20. Februar 2003

Veredelte Kartoffeln immer beliebter

Themen: Archiv — info @ 13:02

Hannover (agrar.de) – Während der Speisekartoffelverbrauch in den letzten Jahren stetig zurückging, verzeichneten veredelte Kartoffelprodukte, wie z.B. Kartoffelchips und -sticks sowie Tiefkühlprodukte beachtliche Zuwachsraten.

Nach Ermittlungen des niedersächsischen Landvolkverbandes wurden vor 30 Jahren (1971/72) noch 86,8 Kilogramm (kg) frische Speisekartoffeln pro Kopf der bundesdeutschen Bevölkerung verzehrt. Dagegen waren es 2001/02 nur noch 37,1 kg. Gleichzeitig stieg der Verbrauch von Veredlungsprodukten, umgerechnet in Frischwert, von 14,2 kg in 1971/72 auf 31,4 kg in 2001/02.

Insgesamt wurden 2001 fast 2,39 Millionen Tonnen Kartoffeln veredelt auf den Markt gebracht. Davon entfielen knapp 950.000 Tonnen auf Trockenprodukte, wie zum Beispiel Kloßmehl oder Püreeflocken, 341.000 Tonnen wurden zu Kartoffelchips verarbeitet und fast 780.000 Tonnen zu Tiefkühlprodukten, wie z.B. Pommes frites. Aus weiteren 312.000 Tonnen wurden Kartoffelsalat, Dosenkartoffeln oder Reibekuchen.

An der bundesdeutschen Kartoffelproduktion ist Niedersachsen mit fast 44 Prozent beteiligt. Erst auf Platz zwei folgt mit weitem Abstand Bayern mit 18 Prozent und den dritten Platz belegt Nordrhein Westfalen mit 10,5 Prozent.

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Brandenburg: Veränderungen bei der Förderung von Dorfentwicklung und Landurlaub

Themen: Archiv — info @ 12:02

Potsdam (agrar.de) – Die beiden Richtlinien zur Förderung von Projekten zur Entwicklung des ländlichen Raumes sowie von Urlaub und Freizeit auf dem Lande sind ab sofort unter einem Dach zusammengefasst. Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) hat die seit 1994 angebotenen und nun modifizierten Programme rückwirkend zum 1. Januar 2003 mit Veränderungen verlängert. ‚In den ländlichen Räumen bestehen nach wie vor erhebliche Defizite im Hinblick auf die Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation. Deshalb wollen wir bevorzugt Investitionen von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie von Existenzgründern fördern, bei denen Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen und damit wirtschaftliche Impulse in unseren Dörfern im Vordergrund stehen‘, so Birthler.

Zur Vereinfachung und Straffung der Förderprogramme wurden die wesentlichen Inhalte der bislang gesonderte Richtlinie zur Förderung von Urlaub und Freizeit auf dem Lande in die Richtlinie zur Entwicklung ländlicher Räume aufgenommen.

Die Zuschüsse betragen für private Antragsteller bis zu 45 Prozent (bei Vorhaben für Urlaub und Freizeit auf dem Lande nur bis zu 40 Prozent) der förderfähigen Gesamtausgaben. In der Regel werden bei Privaten maximal 100.000 Euro pro Antrag anerkannt. Bevorzugt werden dabei Projekte zur Umnutzung leerstehender oder freiwerdender Gebäude.

Bewilligungsbehörden sind die regionalen Ämter für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung. Die Richtlinie ist im Internet veröffentlicht. Dort sind auch Antragsunterlagen sowie die Anschriften der zuständigen Ämter für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung abrufbar.

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Mineralwasser teurer als Milch

Themen: Archiv — info @ 12:02

Milchbauern fordern faire Preise – Produktion nicht mehr kostendeckend

Hannover (agrar.de) – Der katastrophale Preisverfall bei Milchprodukten hat dazu geführt, dass Niedersachsens Milchbauern nicht mehr kostendeckend produzieren können. ‚Ein Liter Mineralwasser kostet mehr als ein Liter Milch‘, heißt es auf Flugblättern des Kreislandvolkverbandes Wesermarsch im Rahmen einer Aufklärungskampagne.

