11. April 2003

Höfken: Genveränderter Weizen stellt neue Gefahr für gentechnikfreien Anbau dar

Themen: Archiv — info @ 12:04

Berlin (agrar.de) – Zu der Genehmigung des Robert Koch-Instituts für den erstmaligen Anbau von genverändertem Weizen in Deutschland erklärt Ulrike Höfken, agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Die Genehmigung für Freisetzungsversuche mit genverändertem Weizen im thüringischen Friemar ist eine sehr bedenkliche Entwicklung in der Agrarforschung. Da nun erstmals die am häufigsten angebaute Kulturpflanze in Deutschland betroffen ist, erwarten wir, dass die Behörden in Thüringen durch entsprechende Auflagen die maximale Sicherheit gewährleisten.

Im Fall von Weizen gibt es – zusätzlich zu den bereits bekannten Aspekten bei der Risikobetrachtung – neue Gesichtspunkte, die beachtet werden müssen. Weizen ist eine der wichtigsten Kulturpflanzen in Deutschland. Er wird sehr häufig angebaut, sowohl im konventionellen als auch im biologischen Anbau. Weizen ist zwar eine selbstbestäubende Pflanze, aber durch Windbestäubung kommt es nach wissenschaftlichen Untersuchungen trotzdem zu einer Auskreuzungsrate von bis zu neun Prozent. Somit ist die Gentechnikfreiheit im weiteren Umfeld der Anbauflächen gefährdet. Versuche im Freiland sind der erste Schritt zum kommerziellen Anbau. Im Gegensatz zu den bisherigen Gen-Gewächsen wie Soja und Mais würde der Weizen nicht überwiegend in Tierfutter, sondern hauptsächlich in die Nahrung gelangen.

Dieser genveränderte Weizen soll nach Angaben des Schweizer Saatgut-Herstellers Syngenta, einem Pilzbefall widerstehen. Es geht aus den zugänglichen Informationen zum Antrag jedoch nicht hervor, welches spezifische Gen in die Pflanze eingebaut worden ist und aus welchem Organismus es stammt. Es ist besonders bedauerlich, dass gerade in diesem Fall nicht die notwendige Transparenz gewährleistet ist.

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Goldmann: Rot-Grün droht, Ausweitung der Arbeitserlaubnis für Saisonarbeitskräfte zu verhindern

Themen: Archiv — info @ 11:04

Berlin (agrar.de) – Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Goldmann erklärt zu den heutigen Beratungen zum FDP Antrag zur Ausweitung der Arbeitserlaubnis für Saisonarbeitskräfte:

‚SPD und Grüne haben heute mit ihrer Stimmenmehrheit den FDP-Antrag ‚Arbeitserlaubnis für ausländische Saisonarbeitskräfte auf sechs Monate ausweiten‘ im federführenden Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit sowie den mitberatenden Ausschüssen des Deutschen Bundestages abgelehnt.

Ziel der FDP-Initiative ist es, dass ausländischen Saisonarbeitskräften im in der Obst- und Gemüseverarbeitung, in der Land- und Forstwirtschaft und im Hotel- und Gastgewerbe zukünftig unbürokratisch eine Arbeitserlaubnis für eine Beschäftigung in Deutschland bis zu insgesamt sechs Monaten erteilt werden kann. Denn trotz rund 4,7 Millionen arbeitslos gemeldeter Menschen in Deutschland finden vor allem die Landwirtschaft und die Tourismusbranche nicht die notwendigen Arbeitskräfte. Dieser Zustand ist insbesondere für das nordwestliche Niedersachsen nicht länger tragbar. Die Spargelsaison steht vor der Tür und im Gartenbau ist Hochbetrieb. Der Arbeitskräftebedarf kann nur mit ausländischen Saisonarbeitskräften gedeckt werden.

Es ist absolut unverständlich, dass die Regierungsfraktionen sich wider besseres Wissen verweigern. Denn solange ein Zuwanderungsgesetz fehlt, muss auf andere Weise versucht werden, den betroffenen Branchen auf möglichst unbürokratische Weise zu helfen.

