12. April 2003

Bundesrat billigt Haushalt 2003

Themen: Archiv — info @ 14:04

Berlin (agrar.de) – Der Bundesrat´ hat gestern das Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2003 gebilligt. Darin ist geplant, die Ausgaben für die Landwirtschaft um 1,2 Prozent zu senken. Der bundesdeutsche Agraretat 2003 soll sich nach dem Entwurf der Bundesregierung im Vergleich zum Vorjahr um 69,6. Mio. Euro auf 5,627. Mrd. Euro verringern.

Erheblich gekürzt werden soll bei der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘. Die hierfür eingeplanten Bundesmittel vermindern sich um 113. Mio. Euro (12,4 Prozent) auf 799,7. Mio. Euro.

Zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen war es zuvor zu einem Streit über den Haushalt gekommen. Hintergrund waren die Einsparungen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) als Anteil an der globalen Minderausgabe im Bundeshaushalt von insgesamt 1,3 Mrd. Euro.

Die grünen Agrarpolitiker wollten dafür die Bundesmittel zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung um gut 40 Mio. Euro reduzieren. Die SPD lehnte dies ab, weil das für die Landwirte unmittelbar zu höheren Berufsgenossenschaftsbeiträgen führen würde. Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Weisheit, schlug statt dessen vor, die zur Förderung artgerechter Haltungsverfahren vorgesehenen Mittel zu beschneiden. Dieses Programm soll nach dem Etatentwurf der Bundeslandwirtschaftsministeriums von knapp 13 Mio. Euro im letzten auf 50 Mio. Euro in diesem Jahr aufgestockt werden, bislang sind aber kaum Gelder aus dem Programm abgerufen worden. Die Grünen wollen die Mittel, die nicht für artgerechte Tierhaltung abgerufen werden, in das geplante ‚Aktionsprogramm Bäuerliche Landwirtschaft‚ umgeschichten.

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Syngenta gibt Versuch mit Gen-Weizen auf

Themen: Archiv — info @ 11:04

Aussaat des Pilz-resistenten Weizens nicht möglich

Maintal/Friemar (agrar.de) – Der Schweizer Saatgut-Konzern Syngenta hat sich dazu entschlossen, einen geplanten Freisetzungsversuch mit gentechnisch-verändertem Weizen in Friemar (Thüringen) nicht anzulegen. Nach Aussage des Unternehmens ist ein züchterischer Versuch dort nicht mehr möglich, da die erforderliche Reinheit des Pflanzenbestandes nicht erreicht werden kann.

Gleichzeitig begrüßt Syngenta die Genehmigung des Freisetzungsversuches für ihren gentechnisch veränderten, pilzresistenten Weizen. Diese Entscheidung fällte das Robert-Koch-Institut (RKI) im Einvernehmen mit weiteren Bundesbehörden auf der Grundlage der umfassenden wissenschaftlichen Bewertung. Das Züchtungsprojekt findet in diesem Jahr allerdings ausschließlich im Ausland seinen Fortgang.

‚Die Erteilung der Zulassung durch das RKI ist ein positives Signal und eine Bestätigung für unsere Forschungsanstrengungen‘, so Theo Jachmann, Geschäftsführer Syngenta Deutschland. Gleichzeitig bedauert das Unternehmen, dass der Versuch jetzt nicht zustande kommen kann. Syngenta habe den Antrag bewusst auch in Deutschland gestellt und damit darauf abgezielt, neben den züchterisch-wissenschaftlichen Aspekten des Versuches frühzeitig die Information der Öffentlichkeit aufzunehmen. ‚Wir verurteilen die gegenwärtige Situation, die bedeutet, dass wir unsere beiden Zielsetzungen mit diesem Freilandversuch 2003 nun nicht erreichen können‘, so Jachmann weiter. ‚Ein Feldversuch 2003 sollte der Auftakt sein, um über ein potenzielles Produkt am Markt 2010 zu informieren und aufzuzeigen, an welchen nützlichen Entwicklungen wir mit Hilfe der Gentechnik arbeiten‘, ergänzt Jachmann. Leider sei dies trotz entsprechender Kommunikation und Transparenz in diesem Jahr nicht möglich. Syngenta prüft die rechtliche Lage und behält sich weitere Schritte vor.