Mit Erzeugerpreisen von unter 30 Cent pro Liter Milch könnten die Kostensteigerungen im Energie-, Dienstleistungs- und Sozialbereich nicht mehr aufgefangen werden. Die zum Teil ‚erpresserischen Praktiken‘ des Lebensmittelhandels würden den Ausstieg vieler bäuerlicher Familienbetriebe erzwingen, doch in der Wesermarsch mit einem Anteil von 97 Prozent Grünland gebe es keine Alternative zur Milchproduktion. Eindringlich appellieren die Milchbauern an die Verbraucher, durch ‚faire Preise für ein hochwertiges Produkt‘ mitzuhelfen, die Milchproduktion und die damit verbundene Pflege der Kulturlandschaft zu erhalten.

Bereits im Kalenderjahr 2002 waren die Milcherzeugerpreise nach Informationen des Landvolkverbandes auf breiter Front eingebrochen. Im Jahresdurchschnitt erhielten die Landwirte nur noch 28,25 Cent pro Kilogramm, dagegen waren es im Jahr 2001 noch 32,12 Cent pro Kilogramm gewesen. An der Preisentwicklung hat sich bislang kaum etwas geändert. Für einen durchschnittlichen Milchviehbetrieb mit 60 Kühen bedeutet der Preisverfall eine Erlösminderung von jährlich rund 20.000 Euro.

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Höfken: Thüringen muss Konsequenzen aus der Schlamperei bei Meldungen über dioxinbelastetes Futter ziehen

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 12:02

Berlin (agrar.de) – Zum mangelhaften Krisenmanagement durch Thüringen bei dioxinbelastetem Futter erklärt die verbraucher- und agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen, Ulrike Höfken:

‚Thüringen hat aus den Erfahrungen der Futtermittelskandale der vergangenen Zeit nichts gelernt. Es sind nicht nur erhebliche Defizite bei der Futtermittelproduktion und -übermittlung zu verzeichnen, geschlampt wurde auch bei der Informationsübermittlung und der Kooperation mit den Bundesbehörden. Erst aus der Presse hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) am 7.2. vom Skandal erfahren; erst nachdem die Presse informiert war, erfuhr das BMVEL am 18.2. von der zusätzlichen Belastung der Zuckerrübenschnitzel. Man gewinnt den Eindruck, dass das Thüringische Landwirtschaftsministerium versucht hat, die Probleme herunterzuspielen.

Die gesetzliche Meldepflicht wurde vom verursachenden Betrieb verletzt. Die Aufsicht und die Überwachung durch die Behörden funktionierte nicht ausreichend. Die Konsequenz: Wieder einmal wurden die Verbraucher verunsichert und die betroffenen Betriebe in große wirtschaftliche Probleme gebracht, eine erhebliche Anzahl von Tieren wird gekeult werden müssen. Wieder kommen aus Brüssel kritische Fragen bezüglich der Funktionsfähigkeit der Deutschen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung, die in den Händen der Bundesländer liegt.

Schaden kann nur begrenzt oder vermieden werden, wenn die Warn- und Krisenmanagement-Systeme auch ordnungsgemäß benachrichtigt werden. Die Bundesländer sind gefordert, ihre Strukturen ebenso zu reformieren wie es die Bundesregierung mit den zwei neuen Bundesämtern bereits getan hat. Es darf nicht sein, dass zwischen Bekanntwerden von überhöhten Dioxinwerten bis zur Weitergabe dieser Informationen drei Wochen verstreichen, dass in dieser Zeit die belastete Ware in die Ställe und auf den Ladentisch gelangen und das Ausmaß der Belastung erst am 18.2.03 wirklich bekannt gegeben wird. Ebenso müssen die Überwachungsdichte verstärkt und das Personal aufgestockt werden. Schließlich ist Vorsorge weit billiger als die Behebung des wirtschaftlichen Schadens und der Verbraucherverunsicherung durch erneute Futtermittelskandale.

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Offene Vermögensfragen in den neuen Ländern erst 2010 gelöst

Themen: Archiv — info @ 11:02

DBV übt Kritik am Gesetzentwurf zur Änderung des Entschädigungsgesetzes

Berlin (agrar.de) – Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Gesetzentwurf zur Änderung und Ergänzung des Entschädigungsgesetzes vorgelegt. Hintergrund dieses Gesetzentwurfes ist unter anderem die Einschätzung der Bundesregierung, dass die noch offenen Vermögensfragen erst bis zum Ende des Jahres 2010 gelöst und aufgearbeitet sind. Der Deutsche Bauernverband (DBV) erwartet jetzt von der Bundesregierung und den betroffenen Bundesländern, dass den Landesämtern und Ämtern für offene Vermögensfragen ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Nur so können die Anträge auf Entschädigungs- und Ausgleichsleistungen zeitnah erledigt werden, um für Alteigentümer, die den begünstigten Flächenerwerb für BVVG-Flächen nach dem Ausgleichsleistungsgesetz und der Flächenerwerbsverordnung nutzen wollen, erhebliche Verzögerungen zu vermeiden. Außerdem erschwert ein weiteres Hinausschieben auch die Umsetzung der Nachschlagsregelung im Rahmen des begünstigten Flächenerwerbs für Pächter und Alteigentümer.

