08. April 2003

Goldmann: Auswüchse beim Artikelgesetz korrigieren

Themen: Archiv — info @ 14:04

Berlin (agrar.de) – Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion ‚Auswirkungen der Novelle des Bundesimmissionsschutzgesetzes‘ erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Während noch im Jahr 1998 / 11.076 Genehmigungen zum Bau landwirtschaftlicher Betriebsgebäude erteilt wurden, ist die Zahl der Genehmigungen in den folgenden Jahren kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2002, dem ersten Jahr nach Inkrafttreten des sogenannten Artikelgesetzes, lag die Zahl der genehmigten Neubauvorhaben bei nur noch 9.045.

Für die heimischen Landwirte ergeben sich durch eine uneinheitliche Umsetzung der IVU-Richtlinie noch weitere Wettbewerbsnachteile. So profitieren die Landwirte in Belgien , Italien, Portugal, Spanien und im Vereinigten Königreich von einer 1:1-Umsetzung. Völlig inakzeptabel ist, dass einige Staaten die IVU-Richtlinie bis heute nicht vollständig umgesetzt haben. Zu diesen Ländern gehören Griechenland, Großbritannien, Österreich und Irland.

Die Aussage der Bundesregierung, dass auch die Landwirtschaft ihren Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu leisten habe, ignoriert die bereits erzielten Leistungen der heimischen Landwirtschaft. Gerade die deutschen Landwirte haben im Umweltschutz eine Vorreiterrolle. Daher sind Belehrungen der Bundesregierung vom ‚Grünen Tisch‘ völlig unangebracht und entbehrlich.

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung nochmals nachdrücklich auf, auf nationale Alleingänge zu verzichten. Auswüchse wie sie u. a. mit der Umsetzung des Artikelgesetzes verbunden sind, müssen endlich korrigiert werden.‘

Links zum Thema Stallbau und -einrichtung, Links zum Thema Agrarpolitik.

Rheinland-Pfalz novelliert Landesnaturschutzgesetz

Themen: Archiv — info @ 13:04

Umweltministerin Margit Conrad: Bewährtes verbessern und Neues wagen

Mainz (agrar.de) – Unter welchen Perspektiven die Novelle des Landespflegegesetzes in Rheinland-Pfalz entwickelt wird, hat Umweltministerin Margit Conrad bei einer Mainzer Tagung vor Vertretern der Kommunen und Verwaltung sowie der Kammern und Naturschutzverbände in einem richtungsweisenden Vortrag dargelegt. Dabei forderte sie die Anwesenden auf, in einem breiten Dialog mitzuwirken an einem Gesetzesvorhaben, das ‚Bewährtes verbessern und Neues wagen‘ will. ‚Gemeinsam mit jenen, die in der Praxis mit Naturschutz umgehen, möchte ich den Naturschutz in das 21. Jahrhundert bringen‘, sagte Conrad. Die Umweltministerin kündigte auch an, dass zu dem Vorhaben eine Gesetzesfolgenabschätzung unter der Leitung von Prof. Dr. Carl Böhret (ehemals Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften) durchgeführt wird. Das neue Gesetz soll 2005 in Kraft treten.

Vorgaben des Bundes- und des Europarechtes geben den Rahmen vor. Den vorhandenen Gestaltungsspielraum will Rheinland-Pfalz nutzen, um voran zu bringen, was im Titel der Novelle festgeschrieben ist: ‚Gesetz zur nachhaltigen Entwicklung von Natur und Landschaft‘. Das neue Landesnaturschutzgesetz wird die Herausforderung der Zukunft aufgreifen und es will auch Voraussetzungen schaffen, damit die Menschen in Zeiten der Globalisierung regionale Identität und Heimat wiederfinden.

Der Landwirtschaft kommt eine zentrale Rolle zu. Berücksichtigt wird die demografische Entwicklung, die weltweit eine ausreichende Ernährungsgrundlage erfordert. Daraus folgt die Bedeutung von intakten natürlichen Lebensgrundlagen für eine intakte Landwirtschaft – und umgekehrt. Die Beteiligung der Landwirte vor Ort gehört dazu. ‚Naturschutzpolitik muss ein erhebliches Interesse daran haben, die landwirtschaftliche Nutzung in der Fläche zu halten‘, stellte die Ministerin für Umwelt und Forsten fest.

