31. März 2003

Öko-Landbaugesetz tritt in Kraft

Themen: Archiv — info @ 16:03

Berlin (agrar.de) – Das am 15. Juli 2002 im Bundesgesetzblatt veröffentlichte ‚Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet des Ökologischen Landbaus (Öko-Landbaugesetz – ÖLG)‘ wird am 1. April rechtswirksam werden.

Mit dem Gesetz sollen Informations- und Kontrollaufgaben für den ökologischen Landbau gebündelt und die Durchführung der EG-Öko-Verordnung verbessert werden. Dazu werden der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) entsprechende Befugnisse übertragen. Sie wird künftig zentral über die Zulassung von Kontrollstellen entscheiden. Die Überwachung der Kontrollstellen soll auch weiterhin durch die Bundesländer erfolgen.

Nach dem Gesetz werden fälschliche Öko-Deklaration oder unzureichende Durchführung der Kontrolle mit Strafen und Bußgeldern belegt.

Das Gesetz beinhaltet:

– Eine bundeseinheitliche Regelung der Informationspflichten von Seiten der Kontrollstellen für Ökolandbau.

– Die Bündelung der Zulassung der Ökokontrollstellen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

– Die Neuordnung der Informationspflichten der Kontrollstellen gegenüber den zuständigen Behörden der Länder.

– Eigenständige Straf- und Bußgeldvorschriften für Verstöße gegen die EG-Öko-Verordnung. Danach sind Kontrollstellen bei festgestellten Unregelmäßigkeiten oder Verstößen verpflichtet, diese an die Behörden zu melden, die für das jeweilige Unternehmen zuständig sind. Insbesondere müssen die Verstöße auch dann gemeldet werden, wenn die beanstandeten Erzeugnisse aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union stammen.

Für Importeure und Verarbeiter ist zudem von Bedeutung, dass die BLE künftig auch für die Erteilung von Vermarktungs-Ermächtigungen gemäss Artikel 11 (6) EG-Öko-VO und von Ausnahmegenehmigungen für konventionelle Zutaten gemäss Artikel 3 der VO (EWG) Nr. 207/93 zuständig sein wird.

Bisher mussten die Ökokontrollstellen die zuständigen Behörden nur in besonders gravierenden Fällen über Verstöße unterrichten, wenn zum Beispiel die Verstöße voraussichtlich zu einem allgemeinen Vermarktungsverbot von Ökoerzeugnissen führen.

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Thüringen: Im Jahr 2002 legte jede Henne durchschnittlich 299 Eier

Themen: Archiv — info @ 14:03

Legehennen werden zunehmend in Boden- und Freilandhaltung gehalten

Erfurt (agrar.de) – In Thüringen haben sich 20 Betriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen auf die Legehennenhaltung spezialisiert. In diesen Betrieben wurden im Jahresdurchschnitt 2002 1.749,2 Tausend Tiere gehalten und 522.544 Tausend Eier erzeugt.

Die Eiererzeugung ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem Jahr 2001 geringfügig um 0,4 Prozent (- 2.308 Tausend Eier) zurück. Ursache hierfür war die geringere Legeleistung des Federviehs im Jahr 2002. Im Durchschnitt wurden je Henne 298,7 Eier erzeugt gegenüber 301,4 Eier je Henne im Jahr zuvor.

Der Jahresdurchschnittsbestand der Legehennen lag annähernd (+0,5 Prozent bzw. 8,0 Tausend Tiere) auf dem Niveau des Jahres 2001.

In der Boden- und Freilandhaltung wurden im Dezember 2002 mehr Legehennen gehalten. Die Kapazitäten in der Bodenhaltung lagen bei 300,8 Tausend Plätzen und in der Freilandhaltung bei 197,6 Tausend Plätzen. Damit erhöhte sich deren Anteil an den Haltungsformen gegenüber dem Jahr 2001 um 4,5 Prozentpunkte auf knapp ein Viertel.

