg Milchquote wurde mit 21 Cent in Mecklenburg-Vorpommern errechnet. Der höchste Preis lag im Übertragungsgebiet Oberpfalz/Bayern bei 72 Cent. Doch auch in der Oberpfalz ist der Preis je kg Milchquote um 12 Cent je kg zurückgegangen.

Mit 188 Mio. kg Milchquote wurde die höchste Menge seit Einführung der Milchquotenbörse gehandelt. Auch die insgesamt angebotene Quotenmenge mit mehr als 246 Mio. kg sowie die insgesamt nachgefragte Quotenmenge mit fast 454 Mio. kg erreichten neue Höchststände. In dem Übertragungsgebiet Niedersachsen/Bremen wurde die größte Nachfragemenge mit ca. 168 Mio. kg Milchquote registriert. Insgesamt haben nahezu 17.500 Landwirte an diesem Börsenverfahren teilgenommen – mehr als je zuvor. Von den 6.014 Anbietern konn-ten 4.810 ihre Milchquote erfolgreich verkaufen. Auf der Nachfrageseite konnten von den 11.425 Nachfragern 6.550 erfolgreich am Börsenverfahren teilnehmen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Milchbörse zunehmend von den Milcherzeugern als Handelsplattform für Milchquote angenommen wird.

Nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes sind die aktuellen Ergebnisse der Milchbörse vor allem auf die sinkenden Milchauszahlungspreise sowie die anhaltend schwierige Marktlage für Milch und Milchprodukte zurückzuführen. Zudem zeigt sich, dass sich auf Grund der unsicheren milchpolitischen Rahmenbedingungen viele Landwirte zum Verkauf ihrer Milchquote entschlossen haben. Die Nachfrage nach Milchquote ist zwar angestiegen, aber auf einem wesentlich niedrigeren Preisniveau als in der Vergangenheit. Dies zeigt eindeutig, dass die Landwirte durchaus bereit sind, in ihre Zukunft zu investieren, aber nur zu vernünftigen Preisen und bei entsprechenden Zukunftsperspektiven.

Die aktuellen Ergebnisse des Milchquotentermins können auf der Homepage des Deutschen Bauernverbandes eingesehen werden. Der nächste Milchbörsentermin findet am 1. Juli 2003 statt. Die Ausschlussfrist hierfür endet am 2. Juni 2003. Bis dahin müssen alle Unterlagen vollständig und richtig bei den Verkaufsstellen eingereicht werden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Land unterstützte Waldbesitzer mit 4,14 Mio. Euro

Themen: Archiv — info @ 13:04

Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen für 2003 können bereits beantragt werden

Schwerin (agrar.de) – In Mecklenburg-Vorpommern erhielten 2002 die privaten und kommunalen Waldbesitzer durchschnittlich 29 Euro je Hektar Wald Förderung. Insgesamt zahlte das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei 4,14 Mio. Euro an 500 Landwirte sowie private und kommunale Waldbesitzer aus. Allein 2 Mio. Euro flossen davon allein in Erstaufforstungen. Zum Ausgleich der Einkommensverluste infolge von Aufforstungen vormals landwirtschaftlich genutzter Flächen wurden 1 Mio. Euro ausgezahlt. ‚Die Entwicklung leistungsfähiger Wälder ist für unser Land von großer Bedeutung‘, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Der Wertstoff Holz spiele nicht nur für die Industrie eine wichtige Rolle. Als Energieträger gewinne Holz als nachwachsender Rohstoff auch in Privathaushalten zunehmend an Attraktivität. Das Land Mecklenburg-Vorpommern verfügt insgesamt über 504.000 Hektar Waldfläche, davon sind 145.000 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Im Rahmen der Forstlichen Förderung wurden im vergangenen Jahr 436 Hektar Neuaufforstungen unterstützt. Damit erhöhte sich die durch staatliche Zuwendung geschaffene Waldfläche seit 1991 auf 4.514 Hektar. Besondere Bedeutung kommt dabei der Entwicklung von Laub- und Laubmischwäldern zu. Zur Pflege von Kulturen und jungen Waldbeständen sowie für den Umbau von Waldbeständen konnten rund 1 Mio. Euro ausgezahlt werden.

Rund 50.000 Waldbesitzer gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Um das gemeinschaftliche Handeln der Eigentümer zu unterstützen, förderte das Landwirtschaftsministerium die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse von privaten und kommunalen Waldbesitzern im vergangenen Jahr mit 250.000 Euro.

