20. März 2003

DBV: Midterm-Reform verunsichert Bauern und Genossenschaften

Themen: Archiv — info @ 14:03

Agenda 2000-Beschlüsse müssen bis 2006 gelten

Berlin (agrar.de) – Am vergangenen Montag haben der Präsident des europäischen Bauernverbandes COPA, Gerd Sonnleitner, und der Vizepräsident des europäischen Genossenschaftsverbandes COGECA, José Manuel Miranda Relvas, mit dem amtierenden griechischen Agrarrats-Präsidenten, Georgios Drys, über die Midterm-Reform gesprochen. Beide stellen gegenüber Drys fest, dass die Kommissionsvorschläge große Unsicherheit unter den Landwirten und ihren Genossenschaften auslösen.

Sonnleitner erklärte, dass die Landwirte für ihre Zukunft Stabilität und klare Perspektiven brauchen. Auch zur Förderung junger Landwirte sei dies von wesentlicher Bedeutung. Die Beschlüsse der Agenda 2000 müssten für die ganze Laufzeit bis zum Jahre 2006 Geltung haben. Mit ihren Reformvorschlägen drohe die Kommission das vom Rat erteilte WTO-Verhandlungsmandat zur so genannten Blue Box zu unterlaufen. Die Blue Box legt die Voraussetzungen für die laufenden Direktzahlungen in der EU fest.

Über die nächste Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik dürfe erst entschieden werden, wenn die Ergebnisse der WTO-Verhandlungen bekannt seien und der Beitritt der neuen Mitgliedstaaten vollzogen sei, erklärten Sonnleitner und Miranda Relvas. Beide anerkannten die Notwendigkeit, die EU-Agrarpolitik nach 2006 fort zu entwickeln und werteten die Ziele der Kommission als positiv. Sie glauben aber nicht, dass diese mit den vorgeschlagenen Maßnahmen erreicht werden. Beide wiesen darauf hin, dass COPA zusammen mit COGECA im vergangenen Jahr eine Alternativstrategie zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2006 vorgelegt hat.

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