Der neue Ansatz lautet: Naturschutz durch Nutzung. Naturschutz muss im Dialog und in der Kooperation mit den ökonomischen und sozialen Interessen der Landwirte und Winzer verbunden werden. Ziel ist es, die flächendeckende Ökologisierung der Landnutzungen zu erreichen. Diese angestrebte nachhaltige Vorgehensweise schafft eine neue Art von Landschaft, die Lebensqualität und Gesundheitsschutz mit sich bringt.

Als Elemente zur Förderung dieser nachhaltigen Entwicklung nannte die Umweltministerin beispielhaft Zertifizierungsmodelle für Landwirtschaftsbetriebe und Flächennutzer, die Begrenzung des Flächenverbrauchs oder auch das Offenhalten von Möglichkeiten zum Rückbau der Infrastruktur. Genauso wie die Produktion gesunder Lebensmittel soll die Erhaltung der Kulturlandschaft gefördert werden – immer auch mit Hilfe der Nutzer. Die realistische Einschätzung, dass infolge der EU-Agrarpolitik in den kommenden Jahrzehnten Brachflächen entstehen werden, wird bewusst mit einbezogen: Als Chance für die Menschen im 21. Jahrhundert, in kleinen Gebieten auch wertvolle Erfahrungen mit ungenutzter Natur, mit ‚Wildnis‘, zu machen.

Gelingen soll die nachhaltige Entwicklung von Natur und Landschaft in Rheinland-Pfalz partnerschaftlich mit den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und in Kooperation. Dazu bedarf es der Vereinfachung von Verfahrensabläufen und der Transparenz. Das Ehrenamt soll gestärkt werden. Neue Spielräume soll es auch bei der Eingriffsregelung geben und es ist daran gedacht, Kompensationsverpflichtungen zu verbinden mit der Ausweitung von Ökopool-Lösungen. Conrad: ‚Ich möchte einen Innovationsschub in den Naturschutz hinein tragen, der die Freude an der Natur für die Menschen vor Ort sichtbarer und erlebbarer macht als bisher.‘

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Hessen: Dietzel erhält zusätzliche Kompetenzen

Themen: Hessen — info @ 12:04

Wiesbaden (agrar.de) – Für die jetzt beginnende 16. Legislaturperiode übernimmt Hessens alter und neuer Staatsminister Wilhelm Dietzel (CDU) auch die Lebensmittelüberwachung, den Tierschutz und das Veterinärwesen (vorher im Hessischen Sozialministerium). Darüber hinaus werden die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz erweitert und innerhalb der Landesregierung im veränderten Ressort von Minister Dietzel konzentriert. Der Minister ist in dem von ihm geführten künftigen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV) ebenfalls zuständig für die Belange der Regionalentwicklung und Dorferneuerung (bisher im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung).

Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen im hessischen Landtag warf dem Minister vor, schon wieder vor den Forderungen des Bauernverbandes eingeknickt zu sein. Es geht dabei um die Frage, wie die Modulation in Hessen umgesetzt werden soll.

Die Grünen kritisieren, dass Bauern im Rahmen der Modulation gefördert werden, die ihre Felder im Rahmen von Mulch- und Direktsaatverfahren ‚besonders stark mit Mitteln besprühen, welche die gesamte Vegetation abtöten‘. Dagegen würden Maßnahmen zur umweltgerechten Landwirtschaft, z.B. erweiterte Fruchtfolge und Winterbegrünung, die zuerst von Hessen geplant waren und angeboten werden sollten, auf 2004 verschoben.

‚Wir fordern den Minister auf, seine Entscheidung zurückzunehmen und bei seinem ersten Vorschlag zu bleiben, nämlich die Maßnahmen für eine umweltgerechte Landwirtschaft anzubieten, von der alle Betriebe profitieren können.

Bei der jetzigen angespannten Haushaltslage könne sich jeder ausmalen, dass für diese aus unserer Sicht richtigen Maßnahmen im Jahr 2004 nichts mehr übrig bleibt, wenn zuerst die Spritzverfahren gefördert werden.

‚Somit fährt Minister Dietzel seinen alten Kurs in der hessischen Landwirtschaftspolitik weiter, Klientelbedienung und Verhinderung der Agrarwende. Er kann sich auf einen steifen Gegenwind gefasst machen‘, kündigt Martin Häusling von den Grünen an.