Schrittweise stellen die Legehaltungsbetriebe die Produktion auf alternative Haltungsformen um. Ab dem 1. Januar 2007 ist in Deutschland die Hennenhaltung in Käfigbatterien verboten.

Differenziert nach Bodenhaltung und Freilandhaltung zeigte sich nachfolgende Entwicklung: Die Kapazitäten in der Bodenhaltung erhöhten sich im Jahr 2002 um 61,3 Tausend Plätze bzw. 25,6 Prozent. Damit entfielen 14,4 Prozent aller Haltungsplätze auf die Bodenhaltung (2001: 11,7 Prozent). In der Freilandhaltung erhöhten sich die Kapazitäten binnen Jahresfrist um 39,7 Tausend Plätze bzw. 25,1 Prozent. Damit erhöhte sich ihr Anteil an den Haltungsplätzen um 1,8 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent.

Dennoch dominiert gegenwärtig die Haltung der Legehennen in Käfigen und Batterien. Im Dezember 2002 entfielen 76,1 Prozent der Haltungsplätze auf die Käfighaltung. Bei voller Auslastung standen in dieser Haltungsform im abgelaufenen Kalenderjahr mit 1.586,6 Tausend Plätzen knapp 4 Prozent weniger als im Jahr 2001 zur Verfügung (2001: 1.650,4 Tausend Plätze). Der Anteil dieser Haltungsform an den Hennenhaltungsplätzen aller Betriebe mit mehr als 3.000 Plätzen ging gegenüber dem Jahr 2001 um 4,5 Prozentpunkte zurück. Die Veränderung zeichnete sich bereits seit 1997 ab. In den Jahren 1991 bis 1996 waren durchschnittlich 2.014,8 Tausend Plätze in der Käfig-Batteriehaltung vorhanden. Im Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2002 waren es 1.653,9 Tausend Plätze. Gegenüber dem Niveau von 1991 wurden die Kapazitäten um 22 Prozent abgebaut.

Durchschnittlicher Legehennenbestand und Eiererzeugung

Jahr Legehennen; Eier (in 1.000 Stück); Eier je Henne im Jahr; am Tag 1991 1.326.869; 361.833; 275,4; 0,75 1992 1.376.821; 393.992; 286,2; 0,78 1993 1.363.499; 390.379; 286,3; 0,78 1994 1.505.613; 446.607; 296,6; 0,81 1995 1.530.145; 462.898; 302,5; 0,83 1996 1.554.756; 459.957; 295,8; 0,81 1997 1.584.200; 476.985; 301,1; 0,82 1998 1.718.941; 513.227; 298,6; 0,82 1999 1.691.902; 510.128; 301,5; 0,83 2000 1.749.141; 530.015; 303,0; 0,83 2001 1.741.267; 524.852; 301,4; 0,83 2002 1.749.233; 522.544; 298,7; 0,82

Haltungsformen der Legehennenhaltung

Jahr Haltungsplätze insgesamt Käfig-/Batterie-; Boden-; Freiland-haltung Anzahl Prozent 1991 2.124.800 96,1; 3,9; 0,0 1992 2.102.700 96,4; 3,6; 0,0 1993 2.167.100 93,7; 6,3; 0,0 1994 2.175.420 93,7; 6,3; 0,0 1995 2.151.400 92,8; 7,0; 0,2 1996 2.149.200 90,9; 8,6; 0,5 1997 1.959.396 84,1; 12,2; 3,7 1998 1.973.096 83,9; 11,4; 4,7 1999 2.047.336 84,3; 11,1; 4,6 2000 2.050.958 80,9; 11,5; 7,6 2001 2.047.862 80,6; 11,7; 7,7 2002 2.085.027 76,1; 14,4; 9,5

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28. März 2003

Niedersachsen: Antragsverfahren zum Agrar-Umweltprogramm startet am 01. April

Themen: Archiv — info @ 16:03

Hannover (agrar.de) – Das Antragsverfahren zum neuen Niedersächsischen Agrar-Umweltprogramm (NAU) wird am 1. April eröffnet. Bis zum 15. Mai 2003 haben Landwirte die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Agrarumweltmaßnahmen zu entscheiden. Das berichtet das dortige Landwirtschaftsministerium.

