09. April 2003

Verbraucherpreise im März 2003: + 1,2 Prozent zum Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 11:04

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt auf Grund endgültiger Berechnungen mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im März 2003 gegenüber März 2002 um 1,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2003 erhöhte sich der Index um 0,1 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate wurde wesentlich durch die Preisentwicklung bei Mineralölerzeugnissen beeinflusst. Die Preise für leichtes Heizöl lagen im März 2003 mit + 27,3 Prozent deutlich über dem Stand vom Vorjahr (zum Vormonat: + 6,1 Prozent). Die Kraftstoffpreise stiegen binnen Jahresfrist um 10,7 Prozent, im Monatsvergleich um 0,2 Prozent. Besonders stark verteuerte sich im März Dieselkraftstoff (im Vergleich zum Vorjahr: + 15,9 Prozent, zum Vormonat: + 4,0 Prozent). Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte sich der Index im März um 0,7 Prozent erhöht.

Weiterhin verbraucherfreundlich verläuft die Preisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr bei Nahrungsmitteln: Nach einem Rückgang um 3,1 Prozent bzw. 1,9 Prozent im Januar und Februar gingen die Preise für Nahrungsmittel im März 2003 um 1,3 Prozent zurück. Verbilligt haben sich im März 2003 insbesondere Obst (– 5,2 Prozent) und Gemüse (– 6,3 Prozent). Diese Entwicklung ist auf das hohe Preisniveau bei saisonabhängigen Nahrungsmitteln vor einem Jahr zurückzuführen. Dagegen verteuerten sich Fische und Fischwaren (+ 2,3 Prozent) sowie Zucker und Süßwaren (+ 4,6 Prozent). Im Vergleich zum Februar stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 0,4 Prozent (darunter Gemüse: + 4,1 Prozent).

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Reformvorschläge zur EU-Agrarpolitik müssen noch modifiziert werden

Themen: Archiv — info @ 11:04

Berlin (agrar.de) – Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen), hält eine Verabschiedung der von der EU-Kommission im Januar 2003 im Zuge der Agenda 2000-‚Halbzeitbilanz‘ vorgelegten Reformvorschläge für die gemeinsame Agrarpolitik bis zum Ende der griechischen Ratspräsidentschaft im Juni 2003 für möglich. Darauf wies die Ministerin anläßlich der Beratung von Anträgen der Koalitionsfraktionen, der CDU/CSU und der FDP zu den von EU-Agrarkommissar Franz Fischler vorgelegten Vorschlägen hin. Das meldet der Pressedienst des Bundestages.

Die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik sei notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft dauerhaft zu erhalten und zu verbessern, so Künast. Bei der Tagung des Agrar- und Fischereibeirats zu Beginn dieser Woche in Brüssel hätten die Mitgliedstaaten eine Reihe von Änderungen bei der geplanten Reform angemahnt.

Die von der EU-Kommission vorgeschlagene vollständige Entkoppelung der Beihilfen von der Produktion und die Einführung einer Betriebsprämie wird den Angaben der Ministerin zufolge von der Mehrzahl der Mitgliedstaaten so nicht mitgetragen. Deutschland trete für eine schrittweise, an der Fläche orientierte Einführung der Entkoppelung in einem Zeitraum von fünf Jahren ein. Derzeit würden verschiedene Modelle durchgerechnet, die auch die Interessen der Grünlandstandorte angemessen berücksichtigen.

Mit der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Einführung einer obligatorischen Modulationsregelung zur Finanzierung der Mittelumschichtung zugunsten der zweiten Säule der gemeinsamen Agrarpolitik ab 2007 müsse bereits vorher begonnen.

Zudem müsse der Einstiegsansatz von einem Prozent erhöht werden, da ansonsten insbesondere in kleinen Mitgliedstaaten der Verwaltungsaufwand den Nutzen für die ländlichen Räume übersteige, so die Ministerin weiter. Darüber hinaus machte Künast deutlich, dass die vorgesehenen Modulationsmittel in dem Mitgliedstaat verbleiben müssten, in dem sie aufgebracht werden.

Hinsichtlich des von der EU-Kommission vorgeschlagenen verpflichtenden Beratungssystems für Erzeuger, die mehr als 15 000 Euro in Form von Direktzahlungen erhalten oder einen Umsatz von mehr als 100 000 Euro im Jahr verzeichnen, plädierte die Verbraucherschutzministerin für ein zweistufiges System, das zunächst eine freiwillige Beratungsmöglichkeit vorsehen und erst nach Prüfung in eine verpflichtende Regelung überführt werden solle.

