20. März 2003

Westfalen: Enormer Stellenwert des Maises als Energiefutter

Themen: Archiv — info @ 15:03

Münster (agrar.de) – Der Mais hat in Westfalen einen enormen Stellenwert. Darauf wies Kammerdirektor Dr. Gerhard Beckmann anlässlich der Eröffnung des Ausschusses Futterkonservierung und Fütterung des deutschen Maiskommitees (DMK) im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse hin.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen würden in Westfalen-Lippe bei stagnierender Entwicklung der Anbauflächen immer noch 162.000 Hektar mit Mais angebaut. Das seien elf Prozent der gesamten bundesdeutschen Anbauflächen in Höhe von 1,5 Millionen Hektar. Intensive Bullenmast sei ohne Silomais für die landwirtschaftlichen Betriebe undenkbar, sowohl aus tierernährungs-physiologischer als auch aus ökonomischer Sicht, so Dr. Beckmann.

Auch die Milchviehhalter, speziell im Münsterland oder in den westlichen Regionen, würden den Wert des Silomaises als energiereiches Futter zu schätzen wissen. Nicht selten würden 20 Kilogramm Silomais je Kuh und Tag und mehr verfüttert. Mit fast 7.750 Liter Durchschnittsleistung aller Kühe, die der Milchleistungsprüfung (MLP) angeschlossen sind, rangiert die Region Westfalen-Lippe bundesweit hinter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mittlerweile an dritter Stelle der Leistungsskala. Sicherlich habe zu diesem guten Ergebnis der weit verbreitete Silomais in den Milchviehbetrieben beigetragen, bemerkte der Kammerdirektor.

Die Schweinehalter füttern ihre Tiere häufig mit Corn-Cob-Mix (CCM), einem Mais-Spindel-Gemisch. Die CCM-Anbaufläche beträgt in Westfalen-Lippe derzeit etwa 50.000 Hektar. Das entspricht 56 Prozent der gesamten deutschen Anbaufläche in Höhe von 89.200 Hektar. Etwa vier Millionen Mastschweine werden in Westfalen jährlich mit CCM gemästet, also jedes zweite Mastschwein. Die CCM-Fütterung hat in Westfalen-Lippe eine fast zwanzigjährige Tradition.

Links zum Thema Mais, Links zum Bundesland %url4%Nordrhein-Westfalen%/%




   (c)1997-2017 @grar.de