19. Februar 2003

Thüringen: Schlachtungen und Fleischerzeugung 2002

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 09:02

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2002 wurden in Thüringen 1.693.769 als tauglich beurteilte Tiere geschlachtet, darunter 78.790 Rinder, 2.209 Kälber, 1.604.840 Schweine und 7.327 Schafe. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gelangten damit 32.410 Tiere bzw. 2,0 Prozent mehr zur Schlachtung als im Jahr zuvor.

Die Anzahl der gewerblichen Schlachtungen stieg im Jahr 2002 um 35.691 Tiere bzw. 2,2 Prozent auf 1.653.085 Tiere an. Die Anzahl der Hausschlachtungen lag mit 40.684 Tieren um 7,5 Prozent (- 3.281 Tiere) unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis.

Nach Kategorien differenziert erreichten die Rinderschlachtungen annähernd das Niveau des Jahres 2001 (- 242 Tiere bzw. – 0,3 Prozent). Dabei wurden mit 43.177 Kühen 1.821 Tiere (+ 4,4 Prozent) mehr geschlachtet als im Jahr zuvor. Die Bullenschlachtungen gingen um 2.432 Tiere (- 8,1 Prozent) auf 27.494 Tiere zurück. Die Anzahl der Schweineschlachtungen lag um 33.932 Tiere (+ 2,2 Prozent) über dem Jahr 2001. Dagegen gingen die Schafschlachtungen um 1.156 Tiere bzw. 13,6 Prozent zurück.

Die Rinder erzielten im Jahresdurchschnitt 2002 ein Schlachtgewicht von 297 Kilogramm (kg) je Tier und waren damit um 6 kg/Tier leichter als im Jahr 2001. Ausschlaggebend dafür waren die um rund 8 Prozent geringeren Bullenschlachtungen und die über 4 Prozent höheren Kuhschlachtungen im Jahr 2002. Schweine brachten durchschnittlich 92 Kilogramm auf die Waage und Schafe erzielten ein durchschnittliches Schlachtgewicht von 17 Kilogramm. In beiden Tierkategorien entsprach das Schlachtgewicht des Jahres zuvor.

Aus den gewerblichen und Hausschlachtungen wurden im vergangenen Jahr 171.472 Tonnen (t) Fleisch erzeugt. Das waren 2.922 Tonnen bzw. 1,7 Prozent mehr als im Jahr 2001. Auf die einzelnen Fleischarten entfielen:

– 23.406 Tonnen Rindfleisch (2001: 23.928 t), – 173 Tonnen Kalbfleisch (2001: 194 t), – 147.727 Tonnen Schweinefleisch (2001: 144.227 t), – 124 Tonnen Schaffleisch (2001: 142 t) und – 41 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (2001: 58 t).

Im Jahr 2002 haben sich die Auszahlungspreise, nach dem niedrigen Stand im Jahr 2001, für Rindern wieder erholt. Die Landwirte erzielten hier im Durchschnitt aller Handelsklassen für Schlachtrinder 1,72 Euro je kg Schlachtgewicht (Euro/kg SG). Das waren 0,14 Euro/kg SG mehr als im Jahr zuvor. Im Einzelnen wurden für Jungbullen 2,34 Euro/kg SG (2001: 2,05 Euro/kg SG); für Färsen 1,51 Euro/kg SG (2001: 1,32 Euro/kg SG) und für Kühe 1,38 Euro/kg SG (2001: 1,27 Euro/kg SG) ermittelt.

Der Auszahlungspreis für Schweine lag mit 1,30 Euro/kg Schlachtgewicht um 0,32 Euro/kg SG unter dem Vorjahresniveau. Selbst der Auszahlungspreis im März 2002, der mit 1,45 Euro/kg SG das höchste Ergebnis darstellte, lag noch unter dem Jahresdurchschnitt von 2001 (1,62 Euro/kg SG). Besonders im 4 Quartal 2002 gaben die Preise auf 1,22 Euro/kg SG (Monatsdurchschnitt) nach und erreichten im Dezember mit 1,17 Euro/kg SG den niedrigsten Stand aller Monate.

Die durchschnittlichen Auszahlungspreise für Schafe lagen bei 3,24 Euro je kg Schlachtgewicht und damit um 0,16 Euro/kg SG über den Jahresdurchschnitt von 2001.