Der DBV lehnt die im Gesetzentwurf vorgesehene Herabsetzung der Verzinsung der Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsansprüche von jährlich 6 auf 4 Prozent ab dem 1. Januar 2008 zu Lasten der betroffenen Alteigentümer strikt ab. Als falscher Lösungsansatz kritisiert werden auch die Bestrebungen des Bundesfinanzministeriums, über ein Gesetz die beim Eintritt in eine LPG gewährten Entschuldungen ab dem 1. Januar 2005 aufzuheben und per Gesetz fällig zu stellen. Der DBV schlägt vielmehr vor, unter die noch offenen Entschuldungsfälle (durchschnittlich 1.800 Euro) einen Schlussstrich zu ziehen. Im Wege einer Billigkeitsregelung und endgültigen Gewährung der staatlichen Förderung sollte eine Befreiung von den Schulden vorgenommen werden.

Die noch rund 270 offenen Fälle betreffen vor allem Grundstückseigentümer, die als Wiedereinrichter oder Gesellschafter von landwirtschaftlichen Betrieben in der Rechtsform juristischer Personen aktiv in der Landwirtschaft arbeiten. Diesem vom Deutschen Bauernverband mit seinen Landesbauernverbänden vorgeschlagenen Lösungsansatz wäre in Anbetracht der noch ausstehenden Fälle und wegen der durchaus unterschiedlichen juristischen Bewertung über die Rechtmäßigkeit der Forderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau der Vorzug einzuräumen.

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19. Februar 2003

Niederlande: FFH-Liste vorgestellt

Themen: Archiv — info @ 15:02

Den Haag (agrar.de) – Das niederländische Landwirtschaftsministerium hat seine aktuelle Liste von Natura 2000 – Gebieten zur Meldung bei der EU-Kommission in Brüssel vorgestellt.

Insgesamt sollen danach 134 Gebiete (bislang 76) mit einer Gesamtfläche von 741.465 ha unter den Schutz der Habitat- und Vogelschutzrichtlinie gestellt werden. Dabei fallen 640.086 ha unter beide Richtlinien. Bei den kartierten Gebieten handelt sich vor allem um Gewässerflächen wie das Wattenmeer.

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Müller: Pflanzenschutzmittel sichern unsere Lebensmittelproduktion

Themen: Archiv — info @ 15:02

Rot-grün-liberale Mehrheit will deren Anwendung pauschal um 50 Prozent reduzieren

Luxemburg (agrar.de) – Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute über eine Mitteilung der Europäischen Kommission zur Verwendung von Pflanzenschutzmitteln abgestimmt. EVP-ED-Schattenberichterstatterin Emilia Müller (CSU) bezeichnete das Ergebnis dieser Abstimmung als ‚desaströs‘, denn eine rot-grün-liberale Mehrheit ist mit einigen im Ausschuss angenommenen Forderungen weit über das eigentliche Ziel der Risikominimierung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hinausgeschossen.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll laut Abstimmungsergebnis nun europaweit pauschal um 50 Proozent reduziert werden und eine Pflichtabgabe auf Pflanzenschutzmittel wesentlich zu dieser Verringerung beitragen. ‚Wer beispielsweise Weinbauern vorschreiben will, sie müssten in Zukunft mit der Hälfte des bisherigen Pflanzenschutzmitteleinsatzes auskommen, versteht weder etwas vom Weinbau noch kennt er die oft klimatisch bedingten Probleme in der Landwirtschaft‘, so Emilia Müller. ‚Schädlinge und Krankheiten können im Nu die gesamte landwirtschaftliche Produktion zerstören. Wie Landwirte und Weinbauern ihr Einkommen sichern sollen, kümmert Sozialisten und Grüne offenbar wenig. Vielmehr wollen sie weitere Verbote und Beschränkungen‘.