Einige dieser Maßnahmen sind auch schon in den vergangenen Jahren angeboten worden wie z. B. der Verzicht auf die Anwendung von Herbiziden in Obstkulturen (A1), die Förderung extensiver Grünlandnutzung (B), die Förderung des ökologischen Landbaus (C) und die Förderung einer zehnjährigen Stilllegung (D).

In diesem Jahr wird dieses Förderprogramm wesentlich ausgeweitet, denn durch das neue Modulationsgesetz des Bundes werden die Direktzahlungen allein in Niedersachsen jährlich um 5,5 Mio. Euro gekürzt. Unter Einbeziehung der Kofinanzierung aus Bundes- und Landesmitteln ergeben sich jährlich zusätzliche Finanzmittel in Höhe von ca. 10 Mio. Euro, die für die Finanzierung neuer Agrarumweltmaßnahmen zur Verfügung stehen. Mit der Modulation würde zwar die Wettbewerbskraft der deutschen Landwirtschaft geschwächt, kritisierte Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen dieses deutsche Gesetz. Damit die Gelder aber so schnell wie möglich wieder an die Landwirte zurückfließen können, müssten die neuen Modulationsmaßnahmen jetzt auch zügig umgesetzt werden.

Neu angeboten werden flächendeckend in Niedersachsen das Mulch- oder Direktsaatverfahren zur Verminderung von Erosionsschäden (A2), umweltfreundliche Gülleausbringungsverfahren zur Minderung von Emissionsverlusten (A3) und die Anlage von Blühflächen auf stillgelegten Äckern (A4).

Die Förderung von Blüh- und Schonstreifen beschränkt sich auf den Landkreis Wolfenbüttel (A5, A6). Und die Förderung der Verringerung des Mastschweinebesatzes (F) und die Förderung umwelt- und tiergerechter Haltungsverfahren (E) beschränkt sich ausschließlich auf die Landkreise Vechta und Cloppenburg. Für diese beiden Fördermaßnahmen aus der Tierproduktion E und F führte Ehlen eine Deckelung in Höhe von einer Mio. Euro ein. Denn es könne nicht angehen, so der Minister, dass die Modulationsgelder, von Landwirten aus ganz Niedersachsen aufgebracht, in eine einzige Region zurückfließen würden. Mit Ausnahme der 10-jährigen Stilllegung erstreckt sich die Förderung bei allen Maßnahmen über fünf Jahre.

Wie in den Vorjahren sind die Kreisstellen der Landwirtschaftskammern antragsannehmende Behörden. Sie können genauere Auskünfte geben und halten die notwendigen Formblätter bereit. Außerdem können Nachfolgeanträge zu einem Erstantrag aus dem NAU 2000, 2001 und 2002 gestellt werden. Vorsorglich verweist der Minister darauf, dass alle Anträge, sofern die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, nach dem ‚Windhundverfahren‘ bewilligt würden.

Förderrichtlinie und Formblätter zur Antragstellung können auch im Internet heruntergeladen und ausgedruckt werden.

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Giftpflanzen gehören nicht in den Familiengarten

Themen: Archiv — info @ 16:03

Gefährlichste heimische Pflanzen: Engelstrompete, Goldregen und Tollkirsche

Hamburg (agrar.de) – In vielen Gärten entfaltet sich jetzt die volle Blütenpracht – aber nicht alles Bunte gehört auch in den Familiengarten: Viele Pflanzen haben Bestandteile, an denen sich gerade kleine Kinder oft schwer vergiften. Besonders gefährdet sind Zwei- bis Dreijährige, weil sie ihre Umwelt durch Lutschen und Kauen entdecken und dabei auch Giftiges probieren. ‚Eltern sollten sich deshalb vor dem Pflanzenkauf gut darüber informieren, ob eine Pflanze giftige Bestandteile hat, um diese Sorten einen weiten Bogen machen und nur Pflanzen kaufen, deren Wurzeln, Blätter, Blüten und Früchte ungiftig sind‘, empfiehlt Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg.