Syngenta betont, dass im Zuge des Antragsprozesses für den Feldversuch in Friemar alle Details des Antrages wissenschaftlich hinterfragt und von Expertengremien bewertet worden sind. Der nicht öffentliche Teil des Zulassungsantrages enthalte wettbewerbsrelevante Daten und stehe in Einklang mit deutschem und europäischem Recht.

Ursache für den Rückzug: Greenpeace-Aktivisten säten am vergangenen Dienstag Bio-Weizen auf der Versuchsfläche.

Greenpeace-Gentechnikexperte Henning Strodthoff: ‚Wir freuen uns, dass der Konzern keinen Gen-Weizen aussäen will. Das ist ein Erfolg für die Landwirte vor Ort, die Umwelt und die Verbraucher. Gen-Weizen kommt weder auf den Acker noch ins Brot. Wenn Bauern und Verbraucher Gen-Weizen ablehnen, haben Konzerne wie Syngenta keine Chance. Syngenta muss endlich einsehen, dass Gentechnik im Essen eine brotlose Kunst ist! Gegen die Geheimniskrämerei des Robert-Koch-Instituts, das erstmals wesentliche Daten aus einem Freisetzungsantrag nicht bekannt gab, wird Greenpeace Beschwerde einreichen.‘

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11. April 2003

DBV: Landwirte rechnen mit erheblichen Frost-Schäden

Themen: Archiv — info @ 16:04

Winteraussaaten und Zuckerrüben sowie Obst und Gemüse sind betroffen

Berlin (agrar.de) – Viele Landwirte rechnen nach den starken Frösten der letzten Tage mit erheblichen Schäden bei der zurzeit besonders empfindlichen Obstblüte und bei jungen Zuckerrübenpflanzen. Auch wenn die Höhe der Schäden noch nicht genau abgeschätzt werden kann, sind Ernteeinbußen bei Obst und Gemüse sowie zusätzliche Feldarbeiten absehbar, so der Deutsche Bauernverband (DBV) in einer aktuellen Einschätzung.

Die in der letzten Schönwetterperiode ausgesäten Zuckerrüben sind in der Auflaufphase besonders empfindlich gegen die extrem niedrigen Nachttemperaturen. In erheblichem Umfang werden Neusaaten erforderlich sein.

Die Kahlfröste des vorangegangenen Winters haben im Wintergetreide und Winterraps regional unterschiedlich Schäden hinterlassen. Die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am stärksten betroffen, aber auch in Hessen und sogar im Rheinland gibt es Schäden. Den Beständen von Winterweizen, Wintergerste und Winterraps hat der Frost besonders zugesetzt. Schätzungsweise 400.000 Hektar müssen umgebrochen und mit Sommergetreide bestellt werden.

Bei Obst hat der Frost die früh blühenden Sorten von Süßkirschen, Frühzwetschgen, Pfirsichen und Birnen ebenso wie die Erdbeeren getroffen. Regional sind auch Äpfel und Birnen stark geschädigt. Besonders in den klimatisch begünstigten Regionen sind größere Schäden zu erwarten. Zum jetzigen Zeitpunkt können diese aber noch nicht quantifiziert werden. Beim Gemüse sind zum Beispiel bei den Frühsaaten von Radies sowie bei einigen Salatarten Schäden beziehungsweise Verzögerungen im Vegetationsverlauf zu erwarten.

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Geflügelpest: BMVEL erlässt Eil-Verordnung zum Schutz vor der Verschleppung der Klassischen Geflügelpest nach Deutschland

Themen: Archiv,Tierseuchen — info @ 15:04

Berlin (agrar.de) – Da die Klassische Geflügelpest in den Niederlanden bis auf drei Kilometer an die deutsche Grenze herangerückt ist, hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) eine Eil-Verordnung zum Schutz vor der Verschleppung der Klassischen Geflügelpest auf den Weg gebracht, um in Deutschland auch bundeseinheitliche vorbeugende Seuchenschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Mit der Verordnung wird Folgendes geregelt:

– Die bereits bestehende Verpflichtung, die Haltung von Hühnern und Puten der zuständigen Behörde anzuzeigen, wird auf die Haltung von Enten und Gänsen ausgeweitet. Dies gilt auch für die Hobby-Haltung von Geflügel.