In der Diskussion kritisierte die Union, dass die Reformvorschläge der EU-Kommission zu erheblichen Einkommenseinbußen in der Landwirtschaft, insbesondere im Bereich der Milchwirtschaft, führen und einen drastisch erhöhten Verwaltungsaufwand bei der Erfüllung der umfassenden Vorschriften von Umwelt-, Tierschutz-, Lebensmittelsicherheits- und Bewirtschaftungsstandards nach sich ziehen würden.

Es sei daher ein Fehler gewesen, dass die Ministerin die Vorschläge von EU-Agrarkommissar Fischler grundsätzlich begrüßt habe und nun versuchen müsse, zahlreiche Änderungen durchzusetzen. Die Liberalen befürworteten, die Entkoppelung stärker an der Fläche zu orientieren – wie von der Ministerin vorgeschlagen -, lehnten aber im übrigen das verpflichtende Beratungssystem strikt ab.

Die Koalitionsfraktionen begrüßten bei aller im Detail notwendigen Kritik die Vorschläge der EU-Kommission grundsätzlich, da sie auch für die begonnenen Verhandlungen über die Liberalisierung des Agrarhandels in der Welthandelsorganisation neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffneten. Der Ausschuss nahm den Antrag der Koalition (15/462) zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik gegen die Stimmen der Opposition an. Die Anträge von CDU/CSU (15/422) und FDP (15/435) wurden dagegen abgelehnt.

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Keine Reinigungsgebühren für Landwirtschaftsflächen im Ort

Themen: Archiv — info @ 11:04

Münster (agrar.de) – Landwirte brauchen für landwirtschaftlich genutzte Flächen innerhalb geschlossener Ortslagen keine Straßenreinigungsgebühren zu bezahlen. Wie die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mitteilt, geht das aus einem höchstrichterlichen Urteil hervor, das jetzt das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in Münster entschieden hat. Das Gericht hat die Revision nicht zugelassen. (OVG NRW v. 26.2.2003, Az. 9 A 2355/00)

Der Landwirt besitzt ein 8,6 Hektar großes Grundstück innerhalb einer geschlossenen Ortschaft, auf dem sich auch seine landwirtschaftliche Hofstelle befindet. Für die Straßen, die an dieses Grundstück grenzen, sollte der Landwirt Gebühren für die Reinigung der Fahrbahnen an die Stadt zahlen. Hiergegen hatte der Landwirt Klage erhoben, die vom Verwaltungsgericht Düsseldorf abgewiesen wurde. Dagegen hat er Berufung eingelegt, die jetzt mit der Entscheidung vor dem OVG Erfolg hatte.

Dem Grundstück des Landwirts, das innerhalb der Ortslage liegt, fehlt es an dem Erschlossensein durch die gereinigten Straßen, soweit es landwirtschaftlich genutzt wird. Denn die Erschließung liegt nur dann vor, wenn eine innerhalb der Ortslage übliche und wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsmöglichkeit besteht. Diese Nutzungsmöglichkeit haben die Richter für die landwirtschaftlichen Flächen aber verneint. Eine landwirtschaftlich genutzte Fläche hat durch die Reinigung der sie umgebenden Straßen keinen insoweit vermittelten Sondervorteil. Durch eine Straßenreinigung verbessert sich nicht die Bewirtschaftungsmöglichkeit dieser Fläche, zumal sie üblicherweise dem Außenbereich zuzuordnen ist, während innerhalb des Ortes Grundstücke im wesentlichen durch eine intensive Bebauung oder Gewerbe geprägt sind.

Auch bei einer über das übliche Maß hinaus verunreinigten Straße, wie beispielsweise bei einer Verschmutzung durch Ackerfahrzeuge oder Viehtrieb, entstehen keine Vorteile durch die Straßenreinigung, da der Verursacher die Verunreinigung sowieso unverzüglich beseitigen muss und nicht auf die übliche Straßenreinigung warten kann.

Hingegen muss der Landwirt für seine Hofstelle Straßenreinigungsgebühren zahlen. Das Gericht stellt dazu ferner fest, dass die Hofstelle insoweit erschlossen ist, weil sie einerseits über einen Weg von der Straße aus erreicht werden kann und andererseits durch die gereinigte Straße in ortsüblicher Weise genutzt werden kann.