Die Hoffnung, dass Rot-Grün in der abschließenden Plenarberatung des FDP-Antrags am Freitag im Bundestag eine Kehrtwende vollzieht, ist leider verschwindend gering. Ich bin gespannt, wie Rot-Grün ihre Ablehnung den Menschen in den auf ausländische Saisonarbeitskräfte angewiesenen Branchen erklären will!‘

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Keppelhoff-Wiechert: Saatgutrichtlinie soll einheitlichen Rechtsrahmen schaffen

Themen: Archiv — info @ 11:04

Brüssel (agrar.de) – Die CDU-Europaabgeordnete Hedwig Keppelhoff-Wiechert hat vor dem Plenum des Europäischen Parlaments den Vorschlag der EU-Kommission begrüßt, die bisher bestehenden zehn Richtlinien über die gemeinschaftlichen Vergleichsprüfungen im Hinblick auf das Inverkehrbringen von Saatgutsorten zu straffen. So würden bereits seit 25 Jahren auf der Grundlage einschlägiger Rechtsvorschriften Vergleichsprüfungen von Ackerkulturen wie Getreide, Kartoffeln, Trockenfutter sowie Öl- und Faserpflanzen durchgeführt, wobei deren Umfang in letzter Zeit noch erheblich zugenommen habe.

Das System nachträglicher Kontrollen gelte als wichtiges Instrument zur Harmonisierung der Vermarktungsbedingungen in den EU-Mitgliedstaaten. ‚Die Vergleichsprüfungen dürfen aber nicht auf die bisher zertifizierten Saatgut- und Pflanzensorten beschränkt bleiben, die bisher im Gemeinsamen Sortenkatalog aufgeführt sind. Saatgut, daß für die Nutzung im ökologischen Landbau bestimmt ist, muß spezifisch überprüft werden‘, sagte Hedwig Keppelhoff-Wiechert in Straßburg. Beim vorliegenden Richtlinienentwurf sei jedoch nicht allein der ökologische Landbau zu beachten, sondern auch der konventionelle. Zusätzlich sollte im eigenen Betrieb gewonnenes Saatgut ebenso wie die sogenannten Hobbysorten flexibler geregelt werden.

Ferner müsse ein eindeutiger Schwellenwert für Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) im Saatgut nach dem neuesten Erkenntnisstand von Forschung und Wissenschaft anstatt nach ideologischen Gesichtspunkten festgelegt werden. ‚Wenn die Verunreinigungen unterhalb dieses Wertes liegen, muß das Saatgut dennoch in Verkehr gebracht werden dürfen, zumal GVO-Anteile im Saatgut oft zufällig oder technisch bedingt sind‘, wie die CDU-Europaabgeordnete aus dem Münsterland betonte. Mit der neuen Saatgutrichtlinie müsse folglich ein eindeutiger Rechtsrahmen für die gesamte Landwirtschaft geschaffen werden, denn sonst seien negative Folgen für die Bauern im ländlichen Raum zu befürchten.

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Demeter-Trade.Net – eine Rohstoff-Börse für Bio-Dynamisches

Themen: Archiv — info @ 10:04

Darmstadt (agrar.de) – Im Internet gibt es nun die Möglichkeit, biologisch-dynamische Rohstoffe anzubieten und zu suchen. Das Demeter-Trade.Net (DTN) ist eine internationale Börse für Erzeuger, Verarbeiter, Händler und Institutionen. Im Angebot sind ausschließlich Waren, die biologisch-dynamisch erzeugt wurden und das Demeter-Markenzeichen tragen.

Direkter Handel erfolgt nicht im Demeter-Trade.net, hier wird der Kontakt hergestellt zwischen Anbieter und Suchendem. Alle Konditionen zu Preisen, Lieferzeitpunkt und Liefermenge werden zwischen Einkäufer und Verkäufer verhandelt.

Alle aktiven Nutzer des DTN müssen sich registrieren lassen, dann haben sie freien Zugriff auf alle Funktionen im DTN und können ihre jeweiligen Angebote und Gesuche online direkt eingeben.