Seit dem 27. Februar 2003 gibt es neue Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer. Der Waldumbau soll durch die Förderung der langfristige Überführung von Nadelholzreinbeständen, Pappel- und Weißerlenbestände durch Voranbaumaßnahmen mit Laubholz unterstützt werden. Das Wegenetz soll durch den Ausbau der bestehenden Wege den heutigen Anforderungen der Technik beim Rohholztransport gerecht werden. Entsprechend wird die Befestigung der Waldwege zur Erschließung des Privat- und Kommunalwaldes unterstützt.

Damit auch in diesem Frühjahr wieder neuer Wald entsteht und zukünftig die Landschaft bereichert, hat das Finanzministerium des Landes den vorzeitigen Maßnahmebeginn im Rahmen der forstlichen Förderung für 2003 genehmigt. Somit kann seit einer Woche beim zuständigen Forstamt der vorzeitige Beginn von forstwirtschaftlichen Fördermaßnahmen beantragt werden.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Baden-Württemberg: Neue pilzresistente Rebsorten vorgestellt

Themen: Archiv — info @ 12:04

Freiburg (agrar.de) – Sieben neue Rebsorten, die in Baden-Württemberg gezüchtet wurden, stellte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, am Freitag (28. März) im Weinbauinstitut in Freiburg vor. ‚Mit den neuen Rebzüchtungen ist uns endgültig der Sprung in die ‚Champions League‘ der Resistenzzüchtung gelungen‘, sagte Weinbauminister Willi Stächele. ‚Damit stehen nun weitere pilzresistente Rotwein-Reben zur Verfügung, die sowohl im Weinberg als auch im Glas gut sind‘, sagte Stächele, der die Namen der neuen Rebsorten gemeinsam mit den badischen Weinhoheiten vorstellte: Cabernet Carbon, Cabernet Cortis, Cabernet Carol, Monarch, Prior, Baron und Helios.

Großes Interesse an den neuen Sorten zeigten vor allem ökologisch wirtschaftende Winzerinnen und Winzer sowie Betriebe, die mit Rotwein-Cuveés neue Märkte erschließen wollen, erläuterte Stächele. ‚Innovation und Qualität gehen auf diese Weise mit Ökologie und Ökonomie Hand in Hand‘, so Minister Stächele. Der Weinbau sei nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern in seiner ganzen Vielfalt betrachtet, auch Landschaftselement, Kulturgut und fester Bestandteil europäischer Ess- und Trinkkultur, so der Minister. ‚Es zeigt sich, dass es richtig war, in Baden-Württemberg schon frühzeitig auf Qualität zu setzen. Mit Stolz können wir die hervorragenden Qualitäts- und Umweltstandards im baden-württembergischen Weinbau herausstellen‘, betonte Stächele. Mit den neuen Züchtungen komme man der Vision ‚Weinbau ohne Pflanzenschutz‘ wieder ein Stück näher, so Stächele. Die neuen Rebsorten seien das Ergebnis der erfolgreichen Züchtungsarbeit der letzten drei Jahrzehnte am Weinbauinstitut Freiburg.

Innovationen dürften jedoch nicht nur reine Marketingmaßnahmen sein, sondern müssten in erster Linie dem Weinliebhaber nützen und den Wein im Ganzen verbessern. Deshalb müssten auch weltweite Entwicklungen differenziert betrachtet werden. ‚Es muss jedem Winzer überlassen bleiben, ob er die Methode der ‚Mostkonzentration‘ anwenden möchte oder in Zukunft zum Beispiel ‚Eichenchips‘ einsetzen will‘, sagte Stächele.

‚Im Zuge der stark wachsenden Nachfrage nach neuen roten Rebsorten war es auch richtig, die Genehmigungen für ihren Anbau zu vereinfachen‘, so Stächele. Seit Anfang 2002 werden im Land bis auf wenige Ausnahmen keine Vergleichssorten mehr verlangt und die früher übliche Deckelung der Anbaueignungsversuche je Bereich und die Begrenzung der Stockzahl entfällt. ‚Damit können die Winzerinnen und Winzer die neuen Sorten unbürokratisch testen‘, so Stächele.

Zusatzinformation:

Im ‚Weinland Baden-Württemberg‘ werden 27.335 Hektar Rebfläche bewirtschaftet, dies entspricht 26,6 Prozent der deutschen Anbaufläche. Davon befinden sich in Baden 15.917 Hektar und in Württemberg 11.418 Hektar. 14.089 Weinbaubetriebe in Baden-Württemberg produzierten im Jahr 2002 insgesamt 2,55 Millionen Hektoliter Wein (1,30 Millionen Hektoliter in Baden und 1,25 Millionen Hektoliter in Württemberg). Der Anteil an Rotwein lag bei 57 Prozent.

