21. März 2003

Der Vatikan verkauft seine Kühe

Themen: Archiv — info @ 09:03

Castel Gandolfo (agrar.de) – Nach Medienberichten aus Italien und der Schweiz will der Vatikan die päpstlichen Milchkühe verkaufen und künftig seine Milch aus der Schweiz beziehen. Der Verwaltung des Vatikanstaates seien die Fütterung und die Personalkosten zu teuer geworden.

Die Holstein-Kühe auf der päpstlichen Sommerresidenz produzieren in Castel Gandolfo einige hundert Liter Milch am Tag. Sie ist ausserordentlich beliebt und gilt als gesünder, fetthaltiger und haltbarer als italienische Markenmilch. Ein Teil der Milch wird im päpstlichen Haushalt verwendet, der grösste Teil wird im Einkaufsmarkt des Vatikans an die Angestellten verkauft. Etwa hundert Liter gehen an Normalverbraucher in Castel Gandolfo und ausgesuchte Eishersteller und Barbesitzer der Kleinstadt.

In den nächsten Tagen soll das letzte Dutzend Kühe aus dem vatikanischen Viehbestand zusammen mit einigen Lämmern verkauft werden. Die 20 Hektar des heutigen Bauernhofs sollen künftig anders genutzt werden, seinen Eigenbedarf an Milch werde der Vatikan in Zukunft aus der Schweiz importieren.

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