Mit die gefährlichsten Pflanzen hierzulande sind die als Kübelpflanze sehr beliebte Engelstrompete, der Goldregen (stark giftiger Samen) und die Tollkirsche. Aber auch vermeintlich harmlose Pflanzen haben es ‚in sich‘: Die schwarzen Beerenfrüchte des Gemeinen Efeus führen, in größerer Zahl verzehrt, zu Übelkeit, Brechdurchfall und Hautausschlag. Am Buchsbaum sind Rinde, Blätter und Früchte giftig.

Kostenlose Broschüre

Tipps, wie sie ihre Kinder vor Vergiftungen schützen können, finden Eltern in der Broschüre ‚Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern‘ die die DSH zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin, herausgegeben hat. Die Informationsschrift enthält einen ausführlichen Giftpflanzenteil und informiert zusätzlich über weitere Vergiftungsgefahren im Haus, etwa durch Reinigungsmittel oder Medikamente. Jedes Kapitel ist abgerundet mit Hinweisen, wie Eltern ihre Kinder vor Vergiftungsgefahren schützen können und was zu tun ist, wenn ein Kind Vergiftungserscheinungen zeigt.

Die Broschüre ‚Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern‘ gibt es kostenlos bei der Aktion DAS SICHERE HAUS, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg.

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Immer mehr Nahrungsmittelhersteller konzentrieren sich auf Gemeinschaftsverpflegung

Themen: Archiv — info @ 15:03

Ausgaben für den Außer-Haus-Verzehr steigen langfristig

Hamburg (agrar.de) – Der Konzentrationsprozess im Lebensmitteleinzelhandel führt dazu, dass immer mehr Unternehmen der Ernährungsindustrie den Bereich Gemeinschaftsverpflegung bedienen. Das ist das Ergebnis der Studie ‚Großverbrauchermarktanalyse‘, die AFC Consultants International Bonn, in Abstimmung mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) durchgeführt hat. AFC stellte die Ergebnisse der Befragung unter 120 Unternehmen aus dem Zustellgroßhandel, Gaststätten und Restaurants, Hotelbetrieben und Kantinen auf dem BVE-Arbeitskreis Food-Service vor.

Vor allem Fachgroßhändler aus den Segmenten Obst, Gemüse und Fleisch weichen auf Gemeinschaftsverpflegung aus.

Von den Gesamtausgaben privater Haushalte für Lebensmittel im Jahr 2001 in Höhe von 221 Mrd. Euro landeten 66 Prozent im privaten Verbrauch, also im Lebensmitteleinzelhandel, Lebensmittelhandwerk, Direktvermarktung und ähnliches. In den Großverbrauch, darunter Gaststätten, Kantinen, Hotels und Caterer, fließen 34 Prozent oder 75 Mrd. Euro.

Die Experten erwarten, dass der Umsatz der Ausgaben für den Außer-Haus-Verzehr bis zum Jahr 2005 auf über 80 Mrd. Euro steigen werden. Zum Vergleich: 1991 betrugen die Gesamtausgaben privater Haushalte 197 Mrd. Euro. 65 Prozent oder 128 Mrd. Euro wurden für den privaten Verbrauch ausgegeben. Zu den Gewinnern gehörten ausländische Gastronome sowie Bringdienste und Caterer, deren Marktanteile seit 1999 kontinuierlich gestiegen sind. Die deutsche Gastronomie hat dagegen mit einem sinkenden Marktanteil zu kämpfen.

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IMEX-Datenbank akualisiert

Themen: Archiv — info @ 15:03

Berlin (agrar.de) – Die IMEX-Datenbank des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR%/%) wurde aktualisiert. In der durch die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI) für das BfR erstellten Datenbank finden sich die vollständigen Listen der zugelassenen Lebensmittel gewinnenden oder -verarbeitenden Betriebe. Dazu gehören die Schlacht- und Zerlegebetriebe, Kühl- und Gefrierhäuser sowie Verarbeitungsbetriebe.