Besuchern auf den Seiten wird auch vor einer Anmeldung im DTN ein erster Überblick zu Angeboten und Gesuchen ermöglicht. ‚Einkäufer erhalten im Demeter-Trade.Net eine weltweite Marktübersicht und können ein effizientes Beschaffungswesen nutzen. Anbieter bekommen Zugang zu neuen Kunden,‘ lobt Demeter-Geschäftsführer Dr. Peter Schaumberger die Möglichkeiten des neuen digitalen Angebotes.

Bedeutsam ist zudem die Markttransparenz für die Segmente Food und Non-Food: Vom Antipasti bis zum Zucker, von der Baumwolle bis zum Verpackungsmaterial spannt sich der Bogen. Zum Start sind bereits 50 registrierte Anbieter und Suchende dabei. So gibt es bereits Wein, Champagner, Grapefruitsaft, Olivenöl, TK-Johannisbeeren oder getrocknete Mangos sowie indische Teespezialitäten.

Interessenten am DTN können sich unter der Service-Nummer 06421–9710260 beraten lassen.

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Agraraußenhandel 2002 nach vorläufigen Angaben rückläufig

Themen: Archiv — info @ 10:04

Berlin (agrar.de) – Beim deutschen Agraraußenhandel ist für 2002 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bisher ein Rückgang zu verzeichnen, teilt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit. Für das Agrarhandelsdefizit deutet sich zur Zeit eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr an.

Danach gingen die Exporte von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft 2002 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent zurück und erreichten einen Wert von 28,6 Milliarden Euro. Die Importe verringerten sich um 6,5 Prozent auf 40,6 Milliarden Euro. Das deutsche Agrarhandelsdefizit ging damit gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Milliarden Euro zurück auf 11,9 Milliarden Euro.

Zwei Drittel des Agraraußenhandels wurden weiterhin mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) abgewickelt: 72 Prozent der Ausfuhren und 64 Prozent der Einfuhren. Die Ausfuhren in die EU sanken um 7,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro, die Einfuhren um 8,5 Prozent auf 26 Milliarden Euro. Wie im Vorjahr kamen rund 30 Prozent der von Deutschland aus den EU-Staaten bezogenen Agrar- und Ernährungsgüter aus den Niederlanden, 17 Prozent aus Frankreich und 14 Prozent aus Italien. Bei den deutschen Lieferungen in die EU betrugen die entsprechenden Anteile für die Niederlande 21 Prozent und für Italien und Frankreich jeweils 16 Prozent.

Wichtigster EU-Handelspartner blieben damit die Niederlande, wobei die Bezüge von dort um 8,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro und die Lieferungen dorthin um 6,6 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurückgingen. Wichtigste Veränderungen im Agrarhandel mit den EU-Staaten sind bei den Ausfuhren der Anstieg für Irland (+15 Prozent) verursacht unter anderem durch das gestiegene Verkaufsgeschäft von deutschen Discountern in Irland sowie der starke Rückgang für Italien (-17,1 Prozent) auch als Folge abnehmender Milchexporte. Bei den Einfuhren sind die Lieferungen aus Schweden, Finnland, dem Vereinigten Königreich und Portugal besonders deutlich gesunken.

Im Drittlandhandel mit Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft stiegen die Exporte um 0,9 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, während die Importe um 2,7 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zurückgingen. Der Einfuhrüberschuss verringerte sich damit auf 6,7 Milliarden Euro.

Fast zwei Drittel der Drittlandimporte stammten aus Entwicklungsländern (8,8 Milliarden Euro). Allerdings blieben die Importe um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Exporte in die Entwicklungsländer verringerten sich vor allem wegen drastisch gesunkener Zucker- und Getreideexporte (-52,2 bzw. -28,3 Prozent) um 6,3 Prozent auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro.

Weiter zugenommen hat der Agrarhandel mit den mittel- und osteuropäischen Ländern. Sie sind mit einem Anteil von 42 Prozent weiterhin der bedeutendste Absatzmarkt für agrar- und ernährungswirtschaftliche Drittlandexporte. Die Exporte dorthin stiegen um 1,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro. Die Importe wuchsen um 4,6 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner im Drittlandhandel, nach Ländern betrachtet, blieb bei den Ausfuhren Russland (889 Millionen Euro), gefolgt von den USA (884 Millionen Euro) und der Schweiz (736 Millionen Euro). Bei den Einfuhren war Brasilien der wichtigste Handelspartner (1,65 Milliarden Euro). An zweiter Stelle folgten die USA (1,56 Milliarden Euro) und Polen (936 Millionen Euro).