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„Immer noch zu viel Dünger“ – DVGW formuliert Forderungen zum Gewässerschutz

Themen: Archiv — info @ 09:02

Bonn (agrar.de) – Die wichtigste Trinkwasserressource, das Grundwasser, ist trotz der 1996 eingeführten Düngeverordnung immer noch einer zu hohen Nitratbelastung ausgesetzt. Die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW) in Bonn fordert daher, dass die Düngeverordnung konkretisiert und nachgebessert wird, damit sie den Anforderungen der EU-Nitratrichtlinie gerecht wird. Auch müssen ordnungsrechtliche Instrumente geschaffen bzw. verschärft werden, um das Grundwasser wirksam zu schützen. Hierzu zählen die exakte Düngebemessung, bedarfsgerechte Düngegaben und deren standortbezogene Bilanzierung, aber auch ein erweiterter ordnungsrechtlicher Rahmen.

Der DVGW fordert weiterhin eine Integration des flächendeckenden Gewässerschutzes in die nationale und europäische Agrarpolitik mit einem abgestimmten Konzept zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Umweltleistungen mit dem Gewässerschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Einführung der ‚besten verfügbaren Umweltpraxis‘ kann die Landwirte dabei aus der finanziellen Zwangslage befreien, die mit der EU-Osterweiterung aus Brüssel droht. Es ist gesellschaftlicher Konsens zur Honorierung dieser Leistungen herzustellen.

Der DVGW fordert weiterhin eine klare Definition der ‚ordnungsgemäßen Landwirtschaft‘, um bestehende Missstände im Gewässerschutz zu beseitigen. Die Gleichsetzung mit der ‚guten fachlichen Praxis‘ vernachlässige die Belange des Gewässerschutzes: Annähernd 50 Prozent der deutschen Wasserversorgungsunternehmen verweisen auf Nitratprobleme.

Aus Sicht des DVGW und nach Einschätzung von Wasserexperten zählt der Grundwasserschutz nach wie vor zu den ‚Kellerkindern‘ in Politik und Medien in Deutschland. In anderen Ländern hingegen wird das Grundwasser längst als ‚das Gold des 21. Jahrhunderts‘ gesehen.

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Neuere Förderpreis für artgerechte Tierhaltung

Themen: Archiv — info @ 09:02

München (agrar.de) – Die ‚Allianz für Tiere in der Landwirtschaft‘ bestehend aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Deutschen Tierschutzbund, der Schweisfurth-Stiftung und der Verbraucherzentrale Bundesverband (%url4%vzbv%/%) vergibt im Jahr 2003 erstmalig den ‚PRO TIER – Förderpreis für artgerechte Tierhaltung‘.

Mit dem neuen Förderpreis sollen Betriebe in Deutschland prämiert werden, die – laut Ausschreibungstext – ‚ihrer mitgeschöpflichen Verantwortung gerecht werden und Vorbildliches leisten bei der Haltung, Zucht und Fütterung landwirtschaftlich genutzter Tiere‘. Der Preis richtet sich mit seinen Tierschutz-, Umweltschutz- und Verbraucherschutzanliegen gleichermaßen an ökologisch wie konventionell wirtschaftende Betriebe.

Entscheidend für die Preisvergabe ist, dass auf den Höfen besonders tiergerechte Lösungen für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung in der Praxis umgesetzt werden. ‚Mehr Tierschutz sollte ein gemeinsames Anliegen aller Landwirte sein; ganz gleich, ob sie ansonsten ökologisch oder konventionell wirtschaften‘, erläutert die Allianz die Breite der Zielgruppe. ‚Das erwarten auch die Verbraucher von der Landwirtschaft.‘

Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Die Jury setzt sich aus den Spitzenvertretern der Verbände sowie weiteren Experten für artgerechte Haltungssysteme zusammen. Mit einer Entscheidung der Jury ist im Laufe der Sommers zu rechnen. Übergeben wird der Förderpreis am 23. September 2003 durch Bundespräsident Johannes Rau. Bewerbungsfrist ist der 30. April 2003, rechtlicher Träger des Förderpreises ist die Schweisfurth-Stiftung.