Die CSU-Europaabgeordnete sprach sich stattdessen für eine Harmonisierung der Mehrwertsteuer-Sätze auf Pflanzenschutzmittel in Europa aus. Auch die gute landwirtschaftliche Praxis müsse in allen EU-Mitgliedstaaten befolgt werden. Pestizide seien dazu da, Schädlinge abzutöten, daher hätten sie von Haus aus eine toxische Wirkung. Es stehe deshalb außer Zweifel, daß dabei auf einen gezielten und sparsamen Einsatz geachtet werden müsse. Die EVP-ED-Fraktion setze sich darum auch für eine bessere Ausbildung und Information der Anwender ein, nicht zuletzt, was die für die Ausbringung der Pflanzenschutzmittel verwendeten Maschinen betrifft. Spritzanlagen sollten folglich auf dem neuesten Stand der Technik sein.

Zum Hintergrund: Ende letzten Jahres hatte die EU-Kommission eine Mitteilung vorgelegt, um die Diskussion über die nachhaltige Nutzung von Pflanzenschutzmitteln in Gang zu bringen. Nachdem sich Parlament und Rat dazu geäußert haben, erstellt sie das eigentliche Strategiepapier, das sich auf die Anwendungsphase beziehen soll, denn für die Zulassung von Pestiziden gibt es eine in den Mitgliedstaaten bereits angewandte Richtlinie. Auch Emilia Müller sieht das Strategiepapier als wertvolle und notwendige Ergänzung zur Richtlinie, für neue Vorschriften beim Pflanzenschutz dagegen keinerlei Notwendigkeit. So hatte sich der Umweltministerrat in seiner Stellungnahme vom Dezember letzten Jahres für eine Minimierung der Risiken ausgesprochen, nicht aber für eine pauschale Mengenreduzierung. Die Strategie soll lediglich helfen, die Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu harmonisieren, zumal beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten ein harter Wettbewerb herrscht. Beispielsweise können deutsche Landwirte die Mehrwertsteuer auf Pestizide nicht geltend machen, in den Niederlanden ist dies sehr wohl möglich. Deshalb ist eine Angleichung der Mehrwertsteuersätze auf Pestizide in der EU für die CSU-Europaabgeordnete unabdingbar.

Links zum Thema Pflanzenschutz, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Futtertrocknung: Miller fordert Erhalt der Beihilfe

Themen: Archiv — info @ 14:02

München (agrar.de) – Die von der EU-Kommission geplante Streichung der Beihilfe für die Futtertrocknung bedeutet nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Josef Miller das Aus für die seit Jahrzehnten erfolgreich wirtschaftenden Trocknungsgenossenschaften in Bayern. Der Minister hat sich daher in Schreiben an EU-Kommissar Dr. Franz Fischler und Bundesagrarministerin Renate Künast dafür eingesetzt, die Beihilfe in ihrer bisherigen Höhe beizubehalten. ‚Der Abbau und die Umwandlung der Beihilfe würden die gemeinschaftliche Produktion von Trockenfutter vollständig zum Erliegen bringen‘, heißt es in dem Schreiben.

Laut Miller sprechen viele Gründe dafür, das Trocknungsverfahren dauerhaft zu erhalten. So seien die Produkte hochwertig veredelte Grundfuttermittel, die eine wirtschaftliche Milcherzeugung auch in benachteiligten Gebieten ermöglichen. Gerade hier sei es wichtig, nährstoffreiche und physiologisch wertvolle Futtermittel zu erzeugen und zu konservieren. Trockengrün liefert einen Protein-Reinertrag von bis zu 2,5 Tonnen pro Hektar und damit mehr als andere Anbau- und Verarbeitungsverfahren heimischer Kulturpflanzen. Es verbessert die Versorgung mit Eiweißfuttermitteln und verringert die Abhängigkeit von Importen. Der betriebliche Nährstoffkreislauf wird gestärkt, der Zukauf von Kraftfutter verringert. Zudem ist bei heimischen Trocknungsprodukten die Herstellung vom Rohstoff bis zum Endprodukt transparent und nachprüfbar. Aus diesen Gründen bedienen sich auch zunehmend Ökobetriebe der Futtertrocknung. In den 34 bayerischen Futtertrocknungsgenossenschaften sind 26.000 Betriebe zusammen geschlossen. Sie beschäftigen rund 1.400 Mitarbeiter.