– Sofern in einem Geflügelbestand erhöhte Verluste oder eine Verringerung der Leistung auftreten, ist der Tierhalter verpflichtet, dies der zuständigen Behörde mitzuteilen und eine Untersuchung auf die Klassische Geflügelpest durchführen zu lassen.

– Die Durchführung von Geflügelmärkten, Geflügelschauen und ähnlichen Veranstaltungen wird verboten. Ausnahmen können von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

– Geflügel und Bruteier dürfen nur transportiert werden, wenn der Bestand innerhalb von 24 Stunden vor dem Transport tierärztlich untersucht worden ist und keine Hinweise auf Geflügelpest vorliegen. Der Transport ist der zuständigen Behörde mindestens einen Werktag vorher anzuzeigen. Die benutzten Transportfahrzeuge sind unmittelbar vor und nach jedem Transport zu reinigen und zu desinfizieren.

– Alle Geflügelhalter (auch Hobby-Halter) haben ein Register zu führen, in das sie Zu- und Abgänge von Geflügel mit Namen und Anschrift des bisherigen Besitzers, des Erwerbers sowie des Transportunternehmers einzutragen haben. Zudem ist der Besuch betriebsfremder Personen einzutragen.

Die Eilverordung wird am 12.4. veröffentlicht und und tritt am 13.4. in Kraft.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) wird mit den Bezirksregierungen, Landwirtschaftskammern und den betroffenen Berufsverbände am heutigen Nachmittag über die weitere Vorgehensweise und die aktuelle Situation in den Niederlanden beraten.

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Leichter Rückgang der Eiererzeugung 2002

Themen: Archiv — info @ 15:04

Anteil Freilandhaltung weiter gestiegen

Berlin (agrar.de) – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes in Betrieben mit mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen 9,93 Milliarden Eier erzeugt. Das waren 1,9 Prozent weniger als 2001, teilt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit.

Haupterzeuger ist nach wie vor Niedersachsen mit 3,72 Milliarden Eiern. Das sind knapp 37 Prozent der Gesamterzeugung. Auf Platz zwei folgt Sachsen mit gut einer Milliarde Eiern, vor Nordrhein-Westfalen mit 910 Millionen, Bayern mit 880 Millionen und Brandenburg mit 780 Millionen.

In Deutschland werden immer mehr Legehennen in Freilandhaltungen gehalten. Im Dezember 2002 erreichte der Anteil der Hennenhaltungsplätzen in der Freilandhaltung insgesamt 8,6 Prozent (3,5 Millionen) und lag damit 1,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Trotz zunehmender Bedeutung der alternativen Haltungsformen dominiert weiterhin die Käfighaltung bzw. Batteriehaltung. Mit 83,9 Prozent aller Hennenhaltungsplätzen (33,8 Millionen) ging der Anteil dieser Haltungsform gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte und gegenüber dem Niveau von 1992 sogar um 12,1 Prozentpunkte zurück. Auf die Bodenhaltungen entfielen 6,7 Prozent und somit 0,5 Prozentpunkte mehr als 2001. Die Zahl der Legehennenbetriebe verringerte sich im Verlauf des Jahres um 4,1 Prozent auf 1268. Sie hielten im Jahresdurchschnitt 34,57 Millionen Legehennen. Die durchschnittliche Legeleistung je Henne sank von 288,6 auf 287,9 Eier.

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Agraraußenhandel 2002 nach vorläufigen Angaben rückläufig

Themen: Archiv — info @ 15:04

Berlin (agrar.de) – Beim deutschen Agraraußenhandel ist für 2002 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bisher ein Rückgang zu verzeichnen, teilt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit. Für das Agrarhandelsdefizit deutet sich zur Zeit eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr an.

Danach gingen die Exporte von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft 2002 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent zurück und erreichten einen Wert von 28,6 Milliarden Euro. Die Importe verringerten sich um 6,5 Prozent auf 40,6 Milliarden Euro. Das deutsche Agrarhandelsdefizit ging damit gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Milliarden Euro zurück auf 11,9 Milliarden Euro.