Die Bewerbungsunterlagen sind erhältlich über Dr. Manuel Schneider, Projektbüro !make sense!, Valleystr. 36 Rgb., 81371 München, Fax: 089-76758956, %url7%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url5%Tierhaltung%/%, Links zum Thema %url6%Umweltpreise%/%.

18. Februar 2003

Dioxin im Futter: Weitere Lieferungen nach Sachsen

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 16:02

Dresden (agrar.de) – Weitere Lieferungen von möglicherweise mit Dioxin verunreinigtem Tierfutter eines Thüringer Herstellers sind nach Sachsen gelangt. Damit ist die Zahl der betroffenen Betriebe auf insgesamt 27 gestiegen. Nach neuesten Erkenntnissen erhielt ein sächsischer Mischfutterhersteller aus dem Thüringer Werk getrockneten Zwiebackbruch.

Der Zwiebackbruch war vermutlich dioxinbelastet und wurde in Futtermittel für Ferkel eingearbeitet. Insgesamt wurden drei Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen und jeweils ein Betrieb in Thüringen und Brandenburg mit diesem Futtermittel beliefert. Kontrollen in den sächsischen Betrieben ergaben, dass lediglich in einem Betrieb noch rund vier Tonnen Futtermittel vorhanden waren. Die Restmenge wurde gesperrt und mittlerweile nach Thüringen zurückgeholt. Ein weiterer Betrieb erhielt möglicherweise dioxinbelastete Trockenschnitzel. Die amtliche Futtermittelüberwachung hat die noch vollständig vorhandene Menge beprobt und bis zum Vorliegen des endgültigen Messergebnisses über den Dioxingehalt für die Verfütterung gesperrt.

Auch bei der Überwachung der Tierbestände haben die zuständigen Behörden alle zur Gewährleistung des Verbraucherschutzes notwendigen Maßnahmen ergriffen. So ist sichergestellt, dass die Tiere aus den betroffenen Betrieben vorerst nicht geschlachtet werden. Erst wenn die Ergebnissse entsprechender Stichprobenuntersuchungen vorliegen, wird über eine Freigabe des gewonnenen Fleisches entschieden.

In betroffenen Milcherzeugungsbetrieben bzw. Molkereien erfolgt eine Zwischenlagerung der Rohmilch, bis auch hier durch die entsprechenden Untersuchungsergebnisse der Beleg für die Unbedenklichkeit der Produkte erbracht ist.

Hintergrundinformationen zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Dioxin: Die Giftigkeit von Dioxinen wird durch das Toxizitätsäquivalent (TEQ) ausgedrückt. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission (SCF) hat im Jahre 2001 für Dioxine vorsorglich eine zulässige wöchentliche Aufnahme (TWI) von 14 pg (Pikogramm = ein Billionstel Gramm) TEQ/kg Körpergewicht beim Menschen festgesetzt; d. h. ein 75 kg schwerer Mensch sollte nicht mehr als 1.050 pg TEQ pro Woche aufnehmen. Die Höchstwerte von Dioxinen in tierischen Lebensmitteln sind auf 1 bis 4 pg TEQ/g Fett festgelegt.

Auch bei geringfügiger Überschreitung der Höchstwerte (wie im Schweinefleisch in Thüringen festgestellt) sind Gesundheitsgefahren nicht zu befürchten. Fazit: Eine Gesundheitsgefährdung kann für die Verbraucher nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Dennoch gehören Spuren von Dioxin weder ins Futter noch in Nahrungsmittel. Grenzwerte wurden überschritten. Das Futter und das belastete Fleisch müssen aus dem Verkehr gezogen werden.

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Studie räumt mit Vorurteilen gegenüber Nebenerwerbslandwirten auf

Themen: Archiv — info @ 15:02

Beierfeld (agrar.de) – Landwirtschaft im Nebenerwerb ist durchaus eine dauerhafte Betriebsform. Untersuchungen der Uni Hohenheim in zwei verschiedenen Regionen ergaben, dass dort 75 Prozent der Betriebe aus dem Nebenerwerb übernommen worden sind. Die Studie räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass Nebenerwerbslandwirte unwirtschaftlich arbeiten würden, so der sächsische Verband der Landwirte im Nebenberuf (VLN-Sachsen).