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Mecklenburg-Vorpommern: Ministerium unterstützt Imker bei Bekämpfung der Varroamilbe

Themen: Archiv,Bienen — info @ 12:04

Hohe Verluste bei den Bienenvölkern befürchtet

Schwern (agrar.de) – Die Imker in Mecklenburg- Vorpommern erwarten in diesem Jahr Verluste von etwa einem Viertel ihrer Bienenvölker. Der Grund ist die Varroamilbe, ein bereits Ende der 70er-Jahre aus Asien eingeschleppter Parasit, der in diesem Jahr deutschlandweit zu überdurchschnittlichen Einbußen bei den Bienenvölkern führen wird. Normalerweise rechnen die Imker mit Einbußen von zehn Prozent durch die Bienenkrankheit. In Mecklenburg-Vorpommern unterhalten rund 1.600 im Landesimkerverband organisierte Imker 18.000 Bienenvölker, insgesamt gibt es 21.000 im Land.

‚Das Ausmaß der Verbreitung wird auch zu einem spürbar geringerem Ertrag beim Honig führen‘, sagt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD). Die Einbußen bei den Bienen haben außerdem für die Landwirtschaft Auswirkungen, da dadurch weniger Bienen für die Bestäubung in der Natur und in der Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass mehr Völker benötigt werden, um durch Ablegerbildung neue Bienenvölker aufzubauen. Dadurch fallen sie für die Honiggewinnung weitensgehend aus. Einige Imker haben deshalb vor, Bienenvölker aus Drittländern einzuführen.

‚Das könnte jedoch fatale Auswirkungen haben, da auf diese Weise neue Krankheiten eingeschleppt werden könnten‘, warnt Landwirtschaftsminister Backhaus. Vielmehr sollte jeder Imker, sowohl bei der Völkerführung als auch bei den regelmäßigen Behandlungen gegen Varroatose besondere Sorgfalt walten lassen, so die Bitte des Ministers.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt auch in diesem Jahr die Imker bei der Bekämpfung der Bienenkrankheit Varroatose. Im vergangenen Jahr erhielten die Imker 40.800 Euro für die Behandlung der Bienenvölker mit Medikamenten. Damit konnten 20.000 Völker, das entspricht fast dem kompletten Völkerbestand, behandelt werden. Für Schulungen und Fortbildungen wurden weitere 4600 Euro bereitgestellt. Ein Forschungsprojekt im Bienenzuchtzentrum in Bantin (Landkreis Ludwigslust) zur Varroatose wurde mit 21.000 Euro unterstützt.

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Geflügelpest: Ministerium bittet um erhöhte Wachsamkeit

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 11:04

Frisches Grün für niedersächsisches Geflügel

Hannover (agrar.de) – Die niedersächsische Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest vom 10. März 2003 bleibt weiterhin in Kraft. Wegen der immer noch bestehenden akuten Gefahr der Viruseinschleppung aus den Niederlanden, weist das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium darauf hin, dass Anzeigepflicht, verschiedene Ausbringungsverbote und Desinfektionsmaßnahmen weiterhin ihre Gültigkeit haben.

Ab dem 9. April hingegen darf niedersächsisches Geflügel wieder aus den Ställen ins Freiland. Eine Stallpflicht war erlassen worden, um eine Infektion durch Zugvögel in Freigehegen zu verhindern. Trotzdem ruft das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium weiterhin zur erhöhten Wachsamkeit auf. Aus den Niederlanden werden weitere Fälle der hochansteckenden, aber für Menschen ungefährlichen Krankheit gemeldet. Eine Infektion des Geflügels durch Personen, Verpackungsmaterial, Eierkartons oder Einstreu aus den Befallsgebieten sei weiterhin jederzeit möglich.

Bei den geringsten Anzeichen einer Erkrankung der Tiere (z. B. Apathie, Atemnot, Durchfall, hohe Mortalität) muss dieses der zuständigen Behörde sofort angezeigt werden.

Die Klassische Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Hühnern und anderen Geflügelarten (z. B. Enten, Gänsen, Puten, Wachteln, Tauben, Wildvögeln). In Niedersachsen stehen ca. 66 Mio. Stück Wirtschaftsgeflügel in etwa 21.000 Beständen (ca. 60 Prozent des Wirtschaftsgeflügels bundesweit). Ein Ausbruch der Geflügelpest hätte massive wirtschaftliche Folgen.

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Bayern fordert Entbürokratisierung der Viehverkehrsverordnung

Themen: Archiv — info @ 11:04

Passpflicht für Rinder soll bei Verbringung im Inland entfallen

München (agrar.de) – Bayern wird im Bundesrat einen Entschließungsantrag einbringen, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Passpflicht für Rinder bei Verbringungen im Inland abzuschaffen. Einer entsprechenden Vorlage von Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner stimmte das Kabinett heute in München zu.

