01. April 2003

NRW-Staatssekretär Griese hinterfragt Schweine-Datenbank

Themen: Archiv — info @ 10:04

Bonn (agrar.de) – Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in Nordrhein-Westfalen hat die für das Veterinärwesen zuständigen Stellen seines Landes sowie das Bundesministerium (BMVEL) und die obersten Veterinärbehörden der Länder darüber informiert, dass sich die Einführung der Datenbank für Schweine in NRW weiter verzögern wird. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) in Bonn.

Zur Begründung führt Staatssekretär Dr. Thomas Griese danach folgende Punkte an:

– Um den administrativen und finanziellen Aufwand so gering wie möglich zu halten, sollen die Aufgaben der Regionalstelle kurzfristig (öffentlich) ausgeschrieben werden;

– Im Sinne der Entbürokratisierung sollte generell noch einmal überprüft werden, ob Aufwand und Ertrag der Datenbank in angemessenem Verhältnis zueinander stehen, da hiervon die Akzeptanz und letztlich die Funktionsfähigkeit abhängen. Die ablehnende Haltung der betroffenen Wirtschaft – bis hin zum Boykottaufruf der ISN – müsse als bedeutsames Alarmzeichen gewertet werden.

– Die Verwaltungsvereinbarung zum Anschluß an die zentrale HIT-Datenbank soll erst unterzeichnet werden, wenn geklärt ist, welche Einrichtung in NRW die Aufgaben der Regionalstelle übernehmen wird.

Trotz dieser ‚Notbremsung‘ aus NRW empfiehlt der ZDS allen Betroffenen, die erforderlichen Daten vorsorglich zu erfassen, da eine nachträgliche Meldung der Tierbewegungen nicht ausgeschlossen werden kann. Schließlich gilt nach wie vor seit Ende Dezember letzten Jahres die Meldepflicht gemäß Viehverkehrsverordnung.

Links zum Thema HIT und Kennzeichnung.




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