Die Betriebslisten geben Auskunft über die Veterinärkontrollnummer, Name und Firmensitz sowie über die Zulassung für den Import bzw. Export.

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Kontrollen 2002 im Alten Land: Rückstände von verbotenen Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen

Themen: Archiv — info @ 13:03

Hannover (agrar.de) – Gegen die ‚Allgemeinverfügung für das Sondergebiet Altes Land‘, gemeinsam erarbeitet vom Land Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Hannover, der Biologischen Bundesanstalt und dem Umweltbundesamt, wurde auch im Jahr 2002 verstoßen, teilte heute Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen mit. Das habe der jetzt vorgelegte Bericht des Pflanzenschutzamtes über die Kontrollen im Jahr 2002 ergeben.

Auf der einen Seite sei ein drastischer Rückgang der Fehlanwendungen festzustellen, auf der anderen aber auch, dass Spuren von verbotenen, von nicht zugelassenen und von für den Obstbau nicht zugelassenen Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden nachgewiesen werden konnten.

Aufgrund der Hochwasserprobleme im letzten Jahr sei allerdings nicht auszuschließen, dass auch Schadstofffrachten von Gebieten außerhalb des Sondergebietes Altes Land zu den nachgewiesenen Belastungen von Wasser und Boden beigetragen haben können. Was aber z.B. nicht für Blattproben gelte, bei denen in 13 Prozent der untersuchten Proben verbotene Wirkstoffe gefunden wurden. Bei Fruchtproben wurden keine verbotenen Rückstände entdeckt.

Insgesamt zeige der Bericht, dass an einer Fortsetzung der intensiven Überwachungsmaßnahmen kein Weg vorbei führe. Nur so seien die hochgesteckten Ziele der Allgemeinverfügung erreichbar, fügte Ehlen hinzu. Selbstverständlich sei auch, dass nachgewiesene Ordnungswidrigkeiten geahndet würden.

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EKD zu WTO-Agrarverhandlungen und der Reform der Zuckermarktordnung

Themen: Archiv — info @ 12:03

Altenkirchen (agrar.de) – Auf seiner Frühjahrstagung setzte sich der Ausschuss für den Dienst auf dem Lande der Evangelischen Kirche in Deutschland (ADL) mit den aktuellen Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) und der EU-Zuckermarktordnung auseinander. Der ADL ist besorgt darüber, dass allein die internationale Konkurrenzfähigkeit über die Zukunft der Landwirtschaft weltweit entscheiden soll. Bei diesen Verhandlungen geht es aber nicht nur um Handel – es geht auch um die materiellen und sozialen Lebensgrundlagen der Menschen auf dem Lande. Die WTO geht mit großer Arglosigkeit und Uneinsichtigkeit darüber hinweg. Dies kann aus christlicher Sicht nicht hingenommen werden.

Der ADL ist der Meinung, die Welthandelsregeln müssen dafür sorgen, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse ihren Wert erhalten. Deshalb darf internationaler Wettbewerb nicht zu einem Preis-, Sozial- und Umweltdumping führen. Menschenunwürdige Lebens- und Arbeitsverhältnisse auf Plantagen in vielen Entwicklungsländern, Raubbau an der Natur und Exportsubventionen der Industrieländer sind gleichermaßen abzuschaffen.

Der ADL sieht für die Agrarpolitik der EU einen Reformbedarf: handelsverzerrende Maßnahmen der Unterstützung und die direkten und indirekten Exportsubventionen sind abzubauen. Nur so lässt sich das europäische Modell einer multifunktionalen Landwirtschaft in der globalisierten Welt rechtfertigen. Protektionismus und Weltmarkteroberung sind ein Widerspruch.

Der ADL stellt fest, dass die Reformvorschläge zur Halbzeitbewertung der Agenda 2000 durch die EU-Kommission in die richtige Richtung gehen. Durch die Abkopplung der Subventionen von der Produktion können die Ausgleichszahlungen in die ‚Grüne Box‘ eingestellt werden und verlieren dadurch ihren handelsverzerrenden Charakter.