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Großhandelspreise im März 2003 um 1,3 Prozent zum Vorjahr gestiegen

Themen: Archiv — info @ 10:04

Wiesbaden (agrar.de) – Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im März 2003 um 1,3 Prozent über dem Niveau von März 2002. Im Februar und im Januar 2003 hatten die Jahresveränderungsraten + 1,6 Prozent bzw. + 1,2 Prozent betragen. Der Gesamtindex ohne Mineralölerzeugnisse sank im März 2003 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent.

Zum Februar 2003 stieg der Großhandelspreisindex wie schon im Vormonat um 0,6 Prozent. Ohne Mineralölerzeugnisse veränderte sich der Großhandelspreisindex gegenüber Februar 2003 nicht. Binnen Monatsfrist stiegen vor allem die Preise für leichtes Heizöl (+ 10,3 Prozent), Dieselkraftstoff (+ 6,3 Prozent), Tomaten (+ 5,7 Prozent) und Bananen (+ 4,2 Prozent). Dagegen verbilligten sich Rohkaffee (– 5,3 Prozent) und Kartoffeln (– 4,9 Prozent).

Starke Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gab es im März 2003 u.a. bei Mineralölerzeugnissen (+ 15,0 Prozent), darunter insbesondere bei leichtem Heizöl (+ 27,1 Prozent) und Dieselkraftstoff (+ 17,2 >Prozent) sowie bei lebenden Rindern (+ 7,9 Prozent). Dagegen waren u.a. Tomaten (– 42,8 Prozent), Kartoffeln (– 20,9 Prozent), Rohkaffee (– 19,2 Prozent), lebende Schweine (– 19,1 Prozent), Geflügelfleisch (– 12,9 Prozent), Schweinefleisch (– 12,8 Prozent), Bananen (– 9,1 Prozent) und Äpfel (– 8,3 Prozent) billiger als vor einem Jahr.

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08. April 2003

Sachsen-Anhalt: Kabinett gibt Naturschutzgesetz-Entwurf für Anhörung frei

Themen: Archiv — info @ 15:04

Magdeburg (agrar.de) – Als eines der ersten Bundesländer wird Sachsen-Anhalt sämtliche europa- und bundesrechtlichen Vorgaben zum Naturschutzgesetz in Landesrecht umsetzen. Der vorliegende Entwurf ist vorbildlich in Entbürokratisierung, Deregulierung und Flexibilisierung und trägt darüber hinaus dazu bei, Investitionshemmnisse abzubauen, so das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium.

Ministerin Petra Wernicke betonte im Anschluss an die heute Kabinettssitzung: ‚In den vergangenen Jahren ist bei manchem Bürger der Eindruck entstanden, dass der Naturschutz gegen die Bürger gerichtet ist. Wir setzten auf kooperativen Naturschutz, der von den Menschen akzeptiert wird.‘

Daher werde vertraglichen Vereinbarungen mit Landnutzern zum Schutz der Natur Vorrang eingeräumt. Insbesondere bei dem vom Bund geforderten Biotopverbund sollen die bereits gesetzlich geschützten Kernflächen durch vertraglich genutzte Korridore verbunden werden. Neue Schutzkategorien werde es für diese ‚grünen Bänder‘ nicht geben. Der Biotopverbund umfasst gemäß Bundesnaturschutzgesetz ca. zehn Prozent der Landesfläche.

Der Entwurf der Novelle geht jetzt in die Anhörung und wird anschließend noch einmal im Kabinett beraten, bevor er in den Landtag geht.

Wesentliche Neuregelungen:

Flexibilisierung Kompensationsmaßnahmen bei Baumaßnahmen (= Eingriffe in die Natur) Es besteht für Investoren kein Druck mehr, naturschutzfachlich fragliche Ausgleichsmaßnahmen an Ort und Stelle durchzuführen, sondern dies wird künftig auch in gewisser Entfernung (aber in der Region) möglich sein.

Bildung von Ökokonten Beispiel: Gemeinden, die in absehbarer Zeit Baumaßnahmen vorhaben (=Eingriff in die Natur) können in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden Naturschutzmaßnahmen durchführen, die später als Kompensation anerkannt werden.