Im Handel mit Russland sanken die Ausfuhren um 8,5 Prozent, die Einfuhren sogar um 18,7 Prozent (auf 185 Millionen Euro). Ursache waren vor allem die deutlichen Exportrückgänge bei Fleisch und Fleischerzeugnissen (-32,1 Prozent), insbesondere bei Rindfleisch (-45,4 Prozent), und bei Milch und Milcherzeugnissen (-5,9 Prozent). Der Rückgang bei den Importen traf alle Produktgruppen ausgenommen Getreide (Weizen).

Der Handel mit den Beitrittsländern nahm weiter zu: Ausfuhren +4,5 Prozent, Einfuhren +8,5 Prozent. Das Handelsbilanzdefizit hat sich mit 220 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Wichtigster Handelspartner unter den Beitrittsländern war ausfuhrseitig Polen (591 Millionen Euro), gefolgt von der Tschechischen Republik (524 Millionen Euro) und Ungarn (203 Millionen Euro). Einfuhrseitig lagen diese drei Länder ebenfalls vorn ( Polen: 936 Millionen Euro, Ungarn: 513 Millionen Euro und Tschechische Republik: 323 Millionen Euro).

Nach Produktgruppen betrachtet, hat sich vor allem der Handel mit Getreide sowohl mengen- als auch wertmäßig verschlechtert. Die Exporte sind um rund 390.000 Tonnen auf 161.000 Tonnen gesunken, während die Importe, vor allem von Weizen von rund 54.000 auf 491.000 Tonnen anstiegen. Die Entwicklung bei Zucker war ähnlich. Der Handel mit Milch und Milcherzeugnissen hat sich dagegen deutlich belebt (Exporte:+23,8 Prozent, Importe: +33,9 Prozent).

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Geflügelpest: Nds. Landwirtschaftsministerium warnt vor Geflügelprodukten aus den Niederlanden

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 10:04

Hannover (agrar.de) – Nachdem aus den Niederlanden Fälle von Geflügelpest im deutsch-holländischen Grenzgebiet gemeldet worden sind, verstärkt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium seine Warnungen.

Geschäftsreisende und Urlauber werden dringend gebeten, keine Geflügelprodukte aus den wegen Geflügelpest gemaßregelten Gebieten im Gelderse Tal und Limburg aus den Niederlanden mitzubringen.

Dieses bezieht sich vor den kommenden Ostertagen gerade auch auf Frischeier oder bemalte Ostereier von Märkten. Es sollten vor allem keine Geflügelhaltungen in den Niederlanden aufgesucht werden.

Weiterhin hat Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann gebeten, verstärkt Kontrollen des landwirtschaftlichen Grenzverkehres durchzuführen, um ein mögliches (verbotenes) Verbringen von unbehandeltem Geflügelmist oder -gülle sowie lebendem Geflügel und Bruteiern zu unterbinden. Trotz der intensiven Maßnahmen der dortigen Behörden mussten in den Niederlanden über 10 Millionen Tiere getötet werden, eine Infektion in niedersächsischen Ställen könnte ähnlich dramatische Ausmaße annehmen.

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Bundesrat bringt Entwurf zur Aufhebung des Modulationsgesetzes ein

Themen: Archiv — info @ 10:04

Berlin (agrar.de) – Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung einen Gesetzentwurf beim Deutschen Bundestag eingebracht, mit dem das Gesetz zur Modulation von Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik aufgehoben werden soll.