Sinner: ‚Mit diesem Antrag wollen wir die Bauern von unnötigem bürokratischem Aufwand befreien. Nach derzeitiger Rechtslage müssen sie, wenn sie Rinder im Inland verbringen wollen, sowohl eine Bewegungsmeldung an das elektronische Herkunfts-Informations-System Tier (HIT) abgeben als auch dieselbe Tierbewegung in einem Rinderpass dokumentieren. Das ist ein Doppelaufwand, der nach EU-Recht nicht erforderlich wäre, aber von der Viehverkehrsverordnung des Bundes nach wie vor verlangt wird. Die Länder haben den Bund wiederholt aufgefordert, diesen Bürokratismus endlich abzuschaffen. Jetzt muss er handeln.‘

Die Europäische Kommission hat im Januar 2002 die deutsche HIT-Datenbank, die vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium für ganz Deutschland betrieben wird, als voll betriebsfähig anerkannt. Damit lässt es das europäische Recht zu, einen Rinderpass nur noch für den innergemeinschaftlichen Handel und den Export in Drittländer vorzuschreiben. Sinner betonte, dass eine solche Regelung auch die zuständigen Veterinärbehörden von erheblichem unnötigem Verwaltungs- und Kontrollaufwand entlasten würde.

Links zum Thema HIT und Kennzeichnung.

Buchvorstellung: Vom Landwirt zum Energiewirt der Zukunft

Themen: Biogas,NaWaRos — info @ 11:04

Artikelsammlung von Experten über den Einsatz von Umweltenergie in der Land(wirt)schaft

Zeven (agrar.de) – Der Landwirt wird in Zukunft immer mehr zum Energieproduzenten. Er hat die besten Voraussetzungen zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Aktuelle Informationen zur Umsetzung seiner Möglichkeiten hat Michael C. Medenbach wissenschaftlich fundiert, objektiv und mit zahlreichen Praxisbeispielen im Buch ‚Erneuerbare Energie in der Land(wirt)schaft 2002/2003‘ zusammengefasst.

Im Buch widmen sich 41 Experten den Themen: Bioenergie, Biogas, Geothermik, Klärschlamm, Kraft-Wärme-Kopplung, Solarkraft, Windkraft, Gesetzliche Rahmenbedingungen, Energiemarkt, Versicherungen und Finanzierungen. Der fünfte Band der Buchreihe verschafft einen vertieften Einblick in die Chancen und Möglichkeiten nachwachsender Rohstoffe, deren Potential gerade in der Landwirtschaft sehr groß ist.

‚Eine höhere Mobilität und Effizienz der Erneuerbaren Energien sind Pflicht. In Gesprächen mit Beteiligten wie Planungsingenieuren, Handelsvertretern, Finanzdienstleistern aber auch mit Politik, Verbände und Schulen muss klar werden: Der Bauherr kennt seine Materie – kennt seine Ertragslage, seinen Aufwand und seine Kundschaft. Er weiß, was er tut und spricht auch darüber!‘ so Michael C. Medenbach, Herausgeber des Buches.

Ausführlich geht es um existenzielle Fragen wie: ‚Die Windkraft als 2. Standbein in der Landwirtschaft?‘ oder ‚Welche Wartungskosten und anfallenden technischen Erneuerungen sind zu erwarten?‘ und ‚Wie ist der Prozess zu optimieren?‘ Antworten und Einschätzungen dazu liefert das Buch. Die Publikation beschreibt auch neue Wege für den Landwirt, so z.B. als Betreiber von Getreide- oder Holztrocknungsanlagen mittels Geothermik. Im Zusammenhang mit Bioenergie wird die Biomasseverwertung in der Weinwirtschaft angesprochen, toxikologische Risiken durch Klärschlamm werden geklärt. Neben detaillierten Informationen über die Energiearten sind auch Finanzierungsmodelle und Förderungsmöglichkeiten beschrieben. Das zeichnet das Buch als Nachschlagewerk auch für Behörden, Banken und Planungsbüros aus. Das Buch will die Fragen ganzheitlich und bis ins Detail beantwortet wissen und hat dadurch einen hohen Nutzwert für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Ziel des Buches ist es, dem Leser das Thema ‚Erneuerbare Energie‘ in seiner Vielfältigkeit nahe zu bringen. Unabhängigkeit ist dabei wichtig für den Herausgeber Michael C. Medenbach: hinter dem Verlag stehen keine Verbände oder Organisationen. Der Leser soll sich selbst ein Bild machen.