Naturschutzbeiräte Diese waren bislang zwingend bei allen Naturschutzbehörden (Landkreise, Regierungspräsidien, Ministerium) vorgeschrieben. Künftig können sie gebildet werden. Das MLU wird den Naturschutzbeirat weiter führen, da er wertvolle Arbeit leistet.

Naturschutzbeauftragte und -helfer Die fachlich wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen kann auch ohne Verfahrensvorschriften geleistet werden, deshalb wird künftig auf gesetzliche Regelungen verzichtet.

Verwaltungsvereinfachung, Entbürokratisierung Genehmigungsfiktion Wenn eine Behörde trotz vorliegender Antragsunterlagen nicht binnen zwei Monaten über einen Eingriff in die Natur entscheidet, gilt die Genehmigung als erteilt.

Vorschriften für die interne Arbeit der Verwaltung wurden möglichst weggelassen. Diese müssen nicht in ein Gesetz. Beispiel: Verzicht auf Genehmigungsvorbehalt und Ersatz durch Anzeigepflicht bei Änderungen von Natur- oder Landschaftsschutzgebieten.

Verzicht auf naturschutzrechtliche Genehmigung von Tiergehegen Diese Aspekte werden bereits durch die Tierschutzbehörden im Verfahren berücksichtigt.

Zum Hintergrund: Mit der Novelle sollen in Landesrecht umgesetzt werden: EU: Zoo-Richtlinie und Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie Bundesrecht: Bundesnaturschutzgesetz

Naturschutzgebiete: Sachsen-Anhalt hat ca. 53.000 ha als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Im Ausweisungsverfahren befinden sich noch ca. 8.500 ha. Für die Ausweisung sind die Regierungspräsidien zuständig. Als Naturschutzgebiete sollen nur Flächen ausgewählt werden, deren Schutz anderweitig nicht zu sichern ist. So soll bei den fast 200.000 ha FFH- und Vogelschutzgebieten so weit wie möglich von der Sicherung durch vertragliche Vereinbarungen oder Förderprogramme mit EU-Kofinanzierung Gebrauch gemacht werden.

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Ostendorff: Milch-Gipfel brachte große Übereinstimmung

Themen: Archiv — info @ 15:04

Milchwirtschaft und Politik einigten sich auf gemeinsame Positionen

Berlin (agrar.de) – Repräsentanten von Milchbauern, Molkereien, Verbänden, Wissenschaft und Politik kamen am gestrigen Montag in Berlin zu einem Milchgipfel zusammen, um über die angespannte Lage der Milcherzeuger und Molkereien sowie über die Brüsseler Vorschläge zur Reform der europäischen Milchmarktpolitik zu beraten. Zum Milchgipfel eingeladen hatte der Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Als zentrales Problem und wesentliche Ursache der drastisch gefallenen Auszahlungspreise für die Milchviehbetriebe wurde übereinstimmend das starke Überangebot an Milch in Europa benannt. In der EU wird rund 15 Prozent mehr Milch erzeugt, als auf dem Markt ohne staatliche Absatzförderung verkauft werden kann. Diese Menge setzt die Milchmärkte unter Druck. Auch Spezialmärkte wie für Biomilch seien davon betroffen, wie die Vertreter der Biomilchwirtschaft erläuterten.

Vor diesem Hintergrund warnten die 30 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter eindringlich davor, die europäische Milchquote noch weiter auszudehnen, wie es die Europäische Kommission aktuell vorschlägt. ‚Diese Mengenausdehnung lehnen wir ab‘, fasste Gastgeber Friedrich Ostendorff zusammen. Auch der Vorschlag der EU-Kommission, die Preise für Interventionsbutter und Magermilchpulver um im Schnitt 30 Prozent zu senken, wurde abgelehnt. Beides zusammen entziehe der Milcherzeugung in Deutschland die wirtschaftliche Basis. ‚Dreh- und Angelpunkt ist für uns, die Menge nicht auszudehnen‘, so Ostendorff.

Daneben stellte der Milchgipfel die hohe Qualität der Milch als gesundes Lebensmittel und als ökonomische Grundlage vieler Landschaften heraus. Hohe Milchqualität und schöne Landschaften seien zu Billigstpreisen nicht zu haben, betonten die Teilnehmer/-innen des Gipfels übereinstimmend. Sie appellierten an alle Marktbeteiligten, aber auch an Verbraucherinnen und Verbraucher, sich den Zusammenhang von Preis und Qualität bewusst zu machen und auf Dumping-Angebote zu verzichten.