Mit dem Modulationsgesetz sollte die Möglichkeit eingeräumt werden, EU-Direktzahlungen an Landwirte um zwei Prozent bei einem Freibetrag von 10.000 Euro zu kürzen, wobei die eingezogenen Mittel für Ausgaben zur Entwicklung des ländlichen Raums verwendet werden sollten. Inzwischen hat jedoch die EU-Kommission im Rahmen der zukünftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik Überlegungen zu EU-weiten obligatorischen Modulationen angestellt. Vor dem Hintergrund dieser Vorschläge ist die Einführung einer freiwilligen nationalen Modulation ab dem Jahr 2003 für einen kurzen Zeitraum nach Ansicht des Bundesrates nicht verantwortbar, da sie mit hohen Kosten und enormem Verwaltungsaufwand verbunden wäre. Der Bundesrat verweist darauf, auch andere Mitgliedstaaten der Gemeinschaft hätten entweder noch keine Modulation eingeführt oder diese wieder eingestellt hätten, weil ihre Umsetzung nicht durchführbar gewesen sei.

Der Gesetzentwurf wird nunmehr der Bundesregierung zugeleitet, die ihn, da der Bundesrat den Entwurf als besonders eilbedürftig bezeichnet hat, innerhalb von drei Wochen an den Deutschen Bundestag weiterleiten muss. Dabei soll sie ihre Auffassung darlegen.

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Blühende Rapsfelder werden zu Deutschlands größter Werbefläche

Themen: Archiv — info @ 09:04

PR-Aktionen für Biodiesel und Rapsspeiseöl geplant

Bonn (agrar.de) – Schon bald blühen in Deutschland wieder die Rapsfelder und werden für mehrere Wochen zu Deutschlands größter Werbefläche für Biodiesel und Rapsspeiseöl. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) nutzt die riesige kostenlose Werbefläche in diesem Jahr als Bühne für zahlreiche Aktivitäten.

Auf den Feldern werden mehrere fünf Meter hohe Biodieselzapfsäulen platziert. An stark befahrenen Straßen wird den Autofahrern eine freundlich lächelnde Figur in Form einer Zapfsäule begegnen. Diese Säulen werden mit dem Verlauf der Blüte durch Deutschland wandern. Daneben wird mit der Befestigung von 50 Quadratmeter großen Fassadentransparenten an Häusern, Lagerhallen und Silos begonnen. Auf ihnen werden ein Rapsfeld und eine darin platzierte Zapfsäule den Slogan ‚Vegetarisch Tanken!‘ präsentieren. Begleitet werden die aufwändigen Aktionen durch Presseaktivitäten auf nationaler und regionaler Ebene.

Auch Rapsspeiseöl wird von der UFOP während der Rapsblüte öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Speziell für Redaktionen, die sich mit Ernährungsfragen befassen, organisiert die UFOP eine Pressefahrt direkt in das Herz der Rapsblüte, die Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern. Hier hat der Raps in der heutigen Qualität seinen Ursprung. Besucht wird eines der in der UFOP zusammengeschlossenen Rapszüchterhäuser. Historie und Perspektive der Züchtung von Speiseöl-Raps, das bei Ernährungswissenschaftlern höchste Wertschätzung genießt, werden den Journalisten präsentiert. Und auch diese Aktion der UFOP wird begleitet durch weitere Presse-Aktivitäten und den Versand von Informationsschriften an Ärzte und Ernährungsberater.

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Geflügelpest: Erste Keulungen in Deutschland

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 09:04

Berlin (agrar.de) – In Deutschland ist bislang noch kein Verdachtsfall der Geflügelseuche (Aviäre Influenza) aufgetreten. Dennoch müssen vorbeugend Tiere getötet werden. Darüber informierte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), Alexander Müller, in Berlin.

Grund seien europäische Vorschriften zur Seuchenhygiene. In einer Entfernung von 1,5 km von der deutschen Grenze war in den Niederlanden ein ‚ernsthafter Verdachtsfall‘ aufgetreten, der bisher jedoch noch nicht bestätigt werden konnte. Als Vorbeugemaßnahmen sehe das EU-Recht in solchen Fällen vor, dass in einem Umkreis von drei Kilometern alle Geflügeltiere getötet werden müssen.

Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Behörden wurden rund 1.700 Tiere im Kreis Heinsberg notgeschlachtet. Betroffen seien zwei größere Betriebe und einige Hobby-Geflügelhalter, sagte ein Ministeriumssprecher. Zusätzlich zu den regionalen Maßnahmen hat das Bundesministerium eine Eilverordnung mit bundeseinheitlich geltenden Seuchenschutzmaßnahmen erlassen. (unsere Meldung)

In den Niederlanden wurden bislang elf Millionen Tiere geschlachtet. Die Zahl der infizierten Betriebe wird auf etwa 200, die Schäden der Branche auf täglich zwei Millionen Euro geschätzt. Die Geflügelpest wird von einem hochansteckenden Virus ausgelöst, der alle Vogelarten befallen kann. Für Menschen ist diese Art des Erregers nicht schädlich.

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10. April 2003

Sächsische Milchkühe stellen neuen Rekord auf und sind auch bundesweit Spitze

Themen: Archiv,Milch — info @ 16:04

Dresden (agrar.de) – Die 206.500 im Durchschnitt des Jahres 2002 in Sachsen gehaltenen Milchkühe gaben täglich 20,2 Kilogramm Milch. Das entspricht einer Jahresleistung von 7.387 Kilogramm. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 172 Kilogramm (zwei Prozent) mehr. Die erreichte Leistung stellt ein neues Rekordergebnis dar. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erhöhte sich die Jahresleistung seit 1991 (4.250 Kilogramm) um 3.137 Kilogramm bzw. 74 Prozent.

In Sachsen wurden 2002 fast 1,526 Millionen Tonnen Milch erzeugt – damit könnte man beispielsweise 60 Prozent des Volumens der Cheopspyramide in Ägypten füllen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das gut 3.900 Tonnen (0,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Mit 1,482 Millionen Tonnen verkauften die Milchproduzenten den überwiegenden Teil (97 Prozent) der Milch an Molkereien und Händler. Rund 42.400 Tonnen wurden in den Erzeugerbetrieben verfüttert. Weitere 1.200 Tonnen setzten die Milcherzeuger über die Direktvermarktung ab. 400 Tonnen wurden in den Haushalten der Produzenten frisch verbraucht bzw. zu Butter und Käse verarbeitet.

Der durchschnittliche Milchkuhbestand verringerte sich 2002 um weitere 4.400 Milchkühe (zwei Prozent) auf 206.500 Tiere. Damit setzte sich der seit 1997 anhaltende Rückgang fort. Durch jährlich steigende Milchleistungen wird mit immer weniger Milchkühen die festgelegte Produktionsmenge (Milchquote) von rund 1,5 Millionen Tonnen ausgeschöpft.

Die in Sachsen erzeugte Rohmilch wird zu knapp 90 Prozent (1,326 Millionen Tonnen) auch in sächsischen Molkereien verarbeitet. Weitere fünf Prozent (79.100 Tonnen) kauften Molkereien aus Sachsen-Anhalt auf und vier Prozent (60.800 Tonnen) wurden in Bayern verarbeitet. Weitere 13.900 Tonnen fanden in Brandenburg ihren Käufer und 1.500 Tonnen gingen nach Thüringen.

Die meiste Milch (44 Prozent) wird im Regierungsbezirk Chemnitz erzeugt. Der Regierungsbezirk Dresden steuert 37 Prozent und Leipzig ein knappes Fünftel (19 Prozent) bei. Die meisten Kühe (18.000) stehen in den landwirtschaftlichen Betrieben im Kreis Freiberg. Mit 132.600 Tonnen weist der Kreis Freiberg auch die höchste Milcherzeugung aus. Demgegenüber werden die höchsten jährlichen Milchleistungen in den Kreisen Leipziger Land (8.406 Kilogramm), Chemnitzer Land (8.209) und Döbeln mit 8.153 Kilogramm je Kuh ausgewiesen.

2001 erreichten die Milchkühe in Deutschland eine durchschnittliche Milchleistung von 6.213 Kilogramm. Unter den Bundesländern belegten die sächsischen Kühe mit 7.215 Kilogramm den Spitzenplatz gefolgt von den Milchkühen aus Sachsen-Anhalt mit 7.195 und Mecklenburg-Vorpommern mit 7.142 Kilogramm Jahresleistung.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

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