‚Für die kommerziell und ideologisch motivierten Widersacher der Nutzung erneuerbarer Energien sind die Bücher der Reihe, die in fünf Jahren mehr als 170 Artikel von über 160 Autoren veröffentlicht, harte Brocken. Sie widerlegen mit Wissen und Know-how die arroganten Vorurteile über Kinderschuhe und Spinnerhaftigkeit dieser energiepolitisch neuen Sichtweise. Aus diesem Grund sprengen die Bücher den Rahmen mit nur einer Zielgruppe, denn Erneuerbare Energien sind ein globales Thema‘, so Medenbach.

Erschienen ist das Buch: ‚Erneuerbare Energie in der Land(wirt)schaft 2002/2003‘ von Michael C. Medenbach (Hrsg.) im Verlag für land(wirt)schaftliche Publikationen (ISBN 3-935781-04-0). Es hat 232 Seiten im DIN A4 Format, ca. 210 Photos und Graphiken. Es kostet 37,50 Euro und ist zu beziehen über: Verlag für land(wirt)schaftliche Publikationen, Ulmenweg 14, D-27404 Zeven, Fax: 04281-950431.

Sonderkonditionen für die Bestellung der Buchreihe ‚Erneuerbare Energie in der Land(wirt)schaft‘ finden Sie hier.

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Schweiz: Studien über die Aufhebung der Milchkontingentierung

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 11:04

Bern (agrar.de) – Die staatliche Milchkontingentierung der Schweiz wird 2009 durch ein privatrechtliches Mengenmanagement abgelöst. Über die Auswirkungen dieses Parlamentsentscheides und eine mögliche Umlagerung der Milchpreisstützung gibt eine Synthese Auskunft, welche die Ergebnisse von vier Teilstudien zusammenfasst.

In der Folgestudie ‚Effekte einer Aufhebung der Milchkontingentierung und einer Umlagerung der Milchpreisstützung‘ sind die Auswirkungen auf das Tal- und Berggebiet sowie den Gesamtsektor eingehend untersucht worden. Das Projekt besteht aus folgenden vier Teilstudien: Betriebswirtschaftliche Analyse der Umlagerung der Stützung vom Produkt zu Produktionsfaktoren im Milchsektor (Modell Talgebiet); Strategien für Bergbetriebe im Hinblick auf künftige Rahmenbedingungen für den Milchsektor (Umfrage Berggebiet); Strukturelle Auswirkungen auf das Berggebiet (Modell Berggebiet); Auswirkungen auf den Gesamtsektor (SILAS-Modell).

Die Teilstudien sind im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) vom Institut für Agrarwirtschaft der ETH Zürich und der Eidgenössischen Forschungsanstalt Tänikon (FAT) erstellt worden. Sie wurden während ihrer Entstehung in einer Begleitgruppe mit Vertretern des BLW und der Branche (Bauernverband SBV, Milchproduzenten SMP) laufend diskutiert.

Die vier wissenschaftlichen Teilstudien bieten eine Fülle von Ergebnissen. Die Hauptresultate wurden in einem Synthesebericht zusammengefasst und zur erleichterten Interpretation einander gegenüber gestellt. Der Synthesebericht kann beim Bundesamt für Landwirtschaft (Tel. 031-3222582, E-NMail bezogen oder online auf den Seiten des (BLW), Rubrik Dokumentation zur AP2007, Stichwort Publikationen, eingesehen werden.

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Europäische Naturschutz-Rüge für Deutschland

Themen: Archiv — info @ 10:04

Brüssel/Berlin (agrar.de) – Die EU-Kommission hat Deutschland formell aufgefordert, die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2001 zu erfüllen: Deutschland sollte eine komplette Liste der Orte erstellen, die als gefährdete Lebensräume im ökologischen Sinne gelten. Ebenfalls sollten gefährdete Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten auf dieser Liste genannt werden.