Zwei Drittel des Agraraußenhandels wurden weiterhin mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) abgewickelt: 72 Prozent der Ausfuhren und 64 Prozent der Einfuhren. Die Ausfuhren in die EU sanken um 7,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro, die Einfuhren um 8,5 Prozent auf 26 Milliarden Euro. Wie im Vorjahr kamen rund 30 Prozent der von Deutschland aus den EU-Staaten bezogenen Agrar- und Ernährungsgüter aus den Niederlanden, 17 Prozent aus Frankreich und 14 Prozent aus Italien. Bei den deutschen Lieferungen in die EU betrugen die entsprechenden Anteile für die Niederlande 21 Prozent und für Italien und Frankreich jeweils 16 Prozent.

Wichtigster EU-Handelspartner blieben damit die Niederlande, wobei die Bezüge von dort um 8,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro und die Lieferungen dorthin um 6,6 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurückgingen. Wichtigste Veränderungen im Agrarhandel mit den EU-Staaten sind bei den Ausfuhren der Anstieg für Irland (+15 Prozent) verursacht unter anderem durch das gestiegene Verkaufsgeschäft von deutschen Discountern in Irland sowie der starke Rückgang für Italien (-17,1 Prozent) auch als Folge abnehmender Milchexporte. Bei den Einfuhren sind die Lieferungen aus Schweden, Finnland, dem Vereinigten Königreich und Portugal besonders deutlich gesunken.

Im Drittlandhandel mit Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft stiegen die Exporte um 0,9 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, während die Importe um 2,7 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zurückgingen. Der Einfuhrüberschuss verringerte sich damit auf 6,7 Milliarden Euro.

Fast zwei Drittel der Drittlandimporte stammten aus Entwicklungsländern (8,8 Milliarden Euro). Allerdings blieben die Importe um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Exporte in die Entwicklungsländer verringerten sich vor allem wegen drastisch gesunkener Zucker- und Getreideexporte (-52,2 bzw. -28,3 Prozent) um 6,3 Prozent auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro.

Weiter zugenommen hat der Agrarhandel mit den mittel- und osteuropäischen Ländern. Sie sind mit einem Anteil von 42 Prozent weiterhin der bedeutendste Absatzmarkt für agrar- und ernährungswirtschaftliche Drittlandexporte. Die Exporte dorthin stiegen um 1,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro. Die Importe wuchsen um 4,6 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner im Drittlandhandel, nach Ländern betrachtet, blieb bei den Ausfuhren Russland (889 Millionen Euro), gefolgt von den USA (884 Millionen Euro) und der Schweiz (736 Millionen Euro). Bei den Einfuhren war Brasilien der wichtigste Handelspartner (1,65 Milliarden Euro). An zweiter Stelle folgten die USA (1,56 Milliarden Euro) und Polen (936 Millionen Euro).

Im Handel mit Russland sanken die Ausfuhren um 8,5 Prozent, die Einfuhren sogar um 18,7 Prozent (auf 185 Millionen Euro). Ursache waren vor allem die deutlichen Exportrückgänge bei Fleisch und Fleischerzeugnissen (-32,1 Prozent), insbesondere bei Rindfleisch (-45,4 Prozent), und bei Milch und Milcherzeugnissen (-5,9 Prozent). Der Rückgang bei den Importen traf alle Produktgruppen ausgenommen Getreide (Weizen).

Der Handel mit den Beitrittsländern nahm weiter zu: Ausfuhren +4,5 Prozent, Einfuhren +8,5 Prozent. Das Handelsbilanzdefizit hat sich mit 220 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Wichtigster Handelspartner unter den Beitrittsländern war ausfuhrseitig Polen (591 Millionen Euro), gefolgt von der Tschechischen Republik (524 Millionen Euro) und Ungarn (203 Millionen Euro). Einfuhrseitig lagen diese drei Länder ebenfalls vorn ( Polen: 936 Millionen Euro, Ungarn: 513 Millionen Euro und Tschechische Republik: 323 Millionen Euro).