Links zum Thema Wein, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

NRW-Staatssekretär Griese hinterfragt Schweine-Datenbank

Themen: Archiv — info @ 10:04

Bonn (agrar.de) – Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in Nordrhein-Westfalen hat die für das Veterinärwesen zuständigen Stellen seines Landes sowie das Bundesministerium (BMVEL) und die obersten Veterinärbehörden der Länder darüber informiert, dass sich die Einführung der Datenbank für Schweine in NRW weiter verzögern wird. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) in Bonn.

Zur Begründung führt Staatssekretär Dr. Thomas Griese danach folgende Punkte an:

– Um den administrativen und finanziellen Aufwand so gering wie möglich zu halten, sollen die Aufgaben der Regionalstelle kurzfristig (öffentlich) ausgeschrieben werden;

– Im Sinne der Entbürokratisierung sollte generell noch einmal überprüft werden, ob Aufwand und Ertrag der Datenbank in angemessenem Verhältnis zueinander stehen, da hiervon die Akzeptanz und letztlich die Funktionsfähigkeit abhängen. Die ablehnende Haltung der betroffenen Wirtschaft – bis hin zum Boykottaufruf der ISN – müsse als bedeutsames Alarmzeichen gewertet werden.

– Die Verwaltungsvereinbarung zum Anschluß an die zentrale HIT-Datenbank soll erst unterzeichnet werden, wenn geklärt ist, welche Einrichtung in NRW die Aufgaben der Regionalstelle übernehmen wird.

Trotz dieser ‚Notbremsung‘ aus NRW empfiehlt der ZDS allen Betroffenen, die erforderlichen Daten vorsorglich zu erfassen, da eine nachträgliche Meldung der Tierbewegungen nicht ausgeschlossen werden kann. Schließlich gilt nach wie vor seit Ende Dezember letzten Jahres die Meldepflicht gemäß Viehverkehrsverordnung.

Links zum Thema HIT und Kennzeichnung.

Hessen: Täglich 128 Liter Wasser pro Kopf

Themen: Hessen,Wasser — info @ 09:04

Wiesbaden (agrar.de) – Jeder hessische Einwohner verbrauchte im Jahr 2001 täglich rund 128 Liter Trinkwasser. Damit entsprach der hessische Verbrauch ziemlich genau dem Durchschnitt der gesamten Bundesrepublik, der bei 127 Liter pro Einwohner und Tag lag. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 1998 blieb der Pro-Kopf-Verbrauch unverändert.

Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, förderten die Wasserversorger in Hessen in ihren 2256 Gewinnungsanlagen im Jahr 2001 insgesamt 382 Millionen Kubikmeter Wasser, davon stammten rund 97 Prozent aus dem Grund- und Quellwasserreservoir. Von der geförderten Gesamtmenge sind 44 Millionen Kubikmeter Wasser als Eigenverbräuche der Wasserwerke, Netzverluste und Lieferungen an andere Wasserversorger und Abnehmer abzurechnen. Somit wurden den Endverbrauchern wie zum Beispiel Haushalten, Gewerbetreibenden oder Industriebetrieben 338 Millionen Kubikmeter Wasser zur Verfügung gestellt. Beinahe drei Viertel (284 Millionen Kubikmeter) des gewonnenen Wassers wurde an Haushalte und Kleingewerbe zur Deckung des Trinkwasserbedarfs abgegeben.

An das 35.547 Kilometer lange hessische Abwasserkanalnetz sind mit 99,4 Prozent der Bevölkerung nahezu alle Haushalte angeschlossen. Der Anschlussgrad an die 748 öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen betrug 98,7 Prozent. In den fast ausschließlich mit biologischen Verfahren arbeitenden Kläranlagen wurden 1,0 Milliarden Kubikmeter. Abwasser behandelt. Davon waren 317 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser, 305 Millionen Kubikmeter Fremd- sowie 382 Millionen Kubikmeter Niederschlagswasser, die durch die Kanalisation aufgenommen wurden.

In den Abwasserbehandlungsanlagen fielen 178.000 Tonnen Klärschlamm als Trockenmasse an, wovon 120.000 Tonnen stofflich verwertet wurden, indem sie zum Beispiel auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht oder bei Landschaftsbaumaßnahmen eingebaut wurden. Weitere 48.000 Tonnen wurden in Abfallverbrennungsanlagen als Energieträger eingesetzt. Der Rest wurde deponiert beziehungsweise zur Zwischenlagerung abgegeben.

Links zum Thema Wasser und Klärschlamm, Links zum Bundesland %url4%Hessen%/%.

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