Vom Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim wurde im Herbst 2001 eine Untersuchung von Nebenerwerbsbetrieben in einer industriestarken und einer industrieschwachen Ackerbauregion durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage von Dr. Ruth Schwenninger und Prof. Dr. Reiner Doluschwitz geben Anlass, diese anhand von zwei häufig aufgestellter Hypothesen zu erörtern.

Nicht wirtschaftlich?

1. Vorurteil: ‚Nebenerwerbslandwirte wirtschaften aufgrund der geringen Betriebsgröße und der Doppelbelastung unwirtschaftlich und handeln irrational.‘

Diese Ansicht, die von Gegnern der Nebenerwerbslandwirtschaft häufig vertreten wird, muss aufgrund der Ergebnisse der Befragung verworfen werden. Nebenerwerbslandwirte entscheiden beim Kauf von Maschinen und Geräten durchaus rational.

Während Schlepper, die für nahezu alle Feldarbeiten benötigt werden, nur in geringem Maße gemeinschaftlich genutzt werden, geht bei Maschinen und Geräte (Pflüge, Sämaschinen, Bodenbearbeitungsgeräte) der Trend immer mehr zum Gemeinschaftseigentum. Zur besseren Auslastung eigener Spezialmaschinen bieten die Nebenerwerbslandwirte teilweise selbst Überbetriebliche Arbeiten an. Kapitalintensive Maschinen (Mähdrescher, Pressen, etc.) werden vorwiegend überbetrieblich durch Lohnunternehmen, Maschinenringe oder Nachbarn bzw. Kollegen genutzt. Die Beanspruchung des überbetrieblichen Maschineneinsatzes liegt je nach Region zwischen 77, 1 und 83,8 Prozent. Das beweist, dass Nebenerwerbslandwirte durchaus rational denken und handeln.

Die Nebenerwerbslandwirte können in den beiden untersuchten Regionen trotz des hohen überbetrieblichen Maschineneinsatzes als investitionsfreudig bezeichnet werden. Immerhin gaben rund 65 Prozent der Befragten an, in den letzten Jahren Investitionen getätigt zu haben. Die genauere Aufschlüsselung der Investitionen ergab, dass bei den Wirtschaftsgebäuden selten in die Instandsetzung der vorhandenen Bausubstanz investiert wurde, sondern vielmehr in neue Maschinenhallen. In Stallgebäude wurde nur wenig investiert. Maschineninvestitionen wurden vor allem in Schlepper und Bodenbearbeitungsgeräte, die für die Grundmechanisierung im Marktfruchtbereich erforderlich sind, getätigt.

Nur selten Kredite

Kleine Betriebe unter 10 ha verhalten sich bei Investitionen eher zurückhaltend. Die Ungewissheit über die Fortführung des Betriebes aber vor allem auch die fehlende Rentabilität größerer Investitionen, dürften hierfür maßgeblich sein.

Über die Hälfte der befragten Landwirte finanzieren die die Investitionen rein aus Eigenkapital. Gemischtfinanzierungen aus Eigen- und Fremdkapital werden von etwa einem Viertel der Landwirte getätigt. Nach Angaben der Befragten wird nur selten zu 100 Prozent aus Fremdkapital finanziert. Dies zeigt, dass die Land- wirte bei Neuinvestitionen keine Risiken durch hohe Kreditaufnahmen eingehen wollen und nur dann investieren, wenn sie die Investitionen größtenteils selbst finanzieren können.

Zur Finanzierung der Investitionen können sie Nebenerwerbslandwirte neben dem Eigen- und Fremdkapital auch das außerlandwirtschaftliche Einkommen heranziehen. Grundsätzlich sollte das außerlandwirtschaftliche Einkommen nicht in die Landwirtschaft transferiert werden, weil dann die Nebenerwerbslandwirtschaft zum Hobby wird und keine dauerhafte Betriebsform ist. Es ist jedoch immer noch günstiger, sich aus dem außerlandwirtschaftlichen Einkommen eigenzufinanzieren als über eine Fremdfinanzierung. Wenn das transferierte Einkommen aus dem Haushaltseinkommen für die Familie tragbar und die Investition rentabel ist, so ist einer Finanzierung aus dem außerlandwirtschaftlichen Einkommen nicht entgegenzubringen.