Nach Produktgruppen betrachtet, hat sich vor allem der Handel mit Getreide sowohl mengen- als auch wertmäßig verschlechtert. Die Exporte sind um rund 390.000 Tonnen auf 161.000 Tonnen gesunken, während die Importe, vor allem von Weizen von rund 54.000 auf 491.000 Tonnen anstiegen. Die Entwicklung bei Zucker war ähnlich. Der Handel mit Milch und Milcherzeugnissen hat sich dagegen deutlich belebt (Exporte:+23,8 Prozent, Importe: +33,9 Prozent).

Links zum Thema Wirtschaft.

CDU/CSU: Regierung soll die Hürden für die Biotechnik abbauen

Themen: Gentechnik,Umwelt — info @ 15:04

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung soll sich für die unverzügliche Aufhebung des seit 1999 bestehenden de-facto-Moratoriums für alle Neuzulassungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln auf EU-Ebene einsetzen. Dies fordert die CDU/CSU-Fraktion in einem Antrag (15/803).

Den ursprünglichen Bedenken und Argumenten gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen seien mittlerweile die Grundlage entzogen, heißt es weiter. So hätten die EU-Landwirtschaftsminister im März 2003 einen Schwellenwert und die Rahmenbedingungen für die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gentechnisch modifizierter Lebens- und Futtermittel festgelegt.

Die Gewährleistung der Haftungssicherheit bei Schäden, die durch die Anwendung der Grünen Gentechnik entstehen könnten, solle auf nationaler Ebene geregelt werden. Hierfür biete das deutsche Zivilrecht bereits jetzt ausreichende Mittel, um die Haftung bei der Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen zu gewährleisten, was den Angaben der Union zufolge vom Bundesumweltminister bestätigt wurde.

Vor diesem Hintergrund soll sich die Regierung bei den bevorstehenden Diskussionen und Entscheidungen dafür einzusetzen, dass das Subsidiaritätsprinzip bei der Koexistenzregelung vom Anbau von gentechnisch veränderten und herkömmlichen Kulturpflanzen in der EU berücksichtigt wird. Zudem wird die Bundesregierung aufgefordert, dem Beispiel anderer Mitgliedstaaten zu folgen und die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen in der Pflanzenzüchtung wieder aufzunehmen.

Darüber hinaus will die CDU/CSU, dass die Regierung Rechtssicherheit schafft und die Unternehmen der Biotechnik-Branche politisch unterstützt.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Agrarpolitik.

DBV: Obst und Gemüse auf dem Weg zur Teilnahme an QS

Themen: Archiv — info @ 14:04

Gesicherte Qualität vom Feld bis zum Teller angestrebt

Bonn (agrar.de) – Die Obst- und Gemüseerzeugung in Deutschland befindet sich auf dem Weg zur Teilnahme am Qualitätssicherungssystem QS. Nach Mitteilung des DBV-Bundesausschusses Obst und Gemüse sollen jetzt in einer Arbeitsgruppe die technischen Vorarbeiten für eine Eingliederung in das QS-System erarbeitet werden. Auf diese Vorgehensweise haben sich am 9. April 2003 in Bonn die Vertreter der Erzeuger, der Erzeugerorganisationen, des Fruchthandels und des Lebensmitteleinzelhandels mit der QS Qualität und Sicherheit GmbH verständigt. Damit haben sich stufenübergreifend die Wirtschaftsbeteiligten bei Obst und Gemüse für eine Einführung des stufenübergreifenden Qualitätssicherungssystems ausgesprochen.

In der Arbeitsgruppe werden jetzt von den Erzeugern, dem Großhandel und dem Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam die Leitfäden für die Kontrollen erarbeitet. Für die Stufe der Erzeugung wurde schon der Entwurf eines Leitfadens vorgelegt. Die Arbeitsgruppe, die aus je zwei Vertretern jeder Stufe bestehen wird, kann als ein Vorläufer des später zu installierenden QS-Fachbeirats angesehen werden. Des weiteren wurde vereinbart, die Leitfäden mit anderen bestehenden Kriterienkatalogen abzustimmen.

Links zum Thema Lebensmittelqualität und Kontrolle.