Der ADL befürwortet die Beibehaltung der Marktordnungen, da über eine Mengenregulierung die Beschränkung der Produktion auf den Binnenmarkt erreicht werden kann. Die Marktordnungen für Milch und Zucker könnten dafür ein Beispiel sein. Hier müssen die Produktionsquoten am Eigenbedarf orientiert werden. Zugleich sollen die vom Weltmarkt geschützten höheren Erzeugerpreise aber erhalten bleiben.

Ein Mengenregulierungssystem hat den Vorteil, dass gezielt Importquoten an arme Entwicklungsländer vergeben werden können. Der ADL setzt sich in diesem Sinne für eine weltweite Ausdehnung der EU-Initiative „Alles außer Waffen“ ein und drängt auf eine komplette und zügige Umsetzung, unter strenger Kontrolle des Ursprungsland-Nachweis und Verbot des Re-Exports. Damit die armen Länder akzeptable Mindeststandards in ihrer Exportproduktion für den europäischen Markt freiwillig einhalten, müssen über bilaterale Verträge entsprechende ökonomische Anreize gewährt werden, die u.U. aus Abgaben auf die preisgestützte Produktion zu finanzieren sind. Zucker und Milch in der EU sollen eine Sonderbehandlung erfahren dürfen und sind im Rahmen der WTO-Verhandlungen als sogenannte ’strategische Produkte‘ der EU zu behandeln.

Am Beispiel der Zuckermarktordnung hat der ADL exemplarisch diskutiert, in welche Richtung die Reform gehen müsste: grundsätzlicher Erhalt einer Zuckermarktordnung bei einer Binnenmarktausrichtung und Rückführung der Exportorientierung; sowie der Ausbau des garantierten Marktzugangs für arme Entwicklungsländer (LIC).

Mit der Osterweiterung der EU dehnt sich auch die Zuckermarktordnung und –wirtschaft nach Osten hin aus. Nach Ansicht des ADL sollen den Landwirten dort weitgehende Mitwirkungsrechte eingeräumt werden, wie etwa durch ihre kapitalmäßige Beteiligung an den Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen.

Der ADL befasste sich auch mit der Zuckerrohrproduktion in bestimmten Anbaugebieten Südamerikas und fordert für die dortigen Landarbeiter sozialgerechte Arbeitsbedingungen.

Zusammenfassend stellt der ADL fest, dass der gerade vorgelegte Entwurf für ein neues WTO-Agrarabkommen in Genf durch den Vorsitzenden des Agrarausschusses, Direktor Stuart Harbinson, die oben genannten Anliegen in keiner Weise widerspiegelt. Der ADL lehnt sie daher als Verhandlungsgrundlage ab.

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Rückgang der Eiererzeugung in Baden-Württemberg setzt sich fort

Themen: Geflügel,Tierbestände — info @ 12:03

Eier aus Boden- und Freilandhaltung immer beliebter: Anteil steigt auf 18 Prozent

Stuttgart (agrar.de) – Etwa zwei Drittel der in Baden-Württemberg erzeugten Eier stammen aus spezialisierten Geflügelhaltungsbetrieben mit jeweils mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen, deren Eierproduktion und Legehennenbestände im Rahmen der Geflügelstatistik erfasst werden. In diesen spezialisierten Geflügelbetrieben ist nach den Angaben des Statistischen Landesamtes die Hühnerhaltung in Käfigen bzw. Legebatterien mit rund 82 Prozent der vorhandenen Hennenhaltungsplätze im Dezember 2002 noch immer die vorherrschende Haltungsform, jedoch ging ihr Anteil in den letzten Jahren von 96 Prozent seit 1990 deutlich zurück.

Dagegen stiegen die Produktionskapazitäten in Boden-, Auslauf- und Freilandhaltungen auf mittlerweile annähernd 18 Prozent, im Vergleich zu nur 4 Prozent im Jahr 1990. Bei den im Rahmen der Geflügelstatistik nicht erfassten Klein- und Kleinstgeflügelhaltungen dürfte ein noch größerer Prozentsatz auf die letztgenannten Haltungsformen entfallen.