Fazit: Die Behauptung, Nebenerwerbslandwirte würden nicht rational denken und handeln, kann nach Betrachtung der Betriebsorganisation und des Verhaltens der befragten Landwirte nicht bestätigt werden. Sicherlich bestehen noch Optimierungsmöglichkeiten in der Betriebsorganisation, aber auch Haupterwerbslandwirte produzieren nicht im absoluten Optimum. Den sich laufend ändernden Rahmenbedingungen können sich weder Haupt- noch Nebenerwerbslandwirte ständig anpassen.

Nicht dauerhaft?

2. Vorurteil: ‚Nebenerwerbsbetriebe können im Strukturwandel nicht als dauerhafte Betriebsform bestehen, sondern steIlen lediglich einen Übergangsstadium beim Einstieg in den Ausstieg dar.‘

Auch diese Ansicht kann nicht bestätigt werden. Die mittlere Altersverteilung der Untersuchten Betriebe zeigt, dass nicht nur ältere Landwirte in der Nebenerwerbslandwirtschaft zu finden sind, sondern auch jüngere die Form der Erwerbskombination wählen. Die Zukunft der Nebenerwerbsbetriebe hängt vornehmlich von der Hofnachfolgesituation ab. So zeigt die Darstellung der Hofnachfolgesituation in Abhängigkeit der Betriebsgröße, dass bei Betrieben mit mehr als 25 ha die Hofnachfolge bei über 25 Prozent gesichert ist. Je größer also der Betrieb, desto geringer der Prozentsatz der ungesicherten Nachfolge.

Vergleichsweise günstig ist auch die Situation in den Betrieben mit über 50-jährigen Betriebsleitern, wo über kurz oder lang die Hofübergabe ansteht. In der industrienahen Region sind bereits bei 40,9 Prozent und in der industriefernen Region bei 26,6 Prozent die Nachfolger bekannt.

Viele Faktoren, sowohl ökonomische als auch persönliche, spielen bei der Entscheidung einen Betrieb im Nebenerwerb zu übernehmen eine Rolle. Landwirt zu sein ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Lebenseinstellung. Bei den Nebenerwerbslandwirten wird besonders deutlich, dass die immateriellen Gründe weit mehr als die ökonomischen Gründe zählen. So steht auch in der Umfrage nach den Motiven für die Übernahme des Betriebes im Nebenerwerb die Freude an der Landwirtschaft an erster Stelle, gefolgt von der Tradition in der Familie und dem Erhalt des Hofes.

Ökonomische Gründe, wie die Sicherheit eines zweiten Einkommens, wurden kaum genannt. Die starke Gewichtung der außerökonomischen Motive ist ein klarer Beweis, dass sie Nebenerwerbslandwirtschaft eine dauerhafte Erwerbsform ist. Sie wird auch dann betrieben, wenn finanzielle Aspekte unwichtig werden, weil immer die immateriellen Werte stärker gewichtet werden.

Bei der Übernahme des Betriebes im Nebenerwerb spielten die wenigsten Betriebsleiter bereits mit dem Gedanken, diesen bald auslaufen zu lassen. Die Entscheidung, den Hof aufzugeben, hängt von mehreren Faktoren, wie zum Beispiel der Betriebsnachfolge oder den Rahmenbedingungen ab, die bei der Übernahme des Betriebes noch unbekannt sind und sich erst im Laufe der Zeit herausstellen werden.

Die Frage, in welcher Generation der Betrieb im Nebenerwerb geführt wird, zeugt ebenfalls von der Dauerhaftigkeit dieser Erwerbsform. So haben 75 Prozent der Befragten den betrieb aus dem Nebenerwerb übernommen und davon wiederum 70 Prozent in mehr als der zweiten Generation. 30 Prozent würden sich heute sofort wieder für die Landwirtschaft entscheiden. Die Hälfte antwortete mit vielleicht und nur 20 Prozent entschieden sich aus heutiger Sicht gegen die Nebenerwerbslandwirtschaft.

EU-Schweinebestände sinken

Themen: Archiv — info @ 14:02

Bonn/Luxemburg (agrar.de) – Die Schweineerzeugung der Europäischen Union (EU-15) ist – gemäß den von den Mitgliedsländern und EuroStat erstellten Marktprognosen – im Jahr 2002 um 0,5 Prozent im Vergleich zu 2001 gestiegen. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) in Bonn.