Künast: Beim Eierkauf für Ostern auf den Stempel achten

Themen: Archiv — info @ 14:04

Durch Kaufentscheidung zum Tierschutz beitragen

Berlin (agrar.de) – Für die 50 Millionen Legehennen in Deutschland gibt es keine Feiertage: Frische Hühnereier werden zu Ostern besonders stark nachgefragt. Doch ein Ei gleicht nicht dem anderen. Deshalb empfiehlt Bundesverbraucherministerin Renate Künast: ‚Achten Sie auf die Kennzeichnung der Eier. Sie gibt Ihnen eindeutig Auskunft darüber, aus welcher Haltungsform und aus welchem Land das Ei stammt. Mit jedem Eierkauf kann man einen direkten Beitrag zum Tierschutz leisten. Nun ist es ganz einfach, Eier aus Freiland- oder Bodenhaltung zu kaufen.‘

Der neue Erzeugercode auf dem Ei ist EU-einheitlich zwar erst ab 2004 vorgeschrieben, aber ein Großteil der deutschen Produzenten kennzeichnet Eier bereits seit Oktober 2002 nach der neuen Verordnung. So ist anhand der Nummern ‚0‘ bis ‚3‘ zu erkennen, ob die Eier aus Öko- (0), Freiland- (1), Boden- (2) oder Käfighaltung (3) stammen. Das Kürzel ‚DE‘ kennzeichnet die in Deutschland produzierten Eier.

‚Dank der eindeutigen Kennzeichnung kann jeder jetzt bewusst entscheiden, welche Form der Hühnerhaltung er unterstützt‘, so die Ministerin. Die Bundesregierung zeige mit dem Verbot der Käfigbatteriehaltung in Deutschland ab 2007 deutlich, dass sie dem Tierschutz große Bedeutung zumesse. Dieses Verbot greife EU-weit aber erst später. Bei offenen Grenzen innerhalb der EU seien jetzt die Verbraucher und Verbraucherinnen gefragt, das Informationsangebot durch die Eierkennzeichnung beim Kauf zu nutzen.

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US-Studie: Öko-Landbau ist wirtschaftlich konkurrenzfähig

Themen: Archiv — info @ 13:04

Madison (agrar.de) – Ökonomisch betrachtet kann der ökologische Landbau durchaus mit konventionellen Anbausystemen mithalten. Dies ist das Fazit einer US-Studie, die den Anbau von Mais und Sojabohnen über 10 Jahre verglich. Die Erträge im Ökolandbau waren dabei etwas geringer, die niedrigeren Produktionskosten glichen dies jedoch wieder aus. Die Produktpreise für die erzeugten Lebensmittel blieben bei der Studie unberücksichtigt.

Die Verunkrautung war die Hauptursache für die geringeren Erträge im organischen Anbau, so Paul Porter vom Department of Agronomy and Plant Genetics der University of Minnesota im ‚Agronomy Journal‚*. Sein Team hatte von 1989 bis 1999 verschiedene Anbauflächen von Mais und Sojabohne im Zweijahreswechsel im mittleren Westen der USA verglichen. Die Wissenschaftler verglichen die Erträge der Feldfrüchte mit und ohne synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel und in einer Fruchtfolge über vier Jahre mit Mais, Soja, Hafer und Luzerne.

Die Ernteerträge für Mais waren in der Vierjahresfruchtfolge um sieben bis neun Prozent niedriger als mit der konventionellen Zweijahresmethode, und bei den Sojabohnen um 16 bis 19 Prozent. Besonders den Sojabohnen machte das Unkraut wegen ihres Platzes in der Fruchtfolge zu schaffen, so die Forscher. Was allerdings die Wirtschaftlichkeit angeht, so machten die niedrigeren Produktionskosten des Öko-Anbaus die geringere Erntemenge wieder wett. Die Nettobilanz der Produktionskosten beider Systeme war vergleichbar, auch ohne die Verkaufserträge der Produkte in Betracht zu ziehen.

* Organic and Other Management Strategies with Two- and Four-Year Crop Rotations in Minnesota, Agronomy Journal 2003, Porter et al. 95 (2): 233

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