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Jeggle: Kommissionsvorschläge zur Reform des EU-Milchquotensystems müssen nachgebessert werden

Themen: Archiv — info @ 14:04

Brüssel (agrar.de) – Als zuständige Berichterstatterin für das Europäische Parlament hat die CDU-Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle jetzt ihren Bericht über die legislativen Vorschläge der EU-Kommission zur neuen Milchmarktordnung im Rahmen der Halbzeitbewertung der Agenda 2000 vorgelegt. In ihrem Bericht weicht die EVP-Agrarpolitikerin aus Baden-Württemberg deutlich von den Vorschlägen der EU-Kommission ab. Zwar umfassen diese ebenfalls eine Verlängerung des Milchquotensystems bis 2015, dies jedoch in Verbindung mit weiteren Maßnahmen, die nach Ansicht von Elisabeth Jeggle den Effekt des Systems faktisch aushöhlen würden.

‚Wer, wie es die Kommission vorschlägt, den Interventionspreis weiter senkt und gleichzeitig durch eine weitere Aufstockung der Quote zusätzlichen Preisdruck auf den Markt bringt, der kann die Quote gleich abschaffen‘, so Elisabeth Jeggle. Nach Ansicht der CDU-Europaabgeordneten ist die Milchmarktordnung aber eine der wenigen Gemeinsamen Marktorganisationen (GMO), die mit vergleichsweise niedrigem finanziellen Aufwand einen stabilen Markt mit guten Erzeuger- und Verbraucherpreisen geschaffen haben. Die im Rahmen der Agenda 2000 in Berlin beschlossenen Preissenkungen um durchschnittlich 15 Prozent und gleichzeitige Quotenerhöhungen sind nach Ansicht von Elisabeth Jeggle jedoch auch mit Blick auf die laufenden WTO-Verhandlungen ausreichend. ‚Nach all meinen Vorgesprächen mit Kollegen, Vertretern von Institutionen, Verbänden und nicht zuletzt und vor allem mit den Landwirten selbst, bin ich sehr zuversichtlich, daß mein Bericht auf breite Zustimmung trifft‘, erklärte Elisabeth Jeggle.

Große Erwartungen hat die süddeutsche Europapolitikern dabei gegenüber Bundesministerin Renate Künast, die zusammen mit ihren Agrarministerkollegen letztendlich über die Reformvorschläge entscheiden wird. ‚Einmal mehr wird sich zeigen, ob Frau Künast auf europäischer Ebene die berechtigten Interessen der deutschen Landwirte tatsächlich durchsetzen kann und will, oder ob es wie so oft nur bei Absichtserklärungen bleibt‘, betonte Elisabeth Jeggle. ‚Milchproduktion muß auch in benachteiligten Gebieten und absoluten Grünlandstandorten wirtschaftlich weiterhin möglich sein. Dazu möchte mein Bericht beitragen. Eigentlich sollte Frau Künast da mitgehen können‘.

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Qualitätswein aus Sachsen-Anhalt – Rotweinanteil nimmt zu

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,Statistik,Wein — info @ 14:04

Halle (agrar.de) – Im Jahr 2002 wurden rd. 38.200 Hektoliter (hl) Weinmost in Sachsen-Anhalt geerntet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Weinmosternte um fast ein Viertel höher ausgefallen als im ertragsschwachen Vorjahr. Mit 61,8 hl je Hektar wurde der dritthöchste Durchschnittsertrag (1999 = 77,8 hl/ha; 2000 = 70,0 hl/ha) der letzten 9 Jahre erreicht.

Von der gesamten Weinmosternte 2002 waren 90 Prozent zur Herstellung von Qualitätswein und 9 Prozent von Qualitätswein mit Prädikat geeignet. Dabei war die Menge von 3.600 hl Weinmost, der zu Qualitätswein mit Prädikat ausgebaut werden kann, absolut wie auch anteilsmäßig geringer als in den drei vorangegangenen Jahren.

Obwohl nach wie vor in Sachsen-Anhalt überwiegend Weißwein erzeugt wird, ist weiterhin eine erhöhte Nachfrage nach Rotwein zu verzeichnen. Dies spiegelt der 2002 erreichte Anteil der Rotmosternte von 25 Prozent gegenüber einem Anteil von 14 Prozent im Jahre 1994 wider.