Bis zum ersten Halbjahr 2003 wird sich die Produktion voraussichtlich um 0,2 Prozent im Vergleich zu 2002 reduzieren. In der EU werden derzeit rd. 120,2 Millionen Tiere gehalten. Dies entspricht einem Anteil von rd. 13 Prozent am Weltschweinebestand.

In den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich konnten die stärksten Bestandsrückgänge verzeichnet werden, während Spanien seinen Gesamtschweinebestand um 4,6 Prozent erhöhte. Die fünf größten Schweinefleischproduzenten der EU-15 bleiben aber nach wie vor Dänemark, Deutschland, Spanien, Frankreich und die Niederlande. Diese fünf Länder produzieren gemeinsam mehr als 73 Prozent des gesamten in der Gemeinschaft hergestellten Schweinefleisches.

Links zum Thema Schweine.

Schweiz: Landfrauenverband unterstützt Genfrei-Initiative

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 14:02

Brugg (agrar.de) – Der Schweizerische Landfrauenverband (SLFV), die Dachorganisation von 66.000 Bäuerinnen und Landfrauen, unterstützt die Eidgenössische Volksinitiative ‚für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft‘. Das hat der Vorstand in einer ausserordentlichen Sitzung einstimmig beschlossen, meldet der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID).

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) entschied schon Mitte Januar, die Initiative mitzutragen. Allerdings waren im SBV-Vorstand die Meinungen geteilt. Mit 46 zu 36 Stimmen sprach sich die Landwirtschaftskammer dafür aus, die Gentechfrei-Initiative zu unterstützen.

Laut dem Initiativtext soll die schweizerische Landwirtschaft während fünf Jahren nach Annahme der Verfassungsbestimmung gentechnikfrei bleiben. Die Initiative wurde von verschiedenen bäuerlichen und landwirtschaftsnahen Organisationen sowie von Konsumentenschutz-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen lanciert. Die Federführung der Initiative liegt bei der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie, die Unterschriftensammlung wird heute gestartet.

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Grossbritannien: Handel über das Internet nimmt zu

Themen: Archiv — info @ 13:02

London (agrar.de) – Für britische Farmer gewinnt das Internet auch als Handelsplattform eine immer grössere Bedeutung. Der Umsatz über dieses Medium erreicht derzeit nach Schätzungen des britischen Bauernverbandes NFU 325 Millionen Pfund. Nach den Ergebnissen einer NFU-Umfrage unter 1.000 Landwirten in England und Wales entfällt der Grossteil der über das Internet verkauften Güter und Dienstleistungen auf den Tourismusbereich (zum Beispiel ‚Bed and Breakfast‘ Angebote).

Jeder zehnte britische Farmer mit Internetanschluss nutzt das elektronische Medium auch für Handelstätigkeiten. Rund 83 Prozent der Farmer – ein Drittel mehr als vor einem Jahr – verfügen heute bereits über einen Internetzugang. Der durchschnittliche Wert des Absatzes über das Internet beträgt für diese Betriebe mittlerweile 13.000 Pfund. 92 Prozent der befragten Landwirte gehen davon aus, dass das Internetgeschäft im laufenden Jahr weiter zunehmen wird. Die Erschließung neuer Märkte wird von 86 Prozent der Befragten als Grund für ihre Online-Verkaufsangebote angegeben. 47 Prozent versprechen sich davon eine Kostenreduzierung.

Neben dem Online-Handel nutzen 91 Prozent der Befragten das Internet zur Informationsbeschaffung, 46 Prozent betreiben Online-Banking und 36 Prozent nutzen das Netz, um aktuelle Nachrichten zu lesen. 15 Prozent gaben an, Betriebsmittel über das Internet einzukaufen.

Links zum Thema Online-Handel, Links zum Land Grossbritannien.

Niederlande: Ferien auf dem Lande immer beliebter

Themen: Archiv — info @ 13:02

Bonn (agrar.de) – In den Niederlanden setzt sich der Trend weg vom Massentourismus und hin zum geruhsamen Individualurlaub auf dem Lande immer stärker durch. Das berichtet das Informationsbüro Nachbarland Niederlande.

Es seien vor allem Menschen über 50, die sich gerne aktiv auf einem Bauernhof von der Hektik der Großstädte erholen.