Brüssel will die bislang den Trocknungsgenossenschaften gewährte Beihilfe künftig zur Hälfte in eine einzelbetriebliche Betriebsprämie einrechnen. Die andere Hälfte ist als Verarbeitungsprämie für die Genossenschaften vorgesehen – sie soll schrittweise von 33 Euro pro Tonne im Wirtschaftsjahr 2004/2005 auf 8,25 Euro pro Tonne im Jahr 2007/2008 gesenkt werden und danach ganz entfallen.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft, Links zum Bundesland Bayern.

Rentenbank senkt Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung — info @ 14:02

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt. Je nach Laufzeit und Zinsbindung verbilligen sich die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ mit sofortiger Wirkung um nominal bis zu 0,20 Prozentpunkte. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 4,04 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung effektiv 3,63 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten

Links zum Thema Förderung, Links zum Thema Banken.

Bierabsatz der bayerischen Brauereien erstmals seit acht Jahren wieder gestiegen

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 14:02

Zahl der Brauereien weiter rückläufig

München (agrar.de) – Nachdem der Bierabsatz der bayerischen Brauereien seit 1995 kontinuierlich gesunken ist, gelang im Jahr 2002 gegenüber dem Vorjahr wieder eine Absatzsteigerung um 1,2 Prozent auf 22,5 Millionen Hektoliter. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, konnten sowohl im Inlandsverkauf (+1,1 Prozent auf 20,7 Millionen Hektoliter) als auch beim Export (+2,6 Prozent auf 1,6 Millionen Hektoliter) ein höherer Absatz erzielt werden. Unter den Bundesländern rangiert Bayern beim Bierabsatz mit einem Anteil von 20,9 Prozent hinter Nordrhein-Westfalen (26,5 Prozent) an zweiter Stelle, hält aber bei der Zahl der Braustätten mit 640 bzw. 50,2 Prozent weiter unangefochten die Spitzenposition in Deutschland.

Der Bierabsatz der bayerischen Brauereien (ohne alkoholfreies Bier und Malztrunk) ist im Jahr 2002 erstmals seit 1994 wieder gestiegen, und zwar gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent bzw. 264.100 Hektoliter auf 22,5 Millionen Hektoliter. Im Bierabsatz ist neben der Eigenproduktion der Brauereien auch das im Inland sowie in den Ländern der Europäischen Union hinzugekaufte Fremdbier enthalten. Weiter rückläufig blieb dagegen die Zahl der in Bayern betriebenen Braustätten, die sich im Jahr 2002 um weitere 15 auf 640 verringerte. Trotz dieses Rückgangs befanden sich mit 50,2 Prozent noch über die Hälfte der deutschen Brauereien in Bayern. 1994 waren es allerdings noch 58 Prozent.

Gut 92 Prozent des bayerischen Bierabsatzes, nämlich 20,7 Millionen Hektoliter, wurden im Bundesgebiet verkauft. Gegenüber 2001 bedeutete dies einen Anstieg um knapp 228.000 Hektoliter bzw. 1,1 Prozent. Noch besser als das Inlandsgeschäft entwickelte sich der Bierabsatz ins Ausland: 1,6 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes wurden exportiert, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fast 41.000 Hektolitern bzw. 2,6 Prozent. Die Exportquote, die 1993 erst 3,8 Prozent betragen hatte, lag wie im Vorjahr bei 7,2 Prozent. Während sich hierbei der Bierabsatz in die EU-Länder um 3,2 Prozent auf 1,3 Millionen Hektoliter erhöhte, blieb die Ausfuhr in Drittländer mit 316.500 Hektolitern nahezu unverändert. Somit wurden 2002 gut acht Zehntel des Bierexports in Länder der Europäischen Union geliefert. Als Haustrunk gingen 105.500 Hektoliter, und damit 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr, unentgeltlich an die Beschäftigten der Brauereien.

Unter den Bundesländern erzielten die bayerischen Brauereien mit einem Anteil von 20,9 Prozent den zweithöchsten Bierabsatz. Übertroffen wurden sie lediglich von den Braustätten in Nordrhein-Westfalen. Deren Bierabsatz lag 2002 bei 28,6 Millionen Hektolitern (1,6 Prozent weniger als im Vorjahr), was einem Anteil von 26,5 Prozent entsprach.

Links zum Thema Brenner und Brauer, Links zum Bundesland Bayern.

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