Die Forderungen der EU-Kommission zeigen, dass der Schutz von bedrohten Arten und Orten noch immer eine Herausforderung für die EU ist. Umweltkommissarin Margot Wallström erklärte dazu: ‚Die Mitgliedstaaten haben sich damit einverstanden erklärt, den Verlust der Artenvielfalt bis zum Jahr 2010 aufzuhalten. Die Kommission ist entschlossen, die für dieses Ziel notwendigen EU-Gesetze aufrecht zu erhalten.‘

Miller: Kein FFH-Zwangsgeld der EU

Der bayerische Umweltminister Schnappauf betonte, dass sich Bund und Länder mit der EU auf einen FFH-Nachmeldezeitplan verständigt haben. Das jetzt eigeleitete formelle Mahnverfahren führe nicht zu Zahlungsverpflichtungen, Presseberichte über einen alleinigen bayerischen FFH-Verstoß seinen grob falsch.

Laut Schnappauf haben alle deutschen Länder noch FFH-Gebiete an die EU nachzumelden. Dies entspreche einer praxisorientierten Vorgehensweise, weil erst nach der europäischen Gesamtansicht beurteilt werden konnte, wo noch Lücken im Netz Natura 2000 der EU zu schließen sind. Die ergänzende Meldung soll nach der Vereinbarung mit der EU bis Mitte 2004 erfolgen. Auch wenn ein Mahnverfahren von der EU formal eingeleitet wird, erwartet Bayern aufgrund der zugesagten FFH-Nachmeldung de facto keine Zahlungsverpflichtung.

Bayern hatte über Berlin nach Brüssel insgesamt 550.000 Hektar FFH- und Vogelschutzgebietsflächen gemeldet, das entspricht rund 8 Prozent der Landesfläche. Jetzt hat Brüssel dezidiert offengelegt, welche Naturräume für das europäische Netz Natura 2000 noch notwendig sind. Bayern ist nach Beschluss des Bayerischen Ministerrat bereit, hier konstruktiv mitzuarbeiten. Nach den Worten Schnappaufs erfolgen jetzt ergänzende naturschutzfachliche Erhebungen. Danach wird Bayern den bewährten Weg der Bürgerbeteiligung über ein Dialogverfahren für die FFH-Nachmeldung gehen.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Eier aus Freilandhaltung

Themen: Archiv — info @ 09:04

Schwerin (agrar.de) – In den 32 Landwirtschaftsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen wurden nach Informationen des Statistischen Landesamtes im Jahr 2002 zusammen über 423 Millionen Eier produziert. Das ist im Vergleich zum Jahr 2001 eine Zunahme um 5 Prozent. Der Anteil der Legehennenplätze in der Freilandhaltung vergrößerte sich auf 31 Prozent (2001: 28 Prozent).

Im Jahr 2002 gab es in Mecklenburg-Vorpommern 32 Betriebe mit jeweils mehr als 3.000 Legehennenplätzen. In diesen Betrieben wurden zusammen fast 1,5 Millionen Legehennen gehalten und insgesamt 423 Millionen Eier erzeugt. Das ist seit 1993 die größte produzierte Anzahl an Hühnereiern. Statistisch gesehen hat jede Henne durchschnittlich 23,5 Eier im Monat bzw. 282 Eier im Jahr gelegt. Dagegen waren es im Jahr davor 22,6 Eier im Monat bzw. 271 Eier im Jahr. Das entspricht in etwa der Legeleistung des Jahres 2000.

Unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl Mecklenburg-Vorpommerns von etwa 1,75 Millionen Einwohnern sind pro Kopf ungefähr 240 Eier produziert worden. Da sich der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland im Jahr 2002 auf 223 Eier belief, ist somit eine Eigenversorgung des Landes gewährleistet. Dagegen lag der Selbstversorgungsgrad im Jahr 2001 im Bundesdurchschnitt bei 75 Prozent.

Im Jahr 2002 setzte sich die Hinwendung zu tiergerechten Haltungssystemen fort. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen ist dies auch auf eine verstärkte Nachfrage nach den dort erzeugten Hühnereiern zurückzuführen. Von den etwa 1,9 Millionen Hennenhaltungsplätzen entfielen 31 Prozent auf die Freilandhaltung (2001: 28 Prozent). Gab es im Jahr 2001 noch 524.000 Freilandhaltungsplätze, so waren es im Folgejahr schon nahezu 580.000 Plätze. Das entspricht einer Zunahme um 11 Prozent. Die Zahl der Plätze mit Bodenhaltung hat sich von 26 Prozent im Jahr 2001 geringfügig auf 27 Prozent erhöht. 42 Prozent der Haltungsplätze waren noch der Käfighaltung zuzuordnen.

Die Auslastung aller vorhandenen Haltungsplätze lag im Jahr 2002 bei 79 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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