Der niederländische Bauernverband LTO bietet seinen Mitgliedern Unterstützung beim Aufbau der Nebenerwerbsquelle Tourismus an. Meist sind es die Bäuerinnen, die für Erholungssuchende aus der Stadt Aktivprogramme entwickeln. Dazu gehört auch der kulinarische Umgang mit regionalen Spezialitäten und Bio-Produkten. Wichtiger Nebeneffekt: Die Städter bekommen ein wesentlich positiveres Bild vom Bauern und seiner Arbeit.

Links zum Thema Landurlaub Links zum Land Niederlande.

Messewoche für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:02

Münster/München/Hannover (agrar.de) – Gleich drei Messen für die Zielgruppe Landwirtschaft laden in dieser Woche zum Besuch:

In Münster finden die vierten Agrar-Unternehmertage vom 18. bis 21. Februar statt. Die Fachmesse für Tierproduktion, Handel und Management wird in der Halle Münsterland unter der ideellen Trägerschaft des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) und unter Mitwirkung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe von der ‚m.a.c.c. MARKETING GmbH‘ aus Hamm und der niederländische ‚EXPO-MANAGEMENT‘ veranstaltet. Rund 180 Aussteller erwarten etwa 19.000 Besucher aus Nordwestdeutschland und den Niederlanden.

Die Agrar-Unternehmertage bieten die Möglichkeiten, sich über neueste Entwicklungen in der Tierhaltung, Pflanzenbau und Betriebsführung über Elektronik in der Tierhaltung und auf dem Acker bis zu virtuellen Marktplätzen zu informieren. Hersteller und Händler stellen Maschinen, Anlagen und Betriebsmittel der Veredlungswirtschaft aus, Zuchtunternehmen und Züchtervereinigungen stellen sich vor, Vertreter von Fachverbänden, Organisationen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsinstituten stehen zum Gespräch bereit.

Die Agrar-Unternehmertage sind von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 22 Uhr geöffnet und bieten ein umfangreiches Rahmenprogramm zu Themen wie ‚Neue Rahmenbedingungen für die Milcherzeuger‘, ‚WTO, Osterweiterung und EU-Politik‘ bis zum ‚Zukunftsforum Bioenergie‘.

Im Rahmen der Veranstaltung findet auch ‚Know-How‘, die 2. Erfindermesse für die Landwirtschaft statt, auf der landwirtschaftliche Praktiker ihre Innovationen vorstellen. Diese Messe ist zugleich ein Ideen- und Begegnungsforum, bei dem der Erfahtungsaustausch und die Vermarktung von Ideen und Innovationen im Mittelpunkt stehen, ebenso soll der ersten deutsche Agrar-Erfinder-Klub gegründet werden.

Die Agrar-Computer-Tage, Deutschlands einzige Computer-Fachmesse für die Landwirtschaft, öffnen vom 22. bis 24. Februar 2003 ihre Tore im MTC München in München. Hier können sich Landwirte über den Einsatz von Elektronik, Datenverarbeitung und Informationstechnik in der Landwirtschaft informieren. Rund 70 Aussteller zeigen Neuheiten und Trends der Agrar-EDV-Branche, von der Agrarsoftware für das Bauernhofbüro, über die Nutzung von Internet und E-Commerce, bis hin zu Elektronik in der Tierhaltung und auf dem Acker. Workshops und Fachvorträge begleiten die Fachmesse.

Veranstalter der Messe sind die großen Agrarmagazine des dlv Verlages, das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt und das dlz agrarmagazin, sowie der BBV-Computer-Dienst, ein Tochterunternehmen des Bayerischen Bauernverbandes.

In Hannover findet vom 22. bis zum 24. Februar die DirektMarkt 2003, eine Fachmesse rund um die Direktvermarktung, statt. Etwa 200 Aussteller erwarten ca. 7.500 Fachbesucher auf dem Messegelände Hannover.

Das Angebotsspektrum der Veranstaltung bietet von Fleischverarbeitungsmaschinen, Molkereitechnik und Bäckereimaschinen, Abfüll- und Sortieranlagen, Verpackungsmaterial und -geräte, Waagen, Kassen, Ladeneinrichtungen, Verkaufswagen, bis hin zu Transportgeräten, Kältetechnik und sortimentserweiternden Produkten. Veranstalter ist die ‚Fachausstellungen HECKMANN GmbH‘.

Links zum Thema %url4%Messen%/%.

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