Bei einem Gesamtbestand von rund 1,68 Millionen Legehennen haben die Geflügelspezialbetriebe im Jahr 2002 rund 440 Millionen Eier erzeugt, geringfügig weniger als im Vorjahr (449 Millionen Eier). Dies entspricht einer durchschnittlichen Monatslegeleistung von 21,8 Eiern bzw. einer Jahreslegeleistung von rund 262 Eiern je Henne im Vergleich zu 259 Eiern im Jahr 1990.

Aufgrund der Ergebnisse betriebsstruktureller Erhebungen und ergänzender Berechnungen beziffert das Statistische Landesamt Baden-Württemberg die Eiererzeugung in den landwirtschaftlichen Betrieben mit kleineren Beständen (weniger als 3.000 Hennenhaltungsplätze; ohne Hobby- und Kleinsthaltungen) auf 295 Mill. Eier, so dass sich im Kalenderjahr 2002 eine marktgängige Produktion im Land von insgesamt 735 Mill. Eiern ergibt. Seit 1990 hat sich damit die heimische Eiererzeugung um annähernd 23 Prozent und der Legehennenbestand um 24 Prozent auf rund 2,8 Mill. Tiere im Jahresdurchschnitt 2002 verringert.

Legt man den durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 223 Eiern im Bundesgebiet 2002 zugrunde, deckt die heimische Markterzeugung an Eiern in Baden-Württemberg gerade noch 37 Prozent des Eierbedarfs im Land. Im Bundesdurchschnitt lag der Selbstversorgungsgrad bei Eiern 2001 bei etwa 75 Prozent.

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Handbuch “ Bioenergie-Kleinanlagen “ erschienen

Themen: Archiv — info @ 11:03

Gülzow (agrar.de) – Mit ‚Bioenergie-Kleinanlagen‘ liefert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) erstmals eine umfassende Veröffentlichung zum Heizen mit Holz im kleinen Leistungsbereich. Das Handbuch klärt nicht nur technische und organisatorische, sondern auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen und stellt somit grundlegendes Handwerkszeug für jeden dar, der sich mit der Installation von Bioenergie-Feuerungen beschäftigt.

Brennertausch oder Neuanschaffung – das ist für viele Besitzer älterer Heizkessel die Frage. Denn mit der EnergieEinsparVerordnung (EnEV) geht es älteren Kesseln an den Kragen. Sie legt ab 2006 deutlich schärfere Grenzwerte für Heizungsanlagen fest. Etwa 1,6 Mio. Heizungsanlagen müssen bis dahin ausgetauscht werden. Holzheizungen sind dabei eine echte Alternative – werden als solche jedoch nur bedingt wahrgenommen. Denn selbst für Installateure ist das Heizen mit Holzbrennstoffen oft noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Das Handbuch ‚Bioenergie-Kleinanlagen‘ schlüsselt erstmals praxisbezogen auf, was jeder wissen muss, der sich für die energetische Nutzung von Biomasse interessiert. Von der Planung bis hin zu Investition, Installation und Betrieb von Bioenergie-Anlagen im Leistungsbereich bis 100 kW finden alle Aspekte Berücksichtigung.

Einsatzmöglichkeiten, Beschaffung und Handhabung biogener Brennstoffe werden ebenso erörtert wie Fakten zur Technik. Der Leser lernt die verschiedenen Heizsysteme kennen, erfährt, welche Daten für die Planung wichtig sind und welche rechtlichen Vorgaben beachtet werden müssen. Das Buch ist für private Haushalte somit ebenso interessant wie für kleine Gewerbebetriebe, Planer und Architekten, Brennstoffproduzenten oder -händler und private oder öffentliche Beratungsstellen.

Das Handbuch ‚Bioenergie-Kleinanlagen‘ wurde federführend von Dr. Hans Hartmann vom Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe Straubing verfasst. Es umfasst 184 Seiten und kann kostenfrei über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), E-Mail angefordert werden.

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