Dominierende Rebsorten sind bei den Weißmosten Müller-Thurgau (28 Prozent) gefolgt von Weißburgunder (15 Prozent) und bei den Rotmosten die Sorten Portugieser (38 Prozent) und Dornfelder (29 Prozent).

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Mecklenburg-Vorpommern: Potenziale regenerativer Energien längst nicht ausgeschöpft

Themen: Archiv — info @ 14:04

Hannover/Schwerin (agrar.de) – ‚Die in Mecklenburg-Vorpommern vorhandenen Potenziale an regenerativen Energien reichen aus, um das gesamte Land umweltschonend mit Energie zu versorgen. Und die verfügbaren Potenziale gehen über den Eigenbedarf noch weit hinaus‘, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute auf der Hannover-Messe. Im Rahmen eines Workshops am Gemeinschaftsstand der Umwelttechnologiefirmen aus Mecklenburg-Vorpommern referierte er über die Potenziale an erneuerbaren Energien.

‚Bei der Windkraft an Land verfügen wir über ein technisches Stromerzeugungspotenzial von jährlich knapp 3 Milliarden Kilowattstunden (KWh). Davon genutzt wurden im Jahr 2001 etwa 23 Prozent. Die jährlichen Potenziale an fester Biomasse von 382 Millionen Kilowattstunden und an Wasserkraft von 18 Millionen KWh wurden bisher zu 35 Prozent ausgeschöpft. Die größten Reserven gibt es bei der Nutzung der Windkraft auf See und der Photovoltaik, die bisher noch gar nicht (Offshore – Windkraft) bzw. nur zu 0,02 Prozent genutzt werden. Angesichts dieser noch ungenutzten Möglichkeiten gehe ich davon aus, dass im Jahr 2010 rund 50 Prozent des Strombedarfs in Mecklenburg-Vorpommern aus regenerativen Energien erzeugt werden können. Im Jahr 2002 betrug der Anteil an der Nettostromerzeugung rund 20 Prozent.“

Große Fortschritte, so Umweltminister Methling, seien bei der Gewinnung und Nutzung von Pflanzenöl erreicht worden. Winterraps zur Pflanzenölnutzung wurde im Jahr 2001 auf rund 207.000 Hektar angebaut. ‚Leider ist es aber noch immer so, dass nur ein geringer Anteil in Mecklenburg-Vorpommern verarbeitet wird. Hier haben wir Nachholbedarf. Die erste Anlage, die Rapsöl zu Biodiesel verarbeitet, ist im Bau und ich hoffe, dass es nicht die Einzige bleiben wird.‘

Gewachsen sei der Zuspruch in der Bevölkerung bei der Nutzung von Biodiesel im Verkehrsbereich. Gegenwärtig werde an 36 Tankstellen in Mecklenburg-Vorpommern Biodiesel angeboten, ca. 6.000 Tonnen wurden im Jahr 2001 verbraucht, so Minister Methling.

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Weniger Lederbekleidung, mehr Pelzmode im Jahr 2002 importiert

Themen: Archiv — info @ 14:04

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mit Blick auf die am 10. April beginnende internationale Fachmesse für Pelz- und Ledermode ‚FUR & FASHION‚ in Frankfurt am Main mitteilt, wurde im Jahr 2002 Lederbekleidung für insgesamt 510,4 Mill. Euro nach Deutschland importiert. Gegenüber dem Vorjahr (593,2 Mill. Euro) sank die Einfuhr damit um rund 14 Prozent.

Wichtigster Lieferant war China mit Waren im Wert von 171 Mill. Euro, gefolgt von der Türkei (105,8 Mill. Euro) und Indien (93,3 Mill. Euro). Die Plätze 4 und 5 belegten Pakistan mit 35,8 Mill. Euro und Italien mit 28,5 Mill. Euro. Auf die genannten Ländern entfielen gut 85 Prozent der Gesamteinfuhren von Lederbekleidung.

Die Einfuhr von Pelzmode stieg im Jahr 2002 um 17,3 Prozent auf 69,6 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr (59,3 Mill. Euro). Die wichtigsten Lieferländer waren Griechenland mit 16,7 Mill. Euro, die Türkei (9,9 Mill. Euro) sowie Hongkong (7,4 Mill. Euro) und China (7,1 Mill. Euro).

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