30. April 2003

Westfalen-Lippe: Zahl der Bullen geht zurück

Themen: Archiv — info @ 14:04

Münster (agrar.de) – Die Zahl der Bullen in Westfalen-Lippe geht konstant zurück. Wie die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mitteilt, wurde 1990 mit 450.000 Bullen in diesem Landesteil der bis dahin höchste Stand erreicht. Im November vergangenen Jahres waren es noch 284.000 Bullen.

Gleichfalls stark zurückgegangen ist die Zahl der Bullenhalter; allerdings deutlich weniger als in anderen Viehhaltungszweigen. Die Zahl der durchschnittlich gehaltenen Bullen hat sich im Zeitraum von 1992 bis 2001 geringfügig von 22 auf knapp 26 erhöht.

Mastbullen werden in Westfalen-Lippe nach wie vor überwiegend in kleinen Beständen gehalten. Von den 12.000 Bullenhaltern in Westfalen-Lippe halten nur zwei Prozent (263) mehr als 150 Tiere. Im Durchschnitt werden von diesen wenigen Spezialisten 220 Mastbullen je Betrieb gehalten. Die Mastbullenhaltung wird in Westfalen-Lippe vielfach im Nebenerwerb ausgeübt. Dann werden Restgrünlandflächen genutzt oder die Bullenmast als zusätzlicher Betriebszweig bewirtschaftet, wobei andere Betriebszweige den Schwerpunkt darstellen.

Die meisten Bullen stehen im Münsterland, wo 70 Prozent der westfälisch-lippischen Tiere gehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf. Mit annährend 40 Tieren je Halter sind in dieser Region auch die größeren Bestände vorhanden. Die Bestände mit mehr als 50 Mastbullen haben einen Anteil von annährend 70 Prozent an den im Münsterland gehaltenen Bullen. Mit nur durchschnittlich fünf bis sechs bzw. neun Mastbullen je Halter überwiegen in Südwestfalen die Kleinbestände. Sie werden vor allem im Nebenerwerb bewirtschaftet. Die Bindung der Betriebsleiter in diesem Betriebszweig ist relativ eng, was daran zu erkennen ist, dass die Zahl der Halter hier am wenigsten zurückgegangen ist.

Links zum Thema Rinder, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.




   (c)1997-2017 @grar.de